Kauf einer teuren ETW machbar?

    • (1) 23.07.19 - 23:33

      Hallo zusammen,

      ich denke, das Thema Wohnungs-oder Hauskauf ist derzeit Trend, da die Zinsen niedrig sind.

      Wir spielen auch mit den Gedanken eine ETW zu kaufen. Unser gemeinsames Einkommen liegt bei 5200 EUR netto inkl. Kindergeld im Monat. Wir haben ein Kind und wollen noch ein weiteres. Unsere laufenden Fixkosten belaufen sich derzeit auf 2700 EUR.

      Wir wohnen im Raum Hamburg und die Wohnungen sind enorm teuer. Vor allem eine 4 -ZI-Wohnung. Wir haben ein Objekt für 529.000 EUR gesehen (Neubau) mit Terrasse. Da es direkt vom Bauträger kommt, fallen keine Maklergebühren an.

      Die ca. 7% Kaufnebenkosten würden wir durch angespartes EK stemmen, sprich es läuft auf eine 100% Vollfinanzierung aus.

      Hat einer Erfahrung mit Vollfinanzierung? Wieviel Einkommen würde die Bank bei so einer Summe verlangen - Erfahrungen wäre hilfreich?

      Vielen Dank im Voraus :-)

      Grüßle

      Hallo

      Wie kommst du auf 7% Kaufnebenkosten?

    Die Frage ist relativ schwer zu beantworten. Ich würde mal eine genaue Aufstellung machen, wie viel Einkünfte ihr habt und wie viel ihr ausgebt, separiert in Fixkosten Wohnen / Fixkosten sonstige / Lebensmittel,Drogerie,Hobby,Urlaub, etc.

    Dann weißt du ja recht genau, welchen Posten ihr für das gesamte Thema Wohnen ausgeben könnt. Denn ihr zahlt zwar keine Miete mehr, dafür aber Kredit mit Zins&Tilgung und Kreditabsicherung (Lebensversicherung) und statt Nebenkosten halt Hausgeld und Rücklagen. Zu letzterem würde ich mir vom Bauträger einen voraussichtlichen Wirtschaftsplan geben lassen. (Leider ist vor allem bei Neubauten mit Tiefgarage, großen Außenanlagen, aufwändiger Heiztechnik, Aufzügen, etc. das Hausgeld irre hoch. Gern his zu 3,50€/qm Wfl.) Und am Ende wisst ihr dann ob Euer Budget zur monatlichen Belastung mit dem Kredit passt und wie lange ihr dann abzahlen müsst. Kommt ja auch darauf an wie alt oder jung ihr seid und wie viel Zeit Euch noch bleibt bis zum Renteneintritt, denn bis dahin sollte auf jeden Fall abgezahlt sein.

    Bedenkt, dass es auch nicht zu eng sein darf und auch noch klappen muss, wenn einer nur Elterngeld bekommt oder mal ein paar Monate nichts verdient. Gleichzeitig könnt auch nur ihr einschätzen, wie wahrscheinlich es ist, dass sich eure Gehälter nochmal deutlich positiv entwickeln.

    Ich glaube nicht, dass es unmöglich ist, aber bedeutet vermutlich Verzicht. Allerdings kann man aktuell in HH noch verhältnismäßig günstig kaufen im Vergleich zu den anderen 4 größten Städten Deutschlands. Daher ist es auch sehr wahrscheinlich werthaltig oder sogar im Wert noch steigend.

    (9) 24.07.19 - 01:22

    Was mit sofort aufgefallen ist, warum habt Ihr nicht mehr Eigenkapital, da hätte sich ja einiges ansammeln müssen mit dem Einkommen und den aktuellen Ausgaben.....

    • (10) 24.07.19 - 09:41

      Ja stimmt. Wir hatten letztes Jahr unsere Hochzeit. Es war eine sehr teure Hochzeit und wir sind sehr stolz darauf, dass wir es aus eigenen Mitteln finanziert haben. Des Weiteren hat mein Mann vor 2 Jahren sein Studium beendet und arbeitet seitdem. Ich seit 7 Jahren und habe leider nicht so sparsam gelebt

    (12) 24.07.19 - 10:52

    Du findest fast 40000€ wenig?

    Unser ganzes Haus hat nur unwesentlich mehr gekostet... gut, wir haben deutlich weniger Einkommen, wohnen nicht in HH sondern der Eifel, aber ich finde nicht, dass das wenig EK ist. Vor allem, weil man ja nicht sofort so viel Geld verdient. Und vermutlich werden auch die wenigsten ab dem ersten vollen Gehalt direkt auf Wohneigentum sparen sondern erstmal Reisen, Wohnungen einrichten, ein Auto kaufen etc. Zumindest ist das in meinem Umfeld so gewesen. Angefangen richtig und konkret auf ein Eigenheim zu sparen haben die meisten erst so mit Ende 20.

    • (13) 24.07.19 - 22:56

      Nee, bei uns sparen die meisten ab Anfang 20 auf Eigentum und realisieren bis Anfang 30 dann.

      • (14) 25.07.19 - 10:22

        das ist sehr früh. Viele sind mit Anfang 20 gerade erst mit der Ausbildung fertig.

        Ich habe nur eine Freundin, die bereits mit Mitte 20 ein haus gekauft hat. Diese hat aber von ihren Eltern einen Teil ihres Erbes ausbezahlt bekommen, damit sie Eigenkapital hat. Alle anderen haben frühestens mit Anfang 30 gekauft, eher Mitte 30.

        Nur eine bekannte von meinem Mann hat früher mit ihrem Mann gebaut. Da waren beide gerade Anfang 20 - und das Haus ging keine 5 Jahre später in die Zwangsversteigerung.

        vielleicht lagen unsere Prioritäten tatsächlich ganz anders. Die meisten von uns hatten eigene/s Pferd/e, wollten Reisen oder ein neues Auto fahren. Nicht unbedingt in dieser Reihenfolge, aber so in etwa. Erst danach fingen wir an zu sparen. Ich meine, wenn wir statt die Pferde zu halten das Geld gespart hätten, dann hätte ich nach 10 Jahren mehr Geld gehabt, als unser Haus überhaupt gekostet hat...

(15) 24.07.19 - 10:08

Die Kombination von Einkommen & aufzunehmender Kreditsumme halte ich für nicht sinnvoll. Zwar gerade noch machbar, aber nicht sinnvoll.

Bei einem Kredit von 530 000 EUR und einem Zinssatz von 2% und einer Tilgung von 3% seid ihr bei 2200 EUR Rate im Monat. Und da kommen noch Nebenkosten bei drauf.
Das sind fast 50% eures Einkommens = zu hoch

  • (16) 24.07.19 - 11:30

    genau DAS ist das, worauf viele derzeit "reinfallen" es wird nicht danach geschaut, wann das Haus/Wohnung abbezahlt ist, sondern hauptsache die Rate ist klein. Oftmals bleibt die Tilgung auf der Strecke, weil ja die rate gerade so hoch ist, dass die Zinsen gedeckt sind. am Ende der zinsbindunsfrist ist aber der Berg an Schulden noch genauso groß. wenn es dann dumm kommt, sind die Zinsen gestiegen, das Haus ist nun plötzlich nicht mehr so gefragt, wie derzeit und bumm guckt man doof aus der Wäsche.

Was für Jobs habt ihr beide? Sind sie sicher?
Es kann immer mal passieren, dass einer seinen Job verliert. Daher plane ich immer, dass man so etwas wie einen Kredit im schlimmsten Fall auch mal 1-2 Jahre von einem Gehalt zahlen kann.
Dann müsst ihr euch überlegen wie lange ihr abzahlen wollt 20,30 oder 40 Jahre. Im Laufe der Zeit fallen neben dem Kredit und hausgeld auch Reparaturkosten, Modernisierungskosten etc an.
Würde da wirklich großzügig planen.

(18) 24.07.19 - 14:10

Danke für Eure Feedbacks.

Wir sind beide in einem unbefrísteten Vetrag. Mein Mann in der Energiebranche und ich bei der Luftfahrt.
Mein Mann ist 35 Jahre alt, ich 33 J. (TEilzeit) und unser Kind 2 J.

Am Freitag kommt unser Finanzberater, um das Thema Wohnungskauf zu besprechen (Möglichkeit von KFW Kredit wird auch in Erwägung gezogen).

Falls es Euch interessiert, werde ich nachdem Termin ein kurzes Feedback bzgl der Machbarkeit posten.

VG

  • (19) 24.07.19 - 15:31

    Hi, mich würde sehr interessieren, wie die Finanzberatung war, da wir ähnliches vorhaben. Wir haben aber noch keine Finanzberatung gemacht, da wir uns unsicher sind, ob unser EK reicht (mehr ist ja immer besser, aber wie viel ist dann genug?!)
    Zumindest sparen wir im Moment noch ganz ganz fleißig 😇
    Euch viel Erfolg bei der Beratung 🍀🍀

    • Ich würde mich bei einer Hausbank beraten lassen oder falls man schon einen laufenden Bausparvertrag hat bei der Bausparkasse, die können auch unabhängig aus einer Datenbank etliche Banken raussuchen und vergleichen, die in Frage kämen, mit Konditionen, etc. Ich halte nicht besonders viel von diesen „unabhängigen“ Finanzberatern.

      EK sollte mind. in Höhe der Kaufnebenkosten vorhanden sein, also Makler, Grunderwerbsteuer, Notar & Gericht. Besser noch 20% der Kaufsumme zusätzlich oder falls kein Neubau die Höhe der Modernisierungskosten. Dann sind auch 100%-Finanzierungen (in werthaltigen Lagen) kein Problem.

(21) 25.07.19 - 09:27

bei einer Wohnung kommt ja noch hausgeld dazu. und für den Preis kriegst du im Hamburger Umland ein Haus in neu.

  • (22) 25.07.19 - 10:20

    Hallo,

    #bei einer Wohnung kommt ja noch hausgeld dazu. #

    Bei einem Haus natürlich nicht.
    Bei uns ist es z. B. üblich, dass der Bürgermeister persönlich das kostenlose Gemeindeöl liefert.
    Wasser kommt bei uns aus dem Hahn, der Strom aus der Steckdose.

    freundliche Grüsse Werner

    • (23) 25.07.19 - 10:47

      Hausgeld kommt aber noch zu den von dir genannten Sachen zusätzlich dazu!

      Meine Mutter hat eine ETW im Düsseldorfer Raum. Sie zahlt zusätzlich zu Strom, Gas, Wasser etc. noch etwa 350-400€ Hausgeld für Reparaturen, Sanierungen, Gärtner und was sonst noch alles da rein gerechnet wird.

      • (24) 25.07.19 - 12:30

        Das selbe fällt bei einem Haus auch an.

        • (25) 25.07.19 - 13:29

          Sehe ich etwas anders. Bei einer Eigentumswohnung MUSS man diese fixe Summer jeden Monat bezahlen.

          Bei einem eigenen Haus fällt vieles weg, was mit dem Hausgeld bezahlt wird. Zumindest, wenn man auf Gärtner, Reinigungsfirmen für Treppenhaus, etc verzichtet.

          Bei einem eigenen Haus entscheide ich ganz alleine, ob und wieviel ich für Rücklagen / Reparaturen weglege. Wenn man mal drei Monate oder auch länger nichts wegpacken kann, dann ist es eben so. Beim Hausgeld funktioniert das nicht.

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