Arbeitgeber möchte BV

    • (1) 28.07.19 - 00:00

      Hallo, ich hab nur eine kurze frage, ich bin in der 30. SSW und seit zwei Wochen krank geschrieben, durch meinen restlichen Urlaub muss ich ab jetzt noch insgesamt 18 Tage arbeiten, mein Chef hat mir heute in WhatsApp geschrieben das er ein BV verlangt und zwar rückdatiert auf den ersten Tag meiner AU da er davon ausgeht dass ich nicht mehr komme.
      Meine Frage das ist doch rechtlich gar nicht zulässig zumal es ja sein kann ich kann die Arbeit wieder aufnehmen, hat da jemand Erfahrungen mit? Er hat mir sogar ein Ultimatum gestellt es muss bis Ende der Woche da sein, ich habe erstmal gar nicht geantwortet.

      Liebe Grüße

      • Hey und als Erstes : Hä?!?
        Wieso will dein AG ein BV von DIR? Du kannst dir keins ausstellen :). Was du bestimmt weißt. Und dein/e Gyn darf auch keins ausstellen, nur weil dein AG eins VERLANGT. Was hängt dem denn quer? Dass du AU bist und er Lohnfortzahlung leisten muss? Pech. Antworte auch weiter nicht drauf. Du bist AU. Punkt. Dann kommst du arbeiten, nimmst Resturlaub, gehst in Mutterschutz und dann EZ. Ende der Geschichte. Wie lächerlich ist dein Chef. Sorry.
        Kurz und knapp : nicht drauf antworten. Nach AU arbeiten gehen wieder. Ultimatum ignorieren.
        Wo sind wir denn hier..
        Wünsche dir alles Gute weiterhin.
        Was ein Idiot ;).

        • Jaaa genau ja das war nur falsch formuliert natürlich kann nur der Gynäkologe das BV ausprechen. Und da meine Krankschreibung nichts mit der 🤰 zu tun hat ergibt das gar keinen Sinn, aber ich arbeite in einem kleinen Betrieb und er ist sauer wegen dem geld aber das ist nicht mein Problem. Er versucht einen immer einzuschüchtern aber das kann er bei mir vergessen, er hat sich in meiner Schwangerschaft schon mehrfach falsch Verhalten, meine Pausen nicht einhalten wollen, zu hohe Stundenzahl usw. und dagegen hab ich mich gewehrt und das hat ihm auch nicht gepasst aber ich kenne meine rechte.

      Sicher mal auf jeden Fall die WhatsApp. Kann sein, dass Du sie noch brauchen wirst.

    Sonst was?

Ich würde mich schnelkstmöglich an einen Fachanwalt wenden, Dein AG verhält sich völlig übergriffig und unprofessionell. Den weiteren Kontakt würde ich ausschließlich über den Anwalt laufen lassen.

Die Elternzeit solltest Du am besten nutzen, um einen neuen Job zu finden.

Alles Gute
W

  • Ja das finde ich auch ich weiß auch das er gar kein Recht darauf hat so etwas zu Fordern weil es ihm nur um sein geld geht. Für mich stand schon seit Beginn der Schwangerschaft fest das ich dort nicht bleibe, da er mich auch trotz bekannter placenta praevia zwingen wollte Patienten zu lupfen, im OP und dagegen bin ich bereits vorgegangen.

Übertreib mal nicht. Ja, der AG verhält sich absolut unprofessionell und übergrifft, aber deswegen fange ich ja jetzt nicht an über Anwälte zu kommunizieren.

Whats App als Kommunikationswege für wichtige Finge geht gar nicht!!

Ich würde ihm einen Brief schreiben, nach dem Motto „Ich Nachricht vom x habe ich erhalten und bevorzuge es auf diesem Wege zu antworten. Ich weise darauf hin, dass meine AU und meine Schwangerschaft nicht in Verbindung stehen. Die Voraussetzungen für ein Beschäftigungsverbot entnehmen Sie bitte dem MuSchG § 13 und § 16. Mfg“

Ist dein Chef nur dein Chef, also Abteilungsleiter etc oder ist er der Geschäftsführer des Unternehmens? Bei weiterem würde ich den Kontakt mit der Personalabteilung und dem GF auf freundlichen Weg suchen, nach dem Motto „Herr XY erwartet von mir Blabla. Auf diesem weg teile ich Ihnen mit, dass das BV nur durch den arbeitgeber auf Grundlage Blabla ausgestellt werden kann. Ein medizinisches bV scheidet nach Rücksprache mit meiner FA aus, weil hierfür keine Gründe vorliegen. Blabla.“
Ich gehe jetzt mal von aus, dass die AU jetzt nur indirekt was mit der Schwangerschaft zu tun hat.

  • Also ich arbeite als medizinische Fachangestellte, ja die AU besteht aus anderen Gründen die nichts mit der Schwangerschaft zu tun haben, er hat nur keinen Bock mich zu zahlen für die Wochen in denen ich nicht da war bzw. Bin. Ich habe mir auch überlegt rechtlich dagegen vorzugehen. Leider gibt es in einer so kleinen Praxis keine andere Instanz die ich mit einbeziehen könnte. Aber der wird schon noch sein blaues Wunder erleben

Hallo,

Ich kann leider nicht weiterhelfen, außer mein totales Entsetzen auszusprechen. Man möchte doch meinen, als Chef hätte man sich mal mit der rechtlichen Lage auseinandergesetzt...

Ich wollte dir aber mal sagen, dass ich absolut super finde, dass du deine Rechte kennst und sie auch durchsetzt! Leider kommen viele Arbeitgeber mit totalem Blödsinn durch, weil die betreffenden Frauen nicht Bescheid wissen oder Angst haben, eine Grenze zu setzen.
Du bist eine starke Frau und stehst jetzt schon für dein Kind ein - weiter so!

Viele Grüße und eine schöne restliche Schwangerschaft!

Top Diskussionen anzeigen