Gehalt Betreuung Grundschulkind?

    • (1) 28.07.19 - 19:29

      Hallo!
      Meine Tochter (17) betreut nachmittags nach der Schule ein Schulkind. Da sie das Mädchen (12) auch schon seit dem ersten Kennenlernen ins Herz geschlossen hat, vereinbarte sie mit den Eltern, ihr für die Betreuung kein Geld zu geben (freiwillige Basis) Meine Tochter macht alles für das Kind: geht schwimmen, spielt mit ihr, machen zusammen Ausflüge etc. Es scheint beiden gut zu gehen.

      Seit mittlerweile 2 Monaten betreut sie das Kind allerdings bis zum späten Abend (22 Uhr), (vorher war es nur von 14-18 Uhr), musste etliche Leistungsabfälle in der Schule in Kauf nehmen. Sie verdient nichts für ihre Tätigkeit (wie ja bereits vereinbart wurde), möchte sich nicht um ihre schulischen Leistungen kümmern (sie ist echt schlecht geworden :(). Das Schuljahr möchte sie allerdings auch nicht wiederholen. Ihre Gedanken sind im Moment nur bei der 12-Jährigen.

      Ansprechen möchte ich die Eltern (obwohl es ganz offensichtlich notwendig wäre) auf das Entgelt, das meine Tochter bekommen sollte, auch nicht, da mir meine Tochter sonst eventuell ausrasten könnte. Die Schuldige für ihre Situation (die Auslöserin) wäre dann ja ich. Die finanzielle Situation von der Familie ist - laut meiner Tochter gut (beide Eltern fahren teure Sportwagen, ein Einfamilienhaus mit 1000m2 Grund, etc.)

      Was meint ihr zu diesem Fall? Sollte sie für die Tätigkeiten etwas verdienen? Soll ich die Mama/die Eltern der 12-Jährigen drauf ansprechen?

      Vielen Dank,

      Celine

      • (2) 28.07.19 - 20:25

        Ich denke, in erster Linie sollte die Betreuung den ursprünglich verabredeten Rahmen nicht überschreiten.

        Und wie muss man sich das vorstellen? Betreut sie die Kleine jeden Tag? Wie ist sie versichert? DAS wäre für mich ganz klar zu regeln.

        Vom Gehalt kann sich deine Tochter nun auch keinen Schulabschluss kaufen?!

        Ich würde gucken,dass die Betreuung reduziert wird.
        Wenn deine Tochter kein Geld will sollte man das akzeptieren.

        Persönlich fände ich Schule wichtiger als die frage Geld ja, oder nein

        Noch eine Stimme dafür, eher die Betreuungszeiten deutlich zu kürzen. Das mit dem Geld würde ich deiner Tochter überlassen aber bei der langen Zeit würde ich einen Riegel vorschieben. Tritt in Kontakt mit den Eltern - bevorzugt mit deiner Tochter zusammen, notfalls aber über ihren Kopf hinweg...
        Mag sein, dass deine Tochter es gern macht und es ihr Freude macht. Das tut ein Schwimmbadbesuch auch, aber dieser kann auch nicht jeden Tag bis spät abends stattfinden...

      • Hallo.

        Was ich zu diesem Fall meine??

        Deine Tochter sollte das Mädchen erst mal gar nicht mehr betreuen, sondern sich um ihre schulische Laufbahn kümmern. Wenn sie 17 ist, dann wird sie aufs Gymnasium gehen und sich demnächst um ihr Abi kümmern müssen, oder?

        Ich finde, DAS hätte jetzt Priorität. Und wenn sich die Noten wieder verbessert haben, kann sie sich ja wieder um das Mädchen kümmern. Allerdings nicht bis spät abends. Finde, die Eltern machen sich das etwas zu leicht und das Ganze sollte nicht zu Lasten der schulischen Leistungen deiner Tochter gehen.

        Die Sache mit dem Geld würde ich gar nicht ansprechen. Ist auch zweitrangig. Wenn deine Tochter den Schulabschluss in der Tasche hat, wird sie so und so ne Ausbildung machen und Geld verdienen, oder? Und sollte sie ein Studium anstreben, dann wird jedermann Verständnis dafür haben, dass sie sich nebenbei Geld verdient und nicht den Gratis-Babysitter spielen wird. ;-)

        (6) 29.07.19 - 12:22

        Ich würde mich als Mutter der 17-jährigen, die sich gerade ihre schulische Laufbahn und damit ihre gesamte Zukunft, versaut, eher um meine Tochter kümmern, als um deren potentiell möglichen Einkünfte.
        Den Kontakt der Beiden würde ich einschränken auf ein Mindestmaß und Töchterchen zur Nachhilfe schicken. Also Klartext: Wenn sie super mitmacht, darf sie ihre Freundin noch 2 mal in der Woche und am Wochenende bis maximal 20:00 Uhr sehen, mehr nicht. Wenn die Noten weiter absacken, wird auch das gestrichen - offenbar tut ihr diese Freundschaft nicht gut. Weißt du denn, was die dort machen? Nach 20:00 Uhr ist sowieso gestrichen. Und an allen anderen Tagen ist effektives Lernen angesagt.

        Nur ganz nebenbei: Euch ist schon klar, dass eure Aktion mit der „Betreuung gegen Geld“ in dem Umfang extrem illegal wäre. Deine Tochter fällt unter den Jugendschutz - den ihr gnadenlos in sehr vielen Richtungen missachtet. Ein Kind - und genau das ist deine Tochter noch - darf einfach nicht in der Form arbeiten, wie sie es derzeit tut. Sobald sie dafür wirklich Geld bekommt, ist das ein Job - ja, sowas muss auch angemeldet werden. Jetzt könnte man das noch deklarieren, als „Freundin besuchen“.

        Nur mal ein paar Punkte die mir jetzt so aufgefallen sind, die nach Jugendschutzgesetz gar nicht gehen:
        - eine Tätigkeit nach 20:00 Uhr ist verboten (in den Ferien)
        - deinem Text entnehme ich, dass dein Kind noch Vollzeitschüler ist - demnach gelten die Regelungen für Kinder während der Schulzeit, d.h. sie darf täglich 2 Stunden arbeiten - sie arbeitet 9(!) Stunden, niemals jedoch vor der Schule und nach 20:00 Uhr

        Freundin besuchen - darf sie solange und sooft sie will als Schüler. Da gibt es einfach kein Gesetz dagegen.
        Arbeiten hingegen ist streng limitiert.
        Die einzige Möglichkeit, das Mädchen so oft zu sehen, ist sie als Freundin zu treffen. Wer zahlt denn immer für die Events? Also wer zahlt den Eintritt für Schwimmbad und Co? Ich würde eher da versuchen, dass das die Eltern des anderen Mädchens übernehmen.

      • (7) 29.07.19 - 12:38

        Ich finde, deine Tochter sollte etwas dafür verdienen, dass sie sich regelmäßig um das Kind kümmert. Aus Sicht der anderen Eltern würde ich so ein Angebot niemals annehmen, ohne etwas dafür zu zahlen. Aus deiner Sicht sollte es dir aber egal sein. Deine Tochter ist alt genug, um zu entscheiden, wie sie ihre Freizeit verbringen möchte. Deinen Standpunkt kennt sie ja, und wenn sie trotzdem sagt, dass sie kein Geld dafür möchte, solltest du dich da raushalten. Die meisten in ihrem Alter suchen sich ja extra eine Tätigkeit, um das Taschengeld etwas aufzubessern. Deine Tochter scheint da anders gestrickt zu sein.
        Eine Bezahlung würde ja zudem nichts an den schulischen Leistungen deiner Tochter ändern. Auf diese würde ich an deiner Stelle mein Augenmerk legen. Inwiefern hängt der Leistungsabfall mit der Betreuung zusammen? An wie vielen Nachmittagen macht sie das denn? Wenn es einmal pro Woche ist, wird das nicht der Grund für den Leistungsabfall sein. Ist es mehrmals pro Woche, könntet ihr absprechen, dass sie die Tätigkeit reduzieren soll.

        Deine Tochter sollte sich in erster Linie um sich und ihre eigene Ausbildung, ihre Noten kümmern. Da wäre ich schon lange vehement eingeschritten,ja, auch mit 16.

        Ich finde es nicht normal, dass man sich mit 17 täglich von 14-22 Uhr um eine 12Jährige kümmert, keinen eigenen Hobbys nachgeht, nicht lernt, keinen Führerschein macht, keine Freunde trifft, keine Jugendlichen-typischen Dinge macht.

        Anstelle der Eltern der 12Jährigen wäre es mir auch nicht recht, dass sie als 12Jährige jeden Tag mit einer 17Jährigen abhängt.

        In DEM Ausmaß würde ich das nicht tolerieren als Mutter der 17Jährigen.

        Vom Geld mal völlig abgesehen! Deine Tochter sollte, wenn überhaupt, fair entlohnt werden und das Geld für Ausbildung/Studium/Führerschein/ Wohnung verwenden.......

        VG

        (9) 29.07.19 - 19:06

        Bist du sicher, dass sie schwarz nichts einstreicht?

        Was ist der Grund, warum sie so intensiv/exzessiv das Ganze macht?
        Wer bezahlt die Ausflüge? Deine Tochter oder die Familie? Wenn deine Tochter: woher nimmt sie das Geld? Wenn die Familie: hat deine Tochter ja auch was davon. Nutzt sie das aus?


        Schulische Leistungen: da solltest du hinterher sein.
        Flüchtet sie sich mit der Betreuung vor dem Lernen? Hat sie Angst den Abschluss nicht zu schaffen und da kommt ihr das als Ausrede gerade Recht?

        - Nachhilfe
        - Unterstüzung beim Lernen
        - Berufsberatung
        - etc.

        Wenn sie mit dir nicht spricht: Schulpsychologe.

        Welchen Nutzen hat eine 17jährige, wenn sie unentgeltlich auf eine 12jährige aufpasst?
        Klingt zwar super und verantwortungsvoll. Ausnahmen mag es ja geben. Nur kenne ich die wenigsten 17 jährigen, die sich derart in ihrer Freizeit einschränken würde.

        Hat sie Freunde (in ihrem Alter)?

        Bezahlung bei diesen Stunden in dem Umfang wäre wohl weit mehr als ein 450 € Job, bei unter 18 Jahren wären da auch die Arbeitszeiten und Pausen zu klären.

        Was geht da vor?

        Ernsthaft
        Ließt in diesem Ausmaß nicht gesund an,sehr übertrieben!
        Warum braucht dies Deine Tochter in diesem Ausmaß?

Top Diskussionen anzeigen