Grade neuen Vertrag unterschrieben- jetzt schwanger

    • (1) 01.08.19 - 10:48

      Hallo, mein Mann und ich haben lange versucht schwanger zu werden, leider hat es über ein Jahr nicht geklappt. Dann entschied ich meinen langweiligen Job zu kündigen und mir einen neuen, interessanteren zu suchen. Das hat tatsächlich geklappt. Im Bewerbungsgespräch fragt man mich bereits wie es mit der Familienplanung aussähe und ich sagte das ich mich erstmal auf die Karriere konzentrieren möchte.
      Einen Tag nachdem ich den Vertrag unterschrieben zurückschickte, war mein Test positiv.
      Ich bin also erst in der 5.woche und fange zum 1.9. an.
      Nun frage ich mich ob ich irgendetwas zu befürchten habe. Pausiert die Probezeit wenn man vor Ablauf in den Mutterschutz geht? Oder geht sie weiter? Können Sie mich kündigen wenn ich zurück kommen möchte? Haben Sie irgendeinen Rat für mich? Ich fühle mich jetzt natürlich sehr schlecht mit der Situation. Viele Grüße

      • (2) 01.08.19 - 10:55

        Mutterschutz kommt ja erst etwa 6 Wochen vor deinem ET, die Probezeit geht höchstens 6 Monate (oder irre ich mich?), daher sollte sich das doch theoretisch ausgehen, oder?
        Selbst wenn nicht - dein Schutz vor Kündigung besteht auch schon in der Probezeit wenn du SS bist. Einzig _befristete_ Verträge stellen die Ausnahme dar (diese würden weiter am Ende der Frist enden, so wie vertraglich vereinbart).
        Festverträge mit Probezeit -> in der Schwangerschaft darf man dir nicht kündigen, da bist du gesetzlich geschützt. Die Probezeit wird auch nicht im Anschluss drangehängt, die läuft ab und die gehst in den Festvertrag über.
        Man müsste aber trotzdem schauen wie man das mit dem AG kommuniziert (möglichst ehrlich, nehme ich an, die beste Wahl), denn man möchte ja nachdem man in den Job zurückkehrt auch nicht der Fußabtreter sein. :)

        Erstmal Glückwunsch!

        Die Frage mit der Familienplanung war schon nicht zulässig. Aber mal versucht es gerne.

        Also, wenn du am 01.09. anfängst, bist du in der 9. Woche. Da würde ich noch garnichts von der Schwangerschaft erwähnen. (Es sei denn, du bist Erzieherin, dann wäre es sinnvoll) Wenn du dann 12. Woche bist, würde ich es sagen.

        Sobald du die Schwangerschaft bekannt gibst, hast du ein Kündigungsschutz. Selbst wenn du am 02.09 zum Beispiel gekündigt werden würdest, müssten die dich behalten, weil du 14 Tage Zeit hättest um deine Schwangerschaft zu beweisen. Die Probezeit endet mit Bekanntgabe der Schwangerschaft. Hast du einen befristeten Vertrag, läuft der natürlich aus und die sehen dich nie wieder und du sie auch nicht. Hast du einen unbefristeten Vertrag, sehen die dich nach der Elternzeit wieder.

      Falls du dich nun krank schreiben lassen solltest endet die frist bis zum Krankengeld nach 4 Wochen statt nach 6 Wochen

    Hallo

    Ist der Vertrag befristet?

    • Hey mir ging es damals ähnlich wie dir. Ich hatte auch nen neuen tollen Job. Und zack nach dem ersten Arbeitstag hatte ich auch positiv getestet. Ich hatte wirklich ein schrecklich schlechtes Gewissen dem AG gegenüber.
      Hätte auch nicht gedacht das es so schnell klappt bei uns. Ich habe ihnen dann nach der 12 Woche Bescheid gesagt. Sie waren zum Glück nicht böse oder sonstiges. Natürlich war es für sie nicht so toll aber sie haben sich trotzdem sehr mit mir gefreut. Ich muss auch sagen ich bin trotzdem immer in die Arbeit gegangen egal wie schlecht es mir ging. Ich war auf Grund der Ssw kein einziges Mal krank geschrieben. Ich denke das wussten Sie auch sehr zu schätzen. Man möchte ja danach dann da wieder evt Fuss fassen.

      Ich würde es einfach nach der 12 Woche sagen und ihnen eben erzählen das es so nicht geplant war.

      LG Toffi

      Nein ist unbefristet

(11) 01.08.19 - 11:39

Bei mir war es so:

Ich habe in meinem Betrieb meine Ausbildung Mitte Juni beendet.
Im April unterschrieb ich schon meinen unbefristeteten Vertrag, der direkt nach bestandener Prüfung in Kraft treten sollte.

10 Tage nach der Unterschrift habe ich positiv getestet, jedoch erstmal nichts gesagt und meine Ausbildung auch erfolgreich beendet.
Dann habe ich es mitgeteilt, da war ich dann auch schon in der 12ten Woche.

Mein Vertrag ist weiterhin gültig, ich habe allerdings Beschäftigungsverbot.
Aber ich habe eben auch einen unbefristeten Vertrag und der Arbeitgeber kennt mich schon seit 10 Jahren, die Ausbildung habe ich absolviert weil ich nicht mehr in meinen alten Beruf zurück wollte.
Unbefristete Verträge laufen dann fristgerecht aus.
Kündigungsschutz hast du während der gesamten Schwangerschaft sowie Elternzeit, auch in der Probezeit!

LG

(12) 01.08.19 - 11:42

Eine Kündigung kann ausgesprochen werden, wird aber erst nach Ende der Elternzeit m.W. nach wirksam...oder nach MuSchu. Da bin ich jetzt nicht 100% sicher.

Auf jeden Fall hätten die dich gar nicht fragen dürfen nach Familienplanung, das ist nicht rechtens und man darf deshalb in der Tat auf diese Frage mit einer Lüge antworten. Das darf also auch nicht der Kündigungsgrund sein, sollten sie eine aussprechen.

Hallöchen!
Bei mir war es ähnlich. Da mein Partner laut Ärzten unfruchtbar ist sollte es eigentlich gar nicht klappen. Ich habe am 03.06. einen neuen Job angefangen und an diesem Tag direkt positiv getestet. Beim Gespräch fragte mein Chef ebenso wie es mit Kindern aussähe. Habe damals gesagt „geplant ist es noch nicht.“ - abgesehen davon das die Frage unzulässig ist, darfst du was diese Aussage betrifft sogar lügen. Du bist nicht verpflichtet die Wahrheit zu sagen. Ebenso mit der SS. So sagte es mir das Arbeitsgericht, nachdem mein Chef mich trotz SS versuchte zu kündigen (natürlich ohne Erfolg!). Das Arbeitsgericht sagte, laut Paragraph 17 MuSchG bist du ab dem Tag wo die SS bekannt ist im Kündigungsverbot. Du müsstest deinem jetzigen neuen Chef auch von deiner SS nichts sagen, bis du den Job antrittst. Wie du das handhaben möchtest bleibt aber dir überlassen. Schließlich möchte man als Frau meist die ersten kritischen 3 Monate abwarten, was auch verständlich ist.
Wenn du Fragen hast kann ich dir wirklich das Arbeitsgericht empfehlen, einfach dort anrufen. Die sind super freundlich und helfen in solchen Fällen gerne weiter! :)

Liebe Grüße
Ally (+ Baby inside 12+4 🍀)

(14) 01.08.19 - 12:17

Hey.
Auch auf die Gefahr hin, hier niedergetrampelt zu werden. Ich verstehe, dass du Bammel hast, es deinem neuen AG zu sagen, denn der Zeitpunkt ist tatsächlich sehr ungünstig gewählt.
Denn du wurdest extra gefragt, und Jaaa Jaaa Jaaa es ist unzulässig und man darf lügen, aber mal im Ernst : tolles Vertrauensverhältnis. Ich bin selbst Mutter von 2 Kindern und ich verstehe die heutigen AG. Da werden zum Teil bereits schwanger Verträge unterschrieben und sobald die Unterschrift trocknet freudig verkündigt und Oh Gott, böser AG, dass er nicht Hurra schreit und sich mitfreut. Dann kommt das Totschlagargument : AG muss damit rechnen, dass Frau schwanger wird. Ja klar. Toll. Aber doch nicht schon schwanger unterschreiben oder am 1.Arbeistag verkünden, man wäre dann mal weg. Find ich nunmal nicht ok.
Zwischen den Kindern hab ich mich mal anderweitig beworben und auch ehrlich geantwortet, wenn ich gefragt wurde. Denn ob kinderlos oder 1 Kind, die AG's wissen, dass was "geplant sein" könnte. Nach Kind 1 hab ich gesagt, dass noch mindestens 2 Jahre ins Land gehen werden, wenn ich gefragt wurde (Kind war da 2 Jahre alt). Damit bin ich gut gefahren und wir haben auch dementsprechend verhütet (!).
Nun mache ich bald eine neue Ausbildung und auch dort wurde ich gefragt, ob wir ggf noch ein 3.Kind wollen würden. Ich habe wahrheitsgemäß "Nein" gesagt und nicht "Diese Frage ist unzulässig".
Trotz Allem : Glückwunsch zur Schwangerschaft. Hoffe, dein neuer AG nimmts positiv auf. Zeig bis zum MuSchu, was du kannst und ansonsten such dir in EZ was Neues.
Liebe Grüße

  • (15) 01.08.19 - 12:42

    Ich verstehe dich und deswegen habe ich ja auch so ein schlechtes Gewissen. Aber wenn du vom Arzt gesagt bekommst das du auf natürliche Weise wohl nicht schwanger werden kannst, rechnest du doch nicht damit! Und verhüten tut man dann eben auch nicht. Ich hätte im Leben nicht damit gerechnet einfach so ohne ärztliche Hilfe auf einmal schwanger zu sein. War vorher schon ein halbes Jahr in einer Kiwu Klinik und es hat nicht geklappt. Du siehst- die Situation ist eine andere und ich konnte meinen Kinderwunsch leider nicht so gut planen wie du. Dennoch habe ich ein schrecklich schlechtes Gewissen meinem neuen ag gegenüber. In meiner Branche arbeiten fast nur Frauen, daher weiß ich selbst wie ärgerlich es ist wenn immer wieder jemand ausfällt.

    • (16) 01.08.19 - 19:17

      Die anderen haben alles Wichtige offizielle schon gesagt, ich möchte dir nochmal sagen:

      Hab kein schlechtes Gewissen!!!!!!!!! Dein AG wird damit leben müssen und in manchen Dingen muss man egoistisch sein! Erst recht, wenn man es eh schon schwer hat beim Kinderwunsch, muss man sich diese Bürde nicht auch noch aufladen!

      Denk dran, da wächst ja auch ein neuer Arbeitnehmer und Steuerzahler und Rentenzahler heran ;))

      Alles Gute für dich!

(18) 01.08.19 - 12:19

Hi,

Also diese Frage nach der Familienplanung hätten sie dir laut Gesetz schon mal gar nicht im Gespräch stellen dürfen, bzw wäre es für dich zulässig dann auch zu lügen. Denn das geht den AG überhaupt nichts an.

Jetzt ist es aber so, dass du ihm das gesagt hast und jetzt ehrlich sein solltest und deinem AG beim Antritt davon unterrichten solltest, damit du auch deinen Kündigungsschutz bekommst....

Ich habe auch einen neuen Job angefangen und bin schwanger gewesen, nur wusste ich es bis dato nicht.... Halt doof, aber der AG hat soweit gut reagiert....

(19) 01.08.19 - 12:20

Dir kann nix passieren, ausser auf einen unbeständigen Chef zu treffen... hatte ich dieses Jahr auch: neuer Auftraggeber und plötzlich schwanger trotz angeblicher unfruchtbarkeit meiner Seits. Hab wochenlang ein schlechtes Gewissen gehabt gegenüber dem Auftraggeber. Als ich es dann in der 13
Woche gesagt habe, hat er sich für mich gefreut... allerdings habe ich auch gleich gesagt, wie ich mir die weitere Zusammenarbeit nach der gebirt/ez vorstellte.... dafür war er sehr dankbar, weil er merkte dass ich mir schon meine Gedanken über die Situation mache

(20) 01.08.19 - 12:27

Hallo,

War bei mir ein ähnlicher fall, bzw hab ich den vertrag hallt auch schon Schwanger unterschrieben.
Ja, ist zwar unfair, aber trotzdem muss ich an meine Finanzielle Situation denken, und ich hatte keine Lust auf Diskriminierung nur weil wenn ich sagen würde ich bin aber schwanger , würde ich sowieso nicht angenommen. Daher mach dir da nicht so viele gedanken, nachdem meine risikophase bestanden war, hab ich es auch gesagt, und die waren „natürlich“ nicht begeistert, aber ist hallt sooooo...!
Dann kam eine fristlose Kündigung, dann ging ich zum Anwalt, dann wurde die Kündigung zurückgenommen 🤦🏻‍♀️😂nach der kontaktaufnahme meines Anwalts, und dann dafür ins Beschäftigungsverbot geschickt..
Wir / Du müssen uns niemanden rechtfertigen , manchmal kommts wie es kommen soll..

Die Probezeit wird nicht gestoppt, Kündigung ist Schwieri. Bist voll und ganz geschützt.

Lg alles gute 🤗

(21) 01.08.19 - 13:52

So gehts mir auch grad. Am 1.9. fange ich an zu arbeiten und nun bin ich schwanger (ungeplant).
Ich habe totale Panik es dem AG zu sagen 🙈 aber man muss halt wirklich an die Finanzen denken, auch dann wenn es ums Elterngeld geht. Ohne den Job wird es sonst sehr eng bei uns finanziell. Zum Glück ist mein job unbefristet und ich kann nicht gekündigt werden. Nur mal schauen wie dann das Arbeitsklima ist 🤷🏻‍♀️ Und wie es nach der Elternzeit weitergeht 🤔 zur not sich ich mir dann nochmal was neues.

(22) 01.08.19 - 18:38

Huhu, ich habe heute eine Stelle angegreten und bin heute 7+4 ssw. Bei Vertragsabschluss war ich noch nicht schwanger, waren aber in der Planung. Ich werde aber zum 1.9. Wieder kündigen weil ich für mich ne bessere Stelle gefunden habe die ich dann ab 1.9. Antrete. Bin dann in der 11.ssw wenn ich dann dort anfange und muss es auch bald sagen, da es meine 2. Ss ist und man sagt ja der Bauch wächst schneller 😂 alleine die frage nach der Familienplanung ist schon nicht zulässig gewesen und du hättest darauf nicht antworten müssen. Sobald du von deiner Schwangerschaft erzählst, tritt für dich der Kündigungsschutz ein da man dich nciht mehr kündigen darf aufgrund der Schwangerschaft und dein vertrag geht direkt in einen unbefristeten über, selbst wenn du Probe zeit hast. Es sei denn du hast einen zeitvertrag, der wird dann nach Ablauf der Frist sicher nicht verlängert. 😉

(23) 03.08.19 - 22:52

Als ich meinen neuen Job angefangen habe, war ich bereits in der 20. SSW. Gesagt hab ich das erst nach Vertragsschluss. Bin jetzt seit 2 Wochen im Mutterschutz und habe bis dahin dort gearbeitet. Und ich lebe noch. Also locker bleiben 😉 Ich weiß schon, wie kann man nur, der arme Arbeitgeber usw. Der Job war eine super Chance, die sich so schnell nicht wieder ergeben hätte. Frauen haben karrieretechnisch einen biologischen Nachteil dadurch, dass sie die Kinder austragen - das hört sich blöd an, aber platt gesagt ist es doch so. Ich bin hochqualifiziert, habe studiert und einen Doktortitel und ich sehe nicht ein, warum ich mir einen tollen und gut bezahlten Job entgehen lassen soll, „nur“ weil ich schwanger bin. Schwangerschaft, Mutterschutz und Elternzeit sind sehr begrenzte Zeiträume. Ich war davor geistig und körperlich voll da, ich bin danach voll da. Ich bin insgesamt ein Gewinn für meinen Arbeitgeber, so sehe ich das. Und da tun diese kurzen Unterbrechungen keinen Abbruch. Ich persönlich werde nur kurz in Elternzeit gegen und dann übernimmt mein Mann und bleibt daheim - eben weil ich den neuen Job toll finde und mir da jetzt was aufbauen will. Vielleicht bin ich auch deshalb auf nicht so viel Unverständnis gestoßen wie befürchtet, als ich es verkündet hab. Aber selbst, wenn du es anders macht. Lass dir kein schlechtes Gewissen machen. Es dankt dir NIEMAND wenn du eine berufliche Chance aufgrund einer Schwangerschaft nicht nutzt. Wir Frauen haben viel zu oft ein schlechtes Gewissen und stehen uns damit selber im Weg.

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