Beschäftigungsverbot als Hauswirtschaft und Betreuung

    • (1) 03.08.19 - 20:36
      Inaktiv

      Hallo liebe Mamis,

      ich habe hier schon die Suchfunktion genutzt, aber irgendwie finde ich nicht das passende Thema.

      Ich will nicht zu weit ausscheifen, es geht man wieder um das Thema Beschäftigungsverbot.
      Ich bin 34, mit meinem 3. Kind ss und arbeite seit fast 3 Jahren als Hauswirtschaft und Betreuungsassi für Demenzerkrankte in einem ambulanten PD. Ich hatte vor 2 Jahren schon einen Abgang in der 6. Ssw, weil ich beim wischen ausgerutscht und auf den Rand einer Badewanne gefallen bin mit dem Bauch. In der jetzigen ss bin ich heute 5 + 1.

      Zu meinen Tätigkeiten gehören Reinigung von Wohnungen, Arztbegleitungen, Fahrten zu Ärzten, Betreuung von Demenzerkrankten zum Teil aggressiv im Umgang, Einkäufe usw.

      Mein AG Weiss bescheid über die ss, hat aber direkt gesagt, falls ich ans bv denke, er stellt keins aus, dass soll der FA machen.

      Ich liebe meinen Job und einige meiner Leutchen sind wie Familie geworden. Allerdings habe ich wieder Angst vor einem Abgang bzw das was passiert. Dazu kommt das teilweise eine hohe psychische Belastung eine Rolle Spiel. Mein AG sagt ich soll schwere Arbeiten lassen, aber dann kann ich so gut wie nichts mehr tun und komme nicht auf meine Std.

      Das zweite Problem ist, dass ich aufgrund von Depressionen vor einigen Jahren angefangen habe, antidepressiva zu nehmen. Seitdem ich jetzt von der ss Weiss habe ich diese Medikamente abgesetzt auf anraten meines Neurologen. Ich fühle mich im Moment nicht ganz dicht im Kopf und mir fällt das konzentrieren schwer. Ich habe au h Sprachstörungen und sehstörungen. Ich muss am Montag nochmal dringend meinen Neurologen anrufen, so geht es nicht weiter.

      Die ss wurde am 26. 7 festgestellt, seitdem hatte ich 2 mal Blutungen und war zur Kontrolle im kh, wo sie sagten es seien einnistungsblutungen.

      Was meint ihr habe ich eine Chance auf ein bv?

      Lg

      • Hallo.

        Erstmal herzlichen Glückwunsch zur SS. :-D

        Zum gesundheitlichen Aspekt:
        So wie ich deinen Text auffasse, bist du ja mit eurem Wunschkind schwanger. Somit waren deine neurologischen Symptome ja bisher scheinbar nicht das Problem, denn sonst wärst du ja sicher nicht gewünscht schwanger geworden, sondern hättest dich erst um deine Gesundheit gekümmert. Richtig?
        Und Einnistungsblutungen sind auch völlig normal und nicht gefährlich.
        Ein BV vom Arzt steht also wohl nicht zur Debatte.

        Dein AG hat doch eine Gefährdungsbeurteilung mit dir gemacht, oder? Wenn er dir freistellt, dass du keine "schweren" Arbeiten mehr machen brauchst, dann ist das doch eh paletti.

        Putzen und Einkäufe tätigen wirst du ja zuhause auch müssen. Macht also keinen Unterschied, ob daheim oder bei Patienten. Und Fahrten und Begleitungen zum Arzt ist doch auch easy.

        "Problempatienten" würde ich nach Absprache mit dem AG nicht mehr betreuen. Das kann ja dann sicher jemand anders übernehmen.

        Alles Gute!

        • (3) 03.08.19 - 22:08

          Danke gutefee,

          Ja es ist ein Wunschkind. Es ist mein "neuer Mann", also mein zweiter Ehemann und unser erstes gemeinsames Kind, meine anderen sind schon groesser.

      (4) 04.08.19 - 10:52

      So wie du das beschrieben hast, nein.
      Schon gar nicht vom FA.
      Das sind ganz normale Tätigkeiten, die man auch so im Haushalt macht. Bis auf wenige Ausnahmen.
      Nach der Gefährdungsbeurteilung, sollte dein Arbeitsplatz ja konform sein für Schwangere. Was sind denn dann schwere Arbeiten, wenn die Stunden dann nicht hinkommen?

      Das mit der Badewanne hätte dir, so tragisch es ist, auch zu zuhause passieren können.

      Lass dich bezüglich der Depressionen von deinem Arzt beraten.

      • (5) 04.08.19 - 16:25

        Hallo.
        Ich habe nicht geschrieben, dass ich durch die schweren Arbeiten, die wegfallen, nicht auf meine Std komme.
        Dazu zählen schwere Einkäufe ( Getränkekisten usw), bei alltagsbegleitung Leute mit dem Rollstuhl umherfahren, die fast doppelt so schwer sind wie ich mit Rollstuhl. Gehbehinderte, die sturzgefaehrdet sind begleiten (es ist bisher schon öfter vorgekommen das ich unter jemand gebrechlichen lag) zu ärzten. Leiter rauf, Leiter runter... Gardinen über Kopf aufhängen. Dann gibt es Leute die wollen mit speziellen reinigern geputzt haben, die aber aus der Industriereinugung kommen. Ach ich könnte noch Std lang weiter aufzählen...

        Mit den Depressionen bin ich schon jahrelang in Behandlung.

        • (6) 04.08.19 - 18:45

          "Mein AG sagt ich soll schwere Arbeiten lassen, aber dann kann ich so gut wie nichts mehr tun und komme nicht auf meine Std."
          Hast du doch gesagt.
          Aber, dein Arbeitgeber weiß davon, also hat er sich an das Gesetz zu halten. Alles geht nicht mehr. Da muss er eine Lösung finden und geeignete Tätigkeiten zuweisen. Kann er das nicht, muss er ins BV schicken. Für die Arbeitsplatzbediengungsen ist der FA nicht zuständig. Dennoch geht das eigene Leben doch auch weiter. Einkaufen und Haushalt musste ich auch weiter machen.

        • (7) 04.08.19 - 20:36

          Du musst dich mit deinem Chef, bzw der Person, die die Dienste einteilt zusammensetzen!
          Übernimm die Klienten die möglich sind und für den Rest der Zeit, kannst du was anderes machen.

          Zum Beispiel:
          -Doku-kontrolle
          - Stundenzettel eintreiben
          - Gruppenangebote planen/konzeptionell tätig sein
          - Teamprotokolle übernehmen
          - Schränke sortieren und aufräumen
          - etc.

          Wenn alle stricke reißen, gibt es auch Teil-bv

    (8) 04.08.19 - 11:10

    Ich würde nochmal mit dem AG besprechen, welche Aufgaben du noch machen darfst und welche nicht. Wenn du dir unsicher bist, besprich dich mit einem Betriebsarzt. Für mich klingt das nach einigen Tätigkeiten, die du nicht mehr machen darfst. Falls du dann nicht mehr auf deine Stunden kommst, ist das Sache des AG. Er muss dir auf jeden Fall dein normales Gehalt weiterzahlen. Wenn er sich weigert, ein (teilweises) BV zu erteilen, bekommt er das Geld eben nicht erstattet. Ist dann sein Problem und nicht deins.
    Und lass dir nicht einreden, dass du auf der Arbeit alles noch weiter machen kannst, was du zu Hause ja auch machen würdest. Das ist Quatsch! Es gibt ganz klare Vorgaben, welche Arbeiten dein AG dir nicht mehr erteilen darf. Ob du zu Hause etwas ähnliches dann doch machst, ist dein privates Risiko und hat nichts mit der Arbeit zu tun.

(10) 04.08.19 - 17:07

Klingt irgendwie nach anstrengender aber auch nach schaffbarer Arbeit sofern du nicht schwer heben brauchst.
Antidepressiva setzt man langsam ab übrigens. Die kann man nicht einfach weglassen, ist doch klar dass du dich komisch fühlst. Das vergeht aber auch wieder.

(12) 05.08.19 - 05:55

Tut jetzt zwar nichts zur Sache, aber hat das Vor 2 Jahren dein FA so attestiert, dass der Abgang von dem Sturz kam ?

Ich dachte, in der 6. SSW sind die „Babys“ so winzig, dass ihnen ein Sturz nix anhaben kann.
Meine FA hat damals zu mir gemeint, der Fötus befindet sich auch noch auf Beckenhöhe, sodass zb Tritte in den Bauch ihm nicht schaden würden.

  • (13) 05.08.19 - 10:39

    Ich habe mich auch gefragt, aus wieviel Metern Höhe man auf einen Wannenrand fallen muss, damit das solche Folgen hat.
    Aber sowas in der Richtung liest man hier ja öfter.

    (14) 06.08.19 - 13:17

    Hallo zsm, ja es ist beim Frauenarzt notiert. Ich bin seit gestern im Beschäftigungsverbot, ohne das ich danach gefragt habe.

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