Arbeiten 2 Wochen nach Geburt?

    • (1) 08.08.19 - 22:15
      Inaktiv

      Wie seht ihr das, wenn eine Frau 2 Wochen nach der Geburt wieder arbeiten geht? Mit offensichtlichen Schmerzen von den Geburtsverletzungen und sowieso erst 2 Wochen nach der Geburt (körperliche Arbeit mit schweren Sachen heben, viel auf den Beinen). Mich macht es rasend, dass der Arbeitgeber das überhaupt zulässt (ich weiss nicht, ob sie es so möchte oder ob der Arbeitgeber Druck macht—> aber so oder so ist es doch die Pflicht des Arbeitgebers, die Arbeitnehmenden auch diesbezüglich zu schützen.?) Mein Mann findet das nicht schlimm und sagt, ich übertreibe, er sehe das Problem nicht. Ich hab dann gesagt, dass es logisch ist, dass er es nicht so schlimm findet, er musste ja auch noch nie gebären und kann daher die Schmerzen/Hormondurxheinander auch nur schwer nachvollziehen. Wie steht ihr dazu? Übertreibe ich wirklich?

      • (2) 08.08.19 - 22:21

        also im Deutschland darf man das garnicht. Ich denke es hat seinen Sinn, dass es auch nach der Geburt noch Mutterschutz gibt und diesen kann man auch nicht umgehen.
        Wenn ich an mich zurück denke, ich konnte fast 6 Wochen danach noch nicht richtig sitzen oder laufen.

        • (3) 08.08.19 - 22:27

          Ja, ich habe auch sehr lange gebraucht, bis ich keine Schmerzen mehr hatte. Diese Frau hat offensichtlich Schmerzen und schleppte dabei noch Kisten rum... Mein Mann sagt ich solle mich ja nicht einmischen, es ist deren Sache. Aber mich macht es so wahnsinnig wütend!

          • Dann melde den Arbeitgeber anonym der Behörde, selbst wenn du deinen Namen sagst sie behandeln es immer anonym.
            Es hat seine Gründe warum es verboten ist, sie könnte im schlimmsten Fall sogar Sterben wenn man es ganz genau nimmt.

        (5) 09.08.19 - 00:14

        Ich weiß ja nicht, wo besagte Frau arbeitet. Aber was, wenn es ein Familienbetrieb ist, in dem die Familienmitglieder einfach mitarbeiten, fernab von einem Angestelltenverhältnis. Da werden gesetzliche Regelungen vermutlich nicht greifen.

    (6) 08.08.19 - 23:10

    Ich würde es der Behörde melden. Nach der Geburt ist es untersagt während des Mutterschutzes zu arbeiten. Dem AG würde ich eins husten.

  • (7) 08.08.19 - 23:55

    Ich finde du übertreibst nicht. Kannst du die Frau nicht mal ansprechen? Falls sie es (aus gründen, die sich mir nicht erschließen) wirklich will, würde ich mich glaube ich raushalten. Auch wenn es nicht legal ist.
    Ansonsten würde ich es melden.

    (8) 09.08.19 - 00:38

    Geht es hier um Deutschland?

    (9) 09.08.19 - 08:45

    Woher hast du denn deine ganzen Infos? Ich denke mal, es geht hier nicht um DE. Ist vielleicht ein Familienbetrieb oder sie ist selbstständig?
    Du könntest es ja der Aufsichtsbehörde melden.

    (10) 09.08.19 - 09:33

    Ja es ist in der CH. Ich hab sie aufs Baby angesprochen, da ich auch gerade mit dem Baby unterwegs war. Mein Mann kennt durch Kollegen den Chef ein wenig. Ja es ist ein Familienunternehmen, aber sie ist seine Angestellte. Ich werde heute anonym mal an einer offiziellen Behördenstelle anrufen und nachfragen. Es lässt mir irgendwie keine Ruhe, habe sogar letzte Nacht davon geträumt.

    • (11) 09.08.19 - 10:20

      Wenn ich das gerade richtig gegoogelt habe gilt auch in der Schweiz 8 Wochen nach Geburt ein Beschäftigungsverbot. Sprich da darf sie gar nicht arbeiten.
      So zumindest meine kurze Recherche - ein Anruf bei einer zuständigen Behörde wird da sicherlich Klarheit schaffen.

(12) 09.08.19 - 14:50

Das geht gar nicht! Auch wenn keine Schmerzen da wären, mag ich gar nicht an den Beckenboden denken... Männer können das glaube ich in den meisten Fällen nicht nachvollziehen/verstehen, da die schon rein körperlich eine Schwangerschaft und Geburt etc nicht erfahren können. Und man kann ja auch nichts sehen. Ich denke, die meisten Männer sind dann einfach der Meinung: Kind ist raus, sichtbare Verletzungen verheilt, also alles gut.

Jedenfalls würde ich zuerst mit der Mutter sprechen, warum sie schon wieder arbeitet, fragen wie sie sich fühlt und ob du ihr helfen kannst.

(13) 09.08.19 - 20:54

Meint ihr nicht alle, dass es Sache der Frau ist?!

Diese Fristzeiten sind schön und gut. Aber wenn das jmd auf eigene Verantwortung missachtet, ist es seine Sache.

Ich persönlich halte den Mutterschutz auch für überzogen und habe vor und nach der Geburt wieder temporär gearbeitet. Vor der Geburt darf man das ja auch offiziell, nur nach der Geburt ist man offiziell gesperrt.

Aber wie gesagt. Muss jeder für sich entscheiden, sich nur darüber bewusst sein, dass man nicht versichert ist, etc.

  • (14) 10.08.19 - 12:02

    Finde ich nicht. Manche Leute muss man auch vor sich selber schützen, weil sie sich stark unter Druck setzen lassen und nicht genug Mut oder Courage haben ihr Recht einzufordern.

    • (15) 10.08.19 - 13:17

      Aber das weißt du doch nicht.
      Warum wird das ihr automatisch unterstellt?!

      • (16) 10.08.19 - 13:57

        Deswegen schreibe ich „Manche Leute...“, das muss die TE abwägen, nur sie kennt die Frau. Ich finde es aber auch nicht richtig pauschal zu sagen das ginge einen nichts an und das müsse die Frau selbst wissen. Vor allem wenn ich merke, dass jemand unter Schnerzen arbeitet, muss ich doch davon ausgehen, dass er das nicht wirklich freiwillig tut.

(17) 10.08.19 - 18:39

Ist gar nicht erlaubt - sie ist noch im Mutterschutz🤷🏻‍♀️

(18) 17.08.19 - 16:16

Wo lebt ihr denn? In Deutschland zumindest gilt ja der mutterschutz

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