Neuer AG / fĂŒhrungszeugnis / Methadon therapie

    • (1) 09.08.19 - 21:57

      Hallo...
      Folgendes... mir hat vor einigen Tagen ein neuer Arbeitskollege etwas anvertraut, ich muss allerdings sagen, dass ich total planlos bin und mich da wirklich nicht auskenne !

      Vielleicht ist hier jemand der Ahnung hat ! 😌

      Folgendes: bei dem VorstellungsgesprĂ€ch wurde er gefragt, ob EintrĂ€ge im FĂŒhrungszeugnis sind - er sagte nein ( er dachte, der Eintrag ist gelöscht đŸ€ŠđŸŒâ€â™€ïž)

      Er wurde verurteilt, Wege Beschaffung von BetĂ€ubungsmitteln ( auf der alten Arbeit geklaut - steht aber nicht im FĂŒhrungszeugnis - nur die Beschaffung ) Geldstrafe + Therapie..

      Nun muss er jeden Morgen seine Dosis Methadon nehmen...

      Jetzt hat er Angst, es dem AG zu sagen weil er gelogen hat...

      Meine Fragen ( ich selber weiß auch dass das dumm ist und heiße das alles nicht gut aber verurteilen bringt ihm jetzt auch nichts ...)

      1. kann erdeswegen gekĂŒndigt werden ?
      2. muss er dem AG mitteilen, dass er jeden Morgen sein methadon beim Arzt abholt und nimmt ?
      3. kann es Konsequenzen haben, dass er es verheimlich hat ?

      Er dachte, der Eintrag isg gelöscht und wollte er halt so komplett verschweigen ... aber ich denke, dass man schon sagen muss dass man im Methadonprogramm ist ?

      • (2) 09.08.19 - 22:23

        Hi,
        1. ja, wenn es noch drin steht, hat er ja gelogen
        2. kommt auf die art der tÀtigkeit an, hat er zugriff auf betÀubungsmittel? Finanzmittel? ist eigen oder fremdgefÀhrdung möglich?
        3. s.o.

        was fĂŒr eine arbeit ist es?

        • (3) 09.08.19 - 22:43

          ...also das wĂ€re meine Meinung, aus dem was ich weiß. bin aber auch keine arbeitsrechtlerin.
          ich denke zwei aspekte sind wichtig: war die frage nach eintrĂ€gen im fz berechtigt, dann wĂ€re die lĂŒge ein kĂŒndigungsgrund.
          und bei dem methadon wÀre es wichtig zu wissen, ob das mittel seine arbeit beeinflusst oder andere gefÀhrdet.

          • (4) 09.08.19 - 23:05

            Hallo,
            danke fĂŒr die Antwort.

            Es wurde ausdrĂŒcklich danach gefragt, ob im FZ EintrĂ€ge sind und wenn ja, welche ( diese dĂŒrften im 4 Augen GesprĂ€ch dem Teamleiter gesagt werden ) dies hat er allerdings nicht getan.

            Nein, Zugriff zu BetÀubungsmitteln hat er nicht ! Allerdings haben wir Zugriff auf vertrauliche Kundendaten etc.

      Huhu.
      Gute Frage.. Ich kann dir keine sichere Antwort geben.. Allerdings ist er ja immernoch in der Substitution.. Wie lange soll das noch gehen? Wieviel nimmt er, sprich wie hoch ist noch die Sucht? Methadon ist ein Ersatzstoff fĂŒr HeroinabhĂ€ngige.. Ich finde es schon einen harten Toback, seinem AG sowas zu verschweigen, vorallem weil ein FZ verlangt wird. NatĂŒrlich hat er das Recht zu arbeiten. Das steht außer Frage. Und es ist toll, dass er einem geregelten Arbeitsleben nachgeht. Finde ich klasse!
      Allerdings hÀtte er dann aber ehrlich sein sollen in diesem angebotenen 4 AugengesprÀch, dass er aber nicht in Anspruch genommen hat.
      Er kann jetzt nur abwarten, was der AG sagt oder wie er reagiert, wenn das FZ kommt.
      Oder er ist jetzt vorher ehrlich und sucht das GesprĂ€ch. Nicht ala "Sie erfahren es ja eh", sondern, dass er sich sehr stark schĂ€mt und nun den Mut hat, es zu erzĂ€hlen. Und wenn dann das FZ kommt, wundert sich der AG ja nicht darĂŒber.
      Alles Gute.
      P.s: in meinem Beruf könnte man nur mit blitzsauberem erweiterten FZ arbeiten. Ist aber was anderes, als du da berichtest, was ihr macht.

    • Hallo.

      1. Wenn er schon dort arbeitet, dann wird er das FĂŒhrungszeugnis doch auch schon abgegeben haben, oder darf er das nachreichen?

      2. Wie lange ist diese Straftat schon her, dass er dachte, es wĂŒrde nicht mehr im FZ erscheinen?

      3. Ja - das kann sehr wohl ein Nachspiel haben. Das Problem wird wahrscheinlich nicht sein, dass er im Methadonprogramm ist, sondern vielmehr, dass er den AG belogen hat. Wenn der AG extra nachgefragt hat, dann wird ein lupenreines FZ wohl Voraussetzung fĂŒr den Arbeitsplatz sein.

      LG

      Das Methadonprogramm hat den AG nicht zu interessieren und wenn das morgendliche Abholen der Dosis nicht mit seinen Arbeitszeiten kollidiert, dann ist es ja auch kein Problem. Man muss seinem AG auch nicht mitteilen ob man zu den Anonymen Alkoholikern geht oder ne Therapie wegen Medikamentenmissbrauch macht.

      Das er wegen des FZ gelogen hat könnte hingegen zum Problem werden. Es ist aber auch komisch, dass der AG nur nach dem Inhalz fragt, es sich aber nicht aushÀndigen lÀsst.

      • Huhu.
        Also bei uns lief das so ab, dass wir unterschreiben mussten, dass ein erweitertes FZ eingeholt wird. Daher hab ich meins nie selbst in der Hand gehabt.
        Ansonsten hast du natĂŒrlich recht. Wenn er sein FZ selbst abgeholt hat, wird er ja gesehen haben, dass es noch drauf steht. Und wer verlangt ein FZ und will es dann nicht sehen. Versteh den Hergang nicht wirklich.
        Oder es ist so, dass der Freund der/des TE nun das FZ in der Hand hat und sich nicht traut es abzugeben. Wobei bei uns erst der Vertrag nach dem lupenreinen erw. FZ erstellt wurde.
        So oder so war es unklug bzgl des FZ zu lĂŒgen..

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