Jobwechsel nach 14 Jahren

    • (1) 12.08.19 - 23:30

      Ich brauche mal Rat:

      Ich habe in den Unternehmen meine Ausbildung absolviert und wurde dann übernommen. Ich bin somit seit 14 Jahren in diesem Unternehmen und habe noch nie was anderes kennengelernt.

      Seit längerem bin ich nun unzufrieden, z. Zeit bin ich in der freien Wirtschaft, die Arbeit an sich bringt mir sehr viel Spaß. Jedoch wird es immer weniger und mit den neuen Kollegen komme ich auch nciht so gut klar.

      Nun habe ich ein jobangebot im öffentlichen Dienst. Mehr urlaub, gleitzeit etc. Ich würde mich finanziell nicht verschlechtern.

      Nun habe ich schon die Kündigung ausgesprochen, jedoch will man mich nciht so einfach gehen lassen und will mir ein gegen angebot machen.

      Ich hab bammel vor dem neuen, wird es da besser, neuen platz erarbeiten etc.
      Andererseits würde ich gerne auch was neues kennen lernen.

      Kann mir jemand aus Erfahrung sagen, wie es so ist, nach so langer Zeit zu wechseln?

      Liebe Grüße

      • Hey du.
        Also ich bin nach 15 Jahren das erste Mal gewechselt. Hatte dort, wie du, meine Lehre (mit 16) gemacht (Groß- und Außenhandelskauffrau).
        Bin nun auch öffentlicher Dienst, allerdings gaaanz was Anderes :) (Vollzug). Ich werde in den nächsten Jahren noch eine 2jährige Ausbildung absolvieren. Ja es ist manchmal echt hart (habe 2 Kinder+Schicht), aber bereut habe ich es absolut nicht!
        Ich war so unglücklich.. Wurde schlecht behandelt.. Neue Eingestellte besser bezahlt als ich.. Bissel typisch..
        Es fällt schwer (nach so langer Zeit). Das glaube ich dir. War bei mir nicht anders. Angst vor dem Neuen/Unbekannten. Nur einen AG im bisherigen Leben gehabt.
        Mach es! Es legt dir nicht jeder AG nur positiv aus, wenn du zich Jahre im gleichen Unternehmen warst (ggf sogar "verharrst"? Dich nicht entwickeln kannst). Schnupper mal andere Luft und wenn es gaaar nix ist.. Widererwartend.. Dann handel ggf nun aus mit deinem aktuellen AG, ob du zurück dürftest.
        Wünsche dir alles Gute :) Toitoitoi

        (3) 13.08.19 - 01:03

        Ich habe meine Ausbildung im ÖD gemacht und habe nach der Ausbildung in einen mittelständischen Betrieb gewechselt, wo ich 15 Jahre im Büro gearbeitet habe. Während meiner Elternzeit habe ich mich nach Halbtagesstellen umgeschaut. Diese hätte ich zwar auch in meiner alten Firma bekommen, die Arbeitszeiten waren aber mit Kind nur schwer kompatibel (nachmittags).
        Ich hatte dann das Glück, dass in der Nachbargemeinde im Rathaus eine Teilzeitstelle im Bürgerbüro/Standesamt ausgeschrieben war. Ohne mir große Chancen auszurechnen habe ich mich beworben und die Stelle bekommen.
        Das war 2010.
        Für mich ein absoluter Glücksfall. Tolle Kollegen, eine sehr gute Einarbeitung in die notwendigen Programme und zusätzlich noch die Fortbildung zur Standesbeamtin.

        Ich treffe mich einmal im Jahr noch mit ehemaligen Kollegen, die mittlerweile alle gewechselt haben, weil es in der alten Firma an allen Ecken und Enden krankt (Führungswechsel, Fusionierung, mieses Betriebsklima).

          • Ja, Bad Salzschlirf. Von uns aus (Bodensee) ist das Irgendwo im Nirgendwo und eine Weltreise. 6 h Zugfahrt eine Strecke (mit ICE ab Ulm). 2021 muss ich wieder hin.
            Strafvollzug klingt spannend.

      Ich habe nach 17 Jahren gewechselt. Allerdings war ich vorher 2 Jahre woanders und habe auch meine Ausbildung nochmal woanders absolviert. Ich bin Fachkrankenschwester und habe mit 3 Kindern dann in Teilzeit das Krankenhaus gewechselt. Ich muss dazu sagen, dass ich mehrere Bereiche abdecke und in einem davon 11 Jahre nicht mehr gearbeitet habe. Dort hat sich in der Zwischenzeit viel geändert. Deshalb war mein Anfang ziemlich schwer und ich habe gar nicht soviel aufnehmen können wie es nötig gewesen wäre. Jetzt nach 2 Jahren kann ich sagen, dass es trotzdem die richtige Entscheidung war. Aber: Es war hart und es gibt immer wieder Situationen, die ungewohnt für mich sind. Man erwartet aber von mir, dass ich professionell reagiere, was mich mitunter sehr unter Druck gesetzt hat. Was ich bedenken würde: Veränderung braucht Zeit und Geduld. Das Leben muss aber gerade mit Familie ja auch gemeistert werden. Da passieren oft unvorhergesehene Dinge. Kinder werden krank. Verständnis beim Arbeitgeber? Dienstzeiten kompatibel? Ausreichend Freizeit? Bezahlung? Aufstiegsmöglichkeiten? Weiterbildungsmöglichkeiten? Prinzipiell ist Veränderung sehr prägend und auch für die Erweiterung des Horizonts sehr wertvoll und wichtig.

    • Hallo.

      Ich an deiner Stelle würde wechseln.

      a) Du hast nen sicheren Job im öD und in deinem Fall keine finanzielle Verschlechterung.
      b) Bessere Arbeitszeiten/mehr Urlaub
      c) Du bist im jetzigen Job unzufrieden, ansonsten hättest du dich ja nicht weg beworben.
      d) Knickst du jetzt beim alten AG ein, dann sieht das so aus, als ob du froh wärst, bleiben zu können. Hätte für mich einen etwas faden Beigeschmack.

      Wer weiß, ob du (sobald du es bereust geblieben zu sein) wieder ne tolle Stelle angeboten bekommst.

      Sicher ist es aufregend, was Neues anzufangen. Aber, mal ehrlich... Wenn nicht jetzt, wann dann? ;-)

      Viel Glück!!#winke

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