Stimmt das so?

    • (1) 18.08.19 - 00:25

      Hallo zusammen!
      Folgende Situation,meine Kleine kommt bald in den Kiga,derzeit arbeite ich nur auf 450Euro Basis,mein Mann VZ. Ich würde gerne aus finanziellen Gründen (meine persönliche finanzielle Lage)auf TZ aufstocken,mir halt etwas entsprechendes suchen, was schon schwierig genug ist,etwas zu finden,was zu den Betreuungszeiten passt......wir haben zudem getrennte Konten und ich bestreite außer Strom alle Unterhaltungskosten vom Haus,sowie die Hobbys der Kinder,tanken eines Fahrzeugs und zum Teil die Einkäufe vom Kindergeld,Unterhält meines Sohnes und meinen Job.Bei ihm weiß ich nur den ungefähren Verdienst,da er seine Abrechnungen sagen wir mal "an die Seite schafft"und keinen Einblick in sein Konto habe (er bei mir auch eben nicht,was er selbst verursacht hat...lange Geschichte)mit Geld umgehen kann er auch einfach nicht.Ich möchte raus aus dieser Art von Abhängigkeit und finanziell wieder besser dastehen.Meine Pläne werden von ihm abgetan mit der Begründung wenn ich mehr arbeiten würde,bliebe unterm Strich nix übrig (Steuerklassen 5/3)und wir müssten nachzahlen bei der Steuererklärung....dann,wenn das so wäre,würde wohl kaum eine Mutter in Teilzeit gehen,ich denke eher er hat Angst mehr Abzüge zu bekommen, etwas zu verlieren, er behaart darauf,es würde sich nicht lohnen.Habe eigentlich immer gearbeitet in Vollzeit,der aktuelle Rentenbescheid treibt mir die Tränen in die Augen....er hat im Moment noch 4 Kinder auf der Steuerkarte,wobei 2 davon eben eigentlich nur meine sind.Mein Gefühl sagt mir,er versucht mich klein zu halten und befürchtet eben eigene Einbußen,er profitiert ja letztlich von meiner Abhängigkeit......stimmt das was er sagt?Lohnt es sich finanziell nicht?
      Lieben Dank fürs Lesen!

      • Zunächst: ihr habt die falsche Steuerklassenkombination. Falls wirklich eine strikte Trennung aller Ein- und Ausgaben gewünscht wird, benötigt Ihr Steuerklasse 4/4 sowie getrennte Veranlagung. Alles andere bedeutet, dass man sich etwas vormacht.
        Zur moralischen Dimension des Falls werden sich genügend andere äussern.

        Warum lassen Frauen das mit sich machen? Warum getrennte Konten in einer Ehe mit Kindern? Kinder und deren Betreuung waren doch vermutlich eine gemeinsame Entscheidung?!

        Erste Handlung: Steuerklasse wechseln zu 4/4. Da muss dein Mann nicht zustimmen. Verloren geht Euch übers Jahr betrachtet nichts, die Steuerschuld bleibt ja gleich.

        Wenn du quasi alles bezahlst... was zahlt dein Mann noch von seinem Geld? Was macht er mit dem Rest? An dir vorbei investieren nur für sich?
        Unglaublich! Warum hast du überhaupt angefangen in solch einem System zu leben? Ich werde es nie begreifen...

        • 🙋‍♀️
          warum keine getrennten Konten in einer Ehe?

          Gerade um Eigenständigkeit zu wahren, finde ich dies ganz wichtig.

          Wir haben getrennte Konten, Steuerklasse 4/4.

          Das Kindergeld kommt per Dauerauftrag auf ein separates Konto und wird ausschließlich für die Kosten wie Kleidung, Schulsachen, sportliche Aktivitäten, Reiterferien, Schullandheim etc unserer Tochter verwendet.

          Die Kosten des täglichen Lebens teilen wir auf. So bezahle ich die Nebenkosten (Miete/Tilgung haben wir durch abbezahltes Eigentum nicht), mein Mann Telefon, Lebensmittel usw.

          Kosten wie Handy, Versicherungen, Benzin usw bezahlt jeder selbst, ebenso spart jeder für sich.

          Die Familienzulage die mein Mann über das Gehalt bekommt, geht auf ein Sparbuch von dem Reparaturkosten oder Neuanschaffungen bezahlt werden.

          Sonderaufwendungen wie z.b Urlaub teilen wir fifty/fifty.

          Steuererklärung machen wir mal zusammen, mal getrennt - je nachdem was besser ist.

          Wir sind zufrieden mit diesem Modell.

          LG

          • Kann man machen, dann ist aber 4/4 Pflicht und eine genaue Betrachtung wer was zahlt. Zudem eine Regelung ob jeder das selbe zahlt oder %ual einen Anteil vom Gehalt, etc.

            Ich finde persönlich eine Betrachtung eines gemeinsamen „Haushaltseinkommens“ sinnvoller. Vor allem, wenn es Phasen gibt wo ein Elternteil wegen Kindererziehung gar nicht oder deutlich weniger arbeiten geht. Das kann ja nicht allein zu dessen Lasten gehen.

            Wir haben zusätzlich noch jeder ein eigenes Konto, worauf jeder ein „Taschengeld“ bekommt und keine Rechenschaft über Vergnügen-Käufe, Geschenke, etc. machen muss.

            • Hi,

              wir rechnen weder prozentual noch kleinlich auf jeden Cent wer was bezahlt, sondern überschlägig - wir liegen ja nicht im Clinch miteinander.

              Da ich nie nicht gearbeitet habe, gibt es hier nichts aufzurechnen.

              Bis zur Geburt unserer Tochter war ich in VZ und alles ging fifty, fifty.
              Seit Ende Mutterschutz bin ich in TZ, seitdem bezahle ich die Nebenkosten, die definitiv deutlich niedriger sind als unsere Lebenshaltungskosten.
              Dass ich für die durch mich anfallenden Kosten allein zuständig bin, erachte ich für richtig. Da ich nicht vor habe meine Arbeitszeit irgendwann wieder aufzustocken, muss ich eben zusehen wie ich mit dem Input klarkomme und kann nicht jemand Anderen dafür zur Rechenschaft ziehen.

              Haushaltseinkommen funktioniert m.E nach nur, so lange alles rund läuft.

              Habe aktuell ein abschreckendes Beispiel im Freundeskreis. Gemeinsames Konto seit Eheschließung, jeder hat Zugriff drauf. Sie muss Rechenschaft durch Vorlage der Belege über die Ausgaben ablegen 🙈. Nun möchte sie sich trennen. Jetzt hat sie erstmal ein Konto eröffnen müssen usw ... Sie sagt selbst, das gemeinsame Konto war ein großer Fehler.

              Aber es muss jeder für sich das beste Modell finden.

              LG

        (7) 18.08.19 - 23:50

        Naja, gegen getrennte Konten spricht nichts. Haben wir auch. Aus ganz unterschiedlichen Gründen... Wichtig ist, dass man sich auch da zusammensetzt, und schaut wer am Ende vom Tage was bezahlt. Dazu gehört sicher auch, dass jeder weiß was der andere verdient.

        In unserem Fall ist es z.b. so, dass ich von meinem Gehalt nur die Einkäufe und mein tanken bezahle. Manchmal Kleinkram der so nebenbei anfällt, im Zweifelsfall finden wir aber auch dafür eine Lösung. Das hängt zum einen damit zusammen, dass ich wesentlich weniger verdiene als mein Mann, und zum anderen dann auch die Steuerklasse 5 habe. So funktioniert es dann.

        Am Ende sind wir natürlich trotz allem eine Familie, und sollte es bei einem von uns klappen knapp werden, springt sicherlich der andere nach Kräften ein. Dass wir zwei getrennte Konten haben, hat damit eigentlich überhaupt nichts zu tun, sondern hängt mit anderen Befindlichkeiten zusammen...

        Liebe Grüße, Frauke

    Frage: Was bezahlt dann dein Mann, wenn ich fragen darf?
    Hast du keinen Zugriff auf sein Konto?

    Aber auf die Frage: Nein, das stimmt so nicht! Arbeit lohnt sich immer. Es ist doch vermutlich gerade eher so, dass ihr jetzt Steuernachzahlungen habt, wenn du nur einen 450€-Job hast und er aber bei Steuerklasse 3 recht geringe Abzüge.

    Was allerdings stimmt: Wenn du richtig arbeitest auf Steuerklasse 5, dann hast du sehr hohe Abzüge und dein Verdienst sieht deutlich mickriger aus, als er bei SK 4 wäre. Er hingegen zahlt im Verhältnis zu wenige Steuern. Vermurlich ist ihm klar, dass wenn er weiterhin getrennte Konten will, du dann auf 4/4 bestehen wird und hat daher Abgst, dass sein Nettoeinkommen weniger wird. Denn es ist richtig, er profitiert gerade von deiner miesen SK und hat viel mehr (für sich allein?) zur Verfügung.

    Wohnt ihr im Eigentum? Zahlt er den Kredit von seinem Geld? Gehört Euch das Haus gemeinsam oder womöglich auch nur ihm?

    • Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!
      Das Haus gehört mir allein,die Trennung der Konten habe ich veranlasst,da er nicht mit Geld umgehen kann. Er zahlt Strom (da er auch erheblich für den Verbrauch sorgt)Versicherungen der Autos(beide seine)Motorrad, Anhänger, seine Hunde mit allen Kosten und kauft Lebensmittel ein.
      4/4 bin da ganz bei dir,vielen Dank!

Meine Meinung kurz gesagt: er versucht dich klein und abhängig zu halten.

Und: mir ist es noch immer ein Rätsel warum so manche Frau glaubt, dass man äh frau sich auf das Einkommen des Mannes verlassen kann - zwei kurze Beispiele: eine Freundin war als Gattin ohne Einkommen sehr glücklich, "wir" verdienen ja genug, nur blöd als der werte Herr Gatte kein "wir" mehr wollte... Und Beispiel Nummer zwei: da kriegt der Mann auf einmal die Kündigung und tut sich mit der Jobsuche dann doch schwer, ALG läuft aus und man äh die ganze Familie rutscht in Sozialleistungen hinein (na Bravo) - ist in dem Fall Gott sei Dank grade noch Mal gut gegangen da ich immer drauf geschaut habe zumindest Teilzeit zu arbeiten und finanziell schon sehr früh halbwegs unabhängig zu bleiben - wir hätten ohne mein Einkommen die Immobilie damals übrigens nicht halten können.

Lass dir nix einreden!

Und zur "bleib daheim" Steuerklasse in Deutschland äußere ich mich jetzt Mal nicht ;-)

LG

(13) 18.08.19 - 08:10

In die Steuerklasse 4/4 kann man ohne Einverständnis des Ehepartners wechseln.

Das sollte am Montag deine erste Tat sein, geh zum Finanzamt und wechsel die Steuerklasse.

Warum lässt du dir das gefallen? Er kann dir schlecht verbieten mehr zu arbeiten.

Hi,
ihr macht doch eine Steuererklärung, die du unterschreiben musst, wie kannst du da den Verdienst des Mannes nicht kennen?
Und dich arbeiten lohnt sich, einmal für deine Unabhängigkeit aber auch sonst. Klar, der Steuersatz könnte steigen, trotzdem wird es mehr sein als vorher.
Und in 4/4 wechseln bringt dir auch anteilig die Kinderfreibeträge zurück.
Wenn er strikt trennen will, kann er das ja tun, dann aber zu fairen Bedingungen. d.h. die Ausgaben werden fair geteilt.
Mach das aktuelle Modell nicht länger mit...

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