Schwanger in der Probezeit: Kündigung erhalten!

    • (1) 20.08.19 - 16:49

      Hallo ihr Lieben,

      Ich war heute bei meiner Chefin, pflichtbewusst wie ich bin, und habe ihr eröffnet, dass ich schwanger bin (4+0).
      Zwei Stunden später hatte ich, händisch eingeworfen, die Kündigung im Briefkasten.
      „Fristgemäß innerhalb der Probezeit“

      Ich dachte, man hätte Kündigungsschutz?
      Oder ist der von der Betriebsgröße/Mitarbeiteranzahl abhängig?
      Hat sie irgendwelche Schlupflöcher?

      Kann ich jetzt irgendwas tun?
      Rechtsschutzversicherung hab ich leider nicht und einen Anwalt mal eben so kann ich mir auch nicht leisten.

      • (2) 20.08.19 - 17:34

        Hallo, erst gratuliere ich dir zu deiner Schwangerschaft. Die Kündigung ist nicht wirksam. Als du deiner Chefin mitgeteilt hast, das du schwanger bist, hast du automatisch Kündigungsschutz und das muttschutzgesetz greift automatisch. Aber du hättest auch bis zur 12.woche warten können...
        Geh zum Anwalt, wünsche dir alles liebe. Lg Sunny

        (3) 20.08.19 - 17:44

        Anwalt brauchst du keinen, lass dir vom FA die Bestätigung geben, gib sie der Chefin und geh zum Arbeitsgericht und erhebe Klage.

        (4) 20.08.19 - 19:08

        Hi,
        nur in ganz ganz großen Ausnahmefällen wäre das rechtens. Aber recht bekommen und recht haben sind zwei paar Schuhe.
        Stellt sie sich quer, dann wirst du einen rechtsbeistand brauchen.
        ich bin ja auch keine freundin die ssw lange zu verheimlichen, aber sorry, 4+0? da ist die ssw ja noch nicht mal vom arzt bestätigt, könnte auch ne eileiter ssw sein - da hätte ich noch nichts gesagt...das hat auch nichts mit pflichtbewusst zu tun sondern fast mit übereifrig.
        alles gute

        • (5) 20.08.19 - 20:07

          Hallo,

          Ich bin Altenpflegerin und darf im Sinne des MuSchG fast gar nix mehr. Und ich hab schon ein Kind verloren, weil ich zu lange gewartet habe..

          • (6) 20.08.19 - 21:38

            zwischen lang und herzschlag im us sehen liegt ja auch noch ne zeit - aber klar du kannst entscheiden und die Kündigung ist nicht wirksam - die chefin hätte sie auch zwei wochen später ausgesprochen, dann hättest du das gleiche Schlamassel am Hals.
            Als Altenpflegerin wirst du nach der Elternzeit problemlos einen neuen Job finden - also würde ich hier jetzt nicht zu viel Energie rein hängen. Hol dir eine Bestätigung vom Arzt, fordere die Rücknahme der Kündigung, am besten schriftlich und noch besser per Anwalt. Die Firma wird sicherlich ein Beschäftigungsverbot aussprechen und ihr müsst euch nie wieder sehen.
            Ich hoffe und wünsche dir, dass diesmal alles gut geht .
            lg

      (9) 20.08.19 - 19:09

      Evtl weiß deine Chefin gar nicht, dass die Probezeit mit deiner SS vorzeitig geendet hat? Drück ihr doch den entsprechenden Paragraphen aus dem MuSchG in die Hand und sag ihr, wenn sie die Kündigung nicht schriftlich zurückzieht, dass du wohl Kündigungsschutzklage einreichen musst.

      (10) 20.08.19 - 19:11

      Abgesehen davon, dass ich es bei 4+0 zu früh finde (kein Herzschlag, kein Dottersack im US etc), ist die Kündigung unwirksam.

      Ich hoffe für dich, dass die SS tippi toppi verläuft. An deiner Stelle würde ich mir schnell was neues suchen.
      Haben wollen sie dich scheinbar nicht.
      Unmöglich deine Chefin. Hätte sie wenigstens persönlich machen können... Feige

    Hallo

    Die Kündigung ist unwirksam, auch in der Probezeit.
    Allerdings, wenn dein Vertrag befristet ist, läuft er aus.
    So früh hätte ich allerdings nicht gesagt. Was, wenn du das Baby verlierst? Dann bist du wieder sofort kündbar, wenn die Fehlgeburt vor der 12 Woche passiert.
    Danach hast du 4 Monate Kündigungsschutz.

    • Wäre ich in einem anderen Beruf, hätte ich abgewartet. In der Altenpflege nicht.
      Den Fehler hab ich schon mal gemacht und das Kind durch die Belastung verloren.

      • (16) 20.08.19 - 22:00

        Es tut mir leid, dass du schon einmal eine Fehlgeburt hattest.
        Dass die berufliche Belastung dazu geführt hat erscheint mir jedoch sehr unwahrscheinlich.
        In anderen Ländern arbeiten Frauen bis zur Geburt in der Pflege, dennoch ist die Fehl- und Frühgeburtsrate nicht höher als in Deutschland.

(17) 21.08.19 - 21:30

Hallo,

Geh mit der Kündigung zum Arbeitsgericht.
Oder rufe vorher dort an!

Lass dir eine Bescheinigung nehmen vom FA, d.h. Zeugnis über den Mutmaßlichen Tag der Entbindung und reich es nochmals bei dein AG ein.

Die Kündigung ist einfach nicht rechtskräftig. Egal ob du in der Probezeit bist oder nicht.

Verlier keine Zeit , handel sofort, und lass dir nichts gefallen!
Oder ruf bei einem Anwalt an der Arbeitsrechte durchführt, und frag wie es ist das du keine Rechtsschutz versicherung hast, und Finanziell dir das gerade nicht erlauben kannst, jedoch im Recht bist, und du während deiner Probezeit gekündigt wurden bist, direkt nach deiner Mitteilung der Schwangerschaft.

Lg

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