Teil BV bei der FA anfragen

    • (1) 20.08.19 - 19:32

      Hallo! da es meine erste SS ist, bin ich mir diesbezüglich unsicher.
      Fakt ist, dass mein Job mich über meine Grenzen hinausbringt.
      Die Arbeit fordert mich nicht körperlich, aber seelisch.
      Ich war Anfang des Jahres deshalb im KH und hatte mit einigen körperlichen Symptomen zu kämpfen. Meine Arbeit macht mir trotzdem alledem im allgemeinen Spaß, wir sind nur dermaßen unterbesetzt und werden von Arbeit nur so überhäuft. (Trauerfälle). Zudem hab ich eine weiten Anfahrtsweg, was es nicht besser macht.
      Da ich heute wieder einen extremem Durchhänger habe, wollte ich bei meiner FA nächste Woche beim US das Thema Teil BV(also Stunden runterschrauben) ansprechen. Mit unser Personalabteilung könnte ich auch ohne Probleme darüber sprechen. Ich kenne mich nur leider mit der "normalen Reihenfolge" nicht aus. Könnt ihr mir Tipps geben, wie das bei euch war?

      Lieben Dank schonmal

      • (2) 20.08.19 - 20:48

        So ganz erschließt sich mir nicht, inwieweit Dir ein Teil-BV helfen würde. Die Arbeit wird ja nicht weniger, wenn sie auf eine halbe Stelle weniger verteilt wird. Wenn Dir jetzt die Abgrenzung schwer fällt, zu sagen "ich schaffe nur noch ein Pensum x", wenn Du keine zusätzlichen Pausen nimmst, wozu Du ja berechtigt bist, dann wirst Du das mit einem Teil-BV ja auch nicht tun.

        Falls Du es aber schaffen solltest, Deiner FÄ glaubhaft darzulegen, dass eine Stundenreduzierung notwendig ist, um Deine Gesundheit und/oder die des Kindes zu schützen, dann kann sie Dir natürlich ein Teil-BV aussprechen. Deine Personalabteilung hat da erstmal gar nichts mit zu tun.

        • (3) 20.08.19 - 21:25

          Ich kann jedenfalls keine Vollzeit mehr arbeiten. Ich falle des Öfteren aus, schaffe es kaum eine Woche ohne Krankheitstag zu arbeiten.
          Natürlich wird die Arbeit nicht weniger, aber ich bin weniger auf der Arbeit und hab einfach mehr Ruhepausen zwischen den Tagen.

          • (4) 20.08.19 - 22:38

            Meine persönliche Erfahrung ist, dass weniger Stunden nicht weniger Stress/Arbeitsbelastung bedeuten. Ich arbeite Teilzeit in Elternzeit, und wenn meine Kollegen in die Mittagspause verschwinden, mach ich schnell noch die dringenden Sachen fertig, damit ich halbwegs pünktlich raus komme, um die Kinder abzuholen.

            Da sagt auch keiner "Du hast doch jetzt Feierabend, geh heim!" (doch, manchmal sagt meine Chefin das), ich bin selbst dafür verantwortlich, mein Arbeitstempo, die schaffbare Arbeitsmenge und die Einhaltung meiner Zeiten zu beachten.

      Warum sollte eine allgemeine Überbelastung ein Grund für ein BV vom FA sein?
      Kläre dies mit deinem Vorgesetzten oder der Personalabteilung. Wärst du nicht Schwanger hättest du das Problem doch auch.
      Ich verstehe nicht so ganz die Begründung.

    (7) 20.08.19 - 22:06

    Ein BV vom FA bekommst du nur, wenn das Leben des Kindes oder der Mutter gefährdet ist. Ich denke, das ist hier nicht der Fall. Gerade bei psychischen Sachen ist das schwer fest zu machen.
    Wenn du wegen der Arbeit akut krank bist, musst du dich einfach krank schreiben lassen, so blöd es auch ist.

    • (8) 21.08.19 - 10:19

      Das ist ja echt bescheiden...
      da sieht man wieder das körperliche Arbeit als risikoreicher angesehen wird als Arbeit die dich seelisch fertigmacht.
      Man sieht’s mir übrigens auch an. Meine neurodermitis blüht besonders in stressreichen Zeiten. Wollte mich halt ungern komplett krankschreiben lassen. Ich wollte zumindest mein Team irgendwo unterstützen statt komplett auszufallen.

      • (9) 21.08.19 - 11:12

        Beides wird nicht als risikoreich angesehen, solange keine Gefährdung für Mutter oder Kind bestehen und damit ist keine Neurodermitis gemeint, sondern Gefahr für Leib und Leben.

        Das Problem mit der Dermitis hast du doch auch, wenn du nicht schwanger bist und gestresst. Da müsstest du dich ja auch normal krank schreiben lassen.

        Und aus Erfahrung weiß ich, dass eine Stundenreduzierung eher zu mehr Stress führt, wenn die Firma eh unterbesetzt ist. Besser ist es mit den Vorgesetzten zu sprechen und eine klare Linie zu ziehen und zu sagen, dass du im Moment durch die Schwangerschaft weniger Stress resistent bist. Meistens sind die Arbeitsgeber da sehr entgegenkommend.

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