Neuer Job

    • (1) 20.08.19 - 21:45

      Hallo. Ich habe heute die Zusage für einen neuen Job im einem sehr großen Unternehmen bekommen.

      Ein paar Stunden später kam eine Email, worauf hin, ich nochmal beglückwünscht wurde usw...

      Nur was mich etwas irritiert, ist, das ist der Email folgendes stand: Eine Voraussetzung müssen wir aber noch schaffen: Für die Begründung des Arbeitsverhältnisses ist die Beteiligung der Arbeitnehmervertretungen und deren Zustimmung notwendig.
      Dann anbei aber die Personalbögen, die ich im vorab schicken soll...

      Ist das jetzt also doch noch nicht fest?

      Ich mein, ich muss meinen alten AG ja bis zu einem gewissen Zeitpunkt meine Kündigung zukommen lassen.

      Oder ist sowas in großen Betrieben, mit mehr als 300 Mitarbeitern normal?

      • (2) 20.08.19 - 22:01

        Fest ist es eigentlich erst, wenn du unterschrieben hast und die andere Partei auch.
        Ein Arbeitsvertrag muss zwar nicht schriftlich sein, sondern kann auch mündlich gemacht werden, aber das ist nicht üblich.
        Bei größeren Unternehmen gibt es einen Betriebsrat, der bei Personaleinstellungen zustimmen muss. Das wird hier gemeint sein.
        Das hätte man dir natürlich vorher sagen können, aber ich kenne keinen Fall, wo der Betriebsrat den Vorschlag abgelehnt hätte.
        Wie lange hast du denn noch Zeit zu kündigen?

        • (3) 20.08.19 - 22:27

          naja, ich schon. Oft ist es Formsache, und danach klingt die Formulierung in der Mail, aber es können mehrere Stellen"querschießen" und die Einstellung zumindest verzögern: Gleichstellungsbeauftragte, wenn sie nicht richtig beteiligt war und ein Mann eingestellt wird, vehindertenbeauftragter, wenn es Berwerber*innen mit Behinderung gab, Personal/Betriebsrat, wenn es interne Bewerber*innen gab, die nicht berücksichtigt wurden. und wenn es öffentlicher dienst ist, dann muss es sogar noch ggf dirch mehrere Ausschüsse, die auch ablehnen/verzögern können. Und manchmal geht es in Wirklichkeit dabei gar nicht um diese Einstellung sondern es ist die Rache für etwas, was damit gar nichts zu tun hat...das passiert alles nicht oft, aber es passiert .
          Wenn die Mail eine Einstellungszusage ist, ist das quasi einem Vertrag gleichzusetzen. Wenn es so eine vage, wir haben uns für sie entschieden und müssen nun noch die Zustimmung des Personalrats einholen ist, ist es eben noch nichts festes.
          Ob du jetzt kündigst und das Risiko eingehst musst du wissen. Oder eben warten, kündigungsfrist einhalten und ggf. später dort beginnen.

          • (4) 20.08.19 - 22:53

            Wenn man ihr aber definitiv zugesagt hat zB beim persönlichen Gespräch, dann ist der Vertrag erstmal zustande gekommen. Ob der Mitarbeiter sie einstellen durfte ohne das OK der anderen stellen abzuwarten, muss und kann der Bewerber nicht prüfen. Da gehts dann quasi schon um Entschädigungen usw wenn sie dann tatsächlich nicht dort anfangen könnte.
            Mündliche Einstellung wäre dann wahrscheinlich nur schwierig nachzuweisen. Und es ist ja auch die Frage ob man sich wirklich so eindeutig ausgedrückt hat, oder ob die Person zB gesagt hat „wir bereiten die Unterlagen vor“. Das wäre nicht eindeutig.
            Aber wenn noch genug Zeit zum kündigen bleibt, dann würde ich die Unterlagen zügig bearbeiten und auch mit Begründung der Kündigungsfrist um eine ebenfalls zügige Vertragsunterzeichnung beten.
            Da die Firma sich ja für sie entschieden hat dh sie auch scheinbar gerne einstellen möchte, werden die dafür bestimmt Verständnis haben. Ansonsten könnte man halt erst 2 Wochen später anfangen.

      (5) 21.08.19 - 00:01

      Damit ist gemeint, dass der Betriebsrat noch zu stimmen muss. Ich bin auch Betriebsrätin und kenne mich damit schon aus.
      Sofern nicht bei der Auswahl deiner Person irgendwelche Gesetze/ Regelungen missachtet wurden, hat der BR eigentlich keine Möglichkeit die Zustimmung zu verweigern.

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