Elterngeld selbständig, Bemessungsgrundlage, rückwirkendes Attest Hyperemesis

    • (1) 27.08.19 - 11:07

      Hallo an alle Mamis :)
      Ich weiß nicht, ob jemand in einer ähnlichen Situation ist und vielleicht etwas Licht ins Dunkel bringen kann...

      Es geht ums Thema Elterngeld. Hier zählt bei Selbständigen ja als Bemessungsgrundlage das letzte Wirtschaftsjahr oder bei Ausfällen durch die Schwangerschaft das Jahr davor.

      Da mein Baby Anfang 2020 zur Welt kommen wird, würde bei mir 2019 als Grundlage der Berechnung dienen. Wegen starker Schwangerschaftsübelkeit (Dauerübelkeit und Erbrechen 3-4x pro Tag) konnte ich jedoch ca. 4 Monate lang nicht arbeiten, musste alle meine Aufträge absagen und hatte bisher Einkommenseinbußen von ca. 16.000 Euro brutto (netto ca. 10.000 Euro).

      Daher möchte ich gerne Ausklammerungstatbestände geltend machen und 2018 als das relevante Wirtschaftsjahr bestimmen, was auf Antrag möglich ist. Nun braucht man hierfür jedoch einen Beweis, also z.B. ein Attest des Frauenarztes. Dieser wusste zwar immer Bescheid, hat mir aber nie eine Krankschreibung / AU ausgeschrieben, da ich ja keinen Arbeitgeber habe, dem ich sie hätte zeigen können und daher davon ausging, so etwas nicht zu brauchen.

      Weiß vielleicht jemand, ob so etwas rückwirkend für die letzten 4 Monate ausgestellt werden kann? Ich lese immer, dass es nur für die letzten 2 Tage möglich wäre.

      Hat vielleicht jemand schon mal ein monatelang rückwirkendes Attest wegen Schwangerschaftsbeschwerden erhalten? Oder reicht eine andere Art von Bestätigung des Frauenarztes? Kann er auch ein formloses Schreiben aufsetzen o.Ä.?

      Ich mache mir wirklich Gedanken, da mein Elterngeld ansonsten sehr gering ausfallen würde, wenn 2019 als Grundlage für die Berechnung genommen würde... #zitter

      • Es reicht lt BEEG-Gesetz und Richtlinien die Vorlage eines Attestes eines Arztes (keine Krankschreibung) welches für den Zeitraum das Vorliegen einer schwangerschaftsbedingten Erkrankung nachweist. Da das ja bei deinem Arzt aktenkundig ist sollte das unproblematisch auch später ausstellbar sein.
        Es gibt keine Formanforderung d.h. es reicht ein formloses Schreiben mit den Zeiträumen der schwangerschaftsbedingten Erkrankungen und ich würde darum bitten zu attestieren dass deine Arbeitsfähigkeit aufgrund dieser Erkrankungen eingeschränkt war. Siehe https://www.bmfsfj.de/blob/119692/409055a3dca0547a55258b46ad7fad42/richtlinien-elterngeld-plus-data.pdf -> Seite 131 -> 2b.1.2.1.3 Zeiten schwangerschaftsbedingter Erkrankungen (Nr. 3)

        • Oh, irgendwie habe ich die Antwort jetzt erst gesehen. Vielen Dank für die Info! Ich werde beim nächsten Besuch etwas ausgestellt bekommen. Bin gespannt, ob es ausreicht, aber das klingt ja so, als müsste das ganz gut klappen können. :) Liebe Grüße!

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