Kollegin wird misshandelt, tut aber nichts dagegen

    • (1) 05.09.19 - 20:39

      Hallo

      Kurze erklärung: wie haben einen standortleiter, kurz "Chef" und eine Regionalsleiterin "Chefin"

      Eine Kollegin von uns verhielt sich in den letzten Monaten zunehmend seltsam. Sie kündigte im Juni, zog die Kündigung aber am letzten Tag zurück und wiederholte das Spiel im Juli. Immer wieder kam sie in einem schrecklichen Zustand auf Arbeit. Letzten Freitag kam sie dann halb bewusstlos auf Arbeit an. Ich habe versucht sie am Auto fahren zu hindern, aber sie hat sich dann einfach durchgemogelt. An den Vormittag hat sie keine Erinnerung mehr. Unser Chef ist diesbezüglich ne absolute Pfeife. Er hat nur genickt, als sie sagte, es ginge ihr schon gut. Am Dienstag war unsere Chefin da und wir haben sie zu einem personalgespräch gebeten.
      Da gab die Kollegin dann an, dass ihr Vater sie terrorisiere. Schreie sie an, bezeichne unsere Firma als Dreckloch und habe sie sogar über Nacht in den Hundezwinger gesperrt.
      Sie ist komplett abhängig von ihren Eltern, weil sie 3 Hunde und 2 Katzen hat, aber vollzeit arbeitet und ständig Überstunden macht. Sie wohnt trotz eigener Wohnung bei ihren Eltern und lässt die eben die Tiere versorgen.
      Es ist echt ein Trauerspiel zu sehen, wie sie sich fertig macht und machen lässt. Sie ist schon mehrfach auf Arbeit umgekippt, sie hat definitiv ne Essstörung und sendet sehr oft über ihren status bei whattsapp fotos und videos wie sie mit den hunden nachts unterwegs ist.
      Sie lässt sich nicht helfen.
      Sagt, dass sie erwachsen ist und sehr gut zurecht kommt.
      Unsere chefin hat sie für nächste woche in den zwangsurlaub geschickt, weil sie sonst wieder alles im november und dezember nehmen muss und es einfach mal kacke ist, wenn kollegen sie 6 wochen am stück vertreten müssen, weil sie sich weigert, eher urlaub zu nehmen. Letztes Jahr hatte ich das vergnügen. Außerdem bleibt sie sowieso nicht zu Hause oder fährt in den Urlaub. Sehr oft saß sie im Büro, obwohl sie Urlaub hatte.
      Sie hat vom chef verlangt, mehr aufgaben zu bekommen - hat er auch freudestrahlend gemacht 🤦‍♀️ Was denkt der, wer den Mordshaufen übernehmen soll, wenn sie mal krank ist??? Ich bin froh, dass unsere Chefin da nen klareren Blick drauf hat und jetzt eben mit zwangsurlaub eingegriffen hat. Sie hat der Kollegin auch alle Hilfen angeboten. Wir arbeiten ja im sozialen Bereich. Jeder würde sofort springen, wenn sie "Piep" sagen würde. Aber sie weigert sich, Hilfe anzunehmen.

      Zum Teil tut sie mir leid, aber auf der anderen Seite nervt sie mich. Ich passe höllisch auf, dass ich nicht irgendwie abhängig von ihr bin, falls sie plötzlich weg bricht, oder eben Mist baut, weil sie ihre Aufgaben halb bewusstlos erledigt.

      Kennt ihr das?
      Wie lief das bei euch?
      Habt ihr von einem Happy end zu berichten?

    In der Firma hat der Chef/die Chefin das Sagen. Sie "weigert sich" Urlaub zu nehmen u. schiebt es dann auf das Ende des Jahres, ist ein Witz, wenn angesagt wird, den Urlaub einzutragen.

    Viel könnt ihr nicht machen. Wenn es ihr sehr schlecht geht, dann könnt ihr natürlich den Rettungsdienst rufen. Aber nur dann und nicht wegen jedem Pups. Ich habe beruflich damit zu tun u. die Kollegen werden häufig auch wegen Nichtigkeiten gerufen, die keine Notfälle sind.

    Und entgegen einer Aussage oben kann der Rettungsdienst sie nicht mitnehmen, wenn sie sich weigert. Sie können niemanden zwingen.

    Das Problem ist ja auch nicht die Gesundheit der Kollegin. Das ist nur das Symptom und nicht die Ursache.
    Die Ursache könnte eventuell die Polizei angehen. In den Hundezwinger gesperrt zu werden, ist Freiheitsberaubung und ein Tatbestand.
    Wenn sie den Beamten gegenüber dann aber äußert, sie säße freiwillig bei den Tieren, können auch die nichts machen.

    Mir kommt die Geschichte komisch vor. Sie kann wegen der Tiere nicht zuhause ausziehen? Das ist doch Quatsch. Katzen brauchen nicht ständig Betreuung. Für Hunde kann man jemanden suchen, der mittags mit ihnen rausgeht, sie fährt mittag heim oder sie bringt die Hunde morgens zu den Eltern in den Zwinger.
    Wenn die Tiere im Zwingr hausen, ist es egal, wo SIE wohnt.

    Bist du nicht doch ein fake? Die Geschichte ist doch hinten und vorn nicht stimmig.

    • Ist doch logisch, dass sie nicht wegen der tiere nicht daheim auszieht. Jeder mit dieser Störung fkndet zig "Gründe", warum die Trennung vom Peiniger nicht funktioniert.

      Ich hab die Idee, mal den SPD einzuladen und sie ne Infoveranstaltung mit denen planen zu lassen... das lässt sich bestimmt einfädeln...🤔

Wenn ihr im sozialen Bereich arbeitet, kennt ihr sicher den SPD. Habt ihr euch schon an den gewendet?

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sozialpsychiatrischer_Dienst

Zwingen können sie auch niemanden u. sich nicht gegen den Willen Zutritt zuhause verschaffen. Aber sie sind eher Ansprechpartner als der Rettungsdienst.

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