Betrieb schließt / Elternzeit. Wer zahlt was?

    • (1) 10.09.19 - 22:12

      Hallo alle zusammen, ich habe eine Frage. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.
      Wie verhält es sich, wenn der Betrieb in der Elternzeit geschlossen wird. ? Wer zahlt dann das Elterngeld? Oder gibt es das dann nicht? Wer zahlt mir dann überhaupt was? Und wie ist es im Beschäftigungsverbot ?

      Und wenn der Betrieb nur den Arbeitgeber wechselt, muss man übernommen werden oder ?

      Hoffe das sich jemand damit auskennt und mir weiterhelfen kann .

      Lieben Gruß

      Also erst einmal: das Elterngeld bezahlt der Staat - ist also unabhängig vom AG.
      Allerdings zahlt der AG das Mutterschaftsgeld (anteilig) während des Mutterschutzes.

      Deswegen:
      1. Bist Du noch schwanger? Wenn ja, welche Woche?
      2. Schließt der Betrieb oder wird er übernommen?
      3. Zu welchem Datum?

      Wie schon von anderen geschrieben:
      Elterngeld erhältst du vom Staat. Dies beantragst du nach der Geburt deines Kindes, indem du unter anderem vorweist wieviel netto Lohn du 12 Monate vor der Geburt deines Kindes verdient hast.
      Wenn du also 6 Monate Lohn erhältst und 6 Monate Arbeitslosengeld ist das dementsprechend weniger.

      Wenn dein Betrieb dich im Mutterschutz kündigt, da der Betrieb geschlossen wird, wirst du wohl nur die 12 Euro am Tag von der Krankenkasse erhalten und den Rest bis zum Arbeitslosengeld von der Agentur für Arbeit.

      Ob die neue Firma dich übernehmen muss (egal ob Mutterschutz oder Elternzeit) solltest du. Am besten mit einem Anwalt besprechen.

    Der AG hat mit dem Elterngeld nichts zu tun. Das bekommst du so oder so.

    Elternzeit kannst du aber nicht nehmen, die gibt es nur mit AG.

    Zum Beschäftigungsverbot: ist es vom AG ausgestellt endet es auch mit Vertragsende und du kannst ALG I beantragen. Ist es vom FA, dann läuft es ja weiter und du bekommst kein Geld mehr.

    • Guten Morgen, danke für eure Antworten.

      Aber wenn ich keine Elternzeit nehmen kann ( was ja dann verständlich ist ) , dann muss ich mich ja arbeitslos melden oder nicht?
      Und dann bekommt man doch arbeitslosen Geld statt Elterngeld ... oder stehe ich auf dem Schlauch .

      Ok das mit dem Beschäftigungsverbot hab ich verstanden. Vielen Dank.

      • Nein, ALG bekommst du nur, wenn du dich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellst und Kinderbetreuung vorweisen kannst. Du bist aber erstmal über das Elterngeld beitragsfrei versichert.

        • Ahhh ok ich verstehe. Also ist das erste Jahr quasi abgesichert , ja ?
          Oder schränken die das Elterngeld auf einen Zeitraum ein ?

          • Du bist so lange abgesichert, wie du Elterngeld bekommst. D.h. dass in diesem Fall evtl. Elterngeld Plus besser ist.

            Elterngeld beantragt man ja wie man es möchte, es wird nicht automatisch das erste Jahr bezahlt.

            • (13) 11.09.19 - 09:44

              Elterngeld Plus ist nicht besser wenn sie vor der Elternzeit gearbeitet hat. Wenn sie ein Jahr Elterngeld bezieht hat sie nach diesem Jahr noch Anspruch auf ALG1. Wenn sie das Elterngeld auf zwei Jahre streckt, hat sie den Anspruch auf das ALG verloren.

              • (14) 11.09.19 - 10:40

                Das ist falsch. Sie hat sogar Anspruch auf ALG I, während sie Elterngeld bezieht!

                Und Anspruch hat man generell nur wenn man sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellt.

                Das geht während Elterngeld und auch Elternzeit!

                Wenn sie aber nach 1 Jahr nicht arbeiten möchte, dann bekommt sie kein ALG und ist nicht mehr versichert.

                • (15) 11.09.19 - 11:02

                  Nein, das ist nicht falsch. Es ist i.d.R. wirtschaftlich sinnvoller, nur ein Jahr Elterngeld zu beantragen um dann noch finanzielle Unterstützung zu bekommen während man einen neuen Job sucht. Ich befinde mich gerade in einer ähnlichen Situation und habe mich erkundigt. Aber ich gebe dir Recht, das ALG bekommt sie nur wenn sie nach einem Jahr wieder Arbeit sucht. Aus diesem Grund macht dein Einwand, dass man Elterngeld und ALG kombinieren kann, wenig Sinn. Um dies zu machen muss man bereit sein nach dem MuSchu wieder arbeiten zu gehen. Wie stellst du es dir vor? Außerdem würde man in diesem Fall nur 300€ Elterngeld bekommen, also wieder wenig sinnvoll.

                  • (16) 11.09.19 - 11:44

                    Wenig Sinn ist ja relativ. 300€ + ALG. Ist auch schon etwas.

                    Ich habe nur alle Möglichkeiten aufgezählt.

                    Über den Mann versichern lassen geht ja nur, wenn sie verheiratet ist und ihr Mann gesetzlich versichert ist.

                    Wie gesagt, ich zähle gerne alle Möglichkeiten auf, wie die TE sich entscheidet ist ihr Ding. Aber dazu muss sie ja auch die Informationen haben.

                (17) 11.09.19 - 11:11

                Und versichern lassen kann sie sich über ihren Mann.

                • (18) 12.09.19 - 08:50

                  ...sofern sie verheiratet ist
                  ...sofern er nicht in der PKV ist

                  • (19) 12.09.19 - 09:05

                    Schon klar! 🤦‍♀️ Bisher hat diese Möglichkeit aber keiner erwähnt. Der TE sollte klar sein, dass sie nicht bei jeder Konstellation auf sich allein gestellt sein wird. Sie scheint sich mit dieser Materie nicht wirklich gut auszukennen. Und übrigens, wenn Freundin und Kind ohne Krankenversicherung da stehen würde jeder anständige Mann heiraten, oder?

                    • (20) 12.09.19 - 09:14

                      Falsch. Das Kind kann jederzeit über seinen Vater versichert werden. Der Trauschein ist nur für die Mutter benötigt. Da es aber schon mehrere Jahre in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht gibt, stehen auch in diesem Fall weder Mutter, noch Kind ohne Versicherung da. Eigentlich heiraten die Allerwenigsten wegen der Krankenversicherung.

                      • (21) 12.09.19 - 09:21

                        Und was ist, wenn der man privatversichert ist und kein Geld für einen Zusatzbeitrag da ist? Und Versicherungspflicht bedeutet übrigens nicht, dass die Versicherung umsonst ist. Es gibt in jedem Einzelfall sehr viele Nuancen, anhand derer entschieden werden soll. Aber ich hoffe, dir geht es jetzt besser nachdem du hier dein geballtes Wissen abgeladen hast.

                        (22) 12.09.19 - 09:34

                        Es wäre schön, wenn du mal nicht die ganze Zeit Halbwissen und Falschaussagen verbreiten würdest.

                        Es braucht keinen Zusatzbeitrag. Wenn der Mann in der PKV ist, ist es sein Problem, wie er die Versicherungen vom Rest der Familie zahlt. Ganz ehrlich frage ich dich ja auch nicht, wie ich meine Versicherungen zahlen soll. Mein Mann ist übrigens in der PKV, ich und die Kinder in der GKV. Der Fehler kostet uns monatlich um die 1200€.
                        Wer den vollen Betrag in der PKV nicht mehr zahlen kann, kann in den abgespeckten Notlagentarif gehen.

                        (23) 12.09.19 - 09:41

                        Du widersprichst dir selbst gerade. Man zahlt in der PKV keinen Zusatzbeitrag für Kinder, dein mann aber schon? Übrigens frage ich dich nach gar nichts, die Diskussion hast du angefangen. Und ziemlich aggressiv noch dazu.
                        Schönen Tag und komm endlich runter 🌸

                        (24) 12.09.19 - 10:34

                        Ich widerspreche mir nicht.
                        In der PKV zahlt man keinen Zusatzbeitrag. Jeder ist für seinen eigenen Beitrag versichert und hat seine eigene Versicherung.
                        Meine Kinder sind in der GKV - freiwillig versichert, ebenso wie ich. Also auch kein Zusatzbeitrag, sondern jeder hat seine eigene Versicherung. Nur mein Mann ist in der PKV und nur für ihn zahlen wir in die PKV auch einen Beitrag. Sämtliche andere Beiträge gehen schon an die GKV.

            (25) 12.09.19 - 09:28

            Sie hat den Anspruch auf ALG1 nicht verloren. Es wird nur anders berechnet. Das KANN für sie positiv, aber auch negativ sein. Die Berechnung erfolgt nach einer Pauschale, die nur nach unterschiedlichen Qualifikationen beurteilt wird. Bei mir damals war es äußerst positiv, da ich unmittelbar vor Beendigung des Vertrages eine höhere Qualifikation erreicht hatte. Das Gehalt dafür habe ich nie bekommen (das sah mein Vertrag auch nie vor), aber das Arbeitsamt hat die höhere Quali natürlich berücksichtigt.

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