Wie finanziert ihr 2 Jahre Elternzeit?

    • (1) 13.09.19 - 14:53

      Ich bin gerade schwanger und bin schon am überlegen, wie ich die Elternzeit finanzieren soll. Mein Wunsch ist es 2 Jahre mit meinem Kind Zuhause bleiben zu dürfen. Die ersten 12 Monate werden da zwar schon knapp, aber absolut machbar!

      Aber wie finanziert man das 2 Jahr ohne Elterngeld? Habt ihr Tipps? Wie habt ihr das gemacht?

      • Die mir bekannten Möglichkeiten:
        - vorher genug ansparen,
        - währenddessen jemand anderen die Kosten tragen lassen (vorzugsweise den Kindsvater),
        - die Kosten auf die anderen Steuerzahler abwälzen und ALG2 beantragen.
        In einigen Bundesländern gibt es noch Betreuungsgeld.

        Hallo,
        wir haben bei beiden Kindern vorher etwas gespart. Mit dem Gehalt meines Mannes und dem Kindergeld hat das dann gut gepasst.
        Zwischen den Kindern habe ich ein Jahr gearbeitet (77%), damit das Gehalt in die Berechnung fürs Elterngeld beim zweiten Kind einfließt. Einen sehr kurzen Abstand zwischen den Kindern wollten wir nicht.

        Ich war beim ersten Kind 2 Jahre karenziert.
        Aber mit 436 Kindergeld und Familienbeihilfe kommt man eben auch nicht weit.
        Somit ist mein Mann in die Presche gesprungen und hat viele Überstunden gemacht.
        Nachdem wir keine Babysitter haben war das für uns die einzige Lösung.

        • Schön, das es Leute wie dich gibt! Unglaublich hilfreich danke 🙏🏻

          • (8) 13.09.19 - 18:42

            Das ist nur die Wahrheit! Man muss sich zwei Jahre Elternzeit halt leisten können. Könnt ihr das nicht, musst du eben wieder arbeiten gehen.

            Warum? Er hat doch Recht.
            Entweder vorher genug sparen, wenn das nicht geht, nach 1 Jahr wieder arbeiten.
            Oder halt auf 450 Euro Basis am Wochenende, wenn der Partner aufpassen kann.

            (10) 13.09.19 - 19:30

            Es ist halt die Wahrheit und Realität, warum möchtest Du diese nicht hören?

            Wir haben unser Kind zu einer Zeit bekommen, da bekam man 450 € Erziehungsgeld für 1 Jahr, unabhängig vom vorherigen Gehalt. Hätte man sich für 2 Jahre entschieden, waren es 300 €.

            Stell Dir vor, wir haben tatsächlich geplant, 1 Kind zu bekommen und haben im Jahr vor der Schwangerschaft/Geburt das Geld (welches uns dann fehlte) zusammengespart.

            Nur 2 Jahre später hätten wir das 3fache an Eltergeld bekommen..................

          (13) 13.09.19 - 19:56

          Was erwartest Du denn? Tipps zum Geld Selberdrucken?
          Du hast die Frage fast wortgleich vor ca. 3 Wochen schonmal gestellt und einen Haufen Tipps bekommen.
          Schlussendlich läuft es daraus hinaus, daß man sich so einschränkt, das man mit einem Gehalt + Kindergeld über die Runden kommt, oder man muss sich um einen Zusatzverdienst bemühen.

          Grüsse
          BiDi

    Hallo.

    Na, wenn das erste Jahr schon knapp wird. Wie kommst du dann auf die Idee ein zweites Jahr dran zu hängen? #zitter

    Wenn du das 2. Jahr unbedingt haben willst und das Gehalt des KV für euch drei nicht ausreicht, dann kannst du ja immer noch während der Elternzeit bis zu 30 Wochenstunden arbeiten gehen und dir was dazu verdienen. #aha

    (15) 13.09.19 - 19:45

    Andere Varianten als die genannten gibt es wohl nicht, sorry. Ich bin nach einem Jahr wieder arbeiten gegangen, weil ich es finanziell und auch für meine "Karriere" so wollte.
    Vielleicht kannst du nach einem Jahr Teilzeit in Elternzeit machen? Dann kannst du immer noch viel Zeit mit deinem Kind verbringen und trotzdem kommt Geld rein. Dazu brauchst du natürlich eine Betreuung, die dann nicht alles an Lohn wieder auffrisst..

    • (16) 13.09.19 - 21:00

      Je nachdem wie die möglichen Arbeitszeiten von ihr und ihrem Mann sind, kann sie ja auch TZ in EZ arbeiten zu Zeiten, zu denen ihr Mann das Kind betreuen kann. Im Einzelhandel wäre das vermutlich einfach möglich, am WE oder nach Feierabend des Mannes zu arbeiten.

(17) 13.09.19 - 20:06

Wenn das erste Jahr schon knapp wird, fällt Elerngeld über 2 Jahre weg. Sparen ist zu spät, 🤷‍♀️ bleibt arbeiten. Teilzeit in Elternzeit und fertig.
Wie auch sonst?

  • (18) 13.09.19 - 21:03

    Man kann auch konsequent Kosten reduzieren. Zweitwagen abmelden, keine Urlaube machen, Fleischkonsum, Softdrinks, Alkohol, Rauchen, Kantine, Friseur, Fingernägel (für was manche Leute halt so Geld verschleudern),... einschränken, etc. Wenn man sein Kind in den ersten 2 Jahren absolut nicht fremd betreuen lassen will, ist man sicher zu Einschränkungen bereit.

(19) 13.09.19 - 21:07

Ich habe Elterngeld-Plus gewählt, mir das Elterngeld also auf 21 Monate verteilt auszahlen lassen.

Seit dem Ende des Mutterschutzes gehe ich auf 450€-Basis bei meinem alten Arbeitgeber arbeiten. In den paar Stunden pro Woche passt mein Mann auf unsere Tochter auf.

So brauchen wir in den ersten 2 Jahren keinen Betreuungsplatz. Ich habe viel Zeit für die Kleine, bin nicht zu lange aus meinem Beruf raus und wir kommen finanziell gut aus.

Als meine Tochter geboren wurde, gab es noch kein Eltengeld. #schock
Wir haben von dem Gehalt meines Mannes gelebt.

(22) 14.09.19 - 06:11

Gar nicht. a) Wäre ich da gaga im Kopf geworden und b) arbeite ich gerne c) Hätten wir es uns auch nicht leisten können, da gerade ein Haus gebaut.

Eine Freundin von mir geht Kellnern Freitag Nacht und Samstag Nacht. Von 22-03 Uhr also sie ist nur die Unterstützung an ihrer Bar der Hauptkellner kommt früher und geht später.
Sie bekommt knapp 400€ im Monat und ungefähr 120€ -200€ Trinkgeld. Die 120€ hat sie mir erst am Mittwoch erzählt waren jetzt ihr schlechtester Schnitt.
Letztes Jahr im Dezember hatte sie fast 400€ Trinkgeld und ein paar Stunden mehr der Chef hat ihr dann jedes Monat ein paar Stunden ausgezahlt damit sie nicht drüber kommt.

Ab Februar geht sie dann 16 Stunden (2 Tage) arbeiten behält aber den Kellner Job bis Kindergarten also 1 Jahr. So braucht sie keine Kinderbetreuung und sie haben gleich viel als wenn sie wieder 70% Arbeiten gehen würde.

(24) 14.09.19 - 09:46

Wir würden es bei zwei Jahren so machen

2550€ durch mich
900€ durch ihn (Anspruch 1800€ auf 2 Jahre ausgezahlt)
200€ Kindergeld

Macht 3650€ für zwei Jahre.
Viel ist das im Vergleich nicht .
Aber wir hatten schon weniger und würden es uns leisten. Ist ja auch was gesparten da.

Alternativ würde er nur ein Jahr gehen und dann in Teilzeit arbeiten.
Das wäre finanziell die bessere Variante.

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