Arbeitslos nach Elternzeit, keine Betreuung und keine Geld?

    • (1) 16.09.19 - 22:38

      Halihallo,

      mich bedrückt etwas und das möchte ich gerne los werden, allerdings weiß ich nicht ob es hier her gehört, wenn nicht tut es mir leid.
      Nun Die Sache ist so, Ich bin ende 2017 schwanger geworden (ungewollt). Mein Mann und ich sind jetzt stolze Eltern und lieben unsere Tochter abgöttisch. Ich habe ein Jahr Elternzeit genommen (Mein damaliger Arbeitsvertrag ist nicht verlängert worden, aufgrund der SS) Nun hatte ich mich umgehört, was ich für Möglichkeiten habe, nach der Elternzeit. Mein Mann ist aus der Ausbildung raus und verdient jetzt zwar recht gut, jedoch sind unsere momentanen Lebensumstände nicht so, dass er uns drei alleine versorgen kann.
      Aus diesem Grund habe ich Arbeitslosengeld beantragt, musste ich vorher noch nie. Jetzt habe ich genau dass aber vor knapp vier Wochen gemacht und man sagte mir, ich muss dem Arbeitsmarkt mindestens 15 Std. die Woche zur Verfügung stehen.
      Und genau, dass ist meine Misere, das kann ich nicht, weil ich meine Tochter momentan selbst betreue, mein Mann ist aufgrund der Arbeit nur am WE zuhause.
      Ich habe es nun versucht, dass meine Mutter auf die Kleine aufpasst, damit es klappen könnte. Doch meine Mutter ist vor 6 Wochen operiert worden und kann sich nicht um ein 14 Monate altes Kind kümmer, weil sie sich kaum bewegen kann.

      Deshalb habe ich mich bei meiner Sachbearbeiterin gemeldet und ihr gesagt (Mutter war beim Arzt, operierte Schulter ist stark entzündet), dass ich nun vorerst die Betreuung nicht mehr ganztägig gewährleisten könnte. (Musste weil meine Mutter ausfiel ein Bewerbungscoaching absagen).
      Nun die schnippische Rückantwort: "Dann stehen Sie dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung. Lassen Sie sich vom Jobcenter oder von ihrem Mann Krankenversichern"

      Ist es wirklich so? Ich möchte mich wirklich nicht unbeliebt machen aber ich weiß doch schon vom Jobcenter, dass ich von denen aufgrund des Gehalts meines Mannes nichts zu erwarten habe, denen sind die Ausgaben die wir haben logischerweise egal. Wir haben im Moment genug um unsere Rechnungen zu bezahlen und unsere Kleine zu versorgen. Aber wir (Mein Mann & Ich) müssen dann ab Mitte des Monat gucken wo wir bleiben. Und mein Mann ist LKW-Fahrer, er muss immer etwas für Unterwegs mitnehmen. Und so führen wir dann schon fast zwei Haushalte, mit den Kosten.

      Hat damit zu tun dass wir noch einen Kredit laufen haben ect. pp.
      Vielleicht kennt sich ja jemand damit aus oder hat selbst damit Erfahrung gemacht.

      Was vielleicht noch wissenswert wäre, ich betreue meine Tochter selbst, da Kitaplätze alle weg sind oder sie einfach zu "jung" ist für einen Platz. Tagesmütter sind leider auch mau.

      Ich will eigentlich wirklich keine Allmosen, denn zum größten Teil verstehe ich ja, warum das Amt das macht. Aber ich habe keine andere Möglichkeit als meine Tochter zu 100% selbst zu betreuen. Im Grunde kann ich es drehen und wenden wie ich will, die wollen mir nicht helfen. #zitter#schmoll

      • (2) 17.09.19 - 02:41

        >> Im Grunde kann ich es drehen und wenden wie ich will, die wollen mir nicht helfen<<

        Ich bin eine grosse Verfechterin des Sozialstaates, aber in dem Fall würde ich sagen: Zu Recht. Denn Du schreibst ja selber, daß die Ursache Eurer finanziellen Schwierigkeiten die Rückzahlung von Krediten ist. Wieso sollte Euch die Allgemeinheit dabei helfen?

        Du hast folgende Möglichkeiten:
        - Der Kommune auf die Füsse treten. Du hast ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Deine Tochter.
        - Dir einen Job für's Wochenende suchen.
        - Bei dem Gläubiger eine Verringerung der monatlichen Kreditrate anfragen.

        Grüsse
        BiDi

        Hallo

        Wie bist du denn im Moment krankenversichert?
        Wenn du keinen Ag hast, kannst du dich über deinen Mann versichern.
        Eure Ausgaben und Schulden sind egal, es zählt das Einkommen deines Mannes. Du schreibst ja selber, er verdient genug. Sonst könnte ja jeder mit Kredit zum Amt und Gelder beantragen. Das ist ja nicht der Sinn davon.
        Das, was dein Mann mitnimmt, verbraucht er ja zu Hause und nicht. Also von daher keine doppelte Belastung. Auch spart ihr dadurch Strom und Wasser.
        Du könntest am Wochenende einen 450 Euro Job machen, das fängt dann was auf.
        Zur Stadt gehen und Druck machen wegen einem Betreuungsplatz, da hast du einen Rechtsanspruch drauf!

        (4) 17.09.19 - 03:56

        Du hast keinen AG, seit Vertragsende bist du nicht mehr in Elternzeit und musst dich somit selbstverständlich selbst versichern bzw. in die Familienversicherung deines Mannes.

        Worin liegt jetzt genau das Problem mit der Krankenversicherung??

        Wie sah denn überhaupt dein Plan nach dem Elterngeld aus? Oder hast du dich auf Fehlinformationen verlassen, dass du ja auf jeden Fall ALG I bekommst?

        So ganz verstehe ich es nicht.

      • (5) 17.09.19 - 06:01

        Deine Tochter ist 14 Monate alt und du hast dir erst vor ein paar Wochen Gedanken gemacht wie es nach der Elternzeit für dich weitergeht? Bisschen spät, meinst du nicht?

        Ich empfehle dir:
        - der Kommune ordentlich auf die Füße zu treten. Du hast einen Rechtsanspruch auf Betreuung.
        - dir einen Job für das Wochenende zu suchen. Da wird überall händeringend gesucht, aber komm mir jetzt nicht mit "da haben wir Familienzeit". Du bist nicht in der Position in der du Ansprüche stellen solltest!

        Hallo.

        1. Die Sachbearbeiterin hat vollkommen Recht. Um Bezüge zu erhalten, MUSST du dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Ist auch vollkommen gerecht so.

        2. Wieso sind alle Kiga-Plätze "weg"? Habt ihr euch überhaupt schon mal um einen Platz bemüht? Der Platz steht dir zu. Wieso ist deine Tochter "zu jung"?

        3. Du kannst dir auch einen Wochenend-Job suchen, während dein Mann die Kleine betreut. #aha

        4. Wie habt ihr euch das denn die letzten 2 Jahre so ausgemalt, wie das weiterlaufen soll? #zitter Sorry, aber du bist reichlich spät dran, um schnellstmöglich was anzuleiern. Wann ist denn deine Mutter wieder einsatzfähig? Du kannst dich ja schon mal bewerben in der Zwischenzeit, um gleich starten zu können, sobald deine Mutter die Kleine übernehmen kann.

        LG

        • Hallo

          zu jung wahrscheinlich weil es zu wenig Krippen gibt und viele Kindergärten erst ab 2 Jahren die Kindr nehmen. Wir haben hier das Glück das es viele Tagesmütter gibt, aber leider auch viel wo ich mein Kind nie hingegeben hätte. Tagesmutter 1 meinte sie kocht gerne und viel mit den Kindern. Die Kinder dürfen dann RAviolis in den Topf werfen oder sie macht auch gerne mal Kinotag mit den Kids. Eine andere fand es nicht schlimm sich auch mal in Ruhe zu sonnen wenn 1 jährige Kinder alleine im Plantschbecken sind

          • Ui.... Da habt ihr ja tolle Exemplare! #zitter

            • Wir haben eine tolle gefunden. Aber leider darf jeder Tagesmutter werden. In NRW bekommst du die Pflegeerlaubnis mit einem Kurs über 160 Stunden und in machen städten brauchst du dann noch einen erste Hilfe Kurs für Kinder. In einer Krippe muss die Erziehrin eine ewige Ausbildung, aber eine Tagesmutter darf bis zu 5 Kinder betreuen nachdem sie 2 Monate einen kurs gemacht hat.

              • Ja, das kann ich auch nicht verstehen.
                Erzieher müssen eine 5jährige Ausbildung absolvieren und TM werden das mal so nebenbei.#zitter
                Gut, zur Erzieherausbildung gehört noch mehr. Aber trotzdem ist diese TM-Ausbildung nur ein Mittel zum Zweck, um schnellstmöglich möglichst viele kleine Kinder in irgendeiner Betreuung unterzubringen. Quantität vor Qualität.:-[

      (12) 17.09.19 - 10:28

      Du willst dein Kind nicht in eine Betreuung geben, willst auch nicht arbeiten.
      Ja, was hättest du gemachr, wenn dein Arbeitsvertrag nicht beendet wäre? Dann müsstest du auch wieder arbeiten.
      Das Problem haben viele. Entweder man kann es sich leisten zu Hause zu bleiben oder man muss wieder los.
      Mich finanziert auch keiner, also bin ich nach einem Jahr wieder arbeiten gegangen.

      LG
      ChaosSid

      (13) 17.09.19 - 10:37

      Mich wundert im Moment die Häufung von dieser Art von "Anfragen".

      Wenn man arbeiten kann, dann ist das Arbeitsamt zuständig, wenn man nicht arbeiten kann das Sozialamt. Das Sozialamt prüft, bevor es Leistungen auszahlt, ob noch jemand anderes vorher leisten muß.

      Seid ihr denn verheiratet? Kannst du nicht in der KV deines Mannes familienversichert werden?

      • (14) 17.09.19 - 11:50

        "wenn man nicht arbeiten kann das Sozialamt"

        sicher nicht das sozialamt.

        • (15) 17.09.19 - 13:44

          Na dann... mir egal, wie du das nennst. Ich nenne es Sozialamt.

          Ich sag auch Arbeitsamt und nicht Arbeitsagentur und auch zur AOK sag ich Krankenkasse und nicht Gesundheitskasse.

          • (16) 17.09.19 - 13:54

            "Ich nenne es Sozialamt."

            auch nach abschaffung der sozialhilfe gibt es weiterhin sozialämter ... neu dazugekommen sind die jobcenter; und die wären im zweifel für die te verantwortlich.
            sozialamt ist also schlicht komplett falsch ... sowohl bei der bezeichnung als auch bei der zuständigkeit.

            ob nun arbeitsamt oder arbeitsagentur ist dagegen killefitz ... und die aok ist ja nun mal eine krankenkasse, auch wenn sie sich mit dem selbst kreierten wort gesundheitskasse schmückt.

    (17) 17.09.19 - 14:04

    - Schuldenberatung: damit sind keine Sprünge möglich, aber ihr könnt euch Tipps holen, wie ihr jetzt über die Runden kommt und langfristig eure Schulden los werdet

    - 450 Euro job ggf. am Wochenende.
    Aushilfsjobs und er passt am WE auf.

    - auf Wartelisten von Kitas setzen lassen.
    Sobald was frei wird, weitersehen. Bewerben schon vorher mit Aussicht auf Eintrittspunkt am Kitabeginn.

    (18) 17.09.19 - 15:50

    Meines Wissens ist es korrekt, dass du keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosengeld hast, da du dem Arbeitsmarkt nicht 15 Stunden wöchentlich zur Verfügung stehst. HIerfür wäre es ja notwendig, dass du für diese Zeiten eine Kinderbetreuung nachweisen kannst. Falls das Gehalt deines Mannes zu hoch ist, wirst du leider auch kein ALG 2 bekommen. Wäre es denn nicht möglich, deine Tochter wenigstens vormittags bis 13.00 Uhr in eine Krippe oder Kleinkindgruppe zu geben? Dann könntest du wenigstens je nach Betreuungszeiten 20 Stunden pro Woche arbeiten gehen. Je nach Region gibt es hierfür nämlich mehr Plätze als für über 3-jährige KinderL

    Leider werden aber eure Schulden eure Privatangelegenheit bleiben, da diese nicht vom Staat übernommen werden. Ihr könntet bezüglich des Kredits mit der Bank reden und fragen, ob die Raten reduziert oder für einige Monate ganz ausgesetzt werden können.

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