Bewertung/Lebenslauf

    • (1) 17.09.19 - 19:09
      Aufwasmussmanachten

      Hallo,
      ich möchte mich um eine neue Stelle bewerben, bin jetzt seit fast 16 Jahren in den Unternehmen. Auf was muss ich beim Lebenslauf achten? Wie sieht es mit Schule aus, listet man alle Schulen auf? Eigentlich interessiert es doch keinen mehr oder? Ich hoffe ihr könnt mir helfen und 1-2 Tipps geben. Komme mir ein wenig doof vor, aber meine letzte Bewerbung ist gefühlt 100 Jahre her

      • Ich würde nur die Schule angeben, auf der du deinen Abschluss gemacht hast. Also z.b. 1990 Abitur Blabla Schule. Wie du schon schreibst, alles andere ist irrelevant.

        Bitte schau im Internet nach, wie man heute eine Bewerbung schreibt, es gibt sehr gute Seiten. Da findest Du Muster für das Anschreiben für den entsprechenden Beruf und auch für den Lebenslauf und die sonstigen Unterlagen.
        LG Moni
        Nur ein Beispiel: https://bewerbung.net/bewerbungsschreiben/

        Hi,
        nur die letzte Schule und da reicht das Abschlussjahr und die Art des Abschlusses.
        Bei Berufserfahrung finde ich es immer gut, wenn in 3-4 Stichpunkten pro Arbeitsstelle (ggf auch Abteilungswechsel) die Haupttätigkeiten und Kompetenzen aufgelistet werden (und das darf dann gerne zur Stelle passen, die angestrebt wird).
        Ich habe bei meinen Bewerbungen immer Familienstand und Kinder weggelassen (habe aber auch meinen Nachnamen nach der Hochzeit behalten) - tut im Lebenslauf nichts zur Sache, schmälert die Chancen eingeladen zu werden).
        Auch hänge ich kein Foto an - aus Prinzip nicht. Das ist glaube ich eher ein Nachteil (ist nicht so, dass ich nicht fotogen wäre, aber ich finde es nicht richtig Leute nach dem Aussehen zu beurteilen).
        Und das Anschreiben nicht zu lange (niemand will das Lesen) - und ohne blabla...also kein "mit großen Interesse habe ich die Anzeige gelesen" oder "ich bin teamfähig, zuverlässig (gähn) - sondern auf den Punkt - wieso passt du auf die Stelle? Was bringst du mit? Was reizt dich daran.
        In Word findest du recht brauchbare Vorlagen - eher dezenter als zu bunt und überall die gleiche Schriftart nehmen.

        Viel Erfolg

        • Das mit den Fotos kommt drauf an. Im Prinzip gib ich dir recht. Man sollte nicht aufgrund seines äußeren bewertet werden. Es hängt aber auch an der Position. Je höher die Position, desto irrelevanter ist das und tatsächlich auch mittlerweile dafür am Aussterben. Wenn man aber mit Kunden direkt zu tuen hat, ist die Optik ein k.o. Kriterium. Ob man das nun toll findet oder nicht. Wenn man aussieht wie a depp, ist man spätestens nach dem Kennenlernen bei vielen draußen. Hart aber leider wahr.

          Familienstand gib ich immer an, nur Hobbys nimmer, weil ich es überflüssig finde. Der Familienstand wird spätestens bei der Einstellung relevant. Ich bevorzuge die Strategie, Angriff ist die beste Verteidigung. Und ne Firma die mich mit Kind nicht einstellt, sorry die tut das auch nicht plötzlich nach einem Vorstellungsgespräch. Da kann ich mir meine Lebenszeit sparen für Gespräche die von vornherein im Sand verlaufen. :-P

      Hi, alles muss aufgelistet werden. Nix ist dubioser als Lücken im Lebenslauf. Ich hab sogar meine Grundschule aufgeführt, gut die wäre vermutlich wirklich nicht mal erwähnenswert. Eine Berufsschule muss man auch nicht benennen, sofern es keine rein schulische Ausbildung war. Denn im Zuge dualer Ausbildung ist die Berufsschule obligatorisch und damit unrelevant. Wenn doch mal Lücken drin sind zb durch Arbeitslosigkeit, schreibt man nicht "Arbeitssuchend" hinein sondern "berufliche Neuorientierung". Das aktuellste erwähnt man immer zuerst was den beruflichen wie schulischen Werdegang betrifft und nennt anschließend was davor kam. Sozusagen anti-chronologisch. Früher war es üblich sein bewerbungsfoto auf den Lebenslauf zu "klatschen". Das macht man auch schon lange nicht mehr und ist schon über 10 Jahre oldschool/nicht up to Date. Man nutzt jetzt ein Deckblatt, auf dem das profilfoto zentral in Szene gesetzt wird. Drüber schreibt man wofür man sich bewirbt drunter die wichtigsten Eckdaten (vor und Nachname, Geburtstag und Adresse sowie Telefonnummer). Auch fügt man im Anschreiben nicht mehr die Anlage dazu. Das ist im Zuge der onlinebewerbungen die heute zu 99% genutzt werden, überflüssig. Da keine Dokumente im Zuge Personaler Weiterreichung abhanden kommen können, weil sie aus der Mappe fallen könnten. Das macht man eigentlich nur bei Portalen Bewerbungen.

      Man fügt zwar im Lebenslauf alles lückenlos auf, üblicherweise, legt man aber nur die letzten bzw relevantesten Zeugnisse bei. Wenn du mal ne andere Ausbildung gemacht hast und dich umschulen hast lassen, interessiert sich kein Personaler für die Abschlussprüfung der Friseurlehre, wenn du 5 Jahre später eine 2. Ausbildung zur Bürokauffrau gemacht hast und dich in dem Berufsfeld bewirbst. ;-)

      Das neuste ist es ja im Anschreiben knapp über die eine Seite zu kommen. Ich finde das aber Schwachsinn und nebenbei völlig unschön. Man sollte fähig sein, sich innerhalb einer Seite präsentieren zu können.

      Ich persönlich find es wichtig auch optisch zu Punkten. Ein Briefkopf der sich durch alle Dokumente durchzieht ist für mich genauso obligatorisch wie eben nicht in Arial oder Times New Roman zu schreiben. Das man sich optisch hervorhebt.

      Eine online Bewerbung verschickt man auch niemals als Word Dokument, immer an das umwandeln als PDF denken! Idealerweise via PDF Creator zusammengefasst als ein Dokument beginnend mit Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf und dann erst die Zeugnisse mit dem aktuellen zuerst.

    • Hallo,
      den Lebenslauf schreibt man rückwärts.
      Man muss mit Nichten alles aufführen, man darf auch nur mit Jahreszahlen arbeiten. Da fallen kleine Lücken gleich raus.
      Wobei je nach Branche bekommt man auch mit Lücken eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.
      Zu jeder Stelle grob auflisten was du gemacht hast. Such dir das raus was auf die neue Stelle passt.
      Von der Schule nur den Abschluss.

      Wenn man sich per Mail bewirbt braucht man kein Anschreiben. Sondern der Text ist in der Mail. Wenn man sich per Papier bewirbt kommen deine Kontaktdaten nach rechts. Dem Postboten geht es nichts an wie deine Email Adresse und Telefonnummer lauten.
      Das Datum kommt unterhalb deiner Kontaktdaten ebenfalls rechts.
      Über die Kontaktdaten der neuen Stelle gehören aber noch einmal deine Adresse als 1 Zeile ganz klein geschrieben.

      Und dann halte dich kurz!

      PDF sollten komprimiert werden je nach Postfach ist das Maximum schnell erreicht.
      Nicht jede Firma reagiert überhaupt oder zeitnah.

      Gruß Sol

      Hallo,

      Nur relevante Angaben machen. Also die Abschlüsse. Die Arbeitsstellen mit Positionsbeschreibung. Auf ein Foto habe ich immer verzichtet.

      Lass dir unbedingt ein Zwischenzeugnis ausstellen und lege es der Bewerbung bei.

      Viel Erfolg!

      Ich gebe dir folgende Tipps (Vorsicht: Roman!):

      1) Verzichte auf Bewerbungsbücher. Die sind meistens veraltet. Orientiere Dich lieber an aktuellen Beiträgen aus dem Internet. Schau dir online Musterbewerbungen an. Suche nach kostenlosen Doc Vorlagen mit einem stilsicheren, vielleicht mit etwas Farbe unterlegtem, Briefkopf/Design.

      Extratipp: Hat die Firma bei der du Dich bewirbst, eine bestimmte Farbe im Logo, kannst du Farbbalken im Briefkopf entsprechend anpassen und so optisch ein Signal setzen, dass Du gut zur Firma passt. Optik und Design ist zunehmend wichtig!

      2. Lebenslauf: Früher wurde er chronologisch verfasst. Man begann damit wer die Eltern waren, erläuterte dass man tatsächlich eine Grundschule besucht hat (Der Wahnsinn!) und endete mit seinem letzten Job und man erläuterte jeden Pups. Für die Kriegs- und Nachkriegsgeneration machte das vielleicht noch Sinn - Die hatten vielleicht keine durchgängige Schulbildung - aber für heute gilt: Mach das bloß nicht! Das ist total veraltet.

      Im oberen Teil machst Du sehr wenige persönliche Angaben. Die beinhalten deinen Namen, dein Geburtsdatum, deinen Geburtort und ein Foto.

      Ich würde das Foto NICHT weglassen. Wir sind eine digitale und optische Zeit. Niemand kann dich dazu zwingen, aber defakto ist schon das Foto manchmal 1/4 der Miete. Deshalb nicht irgendwelchen alten, selbstgemachten Mist nehmen, sondern den besten Bewerbungsfotografen der Stadt, der richtig gute Bilder aus dir heraus holt und ja - Geld kostet. Lass dir die Bilder auch gleich digital mitgeben.

      Dann kannst Du deinen Familienstand angeben und ich rate auch zu einer ehrlichen Angabe deiner Kinderanzahl. Am besten mit Geburtsmonat und Jahr in Klammern dahinter.

      AGs die Vorurteile gegen ANs mit Kindern haben, kann man eh in der Pfeife rauchen und das ersparrt dir den ein oder anderen Job, wo man dich sowieso nur haben will, wenn Du 24/7 ohne zu Mucken arbeitest und am besten kein Privatleben hast.

      Angaben zu Eltern/Abstammung lässt man aus Gründen der Diskriminierung und wegen häufiger Irrelevanz ganz und gar weg.

      Dann kommt der Unterpunkt Schule und Ausbildung. Da schreibst Du deinen zuletzt gemachten Abschluss z.B. für einen Ausbildungsberuf hin. Dann gehst du achronologisch rückwärts. Deine letzte Angabe ist dein Schulabschluss an der jeweiligen weiterführenden Schule. Die Grundschule kannst Du weglassen.

      Du darfst dem Personaler zutrauen, dass er so schlau ist, zu wissen, dass Du ohne Grundschule wohl kaum auf eine weiterführende hättest gegen können. Außerdem interessiert die Grundschule in Posemuckel oder dein 4. Klasse Zeugnis heutzutage wirklich niemanden.

      Erwähnen würde ich die höchstens noch, wenn du auf einer ganz exklusiven Privatschule mit jede Menge Tam Tam warst und der Personaler daraus ableiten könnte, dass deine Eltern keine Kosten und Mühen gescheut haben dich besonders gut auszubilden.

      Warum ist der Lebenslauf achronologisch? Weil unter jedem Absatz das Wichtigste und Qualifizierndste immer ganz oben steht und somit dem Personaler direkt ins Auge fällt. Und weil ihn das Geplänkel, dass dich zu dem Abschluss oder Beruf gebracht hat, meist im Verhältnis weniger interessiert.

      Dann kommt der Absatz zur Berufspraxis. Auch hier wieder deine letzte Stelle ganz oben und möglichst ausführlich beschrieben welche Aufgaben und Verantwortung Du erfüllt/getragen hast. Dann achronologisch rückwärts gehend weiter machen.

      Wichtig: Wenn Du sehr viel verschiedene Berufspraxis hast, gibst du zwar alles kurz an (Stichwort: lückenlos), hebst aber nur dass (auch gerne optisch) heraus - und erläuterst dort nur Aufgaben und Position - was für deine aktuelle Stellenbewerbung relevant ist.

      Also nehmen wir mal an, Du hast als Gärtner und Friseur gearbeitet und bewirbst Dich als Friseur. Dann gibst Du zwar kurz auch an von wann bis wann Du, wo als Gärtner gearbeitet hast, erläuterst aber vor allem alle Tätigkeiten als Friseur genau.

      Du kannst irrelevante Tätigkeiten dann auch zusammenfassen. Z.B. 09/2011 - 11/2015 verschiedene Tätigkeiten als "Gärtner" bei den Firmen Y, Z, Ä, Ö, Ü.

      Wenn der Personaler dass tatsächlich, obwohl es keine Relevanz für die aktuelle Stelle hat, ganz genau wissen will, wird er sich das schon im Bewerbungsgespräch erklären lassen.

      Wichtig neben diesen harten Fakten Ausbildung und Beruf sind deine anderen Skills. Was hast Du noch zu bieten? Kannst Du Fremdsprachen? Hast Du einen Führerschein? Bist Du Vorsitzender im Kleingartenverein? (Kann für ne Bewerbung als Gärtner schon was hermachen.) Engagierst Du dich für Hilfsprojekte oder Vereine? Hast Du ein Hobby, besondere Leidenschaften? Hast Du PC Kenntnisse? Mit welchen Programmen, Programmiersprachen, Tools kennst Du dich aus? Betreibst Du einen Sport?

      Hier solltest Du mit deinen Reizen nicht geizen. Selbst wenn die gar nichts mit dem Beruf zu tun haben. Denn vielleicht ist ja dein zukünftiger Chef auch leidenschaftlicher Kleingärtner oder geht gerne als Hobby angeln. Da kann man sich manchmal überraschende Symphatiepunkte sichern. Und aktiv am Leben teilzuhaben und sportlich zu sein, kommt besser als nichts tun und rumgammeln. Vielleicht erwähnst Du auch zufällig ein PC Programm mit dem der Chef gerne arbeiten würde, aber dazu keinen vernünftigen Mann hat. Daher: Mut zum Hobby.

      Aber bitte nichts dazu erfinden. Wenn der Chef dasselbe Hobby hat und dich dazu was fragt, merkt er schnell ob Du nur Eindruck schinden wolltest oder Du dich wirklich damit beschäftigst.

      Du solltest diese Skills auch abstufen. Z.B. Grundkenntnisse in Spanisch aber Englisch sehr gut in Wort und Schrift. Und wenn Du im Schwimmverein bist, dann schreib nicht nur schwimmen, sondern benenne den Verein. Wenn Du liest, schreib nicht lesen, sondern welche Gattung, welches Thema dich interessiert.

      Letzter Tipp: Ein Lebenslauf eines berufserfahrenen Menschen darf max. bis zu 2 Seiten lang sein. Aber auf keinen Fall länger! Er sollte strukturiert und sehr übersichtlich sein. Und alles wichtige sollte man sofort erkennen. Für alle anderen gilt: Eine Seite ist das Ziel.

      3. Das Bewerbungsanschreiben

      Wichtig ist: Achte auf die korrekte vollständige Anschrift der Firma

      Bringe - wenn möglich - den Namen des Zuständigen/Personalers in Erfahrung. Schreibe ihn richtig!

      Benenne die Position genau so wie in der Stellenbeschreibung. Falls es eine Kennnummer gibt, nicht vergessen diese anzugeben!

      Fragen, die der erste Absatz des Anschreibens beantworten sollte:

      Wie habe ich von der Stelle erfahren? Kenne ich vielleicht jemanden aus dem Unternehmen der mir eine persönliche Empfehlung gegeben hat? Oder habe ich aktiv nach einer Stelle mit den Kriterien x y Z gesucht? Was ist auf jeden Fall das, was mich an diesem Jobangebot angesprochen und besonders interessiert hat? Weiß ich vielleicht etwas über das Unternehmen, dass mich dazu verleitet genau dort in der Position arbeiten zu wollen?

      Auf keinen Fall Standardsätze verwenden. Der erste Absatz sollte immer auf das Unternehmen zugeschnitten und eine persönliche Note haben. Standardanschreibesätze bedeuten auf gut Deutsch der Personaler hört auf zu lesen und das ganze wandert zu Ablage P.

      Fragen, die der zweite Absatz beantworten sollte:

      Was qualifiziert mich besonders für die Position? Welche relevante praktische Erfahrung habe ich? Welche relevanten Soft Skills bringe ich mit? Und wenn Du sowas schreibst, wie ich bin teamfähig, dann immer mit einem konkreten Beispiel und einer Begründung.

      Beispiel: Während meiner Tätigkeit als Projektleiter bei X, habe ich während des Projekts Y mit Menschen verschiedenster Nationalitäten und Projektbereiche zusammengearbeitet und meine Teamfähigkeit unter Beweis stellen können. ... wirkt ganz anders....als: Ich bin teamfähig. (Uuuiii)

      Sone Phrasen behaupten kann schließlich jeder.

      Der dritte sehr kurze Absatz bekundet deine Gesprächsbereitschaft und klärt die Fragen, ab wann Du in den Job eintreten könntest und - und das bitte nur falls ausdrücklich in der Stellenbeschreibung verlangt, da sonst Ablage P droht - zu welchen Gehaltsvorstellungen.

      Hier ggf. nicht zu hoch, aber auch nicht zu tief stapeln. Informiere dich über den normalen Satz und leg ein Schippchen drauf für Arbeitserfahrung und dafür dass Du weißt, dass Du etwas wert bist. Nach unten verhandeln können sie dich immernoch. Nur wenn Du zu weit oben anfängst, wirkst Du abschreckend.

    Mir wurde geraten, alle Schulen aufzulisten.

    Würde der Lebenslauf dadurch zu lang, z.B. weil viele verschiedene Schulen, viele verschiedene Arbeitsplätze oder ähnlich,

    dann könne man auch mehrere Schulen zusammenfassen. Grund-- und allgemeinbildende Schule (Einschulungsjahr/Abschlussjahr) mit Abschluss x.

    Berufsbildenden Schulen mit Abschluss y.

    Wichtig ist, dass keine Lücken drin sind, der Lebenslauf nicht zu lange wird, nichts verschleiert wird.

    Es gibt super Vorlagen im Netz.
    Auch bei Arbeitsämtern gibt es manchmal Trainingseinheiten, Material, Aushänge, Flyer mit Tipps usw.

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