Beschäftigungsverbot - kann mir jemand das Schreiben erklären?

    • (1) 18.09.19 - 06:18

      Hallo,

      ich habe gestern vom HA ein individuelles Beschäftigungsverbot bekommen.
      Ich bin im Gartenbau angestellt. Mein Chef hat leider keine ausweicharbeiten die man einer Schwangeren zumuten kann.
      Gartenbau bedeutet Lärm, Pflastern, Zaunbau, etc
      Mein Arbeitgeber hat mit diesem schreiben Sorge dss er mich für 3Std täglich irgendwie beschäftigen muss, obwohl es keine Tätigkeit für mich gibt:(
      Kann mir jemand das Schreiben erklären.?

      Danke.

      • (2) 18.09.19 - 06:22

        Hey dann hätte eigentlich dein Chef das BV aussprechen müssen, generell ist es so dass es Arbeitgebersache ist wenn eine schwangerengerechte Anpassung des Arbeitsplatzes nicht möglich ist. Hausärzte und Frauenärzte machen das ja nach medizinischer Indikation.
        Ich lese das jetzt auch so raus, dass du die 3 Stunden täglich arbeiten gehen kannst.
        Lg

      (5) 18.09.19 - 06:25

      Guten Morgen,

      ich würde es so lesen, dass das im letzten Absatz das ist, was du in deinem "Zustand" noch machen darfst. Solch eine Position hat dein Chef nicht, also solltest du ins BV, welches dir auch problemlos dein Arbeitgeber ausstellen kann, besonders wenn es arbeitsplatzbezogen ist.

      Ich hab meins vom Frauenarzt bekommen und das war nur ein kurzer Zweizeiler mit Vermerk aufs Mutterschutzgesetz.
      Zudem denke ich, dass es noch wichtig ist, dass im Schreiben steht, bis wann das Beschäftigungsverbot gilt - bis erreichen des Mutterschutzes oder nur vorübergehend!?

      Ich hoffe, es kann dir jemand noch was expliziteres dazu sagen.

      Viele Grüße und alles Gute für dich und den Bauchbewohner :)

      (6) 18.09.19 - 06:35

      Dein AG kann selbst ein betriebliches BV ausstellen. Anhand einer Gefährdungsbeurteilung (die es sowieso machen muss) kann er sich orientieren. Wenn er keinen passenden Arbeitsplatz bieten oder einrichten kann, kann er das darin begründen.

(16) 18.09.19 - 06:36

Warum hat dein AG sich nicht gekümmert? Dein FA ist nicht zuständig.

Das sollte dein Chef mal nachholen! Dann würden keine Fragen aufkommen

(17) 18.09.19 - 06:51

Hat das Schreiben tatsächlich dein Arzt geschrieben? 😮

  • (18) 18.09.19 - 06:52

    Ja, er hat das gestern schnell so verfasst.
    Ich hab auch schon die Rechtschreibung bemerkt und ihn darauf aufmerksam gemacht :D
    Da hat er sich nur entschuldigt
    Aber darum geht es ja nicht..ich bin mir einfach nicht sicher ob ich jetzt zu Hause bleiben soll oder ob ich arbeiten gehen darf.

    • (19) 18.09.19 - 06:54

      Wie die anderen ja auch schon geschrieben haben, wenn dir dein AG eine solche Tätigkeit, wie beschrieben, nicht anbieten kann, muss er dich nach Hause schicken. Aber das musst du mit deinem AG klären.

(20) 18.09.19 - 07:30

Das Schreiben bedeutet, dass dein Chef für dich eine Tätigkeit finden muss, in der du hauptsächlich sitzen kannst und gesundheitsschädigende Bewegungen und Tätigkeiten vermeidest. Also kein Außendienst draußen mehr mit Heben, Bücken, schwere Maschinen bewegen, etc. pp.

Wenn er das nicht kann, bleibt ihm nur die Option, dir ein komplettes BV auszusprechen. Das kann er als Chef, wenn er keinen geeigneten Arbeitsplatz für dich hat oder für dich einrichten kann. Du bekommst regulär dein Gehalt weiter, dein Chef kann sich das von deiner KK wieder holen. Hier hilft euch auch gerne das Gewerbeaufsichtsamt weiter.

  • (21) 18.09.19 - 07:46

    Achso,
    das heißt das mein Chef nun mit dem Schreiben zum aufsichtsamt geht und sagt das er auf dieser Grundlage ein BV ausspricht weil es keine geeignete ausweicharbeit gibt?
    oder wie läuft das ab?

    Und dann noch ne Frage: widerspricht sich teil 1 und 2 nicht?
    er spricht ein BV aus und schreibt danach aber das es doch geht?

    • (22) 18.09.19 - 07:55

      Nein, widerspricht sich nicht.

      Du darfst arbeiten, aber nur unter bestimmten Bestimmungen, die eingehalten werden müssen. Können diese nicht eingehalten werden, dann darfst du nicht arbeiten.

      Soweit mir bekannt, muss dein Arbeitgeber zunächst die Gefährdungsbeurteilung ausfüllen. Aus dieser resultiert am Ende dann durch dein Aufgabengebiet das gesamte BV. Ich meine, das muss er dann bei der KK und beim Aufsichtsamt einreichen. Bin mir aber nicht sicher, ist zu lange her, als ich das bearbeitet hab. Am Besten beim Aufsichtsamt oder der Krankenkasse anrufen und nachfragen. Also dein Chef in dem Fall, wenn er nicht weiß, wie er vorgehen muss.

      • (23) 18.09.19 - 08:01

        Ich habe jetzt geschaut.
        Es gibt wirklich einen Vordruck vom Aufsichtsamt.
        Da kann er die Gefährdungbeurteilung ankreuzen.
        Und dann kann er ja anhand des BV vom Doc und mit diesem Bogen belegen das es keine Tätigkeit gibt die erlaubt ist und spricht selbst ein BV aus?
        Sehe dss richtig?

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