Privatinsolvenz

    • (1) 19.09.19 - 10:18

      Hallo,

      weiss jemand wie das ist wenn man sich in einer Privatinsolvenz befindet und heiratet, hat das Nachteile für den Ehepartner, muss er dann ggf. die Gläubiger bezahlen?

      LG

            • Angenommen sie ist in der Insolvenz und heiratet und lebt mit ihrem Mann zusammen. Das erste was ihr passiert ist, dass sich ihre Pfändungsfreigrenze erhöht, da sie im Grunde nach ja auch ihrem zu Unterhalt verpflichtet ist. Aktuell stehen Alleinstehenden 1178 Euro zu, durch die Hochzeit kann sich dieser Betrag um weitere 450 Euro erhöhen (genaue Zahl gerade nicht im Kopf). Bis dahin passiert passiert erstmal sowieso gar nichts. Ja, auch ihr Mann wäre im Fall einer Ehe zu Unterhalt verpflichtet, jedoch ist der Mann selbstverständlich NICHT dazu verpflichtet seiner Frau Summe X auf dem Konto zu überweisen, damit sie ihre Schulden abtragen kann.

              Anders könnte es im Falle einer Trennung aussehen und Summe X als Unterhalt auf ihr Konto geht und den Pfändungsfreibetrag übersteigt. Eine Regel seiner in der Verbraucherinsolvenz sitzenden Ehefrau Geld zum abtragen der Schulden zu geben, gibt es nicht.

              Eigentlich hatte ich keine Lust mehr hier zu antworten, aber wie kommst du bitte darauf, dass das genauso funktioniert?

              Zum Einen müsste überhaupt pfändbares Einkommen von ihrer Seite aus vorhanden sein. Das wird im Übrigen regelmäßig überprüft. Sie müsste einen evtl. pfändbaren Betrag an den Insolvenzverwalter zahlen. Am Ende zahlt der Verwalter nach Abzug der Gerichtskosten und seinen Kosten eine evtl. Quote an die Gläubigergemeinschaft aus. In vielen Fällen bekommen die Gläubiger keinen einzigen Cent.

              Mit dem Unterhaltsanspruch verstehe ich überhaupt nicht. Klar, hat sie einen Unterhaltsanspruch, aber es ist doch nicht so, dass der Ehepartner dem jeweils anderen jeden Monat seinen Unterhaltsanspruch überweist. Ich kenne kein Ehepaar, bei dem das so läuft. Im Falle einer Trennung wird der Unterhaltsanspruch festgelegt und muss gezahlt werden. Hierdurch könnte ein pfändbarer Betrag resultieren. Meistens jedoch ohnehin nicht.

              Die beiden wollen zunächst mal heiraten und sich nicht trennen. Von daher zahlt niemand niemanden irgendwas an Unterhalt, was gepfändet werden kann. Ihr Partner könnte steinreich sein, aber im Falle einer Hochzeit haben davon die Gläubiger jedoch null. Das können die dann gut finden oder nicht. Tut nichts zur Sache.

      Wenn es nicht mehr allzu lange ist... wartet ab. Dann kann es nicht zu Verstrickungen kommen.

      Hallo,

      im Zweifel immer deinen Insolvenzverwalter ansprechen. Der ist für dich zuständig und gibt dir Auskunft.

      Nein, der neue Ehepartner hat nichts mit deinen alten Schulden zu tun, ob ihr heiratet oder nicht, ist nicht relevant. Es sei denn, dass er für irgendwas mitunterschrieben hat. Dann ist es was anderes.

      LG

(16) 19.09.19 - 20:00

Nein, keine Nachteile.
Mein Mann und ich haben geheiratet während er in Insolvenz war und mich hat das in keinster Weise betroffen.

LG Claudi

(17) 19.09.19 - 21:33

Danke für Eure Antworten

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