Beschäftigungsverbot

    • (1) 04.11.19 - 19:27

      Hallo,
      ich bin jetzt 6+0 und arbeite aktuell in einem Betrieb in dem ich permanent körperlicher Belastung ausgesetzt bin. Heben , Bücken , durchweg stehen .....
      Dazu kommen Kälte , Lärm, Staub ....
      Sodass ich davon ausgehe, an diesem Arbeitsplatz so nicht länger arbeiten zu können. Ich hatte bereits zwei Sectio.
      Ich habe im Internet gelesen , dass jeder Betrieb seid diesem Jahr eine anlassunabhängige Gefährdungsbeurteilung durchgeführt haben MUSS. Und bei Eintreffen besonderer Umstände , in diesem Fall meine Ss , diese überarbeitet und angepasst werden muss .
      Vorweg - meine Chefin hat diese definitiv nicht ! Dazu kommt wir haben keine Ersthelfer und ich hatte bereits einen Arbeitsunfall.
      Heute habe ich von meiner Gynäkologin erfahren, dass ausschließlich meine Arbeitgeberin ein Beschäftigungsverbot aussprechen kann , sofern sie den Arbeitsplatz nicht nach dem MuSchG umgestalten kann .
      Meine Schwester meinte nun aber , dass ihre Kolleginnen bislang immer Beschäftigungsverbote vom Arzt bekommen haben . Was ist denn nun richtig ????
      Ende der Woche werde ich mich mit meiner Chefin zusammen setzten , ich bin nun die dritte Woche in Folge krank geschrieben wegen Schmierblutungen , Kreislauf und Schwindel. Ich möchte ihr einfach auch die Möglichkeit geben , sich Gedanken über meinen möglichen Einsatz zu machen.

      Über konkrete Erfahrungsberichte bezüglich Beschäftigungsverbot wäre ich euch dankbar.

      • Hi =) ich bin noch nicht im BV, da ich noch keinen Mutterpass habe. Aber seit diesem Jahr werden bei mir auf der Arbeit ( Akkordarbeit ) alle schwangeren ins BV geschickt. Dieses muss bei uns durch den AG geschehen!

        • Da handelt dein Arbeitgeber vernünftig, bei uns ist es offiziell kein Akkord aber letztendlich schon - nur eben nicht so bezahlt.

          Dein Mutterpass ist aber kein Muss !
          Du bist rechtlich nicht dazu verpflichtet den vorzulegen. Möchte dein AG eine Bestätigung, muss er diese bezahlen.
          Das MuSchG tritt mit Verkündung des Ss in Kraft unabhängig von nachweisen. Dieser kann er zwar verlangen aber muss dafür eben aufkommen.

          • Bei uns ist es offiziell auch keine Akkordarbeit. Aber er hat halt keine stelle wo die Schwangerschaft nicht gefährdet ist. Wir haben seit ein paar Jahren einen Betriebsrat. Das kommt uns sehr zugute. Ich hoffe du kommst schnell zu deinem recht. Danke für die Info =) wir sind bei uns auf der arbeit sehr offen u ich habe noch 2.5 Wochen urlaub und hoffe das die schwangerschaft bis dahin geklärt ist!

      Hallo Liebes,
      Ich bin seit der 7. Ssw im BV. Ich arbeite in der Landwirtschaft mit 🐄 und meine Chefs wussten mit meiner Ss auch nicht umzugehen.. Nun war es bei mir so, dass mich meine Fa aufgrund einiger FG ins BV geschickt hat um das Theater mit meinen Chefs für mich zu umgehen. Vielleicht klappt's bei dir ja auch so.

      Lg und schöne 🤰
      Steffi mit Mausi 7 J. + Wurmi (13. W)

      • Danke für deine Antwort . Ich wünsche dir eine wundervolle Kugelzeit.
        Aktuell geht es mir wirklich nicht besonders gut .
        Kreislauf, Übelkeit aber ohne Erbrechen. Eigentlich liege ich jede Nacht ein Stündchen wach und grübel dem Gespräch entgegen.
        Ich hoffe meine Chefin versteht meine Bedenken. Klar kann sie mir einen anderen Einsatzbereich anbieten. Allerdings ist mir auch diese Möglichkeit ohne Ersthelfer zu riskant.
        Wenn sie mich ins BV schicken würde, hätte sie nichteinmal finanzielle Nachteile da der durch die U2 alles von der Knappschaft erstattet bekommt .

        Das Gespräch wird immer notwendiger , damit ich wieder ruhig schlafen kann .
        Meine Gynäkologin sieht kein Handlungsbedarf.
        Trotz zweimal Sectio , vorherige Schwangerschaftsdiabetes und vorherige symphysen Lockerung

        • Nicht falsch verstehen, ich hab null Probleme damit, wenn jemand ein bv braucht, aber deine aufgezählten Gründe sind halt leider echt kein Grund für ein bv :/ das sind durchaus normale Begleiterscheinungen einer ss.
          Versuch es lieber über die Gewerbeaufsicht, wenn deine Chefin sich nicht ans muschg hält. Die heizen ihr eher ein. Einfach mal anrufen und den Fall schildern.
          Gibt auch urbianerinnen, die sich von ihrer Krankenkasse Unterstützung geholt haben...

          • Kein Problem. Das es von Seiten meiner Gynäkologin kein BV gibt , kann ich nachvollziehen.
            Ist nicht meine erste Ss daher kenne ich die Begleiterscheinungen nur zu gut.
            Anders als bei den anderen beiden Ss arbeite ich nun aber in einem Bereich , der seitens des Arbeitgebers eigentlich nur drei Optionen lässt.
            1. Umgestalten des Arbeitsplatzes
            2. Anderer Arbeitsbereich
            3. BV

            Und zum BV wären Ablauf und Prozedere für mich interessant zu wissen. Mit Erfahrungsberichten hätte ich vielleicht ein besseres Gefühl.

            Liebe Grüße

            • In erster Linie solltest du eben deine Chefetage drauf hinweisen, wenn sie scheinbar so unwissend sind. Kommen sie dem nicht nach, beispielsweise keine gefährdungsbeurteilung oder so, dann wendest du dich an die Gewerbeaufsicht. Dort wird man, sofern man deiner Meinung ist, ein vorläufiges bv erteilen (lassen) und das weitere Prozedere klären

        Wieso eigendlich Ersthelfer?muss man den haben?

      (15) 04.11.19 - 21:35

      Ein BV weil es im Betrieb keine Ersthelfer gibt? Sehr um die Ecke gedacht. Das wird eher nix.

      • (16) 04.11.19 - 21:47

        Wo genau habe ich das geschrieben ?
        BV aufgrund der Tatsache, dass mein jetziger Arbeitsplatz nicht den MuSchG entspricht . Alternativ ein anderer Einsatzbereich ( also nicht mehr Produktion ). Aufgrund eines vorherigen Arbeitsunfalls wäre mir das auch zu riskant.
        Deswegen habe ich schlaflose Nächte.....
        Das war das was ich sagen wollte.
        Habe ich es in der Tat so undeutlich geschrieben ? Dann tut es mir leid .
        Glaube aber nicht , dass es grundsätzlich so missverstanden werden muss .

(17) 05.11.19 - 13:50

Du hättest ja ohnehin nicht mehr mit den Kühen arbeiten dürfen. Inwieweit man dann in der Lw noch was machen darf weiß ich ansonsten nicht. Ich wurde in jeder Ss immer gleich "abgezogen".

  • (18) 05.11.19 - 20:39

    Das meinte mein Herdenmanager ja auch, nur meine Chefs konnten mit einer schwangeren Angestellten nicht umgehen. Ich bin froh, dass es schlussendlich über meine Fa lief und ich mir nicht noch mehr Gedanken machen musste.

Hallo...
Der AG ist dafür verantwortlich, dir einen Arbeitsplatz zu geben, der dem MuschuGesetz entspricht, kann er dies nicht muss er dich ins BV schicken..
dein Gyn kann dich nur ins BV schicken, wenn deine SS Komplikationen hat und Gesundheit von Mutter und/oder Kind in Gefahr sind...

Liebe Grüße

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