Krampf wegen individuellen BV

    • (1) 06.11.19 - 12:20

      Ich bin der 26/27 Woche Schwanger,
      Verkäuferin in einem Kaufhaus
      Abteilung Kasse,
      Wo nur wenig Platz ist und stehend gearbeitet wird.

      Einen wunderschönen guten Abend,

      Ich habe folgendes Problem und das belastet mich langsam sehr.
      Eines schonmal vorweg. Ich arbeite sehr gerne in meinem Beruf. Deswegen, der ganze Aufriss, ich schätze, andere in meinem Zustand, hätten sich einfach schon viel früher krank schreiben lassen und gut ist.

      Vor zwei Wochen, musste ich mich leider das Wochenende rausnehmen, da mir dermaßen die Füße weh taten, dass ich kaum noch auftreten konnte. Diesbezüglich bin ich zu meinem Hausarzt und fragte ihn wie sich das nun verhält wegen dem individuellen BV ... er sagte, das es vom Betrieb her ausgesprochen werden muss. Da es ja wegen meiner Arbeit ist, die sich diesbezüglich nicht ans Mutterschutzgesetz hält. Verstehe ich irgendwie auch. Ich zu meiner Vorgesetzten, sie meinte, dass der Arzt es aussprechen muss oder ein Atest ausschreiben muss...

      Da war mir das alles schon zu blöd und sagte mir... gut denn geh ich eben so lange arbeiten wie es geht... da ich ja eigentlich nicht krank machen oder eigentlich auch nicht werden will. Zum Schutze meines Krümels auch.

      Ich informierte mich dahingehend auch bei meiner KEH, die meinte ein Atest vom Gyn müsste kommen. Ich zum Gyn, der drückte mir gleich ein Bogen in die Hand, wie es seit Anfang des Jahres 2019 wohl läuft, auch wie es im Mutterschutzgesetz steht. Ich hab die Hände übern Kopf geschlagen. Ich wieder zu meiner Chefin, ihr das gegeben und sie sagte nur und hob die Schultern, das es nicht so ist... und sie das an die Persoabteilung weiter leitet. Ein Kampf, dafür dass man arbeiten will. Aber eben unter anderen Vorraussetzungen oder anderen Bedingungen nicht mehr als die 4 h stehend am Tag...

      So ich rief nächsten Tag noch das Lagus an... die meinten definitiv, das der Betrieb mich ins individuelle BV schicken muss, wenn sie mir keinen Schonplatz anbieten können...
      ich bekomm ne Kriese...

      Nun gut.. die brave schwangere Mutti geht wieder an die Arbeit steht ihrer Arbeit gerne entgegen... was mir ja Spaß macht mit meinem Kunden... :-) aber nach 4-5 Stunden ( habe dazwischen sicherlich auch meine Pause) geht mir das so in die Beine und Füße.
      Letzten Donnerstag stellten mein Mann und ich erschreckend fest, dass es bei mir unten im Intimbereich alles angeschwollen ist ... hauptsächlich rechte Seite... ich habe erstmal eine eigene Diagnose erstellt, die mir Google bestätigt hat KRAMPFADERN und wollte am nächsten Tag zum Arzt um den das zu zeigen... da es ja nun wirklich unangenehm ist... da an dieser Stelle und man hat ja auch Angst das da was Platzen könnte.

      Ich erstmal Beine hochgelegt und mich den ganzen Freitag geschont. Arzt hatte Brückentag..🙄

      Am Samstag ging ich wieder Vorbildlich zur Arbeit... und nach 4-5 Stunden trat das Problem langsam wieder auf ... ich unterbrach meine Arbeit, da man ja auch Angst hat um sich und das kleine. Und bin Montags zum Gyn... der zog mein Problem voll ins lächerliche und meinte es wäre kein Krankheitsgrund... und ich erklärte was meine Chefin nun haben wollte wegen dem I BV ... er beharrt auf seine Meinung weiterhin, dass es Sache des Betriebes ist.. aber er schrieb widerwillig und mit rollenden Augen was auf einem Zettel.. dass es für mich als schwangere Frau das lange stehen unzumutbar ist siehe Mutterschutzgesetz.
      Also richtig Wohl und Gut aufgefangen fühlt man sich da als Patienten auch nicht. Habe für die zwei Tage auch gerade so ein Krankenschein bekommen... Traurig...

      Ich, gleich zu meiner Vorgesetzten um ihr das alles zu überreichen und zu sagen, was der Arzt wieder gesagt hat. Ich glaube wir sind gerade ziemlich genervt von einander ...
      Meine Kolleginnen tratschen was das Zeug hält und werfen mir hinterrücks vor, nicht arbeiten zu wollen und ich ein anderen Arzt zu suchen um mich krank schreiben zu lassen. Bis heute oder morgen wollte ich das auch nicht...
      Ich muss mich und mein Krümel schützen und wenn es eben nur so geht, denn geht es eben nicht anders.

      Sonst würde oder wäre ich meinem Betrieb und meinem Bedürfnis zu arbeiten ja wohl kaum hinterher gerannt.

      Aber jetzt kann ich einfach nicht mehr... ich fühl mich von meiner Arbeit (bin 10 Jahre in dem Unternehmen auch gerne da) nicht ernst genommen und von einem Frauenarzt schon garnicht. Wir haben hier bloß nicht so eine Große Auswahl, was Ärzte und Jobs betrifft.

      So wie sieht’s aus...? Von wem muss denn das nun kommen, das individuelle BV, oder ausgesprochen werden.

      Ich will jetzt einfach nur wissen wer im Recht ist, es geht mir nur noch ums Prinzip.

      Tut mir Leid für den langen Text aber ich musste es erstmal nieder schreiben...

      Danke mfg Jenny

      • (2) 06.11.19 - 12:27

        Hey,
        du musst zusammen mit deinem Chef eine Gefährdungsbeurteilung machen. Dementsprechend muss dein Arbeitsplatz Mutterschutzkonform eingerichtet sein oder du bekommst eine andere Arbeit zugeteilt. Wenn der Chef das nicht gewährleisten kann muss er dir ein BV aussprechen soweit ich das richtig im Kopf habe.
        Der Arzt ist nur verantwortlich wenn dein Leben oder das des Babys gefährdet sind.
        Lg

        • (3) 06.11.19 - 12:38

          Genau, diesbezüglich hat mein Arbeitgeber schon Unterlagen bekommen... kam aber nichts zurück außer das sie immer noch der Meinung sind das ein Atest vom Arzt kommen muss.

          Ich habe das Gefühl, dass sie sich dieses Problem hin und her schmeißen.

      (4) 06.11.19 - 12:28

      In deinem Fall ist das kein individuelles BV sondern ein betriebliches, da du keinen Arbeitsplatz hast der MuschuG konform ist. Das muss die dein AG ausstellen oder dir eben nen anderen Platz zuweisen.
      Gab's ne Gefährdungsbeurteilung? Ist deine Schwangerschaft der Aufsichtsbehörde gemeldet worden.
      Dein Ansprechpartner ist in dem Fall das Gewerbeaufsichtsamt.

      • (5) 06.11.19 - 12:44

        Das Ladesgesundheitsamt sagt das auch. Ich habe das alles so weiter geleitet. Aber von meinen AG, bis jetzt immer nur die selbe Meinung, meine Filialleiterin kann auch nur das sagen, was die Personalabteilung sagt. Normalerweise müsst man die echt anschwärzen...

        Bin jetzt aber erstmal von meinem Hausarzt krankgeschrieben. Muss ja nur noch bis Ende Dezember. Man hat ja auch nicht ewig Bock zu betteln... und denn macht das Arbeiten danach bestimmt auch kein Spaß mehr, bei der Dicken Luft.

        • (6) 06.11.19 - 16:14

          Ich kann null nachvollziehen, warum du das denen durchgehen lässt? Ab zur Aufsichtsbehörde und melden, sonst machen die das immer so. Hättest du das gleich gemacht, wäre dir viel erspart geblieben. Dein FA darf dir eben kein BV ausstellen, weil nicht dein Leben oder das desc Kindes gefährdet ist.

    Hallo,

    Habt ihr sowas wie einen betriebsarzt!? Der kann dir auch ein bv aussprechen.

    Habe ich auch gerade durch.

    Alles gute 🍀

(9) 06.11.19 - 12:35

Du kannst auch mal die zuständige Aufsichtsbehörde kontaktieren und denen dein Anliegen schildern. Habe ich damals (damals vor 5 Monaten) auch so gemacht. Anschließend habe ich mit meinem AG gesprochen und ihm gesagt, was die Aufsichtsbehörde gemeint hat. Ein paar Tage später hatte ich mein BV vorliegen.
Liebe Grüsse und eine schöne Kugelzeit noch 😊

  • (10) 06.11.19 - 12:47

    Ja prinzipiell müsste man das machen... hat mein Arzt vorhin auch gesagt... aber denn hat man sein Recht durchgeboxt, glaube denn habe ich da kein Bock mehr zu arbeiten... 🙄🤔😊

    Danke dir...😉

Hallöchen...

In deinem Fall muss dein Chef sich mit dir zusammensetzen und eine gefährdungsbeurteilung ausfüllen...da du ja quasi keine gesundheitlichen Probleme hast (zumindest „noch“ nicht)

Wenn es ein gesundheitliches Problem in der Schwangerschaft gibt, dann muss der Gyn ein BV ausstellen...
Ich kann dir nur sagen, ich hab mein BV vom Gyn bekommen (ohne überhaupt gefragt zu haben), da ich nach künstlicher Befruchtung mit Zwillingen schwanger bin und auf einer Schlaganfall Station arbeite...er hat es ab Feststellung der Schwangerschaft immer für 2-3 Wochen ausgestellt uns ab der 13.ssw dann durchgehend bis zum Mutterschutz...
Mein arbeitgeber hat daraufhin allerdings trotzdem noch eine gefährdungsbeurteilung mit mir zusammen ausgefüllt...

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles gute und viel Glück, das es sehr schnell geklärt wird...für dich und deinen Krümel, denn dieser mentale Stress kann auch einige Nachteile mit sich bringen und da spreche ich aus eigener Erfahrung!!!
LG 🍀🍀🍀

  • Ja Klar ist das so...

    aber dieser tolle FA den ich habe, er könnte es auch machen. Schon alleine damit ich aus dieser belasteten Situation raus komme. Er muss doch sehen, dass es für mich und Kind eine Blöde Situation ist. 🙄 schlimm schlimm... 🙄

    • (13) 06.11.19 - 13:13

      Du schreibst doch weiter oben, dass Du genau weißt, wie Du Dein Recht durchsetzen müsstes. Das willst Du aber nicht, weil Du Dein Recht bei Deinem AG anscheinend nicht durchsetzen willst. Stattdessen meinst Du, den Arzt schlechtreden zu müssen. Der handelt völlig korrekt. Jetzt musst Du halt wissen, ob Du Dich beim Waschen nass machen, oder lieber weiter über die Ungerechtigkeit der Welt lamentieren willst.

      • (14) 06.11.19 - 13:34

        Da gebe ich dir einerseits auch Recht... 😊 andererseits bin ich ja mit einem Gesundheitlichen Problem zu ihm gekommen, auch das mich das Problem wegen der Arbeit sehr belastet.
        Auch alles Gründe warum man so entscheiden kann und der Patientin zu helfen.

        Ich weiß, dass er in dieser einen Beziehung recht hat.

        Dennoch finde ich die Art, wie er mit diesem/meinem Problem umgegangen ist, nicht korrekt. Ich bin ja nicht nur aus Spaß zu ihm gegangen.

        Vielen Dank für deine Meinung. 😊😌

    (16) 06.11.19 - 13:18

    Es ist der Arbeitgeber dafür zuständig und nur weil der keine Lust dazu hat, kann es ja nicht einfach der Arzt machen (dort gibt es ja bestimmt auch Vorschriften z.B von den Krankenkassen wegen der Leistungen).
    Ich würde zum Gewerbeaufsichtsamt gehen und denen die Situation schildern. Der Arbeitgeber hat sich ans Mutterschutzgesetz zu halten und du brauchst kein schlechtes Gewissen deswegen haben.


    Wünsche dir weiterhin eine schöne und hoffentlich bald entspannte Schwangerschaft.

    LG

    • (17) 06.11.19 - 13:26

      Danke dir...😊

      Alles Dinge die man weiß... aber gerade nicht helfen. Mal schauen wie es in zwei Wochen ausschaut... wenn nicht AU...

      Ich habe alles getan und bin denen hinterher gerannt...

      😘

(18) 06.11.19 - 15:54

Dein Frauenarzt handelt richtig! Er kann das eben nicht einfach so mal machen.
Setz dein Recht durch, informiere die Gewerbeaufsicht und steh für dich und dein Kind ein. Ja, dann ist evtl dicke Luft im Betrieb.
Entweder ist bis zu deiner Rückkehr Gras über die Sache gewachsen, oder du suchst dir einen anderen Job.
Dem Gyn nun den schwarzen Peter zuzuschieben ist nicht fair.

  • (19) 06.11.19 - 16:26

    Danke für deine Meinung...
    ich lass jetzt erstmal Ruhe einkehren lassen. Und schau mal in wie fern sich da meine Arbeit nun schlau gemacht hat....

    Na ja, prinzipiell... ist die Art und Weise meines Gyn nicht okay gewesen, wie er mit meinem Anliegen oder Problem umgegangen ist. Mag ja sein, dass er da im Recht ist, was das betrifft...

    Aber ich bin ja dennoch mit einem Gynäkologischen Problem zu ihm gekommen, die durch das lange stehen ja verursacht wird und das mich das ganze hin und her und meine Hilflosigkeit kann mich ja und meinem Baby auch schädigen. Alleine aus diesem Grund hätte er anders mit mir umgehen können und mich nicht so abfrühstücken müssen.

    Vielen Dank für dein Statement, ich verstehe das. 😊

(20) 06.11.19 - 16:00

Nein kann er nicht. Darf er auch nicht. Es besteht keine Gefahr für euer Leben.
Wenn du nicht arbeitsfähig bist, dann kann er dich maximal krank schreiben.

(21) 06.11.19 - 20:38

Dass dein Arbeitgeber sich falsch verhält ist nicht die Schuld deines Arztes und der Arzt kann Probleme bekomme , wenn er dich widerrechtlich und bv steckt. Dass du Hemmunge hast den Arbeitgeber zu melden, verstehe ich, aber du solltest es tun, auch den nächsten schwangeren Frauen dort zuliebe..die verarschen dich nach strich und Faden, sowas darf man sich nicht gefallen lassen

  • (22) 06.11.19 - 21:54

    Gebe ich dir Recht...
    habe ja auch nicht gesagt, dass er mich ins BV schicken soll. Und ich das verstehe was er meint. Dennoch ging er nicht besonders Rücksichtsvoll mit meiner Situation um. Sowas kann man auch bissel netter verpacken. Is ja auch egal... ich werde morgen Par Telefonate führen... mal wieder🙄

    Bin ja nun seit zwei Wochen dran...

    • (23) 06.11.19 - 22:46

      Ja, das ist ein anderes Thema und das ist sicher belastend, wenn man sich als Schwangere weder in der Arbeit, noch vom Arzt ernst genommen und gut behandelt fühlt. Alle gute

      • (24) 06.11.19 - 22:56

        Danke dir... ich ruf morgen als aller erstes mal meine Hebamme an...

        denn das Landesgesundheitsamt, mit denen hatte ich ja schon telefoniert. Und sage denen, dass noch nichts bei rum gekommen ist.

        Vielen lieben Dank. 😌

    (25) 07.11.19 - 06:55

    Dann solltest du mit der richtigen Stelle telefonieren. Melde es der zuständigen Aufsichtsbehörde!

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