BV, kann ich gekündigt werden da ich in der Probezeit bin?

Hallo, nachdem ich bei meiner letzen Frage viele Antworten erhalten habe, dachte ich, vielleicht findet sich hier ja auch jemand der sich damit auskennt.
Folgendes:
Ich arbeite seit Januar 2020 in einem Seniorenheim als Pflegerin, und die Probezeit geht 6 Monate, also noch bis Ende Juli! Aber aufgrund meiner vorangegangenen Fehlgeburt und auch der Corona Pandemie, werde ich wohl sofort ins BV geschickt, hab am Dienstag den ersten Termin bei meiner Frauenärztin, und bin auf ihr Anraten bis dahin vom Hausarzt Krankgeschrieben. Wenn alles gut ist, und alles da sitzt wo es hingehört, stellt sich mir natürlich die Frage, WIE geht es weiter? Ich bin auch nur als 50% Stelle mit Überstunden, die falls ich einen Kündigungsschutz habe, ja wegfallen(die Überstunden). Ich hab gelesen, das man sobald man schwanger ist durch das MUSCH Gesetzt geschützt ist bis 4 Wochen nach der Geburt, aber stimmt das alles so? Meine Mutter sagte nämlich, dass es heute nicht mehr so ist. Gibt es da irgendeinen Zuschuss den ich beantragen kann oder funktioniert das alles erst nach der Geburt? Vielleicht kennt sich ja hier jemand damit aus und kann mir weiterhelfen, vielen Dank 😊

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Huhu,
genau, du bist durch das MuSchuGesetz geschützt und kannst nicht gekündigt werden.

Ich glaube, bis 4 Monate nach Entbindung darfst du keine Kündigung erhalten.

Alles Liebe und ich hoffe, diesmal geht alles gut 🙏🌈

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Danke für die schnelle Antwort. Dann bin ich beruhigt❤️ Und danke dir auch alles liebe 💓

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Hallo, wenn du ein BV hast, hast du Kündigungsschutz.
Falls du einen 1 Jahresvertrag hast und der Arbeitgeber dich nicht übernimmt danach, läuft der Vertrag aus.
Soweit ich weiß gibt es keinen Zuschuss, arbeite auch im Pflegeheim und bin auf 50%, ich hab jedoch einen festvertrag.

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Ja, ich habe einen Vertrag mit 6 Monaten Probezeit, und danach steht da nur „unbestimmt“ da hab ich jetzt auch nicht viel gefunden, außer das die es sich wahrscheinlich so drehen können wie sie es möchten.💓😊

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Bei "unbestimmt" hast du keinen befristeten, sondern einen unbefristeten Vertrag. Sonst wäre ein konkretes Datum drin.

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Huhu,
du bist im Kündigungsschutz, sobald du auf der Arbeit die Ss verkündest. Die Probezeit verfällt praktisch.

Habe die selbe Situation Anfang des Jahres gehabt, deswegen weiß ich das.

Zuschüsse konnte ich bisher keine beantragen, habe mich damit aber auch nicht auseinander gesetzt. Da wurde mir aber eine Beratungsstelle ans Herz gelegt, die mir da weiter helfen könnte. Den Tipp gebe ich einfach mal an dich weiter.

Alles Gute #blume #winke

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Okay, vielen Dank dir auch alles gute!❤️

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Wenn man in Probezeit ist hat man einen befristeten Vertrag ! Dieser rennt dann aus wenn er nicht verlängert wird. Man ist gegen Kündigung geschützt in der Schwangerschaft! Aber dies ist ja nicht der Fall! Der Vertrag rennt mit Probezeit dann einfach ab wenn man vorher nicht verlängert wird!!

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Das muss aber so explizit drin stehen. Meine ich.
Probezeit ist ja meine Befristung.
Also nicht per se.

Da muss dann drin stehen, dass das Arbeitsverhältnis mit Ende der Probezeit automatisch endet.

Wenn das nicht da steht, ist es gut für den Arbeitnehmer.

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Probezeit ist keine Befristung, sollte das heißen

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Du hast eine Probezeit von 6 Monaten, diese wird ab dem Tag der Information zur Schwangerschaft ausgesetzt und du fällst in Mutterschutz, da der Vertrag nicht befristet ist wirst Du solange Du schwanger bist+die Elternzeit nicht gekündigt, bzw. darfst nicht gekündigt werden.

Die restliche Probezeit,welche dadurch nun nicht komplett greifen konnte wird im Anschluss an Deinen Vertrag abgegolten.

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Hallo,
Du schreibst:

"Die restliche Probezeit,welche dadurch nun nicht komplett greifen konnte wird im Anschluss an Deinen Vertrag abgegolten."

Das ist falsch, die Probezeit fällt einfach weg und wird auch nicht hinten dran gehängt!
Eine Probezeit kann man rechtlich nicht hinten dran hängen!
Die Probezeit läuft in der Schwangerschaft einfach aus.
https://www.kanzlei-hasselbach.de/2014/kuendigung-und-kuendigungsschutz-in-der-schwangerschaft/01/

Gruß
Demy

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Auch das ist nicht ganz korrekt, denn die Probezeit betrifft ja beide Seiten. Es greift nur der Kündigungsschutz nach dem Mutterschutz Gesetz. Aber der Arbeitnehmer hat weiterhin die kalendertägliche 2 wöchige Kündigungsfrist.
Sprich: der Arbeitnehmer darf die ersten 6 Monate auch in der Schwangerschaft kurzfristig kündigen, der Arbeitgeber aber nicht.