Elterngeld und Photovoltaik

Guten Morgen zusammen,

ich blicke gerade nicht wichtig durch und hoffe, dass mir hier jemand helfen kann.

Ich habe gestern angefangen, online den Antrag auf Elterngeld für meinen Mann und mich auszufüllen. Bei meinem Teil ist soweit alles klar.
Bei meinem Mann ist es irgendwie komplizierter:
Wir haben seit Herbst 2019 eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, die auf meinen Mann läuft. Betreibt man eine solche Anlage, ist man automatisch Kleinunternehmer. Für das Elterngeld würde dies bedeuten, dass für die Berechnung nicht die 12 Monate vor Geburt maßgebend sind, sondern das Kalenderjahr 2019. Auch das ist soweit grundsätzlich klar.

Ich frage mich jedoch, ob die Anlage überhaupt schon anzugeben ist, da im Antrag nach dem Gewinn gefragt wird. Da die Anlage ja noch abbezahlt wird, erzielen wir aktuell noch keinen Gewinn. Somit wäre die Höhe des erzielten und des zu erwartenden Gewinns mit 0 € anzugeben. Trptzdem bliebe es dann aber bei dem Kalenderjahr 2019 als Berechnungsgrundlage für das EG.
Ist das denn richtig?!
Oder zählen die aktuell 49€, die wir monatlich für die Stromeinspeisung erhalten, als Gewinn?! Aber soweit ich weiß, wird ja erst am Ende des Jahres geschaut, wieviel man tatsächlich eingespeist hat und ob man ggf. etwas zurückzahlen muss.

Für mich das wie ein Buch mit sieben Siegeln, ich raffe es einfach nicht 🙈

Vielleicht kennt ja jemand einen ähnlich gelagerten Fall und kann mir einen Tipp geben.

Viele Grüße
Niesi85

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Hallo,
Ich kann dir zwar in Sachen Elterngeld nicht wirklich helfen aber deine Argumentation hört sich schlüssig an, das da erstmal kein Gewinn rauskommen kann...
Aber wegen Kleinunternehmerregelung: davon nimmt man doch nach dem ersten Jahr eigentlich Abstand? Man kann doch einmal wechseln und darauf verzichten. Im ersten Jahr macht es Sinn diese zu nutzen, wegen der Umsatzsteuer, wenn diese dann abgezogen ist, wechselt man doch eigentlich - oder liege ich da falsch?

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Nun,
wer ein Unternehmen gründet sollte auch eine Vorstellung davon haben wie die dahinter stehende Buchhaltung funktioniert - sonst fällt euch das spätestens bei der Steuererklärung auf die Füße.
Was nicht funktioniert: Ich bekomme 49€ / Monat, zahle 60€ im Monat ab, also mache ich 11 € Verlust .....
Die Solaranlage wird gemäß AFA über 20 Jahre abgeschrieben.
Mal eine grobe Beispielrechnung:
Die Anlage kostet 5000€. somit also 250€/Jahr Abschreibung.
Bei Einnahmen von 588€ / Jahr bleiben also 147€ Gewinn,
Sind im Rahmen dieses Ratenkaufs die Zinsen separat ausgewiesen können diese auch abgesetzt werden.

Ach ja, ein Wechsel zwischen "normaler" und Kleinunternehmerregelung ist nur alle 5 Jahre möglich - nicht schon nach einem Jahr.