Arbeiten in der Pflege und Schwangerschaft..

Hello meine lieben, ich bin momentan in der 4ssw.
Ich arbeite in der Pflege, das heißt ich muss sehr schwer heben (50 kg meistens).
Ich habe gemerkt das ich jedes Mal nach dem heben Unterleibschmerzen bekomme.
Blutungen hatte ich bis jetzt keine und die Beschwerden legen sich wieder sobald ich mich ausruhe.
Muss ich mir da Sorgen machen? Hat jemand auch schwer heben müssen während der Schwangerschaft, vor allem in frühen Stadium der Schwangerschaft und ist es gut ausgegangen?

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Dank des Mutterchutzgesetzes muss bei der Arbeit in Deutschland niemand schwer heben in der Schwangerschaft. Du fällst allerdings erst unter dieses Gesetz, wenn du deinen AG informierst.

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Du wirst zahlreiche Antworten von Frauen bekommen, bei denen es gut ausgegangen ist. Die Frage, die du dir jedoch stellen solltest ist, ob du es dir verzeihen könntest/dir die Schuld geben würdest, wenn du eine Fehlgeburt erlebst, auch wenn die (wahrscheinlich?) andere Ursachen hätte. :-)
Ich würde die SS bekannt geben, denn dann darf man diese Tätigkeiten nicht mehr ausüben und ich hätte die Sicherheit diesbezüglich alles getan zu haben, was innerhalb meiner Möglichkeiten liegt.

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Meine Chefin weißt Bescheid, aber das interessiert sie nicht sie ist eine ganz schlimme kalte Frau.
Die sie sagt, Schwangerschaft ist doch keine Krankheit und das schon nix passiert.
Viele Frauen heben in der Schwangerschaft meint sie. Ich werde mich da aber glaube ich durchsetzen und einfach nein sagen.

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Das ist nicht rechtens. Hat sie mit dir zusammen schon eine Gefährdungsbeurteilung ausgefüllt?

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Du musst zum Betriebsarzt gehen er kann dir Berufsverbot erteilen. Deine Chefin muss es akzeptieren. Arbeite auch in der Pflege und habe sofort bv bekommen. Viel Glück dir

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Ich meine Beschäftigungsverbot verbot

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Ich habe die ersten drei Monate, oft schwer gehoben. Doppelschichten gemacht (in der behinderten Pflege).
Hatte viel Stress und körperliche Anstrengung.

Jedoch wusste ich nichts von meiner Schwangerschaft.
Bei mir ist es gut gegangen,aber das bedeutet nicht dass du es riskieren solltest. Hätte ich davon gewusst, hätte ich so einiges nicht gemacht.

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Habe ich richtig gelesen, dass du in der Schweiz arbeitest? Das ist eine sehr wichtige info, denn die ganzen Antworten, die sich auf Deutschland beziehen, kannst du ignorieren. Hier laufen die Dinge sehr anders.
Gefährdungsbeurteilung etc gibt es nicht zwingend. Du solltest dir unbedingt von der Seco die Broschüre zur Mutterschaft herunterladen. Die fasst alles sehr gut zusammen.

Kurz die wichtigsten Infos: Mutterschutz beginnt mit dem Tag der Geburt und dauert dann 14 Wochen, wobei du nach 8 Wochen wieder arbeiten darfst. Bis zur Geburt muss man arbeiten, es sei denn, man wird zuvor krank geschrieben. So wie ich gehört habe ist dies die letzten Wochen vor der Geburt meist weniger problematisch, zuvor sind die Frauenärzte sehr zurückhaltend. Also eine Krankmeldung für die gesamte Schwangerschaft wirst du ziemlich sicher eher nicht bekommen und so etwas wie ein Beschäftigungsverbot gibt es hier, meines Wissens nach, nicht.
Kinder kriegen wird mehr oder weniger als Privatsache angesehen, leider.
Und während Schwangerschaft in Deutschland weitestgehend wie eine Erkrankung angesehen wird, ist es hier sehr anders und von Schwangeren wird viel öfter erwartet, dass sie normal weiterleben.
Nichtsdestotrotz gibt es gewisse Regeln und dazu gehört u.a. das schweres Heben nicht erlaubt ist. Daran sollte sich auch deine Chefin halten. Genauso darf eine Schwangere nicht mehr als 3 Nachtdienste am Stück arbeiten und muss auf Wunsch ganz von der Nachtarbeit befreit werden. Ebenso beträgt die tägliche Höchstarbeitszeit maximal 9 Stunden (wobei meiner Erfahrung nach da eher geschaut wird, dass man nicht für mehr als 9 Stunden offiziell geplant wird, Überzeit wird eher toleriert).
Ein weiteres Recht von dir ist als Schwangere jederzeit die Arbeit zu verlassen, bzw auch gar nicht mehr hinzugehen - du darfst nicht zur Einhaltung deines Arbeitsvertrages gezwungen werden. Allerdings erhälst du auch keinen Lohn für die Zeit, wo du nicht erscheinst.

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Ups, zu schnell abgeschickt...

Bei uns im Spital werden die meisten in der Pflege dann eher aus der Körperpflege rausgenommen und richten dann viel Medikamente und machen Blutentnahmen und messen Vitalzeichen. Das kommt natürlich aber auch auf deine Qualifikationen drauf an.

Wenn du erst seit kurzem in der Schweiz bist, dann lohnt sich übrigens meiner Meinung nach die Überlegung nach Deutschland zurück zu gehen.
Wie gesagt endet der Mutterschutz 14 Wochen nach der Geburt und es gibt zwar Betreuungsplätze für Kinder ab 3 Monaten, doch die sind eher rar und recht teuer. Viele Familien schaffen deshalb eher mit einem aupair, bzw zieht sich ein Partner aus dem Berufsleben zurück.
Ich bin selbst gerade schwanger und werde deshalb meinen Job vorerst aufgeben - mein Freund und ich leben dann von seinem Gehalt. Wann ich beruflich wieder einsteigen kann, weiß ich noch nicht. Hier bei uns wird beispielsweise auch der Kindergarten und die Schule über Mittag für einige Stunden geschlossen (ist wohl in den meisten Regionen so üblich) und es wäre mir nicht möglich meine Arbeit mittags zu unterbrechen. Aber es gibt hier Großeltern, die bald beide in Rente sind, sodass ich da Potential sehe, dass mein Kind über Mittag betreut werden kann.

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Vielen Dank für die Infos!

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Also in der Schwangerschaft darfst du ja eigentlich bis auf Waschen oder Beratungsgespräche usw. keine Pflegetätigkeiten ausüben. Du müsstest Bürotätigkeiten machen oder so.
Ich bin auch Krankenschwester und habe mir relativ schnell ein Berufsverbot geholt, ich wollte wegen meiner Arbeit kein Risiko einnehmen

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Meine Chefin ist da ganz anderer Meinung..
Aber ich werde schon dafür sorgen das sie die Schnauze hält

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Aehm... off topic - redest Du auf der Arbeit auch so? Dann wundert es mich ehrlich gesagt nicht das Du Probleme mit Deiner Chefin hast.

Ich hatte auch schon Probleme mit anderen Leuten, wer nicht, aber egal wie geladen ich deswegen war würde ich mich nicht so sehr in der Wortwahl vergreifen.

Fordere Deine Rechte ein, die stehen Dir zu. Aber dafür zu sorgen das deine Chefin(!) "schon die Schnauze hält" finde ich doch ziemlich gewagt.
Im übrigen kann sie doch noch gar nicht sooo viel Gelegenheit gehabt haben gegen Deine Rechte zuverstossen, Du bist gerade mal erst in der 4.SSW.

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