Zwei Fragen zur Elternzeit

Hallo, ihr Lieben :)
Noch ist es nicht so weit, aber mich beschäftigen zwei Fragen in Hinblick auf die Elternzeit.
Ich bin ja zwei Monate im Mutterschutz, danach geh ich wieder arbeiten. Mein Mann möchte während des Mutterschutzes Elternzeit nehmen und dann im Anschluss 10 Monate alleine. Somit kommt er dann auf insgesamt 12 Monate Elternzeit. Funktioniert das so?
Und dann noch eine Frage :)
Mann muss spätestens 7 Wochen vor Entbindungstermin mitteilen, dass man in Elternzeit geht. Wann beginnt diese Frist?
Wenn Baby z. B. am 30.07. Entbindungstermin hat, muss man dann 11.06. Bescheid geben oder am 10.6.? Mein Mann darf keinen Tag zu früh die Elternzeit anmelden, da er sonst wahrscheinlich ne Kündigung riskiert (Pflegefachkraft, Personalmangel und Chefs, die jedes Mal schon angenervt sind, wenn jemand krank wird oder, noch schlimmer, nicht an seinen freien Tagen einspringen kann).
Schon mal vielen Dank für eure Hilfe :)
LG

1

Du hast 8 Wochen Mutterschutz und keine zwei Monate.
Ja, es funktioniert genau so. Dein Mann nimmt dann also ab Geburt 12 Monate Elternzeit.
Die Elternzeit meldet er mit dem vorauss. ET an, 7 Wochen vorher. Wenn der ET z.B ein Freitag ist, gibt er die Anmeldung an dem Freitag 7 Wochen zuvor ab.

3

Acht Wochen, stimmt. Und sechs Wochen vor Entbindungstermin.
Dankeschön!

2

Wie schon geschrieben hast du keine 2 Monate Mutterschutz sondern 8 Wochen. Kommt dein Baby früher, dann noch länger.

Das ist ja wichtig für dich, da du wieder arbeiten gehst, du musst ja wissen wann du anfängst!

Die Elternzeit deines Mannes hat mit deiner nichts zu tun, jeder von euch hat Anspruch auf bis zu 3 Jahre.

Dein Mann hat die gleiche Frist wie alle zur Anmeldung, 7 Wochen vor geplantem Beginn. Bei ihm ist es 7 Wochen vor ET.

Er kann aber auch früher anmelden, da ab 8 Wochen vor Elternzeitbeginn der Kündigungsschutz besteht.

4

Stimmt, ich muss ja dann rechtzeitig Bescheid sagen, wann ich wiederkomme.
Noch ist es ja nur in Planung :)

Ah, okay. Wichtig ist uns einfach nur der Kündigungsschutz, sonst ist er nämlich sehr wahrscheinlich seinen Job los.

8

Er ist Pflegefachkraft, es gibt Personalmangel und dann verliert er wegen so einer Lapalie sofort seinen Job? Ich denke eher nicht.

weiteren Kommentar laden
5

Wie plant Ihr denn die Betreuung nach dem ersten Geburtstag des Kindes? Ggf. sollte Dein Mann gleich zwei Jahre anmelden und im zweiten Jahr in Teilzeit arbeiten (ganz wichtig: gewünschte Arbeitsstunden und Zeitfenster genau angeben).

6

Dann muss das Kind entweder zur Tagesmutti oder in die Krippe.

Mein Mann wird dann nur 25 Stunden arbeiten, also wären die zwei Jahre Elternzeit vielleicht ne gute Idee. Er hat natürlich blöde Arbeitszeiten und das müsste ich abfangen.

Ich bin Hauptverdiener und kann nur Vollzeit arbeiten. Allerdings hab ich Gleitzeit und wenn daheim irgendwas ist, sind meine Vorgesetzten sehr kulant und ich kann auch mitten im Publikumsbetrieb weg, die Kollegen übernehmen dann.

7

Dann bieten sich bei ihm auf jeden Fall 2 Jahre Elternzeit an. Wenn er gleich für das zweite Jahr den gewünschten Arbeitsumfang und die Stundenverteilung + gewünschte Zeiten vorstellen kann und dies mit so genau wie möglich angibt, ist das am besten würde ich raten. Er kann bis zu 7 Wochen vor Beginn der TZ in Elternzeit dies nochmal ändern oder auch erst dann die TZ anmelden aber je eher desto schwieriger die mögliche Ablehnung. Damit kann der AG aber den ggf einzustellenden Ersatz planen und entsprechend befristet (mit Sachgrund) einstellen und hat dann dahingehend keine dringenden! betrieblichen Gründe das abzulehnen.
Weiterhin haben dabei manche AG nicht auf dem Schirm wenn sie diesen Teilzeitwunsch nicht fristgerecht innerhalb von 4 Wochen ablehnen dieser als genehmigt gilt.
Damit hat er dann Kündigungsschutz während der gesamten EZ und unproblematisch ohne Zustimmung des AG die Möglichkeit das 3 Jahr EZ mit Teilzeit auch noch zu nehmen.

siehe auch https://www.elterngeld.de/teilzeit-in-der-elternzeit-arbeiten/

weitere Kommentare laden