Elterngeld, Steuerklasse, Progressionsvorbehalt

Hallo zusammen,

ich blick das nicht so gut: Überall steht, man sollte für ein höheres Elterngeld frühzeitig in Steuerklasse 3 wechseln. Ich bin nun erst in der 6. Ssw. Also jetzt oder erst nach der 12. Ssw wechseln?
Sobald ich dann in elternzeit bin,sollte ich in 5 und mein Mann in 3 wechseln?

Oder ergibt das alles keinen Sinn,weil die Steuerlast eh immer gleich ist? Stichwort Progressionsvorbehalt. Wenn wir das so machen, müssen wir doch mit einer steuernachzahlung rechnen oder? Wenn man nun monatlich was für die Nachzahlung weggelegt,kann man sich diesen ganzen steuerklassenwechsel doch sparen oder?
Oder kann man die Nachzahlung umgehen,indem man für "das" Jahr eine getrennte Veranlagung vornimmt?


Kann jmd Licht ins Dunkle bringen?

Entschuldigt den langen Text.

Liebe Grüße

1

Ich kopiere mal einen Beitrag von mir aus einer anderen Diskussion. Eventuell nicht wortwörtlich passend, aber das Thema ist gleich.
Kurzfassung: noch im Juni Antrag stellen! Das könnte reichen.

—————-
Genau darin liegt der Fehler. Denn leider wird nicht zwischen Steueraufkommen und Lohnersatz unterschieden.
Ersteres ist in beiden Fällen gleich. Lediglich der Zeitpunkt der Zahlung ändert sich. Damit erklärt sich das "Nachzahlen" oder "Zurückbekommen". Es spielt somit keine Rolle, welche Steuerklasse man wählt. Die Steuerforderung wird spätestens mit der Steuererklärung immer auf den gleichen Wert korrigiert.
(Dass durch ein höheres Elterngeld die Steuerbelastung minimal steigt, soll hier keine Rolle spielen. Das ist für die Erklärung irrelevant.)
Beim Elterngeld dagegen lässt sich durch eine geschickte Steuerklassenwahl der Betrag erhöhen. Und da muss nichts mehr zurückgezahlt werden. Dieser Betrag ist real höher.
In Summe hat man also immer mehr Geld, wenn das Elterngeld maximiert wurde. Dass womöglich eine Rückzahlung bei der Steuererklärung droht, darf kein Argument sein. Denn das ist ein rein psychologisches.

2

Warum unbedingt im Juni? Droht dann keine Nachzahlung,wenn ich jetzt in 3 wechsel und mein Mann in 3 wenn ich in elternzeit bin?

6

Damit die Monate 7 bis 12 aus 2020 mit Klasse 3 in die Berechnung eingehen können. Damit könnte es reichen. Juli dürfte sehr wahrscheinlich zu spät sein.
Ob Nachzahlung oder nicht: siehe meinen Beitrag oben. Es lohnt sich in Summe immer.

weitere Kommentare laden
3

Das Elterngeld berechnet sich aus deinem Netto. Deswegen erhöht es sich, wenn du Steuerklasse 3 hast und dein Mann 5.

Wann hast du denn ET und vor allem
Wann beginnt dein Mutterschutz ?

7 Monate vorm Mutterschutz solltest du gewechselt haben.

4

Meinen Frauenarzttermin hab ich erst am 29.6. Rein rechnerisch bin ich 5+2,also in der 6. Ssw. Termin lt Rechner am 19.2 und Anfang Januar Beginn des Mutterschutzes.

Ich weiß ja dass der Wechsel das Elterngeld erhöht. Mir macht aber die Steuernachzahlung Sorge,wenn ich jetzt in 3 und bei beginn der elternzeit in 5 (und mein Mann in 3) wechsel.

5

Das kann durchaus sein, aber dann legt ihr halt was zurück. An der endgültigen Steuerlast ändert sich ja nichts

weitere Kommentare laden
11

Also wir mussten trotz 3/5 und Elterngeld nichts zurück zahlen. Haben wie immer Geld zurück bekommen 🤷🏼‍♀️

Beziehe aber auch EG Plus. Dadurch ist die Progression ja nicht so stark. Also das man zwangsläufig nachzahlen muss stimmt nicht.

13

Aber bei einem Jahr Elternzeit ist es eher wahrscheinlicher, denke ich.

15

Du kannst ja auch 2 Jahre machen. Darfst ja bis zu 30h arbeiten, wenn du möchtest.

Oder 1 1/2 Elterngeld oder oder oder. Das kann man ja recht frei gestalten.

weitere Kommentare laden