Expertenrat Selbstständige

Hallo zusammen,
Ich hab eine kleine Expertenfrage für Selbständige:

Ich war bis Oktober 2019 für mehr als 10 Jahre durchgehend angestellt. Ich hab dann gekündigt und war bis April 2020 arbeitslos (6 Monate)
Habe mich zum 01.04.20 selbständig gemacht und bekomme auch Gründungszuschuss. Dieser wird bis einschl. September 2020 bezahlt. Ich habe einige kleinere Aufträge von einem Auftraggeber und betreibe eigentlich derzeit Akquise für ein weiteres Projekt.

Nun bin ich wirklich überraschend schwanger geworden und nun mit meinem dritten Kind in der 7.ssw. Ich weiß es ist alles noch Recht früh und weit weg, aber ich hab immer gerne einen Plan :)

Bin freiwillig in der gesetzlichen Kk versichert und habe eine Wahltarif für Krankengeld.

Es ist unmöglich nun ein weiteres neues Projekt zu starten - bin in der Baubranche. Also bleiben mir bis Ende des Jahres nur die Teilaufträge meines einen Auftraggebers.

So, jetzt die Frage:
Ich sehe zwei Optionen - frühzeitig krank schreiben lassen wegen des Krankentagesgeldes das dann vielleicht den Krankenversichungsbetrags deckt. Nachdem ich viel auf Baustellen bin, kann ich mir vorstellen, dass das Krankschreiben kein Problem sein wird.
Oder Option 2: ab Januar oder so arbeitslos melden, damit man notfalls die Grundsicherung bei der Krankenkasse erhält?? Geht mir nicht um das ALG - nur um Krankenversicherung.
Wie es dann mit Kind Nr. 3 arbeitstechnisch weitergeht ist noch total unklar.

Hat jemand hier Erfahrung oder noch einen guten Tipp?
Hab wirklich ein blödes Timing...

Danke!!!

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Konkret weiterhelfen kann ich dir nicht, bin allerdings in einer ähnlichen Lage.
Berechnet dir die KK nicht weniger, wenn du weniger Verdienst nachweisen kannst? Oder könntest du dich, da wenig Einkommen, über deinen Mann versichern (falls ihr verheiratet seid)?
Wie berechnet sich denn für dich das Elterngeld? Das geht ja für Selbständige nach dem vergangenen Steuerjahr, also 2020. Weißt du, ob man sich kurz vor der Mutterschutz von der Arbeitslosigkeit abmelden und quasi wieder selbständig sein kann (auch wenn man aktuell keine Rechnung schreibt), um Elterngeld nach dieser Berechnung zu bekommen? Stehe vor einer ähnlichen Frage. Wäre ja für dich vermutlich vorteilhafter, wenn du April bis Juni 2020 als Berechnungsgrundlage "mitnehmen" könntest, und nicht die letzten 12 Monate ab Geburt, oder kommt das in deinem Fall auf's gleiche raus?