Verdient ihr wirklich alle so viel Geld. 2000 € netto monatlich als gering?

Hallo, angelehnt an den unteren Treed, bin ich wirklich schockiert darüber wie viele hier scheinbar finden, dass 2000 € netto am Ende zu wenig sind. Dort standen so Sachen, dass sei ja nicht mal Mindestlohn. Das stimmt doch überhaupt nicht. Verdienen hier alle soviel oder haben hier alle gefühlt schon 30 Jahre Berufserfahrung oder mehrere Doktortitel? Oder machen mein Mann ich dann scheinbar etwas falsch? Ich habe Abitur gemacht, mich dann aber für eine Ausbildung entschieden. Und arbeite im Schichtbetrieb. Mit Nachtschicht.
Ohne Sonderzahlung wie Weihnachts und Urlaubsgeld habe ich am Ende vom Monat ca 2150 € auf dem Konto. Bin seit 5 Jahren ausgelernt. Mein Mann, hat ein Fachabitur Abschluss, hat dann aber nochmal sein Wirtschaftsfachwirt gemacht. Und ist jetzt Logistikleiter in einem kleinen Unternehmen. Die meisten Leute bestehen dort aus 450 Euro Kräften. Daher verdient er leider trotz Führungskraft auch nur 2250€. Wir arbeiten beide Vollzeit. Wir sind 27.

Finde die Gehälter nicht wirklich toll für unsere Abschlüsse, aber wenn ich hier lese, dass manche mit einem Teilzeitjob im Büro 1500 € rausbekommen bin ich sprachlos. Entweder machen wir irgendwas falsch und haben miese Unternehmen die uns einfach grottig bezahlen oder andere verdienen einfach überdurchschnittlich gut....

1

Es ist doch völlig egal was andere verdienen. Wenn das Geld für euch passt..es in eurer Region durchschnittlich branchentyisch bezahlt wird und ihr zufrieden seid .. das reicht doch.

Generell seid ihr ja noch jung und man kann sich weiterentwickeln.

Ich habe mal überdurchschnittlich verdient..nun durchschnittlich..dafür mehr Lebensqualität:)

2

Wie schon geschrieben wurde, es kommt auf sobeile Faktoren an.

Ich z.b. arbeite in der Pflege im Osten hatte mal ne Vollzeit Stelle 1800 Euro brutto mit der stellvertretenden Position ohne Zusatzzahlungen, danach ne 30 Stunden Teilzeitstelle mit 2300 Euro Brutto plus 2 Jahressonderzahlungen und noch mehr zusätzlichen Dingen .

Wenn ihr auskommt und zufrieden seit dann ist doch alles ok.

3

Zum einen ist urbia nicht repräsentativ und zum anderen ist es regional sehr unterschiedlich und somit doch überhaupt nicht vergleichbar.
Hat es eigentlich einen Grund warum du alle paar Wochen nach den Gehältern von anderen fragst?

4

Nur kurz:
ich habe wirklich fast 30 Jahre Berufserfahrung und mit 27 Jahren hatte ich auch nicht so viel wie jetzt, ist ja klar.

5

Hi

Keine Ahnung auf welchen Thread du dich beziehst, aber 2000 netto sind definitiv über Mindestlohn.

Der Durchschnitt ist außerdem von Beruf, Ausbildung, Region, Alter etc abhängig, google einfach einmal danach. Gibt genug Statistiken.

Mit 27 seid ihr auf jeden Fall nicht schlecht dabei. Es muss einfach für euch passen!

LG

6

Habe ich gerade gelesen:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/lohn-karte-wo-in-deutschland-viel-verdient-wird-und-wo-wenig-a-bf4fed54-3aed-4a2c-9f5e-0c7d945a60de

In Wolfsburg gehörst Du mit 5000€ brutto zur unteren, in Görlitz mit 2400€ zur oberen Hälfte der Verdiener.

Also: Bei allen Diskussionen um's Gehalt immer den Arbeitsort mit angeben.

Grüsse
BiDi

15

#pro

Und selbst dann kommt es auch noch auf die AGs an.

Ich kannte mal zwei, die die gleiche Ausbildung gemacht haben. Einer bei VW, der andere bei einer anderen kleineren Firma.
Und, wen wundert´s, der bei VW bekam das Doppelte an Ausbildungsvergütung.

7

Du musst mehrere Faktoren bedenken:

- Branche
- Region
- Stundenzahl
- Steuerklasse
- Gehaltsextras
usw...

Teilzeit z. Bsp. kann 15 Stunden oder auch 32 Stunden pro Woche heißen. Mit StKl. 4 oder alleinerziehend sogar 2 hat man mit 15 Stunden bei deinem Beispiel mit 1500 € wohl den besseren Schnitt.

Auch wenn für die meisten nur wichtig ist, was unterm Strich rauskommt - also Netto (ich kenne viele, die das nicht auseinanderhalten können) - Gehälter kann und sollte man nur Brutto vergleichen.

8

Hier scheint es mir nicht repräsentativ zu sein. Man sollte sich zwischendurch immer mal „grounden“ und sich bewusst machen wo man steht im gesamtdeutschen Durchschnitt. Und dann wird schnell klar, dass ihr alles andere als schlecht verdient. Zudem seid ihr noch sehr jung und da ist noch Luft nach oben durch Berufserfahrung, Fortbildung, Beförderungen, AG-Wechsel,...

Ein Haushaltsnettoeinkommen von 4.400€ bei 2 Personen, damit gehört man nichtmal mehr zur Mittelschicht, sondern schon zum „oberen Viertel“. Ich empfehle diesen Link:
https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-12/mittelschicht-einkommen-deutschland

Also mein Tipp: Nicht hetzten lassen, immer nur nach oben schauen gibt nen steigen Nacken und macht unglücklich.

9

Lieber Gott... Nun mach dir doch nicht ständig so einen Kopf wegen eurem Verdienst. Ihr seid nunmal keine Akademiker die eben einen Beruf gewählt haben bei dem man mehr verdient. Meine Mann hat als Krankenpfleger wesentlich mehr raus als dein Mann. Steuerklasse 4. Dafür muss er aber auch ab und zu Bereitschaftsdienste machen. Ich selbst bin Altenpflegerin und habe in Vollzeit mehr raus als du. Auch Steuerklasse 4. Ich bekomme zur Zeit allerdings nur elterngeld. Wenn das durch ist, gehe ich auf 450 Euro ca 4 Tage im Monat arbeiten. Wir haben 2 Kinder, ein Eigenheim (geringer Abtrag, da viel Eigenkapital) und das wichtigste: Wir leben mit dem was wir haben und sind glücklich. Mich interessiert nicht ob mein Nachbar mit seinem Porsche zu seinem 6tsd Euro Job fährt oder seine Putzfrau für 10 Euro die Stunde arbeitet. Und weißt du wieso? Weil ich ihre Schuhe niemals tragen muss. Ich empfinde uns als Mittelklasse. Nicht nur wegen Geld, sondern auch wegen Bildung, Sozialen Strukturen und Alltag. Wir sammeln keine Pfandflaschen, werden wohl aber erstmal nicht mehr auf die Malediven kommen (An dieser Stelle ein Dank an meine Kinder 😅)
Was ich damit sagen will. Schau auf euch und nicht in Nachbarsgarten!
Alles gute