Krankmelden wegen jedem Pipifax - bei Euch auch so?

Hallo,
ich merke zunehmend, das meine Kollegen bei jedem Sch.... zuhause bleiben.

Das ist nicht nur bei mir so, sondern auch bei meinem Mann (ganz andere Branche).
Während wir uns bei Erkältung und Co. auf die Arbeit "schleppen", wird von diversen Kollegen jede Bagatelle genutzt, um krank zu machen.
"Ach, es kribbelt im Hals, morgen komme ich wahrscheinlich nicht". #schock
Die jeweiligen Vorgesetzten registrieren das nur peripher, weil es ja (zumindest in unserem Fall) auf dem Rücken der anderen Mitarbeiter ausgetragen wird.
Auf dem "Schreibtisch" bleibt also keine Arbeit liegen, sondern andere springen ein /müssen einspringen und die Arbeit termingerecht erledigen.
Ist das bei Euch auch so?
Was tun?

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Wir haben sogar die Anweisung, bei Erkältungsanzeichen erstmal Zuhause zu bleiben und entweder den Betriebsarzt oder den Hausarzt telefonisch zu konsultieren.

Und ich finde es auch nicht soooo prickelnd, mit hustenden und schniefenden Kollegen im Büro zu sitzen.

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>>>Und ich finde es auch nicht soooo prickelnd, mit hustenden und schniefenden Kollegen im Büro zu sitzen.<<<

Sehe ich auch so.

Und dabei waren mir die liebsten, die sich mit letzter Kraft zur Arbeit "schleppen" #augen und das auch jeden wissen ließen.

Ich habe mir nie angemaßt, die Gründe (die ich ja gar nicht genau kenne) für eine Krankmeldung von Kollegen als "Pipifax" zu bezeichnen.

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Das meine ich mit wirklich krank. Wenn man krank ist, soll man zu Hause bleiben und sich auskurieren. Ist besser als die anderen anzustecken. Aber wenn immer die selben ständig krank sind, und damit meine ich nicht, wenn jemand eine echte, diagnostizierte Krankheit hat die sich einfach hin zieht, dann ist das einfach ätzend.

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teils so, teils so. Aber was willste machen? Wenns dem Chef nicht selber auffällt? Entweder genauso wehleidig werden oder drüber hinwegsehen. ersteres könnte ich mit meinem Gewissen gar nicht vereinbaren.

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Kenne ich leider auch und finde es echt unmöglich. Ich war in der Schwangerschaft das erste Mal nach bestimmt drei Jahren für zwei Wochen krank geschrieben weil es mir da echt dreckig ging und arbeiten nicht möglich war. Da gab es keine andere Möglichkeit. Wenn ich auch hier schon lese: "soll ich zum Arzt gehen und mich krank schreiben lassen?", Kriege ich zu viel. Entweder ich BIN krank und gehe dann selbstverständlich zum Arzt und brauche dafür kein Forum das mir das sagt, oder ich bin eben nicht krank und dann kann man arbeiten gehen.
Ich finde, man kann auch Mal die Arschbacken zusammen kneifen und braucht nicht bei jedem kratzen im Hals oder Pups der quer hängt, zu Hause zu bleiben.
Die anderen Kollegen fangen ja dann oft auch nach und nach damit an. Ich find's ätzend! Kenne aber leider auch einige, die oft "krank" sind, dann aber nur unterwegs, mit Freunden treffen, was erledigen, Hobbys nachgehen. Wenn ich dann nachfrage, kommt nur, hier sieht mich ja keiner 🤦🏾‍♀️. Ganz ehrlich, ich wünsche es den Leuten, dass sie Mal beim blau machen erwischt werden. Ein Kollege meines Mannes war auch ständig krank, oft vor oder nach seinem Urlaub oder Freitag/Montag. Irgendwann ist dann Mal der Personalchef mit dem Abteilungsleiter bei dem Kollegen vorbei gefahren als er Mal wieder krank war und sie haben ihn erwischt wie er draußen gearbeitet hat. Die Kündigung hatten sie direkt dabei und die ist auch durch gegangen. Ich finde, das ist das richtige Signal...

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Danke - kann ich nur unterschreiben!!

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Ganz deiner Meinung !!!

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"Während wir uns bei Erkältung und Co. auf die Arbeit "schleppen", "

Nun, ich hoffe, dass ihr sowas nicht mehr macht. Das wäre bei uns gerade in diesen Zeiten und damit auch in Zukunft mehr als verpönt.

Wenn ich arbeitsfähig bin, aber erkältet, dann muss ich jetzt zu Hause arbeiten. Wenn das nicht geht, dann eben krank melden.


Und sonst: was willst du denn machen? Es gibt Menschen, die haben das arbeiten nicht erfunden, die nutzen jede Möglichkeit zu Hause zu bleiben und verhalten sich unkollegial. Mehr aber nicht.

Die jeweiligen Vorgesetzten könnten zum Präventionsgespräch bitten, wenn die Anzahl der Kranktage zu hoch ausfällt, aber das ist nicht dein Bier.

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Ich würde mir nie anmaßen über den Gesundheitszustand anderer zu urteilen. Folgedessen mache ich mir auch keine Gedanken darüber, ob Mitarbeiter wegen "Pipifax" Zuhause bleiben, solange sich die Krankheitstage insgesamt im Rahmen halten.

Problematischer ist es, bei offensichtlichem blau machen. Bei uns gibt es Wochenendarbeit und leider kam es schon häufiger vor, dass sich gewisse Kandidaten regelmäßig krank gemeldet haben, wenn niemand zum tauschen gefunden wurde. Was dazu führt, dass andere Kollegen einspringen müssen. Blöd ist es dann, wenn man die Partybilder in den sozialen Medien teilt....

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Es war schon immer asozial sich infektiös krank zur Arbeit zu schleppen. In den heutigen Zeiten ist noch wesentlich asozialer.

Abgesehen davon, es geht niemanden etwas an, ob und wieviel ich krank bin. Auch steht es Kollegen nicht zu, über die Arbeitsfähigkeit von Kollegen zu dozieren. Die Feststellung der Arbeitsfähigkeit obliegt dem behandelndem Arzt und niemandem sonst...

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Was tun?
Ich bin Führungskraft und bin froh, wenn richtig erkältete Menschen zu Hause bleiben und sich auskurieren und nicht irgendwelche ständig meinen zu müssen sie seien die Helden, nur weil sie krank zur Arbeit kommen und mir dann 5 weitere Mitarbeiter anstecken!
Und man hat immer 1-2 Deppen in der Abteilung, die sich am liebsten freitags und montags krank melden, aber da fordere ich dann irgendwann für jeden Krankheitstag sofort eine AU...
Generell gilt: krank ist krank und kranke Menschen sollten nicht arbeiten!
Mein Mann zB wird auch schnell krank geschrieben, weil er eine Herz-OP hatte und er keine Herzmuskelentzündung bekommen soll. Man neigt ja dazu sich mehr zu verausgaben und irgendwann kommt der Hammer und man kippt um.
Denkst du der Chef steht dann am Grab und dankt dir für dein Engagament?
Ist jetzt mal bewusst etwas spitzer formuliert.

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Absolut korrekt! Ich habe mich früher auch total erkältet und mehr schlecht als Recht auf die Arbeit gequält. Dachte, was für ein fleissiges Bienchen ich doch bin. Ich muss dazu sagen, dass mir das von meiner Mutter so beigebracht wurde "immer arbeiten gehen, das gibt ein gutes Bild. Wenn es gar nicht mehr geht, lass dich nach Hause schicken aber geh dich vorzeigen"🙄 Ja früher war das wohl so.. ich habe so für meine Arbeit etwa 3 x länger als normal gebraucht.

Eines Tages war ich mit dem neuen, jungen Abteilungsleiter im Lift und hustete vor mich hin. Er quetschte sich am die am weitesten entfernte Ecke von mir und meinte völlig sauer "Was soll das wieso kommen Sie so überhaupt zur Arbeit?" Ich war ziemlich baff, hätte eher Dankbarkeit erwartet dass ich mich bemühe. Von diesem Moment an blieb ich ebenfall bei jedem Sch... zu Hause und weisst du was? Es geht mir viel besser so! Ich bin nach 2 Tagen schon wieder viel besser dran und erholter als vorher, wo ich es bis zu 2 Wochen mit mir rumschleppte.

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Super geschrieben. Unterschreibe ich voll.

Die meisten Infekte hatte ich von Kollegen, die sich krank zur Arbeit schleppten.
Krank schafften sie oft weniger, steckten noch mehr an.
Die verbliebenen hatten dann noch zusätzlich die Arbeit der Krankgemeldeten (die dann fit wieder kamen) und die der halb krank ich schlepp mich bis zum Umfallen hin.

Die, die dann umgefallen sind, fielen dann oft Monate aus. Wenn es sie dann mal umgehauen hat, dann dauerhaft.


Und ob man wegen Kleinigkeit oder größerem zu Hause bleibt, bindet man doch niemandem auf die Nase!
Personalabteilung bekommt die AU ohne Diagnose. Da ich gut mit den jeweiligen Personalern gestellt war (wusste, dass diese NICHT tratschen), habe ich dann auch ehrlich gesagt, wie die voraussichtliche Prognose ist, also was der Arzt einschätzt. Hinweis zur Diagnose nur, wenn es gepasst hat.

Kollegen bekamen auch schon mal Abfuhren. So, dass es noch ehrlich war, aber so, dass sie nichts konkretes erfahren haben. Es geht sie schlicht nichts an. Wer nur Verständnis hat, wenn man genauestens informiert ist UND es in die eigene Wertvorstellung passt, dem brauch ich nichts auf die Nase binden.

Personaler wurden durchaus schon mal direkt, indirekt, durch die Blume gefragt. Strikte Antwort: ICH weiß, was ICH wissen muss. SIE wollen doch sicher auch, dass IHRE Privatsphäre geschützt wird. Das fand ich immer gut :-)

Wie du schreibst, wer verdachtsnähernd blau macht, kann mit Konsequenzen rechnen. AU vorlegen lassen, Abmahnung (bei berechtigtem Verdacht/Nachweis) etc.

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Nein, bei uns haben sich in den letzten wintern so ziemlich alle mehr krank als gesund in die Arbeit geschleppt. Gut finde ich das nicht, denn da ist man weder effizient noch hilfreich, wenn man alle ansteckt.

Wir haben auch erst kürzlich darüber, wie das in diesem Winter laufen wird, da man ja mit Blick auf corona zum schutz der anderen auch bei kleineren eventuellen Anzeichen zu hause bleiben sollte und wir den zusätzlichen aspekt haben, dass wir regelmäßig zu Behörden müssen, wo man uns mit erkältungsanzeichen in diesem Jahr wohl auch gar nicht rein lassen würde, insofern wird das dieses Jahr wohl etwas anders laufen.

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Du als Kollege kannst nur bedingt etwas machen. Du kannst deinem Vorgesetzten dein Leid Klagen, dass so viel zu tun ist. Aber gegen unberechtigte Krankmeldungen vorgehen müssen dann eben sie, mehr kannst du nicht tun.
Maximal kannst du selber deine Kollegen ansprechen, aber da solltest du natürlich schon sicher sein, dass sie nur simulieren.