Steuerklassenwechsel während Elternzeit?

Hallo ihr Lieben,
Ich hoffe jetzt mal, dass sich von euch jemand steuerrechtlich auskennt.
Bin aktuell schwanger. Mein Mann arbeitet Vollzeit, ich 85%. Aktuell haben wir Steuerklasse 4/4 mit Faktorverfahren. Ich werde 36 Monate in Elternzeit gehen, wobei ich ab dem 15. Lebensmonat wieder Teilzeit während der Elternzeit arbeite mit nur 50%. Habe vor im Anschluss an diese Elternzeit weitere 24 Monate Elternzeit mit 50%-Teilzeit von Kind 1 anzuhängen. Werde also fast 5 Jahre lang bedeutend weniger verdienen als mein Mann, der ja weiterhin Vollzeit arbeitet.
Wäre es also sinnvoll während der Elternzeit in Steuerklasse 3/5 zu wechseln?

Danke für eure Antworten!

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Ist absolut egal, sie Steuerersparnis entsteht durch das Splittingverfahren und nicht durch die Steuerklassenwahl. 4 mit Faktor ist übrigens ideal.

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Steuern sparen werdet ihr dadurch nicht, am Ende nach der Steuererklärung kommt es eh aufs gleiche raus. Bei 3/5 habt ihr eventuell Monat für Monat etwas mehr raus, es könnte aber zu einer nachzahlung kommen.
Wenn es mit den monatlichen Ausgaben bei euch knapp wird könnte es sinnvoll sein zu wechseln, wenn ihr gut klarkommt dann nicht. Dann erfreut euch lieber an einer Nachzahlung 😊

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Mit der Wahl der Steuerklasse spart man keine Steuern,mit 3/5 erhält dein Mann deinen Steuerfreibetrag und du musst deinen Lohn ab dem ersten Euro versteuern. Ich würde nur sehr wenigen Frauen den Wechsel in die Steuerklasse 5 empfehlen, allein schon aus psychologischen Gründen. Wie oft höre ich von Freundinnen, dass es sich nicht lohnt arbeiten zu gehen/Stunden zu erhöhen weil sie in Steuerklasse 5 sind. Wichtig ist auch zu wissen, dass sich Arbeitslosen-und Kurzarbeitergeld am netto orientiert. Besteht also die Möglichkeit irgendwann arbeitslos zu werden oder in Kurzarbeit zu kommen(momentan leider nicht so abwegig) bekommt man deutlich weniger Geld. Ein Wechsel in 3/5 lohnt sich meines Erachtens nur wenn ein Partner gar nicht arbeitet (um gleich mehr netto rauszubekommen) oder um Lohnersatzleistung wie Elterngeld und Mutterschaftsgeld zu erhöhen.