Bufinanzierung, in Ehe und Lehre

Guten Tag liebe Leut,

Ich würde gern ein paar Tipps oder Erfahrungen von euch wissen. Unser Ziel ist es ein Einfamilienhaus finanziert zu bekommen. Wir haben uns bei der suche bei der Bank an einen Finanzvermittler gewendet.

Kurz: Einfamilienhaus (Reihenmittelhaus) 120m2Wohnfläche 359m2 Gesamt
Austattung/ Zustand: Hoch (komplett Saniert und moderniesiert 2018) BJ 1900
KP 240K€ nebenkosten ca 24K ( Eigenkapital 25K)

Mein Mann 35 J( angestellt) ich selbst 20J( Auzubi 2. Lehrjahr, Ende 08/2022) +gems. Kind 2J
Netto er 1800 und ich selbst 800 +219 Kindergeld für Kind und 221 für mich (bis Lehre beendet).
Sonderliche Ausgaben 2x Autoleasing a 162€ und 72€

Wir sparen Monatlich 1000 Euro


Unser Vermittler hat eine Bank gefunden (240K€)

Rate: 760€ jährliche Sondertilgung bis 5% möglich

Er ,, Nachrücksprache mit der Bank, ermöglichst sie euch 12 Monate Tilgungsfrei, die Bank erkennt Ausbildungsvergütung an" ( der Vermittler ist ein guter Ehemaliger Arbeitskolege vom Schwiegervater)

Nun Alles Eingereicht passt, nun das Große warten und Hoffen, das Alles so klappt.

Dazu kommt das ich noch zusätzlich eine Bescheinigung von meinen Arbeitgeber bekommen habe, das ich nach Ende der Lehre Übernommen werde ( Altenpflegfachkraft Diakonie)(Anfangs 2000Netto) haben keine Negativen Schufaeinträge.

Nun liest man meist nur im Internet das dies nicht möglich ist, in der Lehre eine Baufinanzierung zu bekommen,-Und somit kommen Zweifel auf ob der Finanzierungsantrag auch durchgeht. Ebenso ob uns der Vermittler ein Pferd aufgebunden hat. Er hat einen Monat gesucht. Die anderen Vermittler haben nach 1 Woche aufgegeben. Unser jetziger Arbeitet schon über 30 Jahre in der Brache.

Wie sind eure Erfahrungen?

Im Internet findet man leider nicht passendes🙄

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Hallo,

ich denke nicht, dass ihr bei so einem geringen Einkommen, Du dann auch noch in Ausbildung und noch ein Kind ein Kredit in dieser Höhe bekommt.
Selbst wenn irgendeine Bank das mitmacht, bezahlt ihr schon allein 1/3 Eures Einkommens als Abtrag. Hinzu kommen mindestens 300 € Nebenkosten pro Monat. Da bleibt nicht mehr viel hängen.

Ich würde noch warten, bis Du in einer Festanstellung bist. Hat Dein Partner denn die Chance demnächst mehr zu verdienen? Wenn Du nochmal schwanger werden würdest, könnte er mit seinem Minigehalt kaum den Abtrag stemmen.

2

Dein Partner hat jetzt nicht unbedingt ein Minigehalt, lass dir das nicht einreden. Hier bei urbia sind halt scheinbar alle Topverdiener.
Dennoch wird es in der aktuellen Situation vermutlich knapp und ich würde lieber noch etwas warten, bis du deine Ausbildung abgeschlossen hast. Mit zwei Gehältern ist das locker machbar.

3

Danke für die Anworten, vielleicht kennt jemand die situation und hat evtl gleiches erlebt?

In der Tilgubgsfreien zeit zahlen wir 300€ Zinsen. Die Mietkosten die wir im Moment haben sind auch fast 550€ , die nebenkosten für das Haus belaufen sich monatlich auf ca 2-300 Euro ( kenne die jetzigen Besitzer)

Natürlich müsste man das noch dazu und abkalkulieren von unseren monatlichen Ersparniss- Ertrag.

Mein Mann bekommt noch zusätzlich virteljährlich provesion gezahlt. Im Jahr belaufen sie sich um die 9t euro. Diese dürfen und werden nur nicht angerechnet. ( Als Verkäufer, find ich echt schon viel)
Ich bekomme auch staffelsteigerungen aller 2 Jahre. Also somit mehr.

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ganz ehrlich, ich glaube nicht, daß das jetzt klappt. das einkommen ist zu gering für 3 personen, noch dazu bist du noch in ausbildung. und von vorneherein mit tilgunsfreier zeit zu spekulieren - das erscheint mir doch sehr hoch gepokert.
wartet lieber, bis es finanziell möglich ist.

8

Ich glaube nicht, dass die Übernahmebestätigung deines Ausbildungsbetriebes viel aussagt. Du könntest immerhin in der Zwischenzeit noch einmal schwanger werden, die Ausbildung abbrechen oder nicht zum geplanten Zeitpunkt erfolgreich beenden usw. Aber ihr werdet sehen, wie die Bank entscheidet.
Wirst du nach Abschluss deiner Ausbildung in Vollzeit arbeiten? Wenn ja, habt ihr zu dritt ein schönes und ausreichendes Einkommen. Lass dich nicht demotivieren oder das Gehalt deines Mannes schlecht reden. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, das Haus für eineinhalb Jahre zu mieten und dann zu erwerben, wenn es mit der Bank besser passt.

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Sind die 240k ein üblicher Preis für so ein Haus bei Euch?
Falls ja würde ich warten, Eigenkapital aufbauen, Jobs sichern. 2-3 Jahre. Ihr könnt dann euer Risiko massiv senken. Denkt daran, dass ihr jetzt die Weichen stellt für einen Kredit den ihr viele Jahre abbezahlen werdet. Mehr Eigenkapital heißt mehr Sicherheit für Euch und die Bank. Ihr zahlt dann weniger Zinsen und steckt mehr in das Haus.

Ist es ein Schnäppchen und ihr steckt nicht gleich zu Anfang noch viel in das Haus, dann ist zumindestens das Risiko nicht so hoch falls es schief geht.

Mit Vermittlern aus dem Bekanntenkreis würde ich persönlich gar nichts anfangen. Dass andere Vermittler abgesprungen sind ist ein sehr schlechtes Zeichen, dass ihr ernst nehmen solltet.

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Nein, euer Einkommen ist viel zu niedrig.

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Dein AG kann dir viel ausstellen. Ob das am Ende so ist, weiß keiner.
Was, wenn ein 2 Kind kommt?

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Vielen Dank für die vielen Antworten und Meinungen. Wir warten ab und werden sehen, wie die Bank sich entscheidet. Ich gebe euch bescheid sobald ich eine Rückinformation bekomme.

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Es ist doch letztendlich egal, was euer Vermittler sagt. Sogar das was die Bank sagt, müsst ihr mit Bedacht nehmen. Die wollen einen Kredit verkaufen und wenn das Risiko tragbar ist, machen die das, denn die verdienen sehr gut daran.

IHR müsst für EUCH durchrechnen:

- wie hoch sind die monatlichen Raten
- wir hoch die monatlichen Nebenkosten für das Haus
- Instandhaltunsrücklage einplanen
- wie viel Netto habt ihr übrig

Die Raten müssen hoch genug sein, dass ihr den Kredit auch tilgt und nicht nur Zinsen zahlt (alles unter 2 % Tilgung ist kritisch). Dennoch dürfen sie nicht zu hoch sein, dass sie euch das Genick brechen. Ein Gehaltsverlust durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit sollte kurzzeitig aushaltbar sein, sonst sind sie zu hoch. Außerdem wollt ihr ja nicht nur für das Haus leben, sondern vielleicht mal Essen gehen, in den Urlaub fahren usw. Das sollte noch möglich sein.

Mit "was wäre wenn" würde ich nicht spekulieren. Es sollte sicher sein, dass du den Job antreten kannst und das ist es nicht.

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Sondertilgungsmöglichkeiten sind immer gut.
Wir haben unsere Raten auch eher niedrig angesetzt, können aber bis zu 10 % p.a. sondertilgen.

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Vielen Dank für den Ratschlag.

Wir habenuns das gut durchdacht, die optimalste Lösung für uns gefunden.die wir auch in ein paaren und leisten wollen und können. Auchfälle wie Krankheit, Schwangerschaft/ Elterngeld und co haben wir gut durchdacht und uns ausgerechnet.

Und stehen abgesehen von den 25k Eigenkapital mehr zu verfügung ( allerdings wollen wir diese zu sicherung für zb solche fälle oder reparaturen oder änliches als ,,Puffer" hinterlegen)

Auch die Situation das ich die Lehre aus welchen Gründen auch immer nicht schaffen sollte ( Krank, Prüfung nicht bestanden, SS und co) bin ich nach Abschluss des 2. LEHRajhres also die Teilnahme, Qualifizierte Altenpflegehilfe.

Das Gehalt ist Tariflich geregelt.

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Liebe susidiee,

du denkst zurecht über dieses Thema nach. Eure Situation ist höchst instabil und wenn ihr die Finanzierung bekommen solltet, führt die kleinste Sonderausgabe, Wegfall eines Einkommens oder ähnliches bei euch zu einer finanziellen Notsituation.

Darf ich fragen, wieso ihr einen Kreditvermittler nutzt? Habt ihr keine Hausbank (Volksbank / Sparkasse)? An eurer Stelle würde ich euch empfehlen, euch eine Hausbank zu suchen und euch von dieser zum Vermögensaufbau beraten zu lassen.

Ihr strebt eine 100% Finanzierung an mit 10% Eigenkapital für die Nebenkosten. Sollte eure Heizung defekt sein, oder das Dach kaputt gehen, habt ihr kein Eigenkapital mehr und euer Einkommen reicht auch nicht für einen Kredit.

Ihr solltet für ein Haus immer mit 2% Modernisierungsrücklagen rechnen, also grob 4.800€ pro Jahr oder 400€ pro Monat in eurem Fall. Könnt ihr diese 400€ pro Monat weiterhin sparen, wenn ihr in eurem Eigenheim wohnt?

Zudem müsst ihr euch gegen Jobverlust absichern. Dazu solltet ihr idealerweise die Fixkosten für 6-12 Monate gespart haben. Wenn ihr im Monat von 2.000€ lebt braucht ihr zu jeder Zeit mindestens 12.000€ Erspartes.

Das heißt, ihr solltet 36.000€ gespart haben, bevor ihr 24.000€ Eigenkapital in ein Haus investiert.

Die Ausgaben für den Kredit sollte. 35% eures Nettoeinkommens nicht übersteigen. 1.800€+800€ sind 2.600€ Nettoeinkommen. Somit könnt ihr euch maximal 910€ Ratenzahlung im Monat leisten. Das Kindergeld ist Selbstbehalt für die Kinder. So wird auch jede Bank rechnen. Die ziehen den Pfändungsfreibetrag von eurem Nettoeinkommen ab und schauen, was im Fall dass ihr Pleite geht, noch bei euch zu holen ist. Bei eurem aktuellen Einkommen würde die Bank auf dem Kredit sitzen bleiben und ihr seid keine attraktiven Kunden.

Ehrlich gesagt sehe ich auch, dass ihr mit 2x Autoleasing über euren Verhältnissen lebt. Ihr zahlt bestimmt pro Monat ca. 400€ für die Autos. An eurer Stelle würde ich das teurere Auto für 162€ Leasing zurückgeben und ein günstiges Auto für 1.000€ bar kaufen. Ihr verbrennt mit dem Leasing eine Menge Geld, dass ihr für euer Eigenheim sparen könntet.

Sucht euch bitte dringend einen guten Finanzberater oder eine Hausbank, die euch ein solides Finanzierungskonzept erstellt.

Du hast gar nicht geschrieben, was der effektive Jahreszins sein soll und bei welcher Bank das Angebot vorliegt. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass ihr ca. 2% effektiven Jahreszins zahlen werdet. Dann zahlt ihr alleine 4.800€ pro Jahr nur für die Zinsen ab. Eure Finanzierung läuft damit viel zu lange mit sehr hoher Zinslast. Bei eurer Berufswahl und mit anstehender Elternzeit werdet ihr keine Sondertilgung leisten können. In 10-12 Jahren endet dann eure Sollzinsbindung und ihr Zahlt vielleicht auf einmal 3-4% Zinsen. Dann seid ihr euer Haus wieder los und habt nichts Erspartes.

Dieser Finanzierungsplan ist euer sicherer Weg in die Armut. Legt eure 1.000€ im Monat lieber noch für 2-3 Jahre in ETF an und plant eine Finanzierung für in 3 Jahren zusammen mit eurer Hausbank.

Ich wünsche euch alles Gute!