Die Wahl zwischen zwei Arbeitsstellen

Hallo ☀️🍀

Da mein Risiko vorbei ist bei der Schwangerschaft geht mein Mann die letzten zwei Monate wieder arbeiten .

Jetzt hat er heute einen Anruf bekommen er hat sich vor ein paar Monaten für einen Büro Job beworben und die wollen ihn haben .

Er hat die Ausbildung auch dafür gemacht und wollte schon immer ins Büro es hat sich aber nie ergeben .
Das „Problem“ er würde weniger verdienen .

In seiner jetzigen Arbeit ist er im schichtbetrieb mit Nacht und nachmittags Schichten .
Er arbeitet dort auch 6 Tage die Woche .

Der Netto Lohn ist bei 2.700€
Bei den neuen Job wären es am Anfang 1.800€

Ich bin dafür das er den neuen Job annimmt da die andere Firma eine Produktion ist und es Schade ist weil er auch die Schule dafür abgeschlossen hat .

Mit dem Geld würden wir auskommen natürlich wäre es weniger aber wir hätten auch mehr Zeit .

War jemand in einer ähnlichen Lage ? Wie habt ihr euch entschieden

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Ich sage immer Geld ist nicht alles. Freizeit und Familienleben ist durch nichts aufzuwiegen. Wenn es finanziell passt, würde ich den Job nehmen.

Ihr solltet auch bedenken, das Schichtarbeit bis zur Rente wahrscheinlich körperlich nicht möglich ist

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Natürlich ist Geld nicht alles, aber wir reden hier von einer Differenz von 1/3 beim Nettogehalt!

900€ netto im Monat haben oder nicht haben... Das sind min. über 10.000€ im Jahr, die man nicht hat.

Mal abgesehen von Themen wie Rente. Wer wenig einzahlt, bekommt auch wenig raus.

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Ist das eine Teilzeitstelle bzw was ist das Job Profil für die Stelle und wie alt ist dein Mann?

Sorry, aber 1800€ netto ist ja ein Witz. Das ist doch das Gehaltsniveau einer Teamassistenz.

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Die Leute hier haben auch immer Vorstellungen…Einstiegsgehalt Sekretärin (Ausbildung erforderlich) Vollzeit brutto 2600, Steuerklasse 1, netto 1800.

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Nein das ist ein Vollzeitjob .
Er hat sich sogar bei anderen Stellen Beworben da war der Lohn noch niedriger .

Wir sind 24

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klar reicht es jetzt. aber reicht es auch mit Kind? wie sind die Aufstiegschancen? verdient er dann mehr? muss er Überstunden machen? werden die auch vergütet?
wird er in dem Schicht Job immer arbeiten müssen oder gibt es dort auch Chancen aufzusteigen?

klar wäre es schön einen job im Büro zu haben. der kann aber genauso stressig und zeitintensiv werden.
und natürlich ist geld nicht alles und es ist schön mehr zeit zu haben. schade nur., wenn man die zeit dann braucht um das geld 3x umzudrehen ob es noch bis ende des monats reicht

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Das Geld geht sich aus ja
Wir haben schon ein Kind es ist unser zweites .

Wir müssten nicht jeden Euro umdrehen .

Nein leider kann er dort nicht neben bei arbeiten und Aufstiegschancen gibt es in den alten Job nicht .

Hier gibt es Aufstiegschancen.
Icj meine man muss eben klein beginnen aber ich weis auch nicht .

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dann würde ich es machen. ein freund von uns hat mit 30 nochmal eine neue Ausbildung gemacht.
vorher hat er mehr verdient, musste aber härter arbeiten. jetzt hat er einen Bürojob und ist voll zufrieden.

und mit 24 hat er noch viel zeit sich hochzuarbeiten. lass dir nicht einreden wie viel er verdienen müsste oder sollte. solange das geld reicht ist glück wirklich wichtiger.

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6 Tage Woche und nur Nachmittag - und Nachtschichten sind nicht gerade familienfreundlich.
Ich schätze mal mit einer 5 Tage Woche und ohne Nachtzulage käme es nah an das Gehalt im Büro.

Für mich überwiegen die Vorteile im Büro.
Ich arbeite um zu leben, aber ich lebe nicht um zu arbeiten. An seinem freien Tag ist er wahrscheinlich kaputt, oder? Dann ist es das Geld nicht wert.

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Genau es sind die Nachtzulagen die den Lohn ausmachen .

Wenn er dort nur von 7-16:30 arbeiten würde wären es 1,800€ .

Ja er hat nur einen Tag frei und entweder muss er dann denn Sonntag um 22 Uhr los und die Woche drauf am Sonntag um 12 Uhr.
Also er ist wirklich fix und fertig und den Samstag was er frei hat kann er kaum genießen.

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Genau so dachte ich es mir auch.

Wenn du nach der Karenz auch wieder arbeitest, sehe ich kein Problem.
1800 als Einstiegsgehalt finde ich nicht schlecht ohne Berufserfahrung. Die Ausbildung hat er, die Erfahrung kommt.
Vielleicht gibt es auch Möglichkeiten aufzusteigen und mehr zu verdienen.
Ihr seid noch jung, da ist alles drin.

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Also sein jetziger Lohn erscheint mir auch zu gering für Schicht.
Dafür daß er auch gefühlt nie da ist.
Also wenn ihr mit weniger auskommt, dann würde ich die neue Stelle annehmen. Er hat sich ja auch bewusst dort beworben, obwohl er wusste das er weniger verdienen wird.

Also ich habe keine Schichten, und verdiene 2500€. Bin mittags zwischen 3-4Uhr daheim und habe nicht studiert.

Aber Zeit ist für uns viel wichtiger.

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Liebe Jasemina,

habt ihr eure Ausgaben gut im Blick? Wirst du nach der Elternzeit wieder arbeiten, wie hoch werden dann die Kinderbetreuungskosten sein?

Kann dein Mann zur Not wieder problemlos in die Produktion wechseln?
Für wie lang wird es bei 1.800 Euro netto bleiben? Gibt es Aufstiegschancen und sind diese gewollt?

Diese Fragen würde ich als erstes klären.

In der Tat standen mein Mann und ich vor etwa zwei Jahren an einem ähnlichen Punkt, jedoch mit einem großen Unterschied:

Wir sind kinderlos und werden es vermutlich leider auch bleiben.
Weiterer Unterschied ist, dass mein Mann bewusst einen 30h/w-Arbeitsvertrag eingegangen ist, wodurch der Lohnunterschied maßgeblich zustande kam.

Vorab haben wir bereits fast drei Jahre mit diesem damals noch fiktiven Lohnunterschied gewirtschaftet, sodass zum einen das Sparvermögen gestiegen ist und wir zum anderen sehen konnten, ob dieses Einkommen tatsächlich reichen würde. (An die Inflation haben wir damals nicht in der Form gedacht, wie sie heute herrscht. Es macht aber noch keinen großen Unterschied.)

Was ich bisher aus meiner Sicht sagen kann ist dass es eine der besten Entscheidungen war. Arbeitszeit ist halt auch Lebenszeit. (Gemeinsame) Zeit gilt für uns als eines der wichtigsten Kritierien unserer Beziehungsqualität.
Das merken wir einmal im Monat, wenn die 30 Stunden laut Schichtplan dann eben doch 40 Stunden sind. Hinzukommt ein Arbeitsweg von 2h und ein Arbeitsweg zurück von 1h. Außerdem arbeitet mein Mann Dauernachtschicht und jeden zweiten Sonntag den ganzen Tag über. Für viele passt dieses Modell nicht in ein Familienleben, für uns ist es sehr gut geeignet.

Jedenfalls ist diese wie wir sie nennen "schlimme Woche" genau die Woche, in der bedeutend weniger Interaktion statt findet als in all der anderen Zeit. Mittlerweile haben wir uns gut darauf eingestimmt. Es bestätigt, wie wichtig uns der Faktor Zeit ist und all die anderen Wochen, auch die eine freie Woche lt. Schichtplan pro Monat sowie alle zwei bis drei Monate eine Urlaubswoche an die freie Schichtplanwoche rangehängt entschädigt die "schlimme Woche".

Was die letzten zwei Jahre auch gezeigt haben ist, dass kaum etwas wertvoller ist als einen Job zu haben mit dem man sich wohlfühlt. In über 12 Jahren Beziehung gab es nie so eine Arbeitsstelle, die so gut gepasst hat. Das wirkt sich natürlich auch positiv aus.
Besonders weil ich mich noch gut an die Zeiten erinnern kann, wo der Sonntag schon ein mentaler Horrotag war, weil Montag wieder die Arbeit beginnt.

Es kommt am Ende also ganz auf eure Wahrnehmung, euren Erwartungen und darauf, welche Prioritäten ihr setzt, an.

Wahrscheinlich wird dir hier der Begriff *Altersvorsorge* begegnen. Daher noch kurz ein Wort dazu:
Für mich ist das ohnehin wenig von Belang aus Gründen, die ich hier nicht erläutern werde. Für meinen Mann hingegen schon. Auch hier gibt es Modelle, Konzepte, Ideen, die von "Ich rechne mit Altersarmut" bishin zum ausgeklügelten, super perfekten Vorsorgeplan reichen.
Hier würde ich auf jeden Fall den einen oder anderen Gedanken zu lassen, was euch in den Sinn kommt und wie mögliche Strategien aussehen könnten.

Fazit: Für uns, mit unseren Lebensbedingungen und -vorstellungen, hat sich der ähnliche Lohnverlust bislang gelohnt. Aber eben auch, weil wir nur füreinander die Verantwortung tragen. Und wahrscheinlich auch, weil wir von Natur aus mit "wenig" sehr zufrieden sind.
Für uns fühlt sich eine gemeinsame freie Woche ohne nennenswerte Verpflichtungen zu Hause genauso an wie für andere eine Woche All Inclusive Urlaub. Das ist, was wir von Natur aus mitbringen, und was wir vorher (!) herausgefunden und getestet haben. Wir bringen auch mit, dass wir uns noch nie ernsthaft über Geld streiten mussten. Größere Anschaffungen oder Wünsche konnten immer besprochen und meist auch realisiert werden.
Wir haben keine Schulden bis auf einen Studienkredit, der monatlich locker getilgt wird.
Wir sind nicht angewiesen auf ergänzende Sozialleistungen, auch wenn wir rechnerisch ganz knapp sogar berechtigt wären.

Betrachte meinen Beitrag also bitte als Gesamtschau und versuche auch bei euch möglichst viele Szenarien in die Entscheidungen einfließen zu lassen.

Fakt ist auch: Ihr seid jetzt jung, geistig und körperlich fit. Ihr erlebt jetzt, für euer Kind sorgen zu dürfen und dieses bestmöglich zu begleiten. Dazu braucht es nicht nur Zeit, sondern auch ausreichend Einkommen.

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Während ich meinen Beitrag geschrieben habe, wurden über 20 weitere Beiträge verfasst und aus dem heraus kann ich nur sagen:

Versucht es.

Dein Mann scheint genauso zu ticken wie meiner, was "Freizeit vs. Arbeit" anbelangt. Ich kenne diese freien Tage, an denen man gerne etwas unternehmen würde, aber die einzige Unternehmung, die blieb, war Ausruhen.

Und zu 1.800 Euro Nettogehalt. Ja, es ist wenig. Das zeugt aber nicht davon, dass dein Mann noch nicht ausreichend qualifiziert wäre, sondern einfach nur, wie normale Arbeit an sich bezahlt wird im Vergleich zu den regulären Ausgaben.
Das ist, wenn überhaupt, ein Fehler des Systems und kein Fehler deines Mannes.

Ihr seid noch so jung. Es wird nicht bei 1.800 Euro bleiben. Und überhaupt finde ich es super toll, dass dein Mann erkannt hat, was ihn unglücklich macht (Produktionsarbeit) und sich erfolgreich neu orientiert hat.
Es kommen ja auch noch Elterngeld und Kindergeld hinzu und so lange es für eure Bedürfnisse reicht, gibt euch diese Chance. Ein Zurück in die Produktion wird vermutlich im Notall auch möglich sein.

Ich freue mich für euch! Genießt eure Zeit <3

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Ich würde den Bürojob nehmen:
- Bessere Arbeitszeit
- Bessere Planbarkeit
- Mehr Zeit für Familie
- Aufstiegschancen!

Ja, im ersten Moment ist es weniger aber durch Fortbildungen kann er sicherlich bald mehr verdienen oder mit bestehender Berufserfahrung den Arbeitgeber nochmal wechseln. Für die Zukunft ist es bestimmt die bessere Wahl.

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Hallo,
wenn es finanziell für euch ausgeht damit - dann JA, soll er den Job annehmen.

Ich würde raten: man muss nicht reich werden, es muss halt langen für´s Leben, Geld ist nicht alles, eine ARbeitsstelle die Freude macht ist wichtig.
Lass dich von mancher blöden Antwort hier nicht verunsichern.

Wenn es dort Möglichkeiten gibt, finanziell aufzusteigen - warum nicht.

Persönlich finde ich 1800 € zwar nicht viel für eine 4-köpfige Familie, aber ihr müsst wissen, ob ihr damit auskommt.

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Wenn ich auf meine Umgebung gucke und sehe, dass das hier allein fast für ne Miete draufgehen müsste, schlucke ich schon, aber ihr allein müsst wissen, ob es reicht.

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So hohe Mieten ?
Wahnsinn bei uns in Österreich sind die Mieten zwar auch sehr hoch aber so hoch nicht .

Wir haben jetzt eine 120qm Wohnung und zahlen 850€ warm .

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Wir haben 81qm zu viert und zahlen 1200 warm.
120qm würden hier bei über 2000 Euro warm liegen. Unmittelbares Hamburger Umland. Deswegen bauen wir.

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