Mit 31 nochmal soziale Arbeit ohne Abi

Hallo Zusammen,
Ich bin Industriekauffrau und habe ca. 10 Jahre in dem Beruf gearbeitet.
Ich bin da so reingerutscht.
Mein Lebensziel war immer Ehemann und Kinder. Mir wurde mehr oder weniger vermittelt, dass das meine Bestimmung ist und wenn ich das erreicht habe, dann bin ich Glückselig. Naja ich bin sehr Glücklich mit meiner Familie und liebe sie über alles aber 2 Kinder reichen mir und nun wird mir klar, dass ich „mehr“ bzw etwas anderes will als einfach nur Hausmütterchen sein. Ich denke jetzt das erste mal so richtig nach was ich möchte. Neben meiner Familie natürlich. Und weiter in meinem alten Beruf sehe ich mich einfach nicht. Er hat mir schon Spaß gemacht aber wenn ich Jahre weiterdenke, dann sehe ich mich nicht dort.
Nach diversen rumgegoogele kann ich mir vorstellen als Sozialarbeiterin zu arbeiten.
Bzw fühlt sich das sehr richtig an.
Ich möchte Verantwortung und etwas bewirken. Bzw möchte ich das meine Anstrengungen Menschen und Kindern zugute kommen und nicht nur dem Führungspersonal eines Unternehmens.
Lange rede… Leider habe ich nie Abitur oder Fachabi gemacht. Weiß jemand ob ich erst eine Asubiödung zur Erzieherin machen kann und dann soziale Arbeit studieren kann? Oder ob es einen anderen (kürzeren) Weg gibt? Ich könnte natürlich die Fachhochschulreife an einer Abendschule machen aber der Inhalt einer Erzieher-Ausbildung sagt mir eher zu.
Und meint ihr es lohnt sich mit 30 bzw 31 noch? Mein jüngster ist jetzt 5 Monate und ich würde mit einer Weiterbildung / Umorientierung gerne ab Sommer beginnen. Dann ist der kleine ein Jahr alt und kann leichter von Papa betreut werden wenn ich abends in der Schule bin…

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Du musst noch mindestens 36 Jahre arbeiten!
Das ist länger als du alt bist und mehr als dreimal länger als das was du bisher gearbeitet hast ..
...
Das müsste die Frage beantworten, ob sich das lohnt.

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Warum sollte es sich nicht lohnen?

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Ja klar lohnt sich das. Du hast noch 36 Jahre bis zum regulären Renteneintritt. Wenn dich es dich nicht befriedigt, nicht zu arbeiten, solltest du einer Arbeit nachgehen. Andernfalls wirst du irgendwann unglücklich werden.

Jede Uni hat eine Studienberatung. Dort kannst du nachfragen, ob du die Voraussetzungen für den jeweiligen Studiengang erfüllst oder was du tun musst, um sie zu erfüllen.

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Wieso kann der Papa den nicht vor einem Jahr betreuen?

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Kann er und tut er zwischendrin aber länger als 2-3 Stunden ist noch nicht stressfrei möglich. Ich stille voll und mini wird ungemütlich wenn er nicht alle zwei Stunden Milch bekommt aktuell. Aber das ist okay für mich. Um ehrlich zu sein möchte ich das erste Jahr auch nutzen um mich um den kleinen (und großen) zu kümmern und wieder zu mir selbst zu finden.

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Die Frage ob es sich lohnt, kann man verschieden auslegen. Aus finanzieller Sicht, wird es sich nicht lohnen, du wirst viele Jahre verlieren in denen du wenig bzw. gar nichts verdienen wirst und sogar noch für das Studium zahlen musst. In diesen Jahren könntest du „gutes“ Geld verdienen. Und du kannst als Industriekauffrau, auch weit mehr verdienen, als eine Sozialarbeiterin. Aber aus persönlicher Sicht, lohnt es sich schon, wenn dich dieser Berufszweig mehr erfüllt. Du hast ja noch viele Jahre vor dir und einen Job zu machen der einen nicht erfüllt, macht auf Dauer auch unglücklich und krank.

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Gerade mal gegooglet. Das dürfte doch alle Probleme lösen.

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Und hier...

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Danke für deine Antwort.
Gefunden hatte ich das natürlich auch aber ich mache mir Gedanken ob ich mit einem Fernstudium auch einen Job finde? Ich habe aus meinen Umfeld gehört, dass es sowieso nicht so einfach ist etwas zu finden (ohne Berufserfahrung) . Ich werde mich da nochmal informieren.
Ich mache im Notfall auch mein Fachabi nach.

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Wenn du es dir wünschst, warum denn nicht?! :-)

In Bielefeld und ohne Abitur oder Fachabitir möglich:
https://www.fh-diakonie.de/.cms/studienbelastung_reduzieren/studieren_ohne_abitur/584

Kostet allerdings 400 € im Monat...

War jetzt nur mal ein Beispiel :-)

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Werde doch Tagesmutter. Kurze Ausbildung, selbständige Arbrit und freie Zeiteinteilung, gute Vereinbarkeit mit der eigenen Familie. Und dann nebenberuflich ein Studium. Soziale Arbeit, Pädagogik. Es wird viel angeboten. Ob als Fernstudium oder auch teilweise vor Ort bzw. in den umliegenden Städten.

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Finanziell gesehen lohnt es sich nicht. Ob es sich für dich persönlich lohnt, musst du wohl selbst entscheiden.
Ein Kumpel von mir hat jetzt mit 36 seinen Bachelor in soziale Arbeit abgeschlossen und dann das Anerkennungsjahr gemacht.
Seine Chefin war dann blöd, das Team nicht so toll und er konnte nicht so arbeiten, wie er sich das gewünscht hatte.
Und weil der Lohn echt wesentlich geringer als von seiner Selbstständigkeit ausfällt, ist er nun dabei geblieben und hat die soziale Arbeit erstmal an den Nagel gehängt…