Minusstunden bei tageweise Krankheit

Hallo zusammen,

ich habe kürzlich einen neuen TZ Job angefangen mit 15h Pro Woche an 3 Tagen.
Im Zeiterfassungssystem ist das jedoch anders hinterlegt.
Also nicht
Montag 5h, Dienstag 5h, Mittwoch 5h, Donnerstag 0h und Freitag 0h
Sondern: Montag - Freitag je 3h Sollzeit.
Dadurch habe ich an den 3 Arbeitstagen quasi immer 2 Überstunden, die dann für Donnerstag und Freitag abgezogen werden. Hoffe ihr versteht was ich meine.

Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass es so gehandhabt wird, da abrechnungstechnisch einfacher.

Jetzt hatte ich letzte Woche den Fall mit Kind krank. So, Kind Montags in der Kita gefiebert, zum Arzt und Krankschreibung bis Mittwoch, da ich Donnerstag und Freitag ja nicht arbeiten muss.
Heute komme ich auf die Arbeit und habe von letzter Woche 6 Minusstunden,da für eine Krankmeldung auch nur die 3h Sollzeit pro Tag gebucht werden.

Ich verstehe das System dahinter, aber es ist doch nicht fair?
Wenn mein Kind also krank wird müsste ich mich direkt die ganze Woche mit krank schreiben lassen, damit ich keine Minusstunden bekomme, habe dann aber direkt 5 Kind krank Tage verbraucht und nicht nur 1/2/3.

Gleiches gilt natürlich auch bei eigener Krankheit. Da müsste ich auch direkt die ganze Woche krank sein, da ich sonst Nachteile habe.

Weiß jemand ob das so rechtens ist? Oder läuft es bei euch genauso?

Liebe Grüße

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Genau die Diskussion hatten wir hier schonmal.

Rechtlich sauber ist es nicht, nein. Eigentlich müssen deine Tage im Arbeitsvertrag festgehalten und auch in der Zeiterfassung korrekt eingetragen werden.
Dein Arbeitgeber ist aber nicht der einzige, der es so handhabt - es hat Vor- und Nachteile. Beispielsweise wirst du für Karfreitag 3 Stunden Gutschrift erhalten, für Ostermontag aber auch nur 3 Stunden statt 5. Insgesamt kriegst du so für Ostern eine Stunde geschenkt.

Hast du wenigstens so viel Urlaub wie wenn du 5 Tage arbeitest? Wenn die Urlaubstage stimmen und du richtig planst ab jetzt, sollte es für dich Insgesamt nicht unbedingt nachteilig sein. Ab jetzt reichst du halt auch für Do/Fr Krankschreibungen ein und gut. Wenn du mal erst Mittwoch zum Arzt gehst und dich bis Freitag krank schreiben lässt, machst du so sogar Plus Stunden. Für die verbrauchten Kindkrank-Tage ist es natürlich blöd.

Als Fazit: du kannst theoretisch darauf bestehen, dass es geändert wird, weil es so nicht korrekt ist. Wenn es für den Arbeitgeber aber so praktischer ist und du dich nicht unbeliebt machen möchtest, würde ich mir gut überlegen, ob es mich wirklich so sehr stört und mir das wert ist.

Bearbeitet von Imalya
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Hallo,

Wenn in Deinem Arbeitsvertrag steht dass Du 3 Tage die Woche arbeitest bei 15h ist es nicht rechtens. Wenn aber im Vertrag nur eine Wochenarbeitszeit von 15h angegeben ist und nicht extra erwähnt wird dass es eine 3 Tage Woche ist dann ist es korrekt mit den Minus Stunden. Schau mal in Deinen Vertrag wie es formuliert ist, denn auch der Urlaub rechnet sich danach.

LG
Sunny

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Was spricht dagegen, dass du Donnerstag und Freitag arbeiten gehst, wenn du bis Mittwoch krank geschrieben warst und dort die Stunden nachholst, die du wegen Kind krank nicht leisten konntest?

Was steht denn in deinem Vertrag? Kann gut sein, dass es ein Entgegenkommen ist, dass du deine Stunden an 3 Tagen abhalten kannst, aber es eigentlich per Gleitzeitregelung andes gewünscht ist?

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Ich habe freitags frei und bei mir ist es genauso. Finde das aber auch ok, ich trage zum Beispiel auch freitags Urlaub ein wenn ich eine Woche frei habe. Dafür habe ich auch genauso viele Urlaubstage zur Verfügung wie die VZ Kollegen. Wenn ich oder das Kind krank sind lasse ich die krankschreibung bei Bedarf dann einschließlich Freitag ausstellen, weil ich sonst freitags Minusstunden habe.

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Es kommt wie gesagt darauf an, wie es in deinem Vertrag formuliert wurde. Bei meinem AG werden die Arbeitsstunden grundsätzlich auf eine 5-Tagewoche verteilt. Wie man seine Stunden dann wirklich ableistet klärt man nach den Bedürfnissen der jeweiligen Abteilung.

Ich habe bei 15 Stunden 2 Tage gearbeitet, für gewöhnlich Mi und Do. Für die übrigen 3 Tage musste ich dann Gleittage angeben. Natürlich war es immer dann blöd, wenn meine Tochter mittwochs krank wurde. Da waren Montag und Dienstag ja schon abgezogen. Aber in Wochen mit Feiertagen bin ich auch immer 2 Tage arbeiten gewesen und habe dadurch mehr Stunden gemacht als nötig. Eigentlich hat sich das im Laufe der Jahre immer gut die Waage gehalten. Ich war sogar immer eher im Plus.

Natürlich hatte ich bei diesem Modell die gleiche Anzahl an Urlaubstagen wie eine Vollzeitkraft und musste für eine ganze Woche Urlaub auch 5 Tage angeben. Ebenso sollte man Krankheit schon dann melden, wenn sie auftritt und nicht erst, wenn man los müsste und die AU bzw. Bescheinigung fürs Kind auch immer über die Tage laufen lassen, an denen man eigentlich nicht arbeitet.

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Das ist hier genauso. Hat Vor- und Nachteile. Für doch ist nun eine Lesson Learned: nie bis Mittwoch, immer bis Freitag krankschreiben lassen!

Wenn man sich daran gewöhnt hat ist es ein gutes und logisches, System- du kannst damit auch einfacher mal tauschen, wenn du am Montag einen Termin hast, am Donnerstag kommen etc.

Vorteile, die du z.b. durch dieses System hast: Du bekommst auch alle Feiertage, die an einem Donnerstag oder Freitag liegen (und das sind grad im Mai einige!) gutgeschrieben. Also hast du zb. in der Woche mit Karfreitag automatisch Überstunden , dafür musst du in der Woche mit Ostermontag gucken, weil du für den Montag nur 3 Std gutgeschrieben bekommst.