Erneut schwanger während ElterngeldPlus Bezug und Erwerbstätigkeit

Hallo zusammen

Ich habe eine Frage und brauche Rat. Ich scheine nicht ganz durchzublicken was am Sinnvollsten ist.

Mein Sohn wurde am 23.07.23 geboren und nun bin ich unerwartet schwanger.
Ich habe nach Mutterschutz gleich mit 20 Stunden/ Woche gearbeitet und ElterngeldPlus bezogen. Soweit so gut.
Was macht nun jetzt mehr Sinn: meinem Arbeitgeber meine Schwangerschaft mitteilen und damit riskieren ins BV zu komme ? Bekomme ich dann aber immer noch EG Plus? Oder soll ich in Basis Elterngeld umwandeln? Dann würde ich aber jeden Monat 800 € weniger erhalten! Ich würde dann ja nicht mehr arbeiten dürfen.
Oder soll ich einfach Vollzeit anmelden um dann wenigstens nach dieser Geburt gutes Elterngeld zu erhalten?

Was denkt ihr? Oder habe ich etwas Falsch verstanden? Mein neuer ET ist der 09.02.25

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Was du schonmal nicht darfst ist die Elternzeit für ein BV abzubrechen. Vollzeit wird also nichts werden. Bei Elterngeld+ darfst du ja meine ich maximal 32h arbeiten.
Wenn du aber in einem Beruf arbeitest, wo es ein BV gibt, dann solltest du deine Schwangerschaft natürlich auch frühzeitig mitteilen. Du müsstest dann eigentlich bis zum Mutterschutz das selbe Geld bekommen wie jetzt auch.

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Danke für deine Antwort.
Es geht mir beim Vollzeit nicht um ein BV sondern damit ich ein vernünftiges Gehalt erzielen kann für die neue Elterngeldberechnung. Soweit ich das verstanden habe, zählt für die neue Elterngeldberechnung nur mein Teilzeitgehalt ohne dass EG Plus. Im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass mein Elterngeld deutlich niedriger ausfällt, wie mein jetziges . Mehr Arbeit bringt in dem Fall nichts, da das EG deutlich gekürzt wird.
Wenn ich aber auf Basis Elterngeld umstellen, erziele ich ja dann gar kein Gehalt mehr. Verstehst du, was ich meine?

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Wenn dh aber sehr wahrscheinlich ein BV bekommen wirst, darfst du eben nicht deine Elternzeit beenden, damit du dann Vollzeit gar nicht arbeitest, sondern ein BV bekommst.

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Ich würde an deiner Stelle den Arbeitgeber direkt informieren. Auch wenn du dann ins BV kommst, bekommst du weiterhin EG Plus zu deinem normalen Gehalt dazu. Da hast du nichts zu verlieren!
So wie ich es sehe, beginnt dein Mutterschutz im Dezember. Du solltest also alle verbleibenden Eg Plus Monate so in Basis umändern, dass du dein komplettes Eg verbraucht hast bis Dezember, sonst verschenkt du Geld. Mit Basis + Gehalt sollte es trotzdem insgesamt mehr sein als Eg Plus + Gehalt. Du darfst auch bei Basis bis zu 32 Stunden arbeiten, es wird nur mehr angerechnet vom Gehalt.

Zuletzt kannst du für die neue Elterngeldberechnung 14 Monate nach der Geburt des ersten Kindes ausklammern. Heißt für dich, es zählen nur 2 Monate (!), nämlich Oktober und November, mit deinem Teilzeitgehalt für die Berechnung des ELterngeldes. Alle anderen Monate zählen von vor Geburt Kind 1. Dein Elterngeld dürfte dadurch kaum geringer ausfallen als beim ersten Mal, auch durch den Geschwisterbonus.

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Super vielen Dank! Ich hab’s verstanden.
Ist es sicher, dass man bei Basis Elterngeld auch was dazu verdienen kann? Ich war nämlich der Meinung, dass man das gar nicht darf.

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Doch, du darfst immer bis maximal 32 Stunden arbeiten. Aber je mehr Geld du Verdienst, desto mehr Elterngeld wird dir natürlich abgezogen bei Basiselterngeld.

Bei EG plus wird weniger abgezogen, weil du ja eben nur die Hälfte monatlich hast.

Aber der Mindestsatz von 300 Euro Basiselterngeld bleibt immer bestehen.

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