Karfreitag

Ich wünsche euch einen gesegneten Karfreitag!

Hier ist ein Impuls für den höchsten christlichen Feiertag:

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Als sie zu der Stelle kamen, die »Schädel« genannt wird, nagelten die Soldaten Jesus ans Kreuz und mit ihm die beiden Verbrecher, den einen links von Jesus, den anderen rechts. Jesus sagte: »Vater, vergib ihnen! Sie wissen nicht, was sie tun.« Dann losten die Soldaten untereinander seine Kleider aus. Das Volk stand dabei und sah bei der Hinrichtung zu. Die Ratsmitglieder verhöhnten Jesus: »Anderen hat er geholfen; jetzt soll er sich selbst helfen, wenn er wirklich der ist, den Gott uns zum Retter bestimmt hat!« Auch die Soldaten machten sich lustig über ihn. Sie gingen zu ihm hin, reichten ihm Essig und sagten: »Hilf dir selbst, wenn du wirklich der König der Juden bist!« Über seinem Kopf hatten sie eine Aufschrift angebracht: »Dies ist der König der Juden.« Einer der Verbrecher, die mit ihm gekreuzigt worden waren, beschimpfte ihn: »Bist du denn nicht der versprochene Retter? Dann hilf dir selbst und uns!« Aber der andere wies ihn zurecht und sagte: »Nimmst du Gott immer noch nicht ernst? Du bist doch genauso zum Tod verurteilt wie er, aber du bist es mit Recht. Wir beide leiden hier die Strafe, die wir verdient haben. Aber der da hat nichts Unrechtes getan!« Und zu Jesus sagte er: »Denk an mich, Jesus, wenn du deine Herrschaft antrittst!« Jesus antwortete ihm: »Ich versichere dir, du wirst noch heute mit mir im Paradies sein.« Es war schon etwa zwölf Uhr mittags, da verfinsterte sich die Sonne und es wurde dunkel im ganzen Land bis um drei Uhr. Dann riss der Vorhang vor dem Allerheiligsten im Tempel mitten durch, und Jesus rief laut: »Vater, ich gebe mein Leben in deine Hände!« Mit diesen Worten starb er. Als der römische Hauptmann, der die Aufsicht hatte, dies alles geschehen sah, pries er Gott und sagte: »Wahrhaftig, dieser Mensch war unschuldig, er war ein Gerechter!« Auch all die Leute, die nur aus Schaulust zusammengelaufen waren, schlugen sich an die Brust und kehrten betroffen in die Stadt zurück, nachdem sie gesehen hatten, was da geschah.
(Lukas 23,33–48)

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Wenn die Römer einen Sklaven oder Aufständischen hinrichteten, nutzten sie meistens die Kreuzigung. Sie ist eine besonders grausame und entehrende Hinrichtungsmethode.
Ein gekreuzigter Mensch stirbt Glied für Glied. Jesus stirbt am Kreuz. Und auch für mich.

Bitte für andere
Jesus bittet für die Juden, die ihn verurteilt haben, und für die Römer, die ihn hinrichten. Er zeigt, was es heißt, seine Feinde zu lieben. Jesus entschuldigt sie sogar. Sie wissen nicht, dass sie den Retter der Welt kreuzigen.
🙏🏻 Bin ich bereit, die Leute zu lieben, die mir Böses wollen?
🙏🏻 Bin ich bereit, Menschen zu entschuldigen, die mir Böses tun?

Spott
Juden und Römer machen sich über Jesus lustig. Der überall erzählt, dass er der Sohn Gottes ist und jetzt hängt er am Kreuz. Wie kann man anders reagieren, wenn der König und Retter der Welt hingerichtet wird, als mit verzweifeltem Spott. Doch Jesus erträgt es geduldig. Die Menschen können sich einen Retter vorstellen, der sich egoistisch selbst rettet, aber keinen Retter, der aus Liebe für andere stirbt.
🙏🏻 Wo spotte ich über Gott, weil er sich anders zeigt, als ich es erwarte?
🙏🏻 Wo verzweifle ich, weil ich Gott nicht verstehe?
🙏🏻 Wo spotte und urteile ich über andere Menschen, weil ich nicht verstehe, wie sie handeln?
Auch einer der Verbrecher verspottet Jesus. Not bringt uns entweder zum Beten, oder zum Spotten und Fluchen.
🙏🏻 Wie reagiere ich, wenn es mir schlecht geht? Bringe ich meine Ängste und Sorgen vor Gott? Oder wende ich mich von ihm ab und schimpfe?

Einmischen
Der zweite Verbrecher mischt sich ein. In der Dornenkrone, die Jesus trägt, erkennt er die Königskrone. Er bezeugt, dass Jesus nichts Falsches getan hat. Er weiß, dass er die Strafe verdient hat. Weil er seine Fehler kennt, erkennt er, wer Jesus wirklich ist.
🙏🏻 Bin ich bereit, meine Fehler zuzugeben?
🙏🏻 Bin ich bereit, Gott zu verteidigen?

Vertrauen
Der Verbrecher bekennt, das Jesus der König ist. Er wagt es nicht, Jesus um mehr zu bitten, als an ihn zu denken. Doch er vertraut, dass Jesus ihn aus seiner Schuld und Verlorenheit rettet. Jesus heißt: der HERR (Gott) hilft. Und Jesus verspricht ihm, dass er noch heute im Paradies sein wird. Nur seine Gnade rettet den sterbenden Verbrecher. Er wird gemeinsam mit Jesus im Paradies sein.
🙏🏻 Bin ich bereit, Gott völlig zu vertrauen, auch wenn die Lage aussichtslos erscheint?
🙏🏻 Bin ich bereit, mich in meiner Angst an Gott zu wenden und zu ihm zu kommen?

Beten
Jesus stirbt, während er Psalm 31 betet. Dort heißt es: Ich gebe mein Leben in deine Hände. Du hast mich gerettet, Herr, du treuer Gott.
🙏🏻 Bin ich bereit, mein ganzes Leben in Gottes Hand zu geben?

Lob
Der Hauptmann lobt Gott, als Jesus stirbt. Er erklärt jetzt, dass Jesus unschuldig ist. Indirekt bekennt er, dass Jesus Gottes Sohn ist. Das Verhalten von Jesus am Kreuz und beim Sterben hat auf einen abgehärteten heidnischen Hauptmann einen gehörigen Eindruck hinterlassen.
🙏🏻 Bin ich bereit, mich von Gott überraschen zu lassen? Bin ich bereit, mich von ihm beeindrucken zu lassen?

Reue
Auch die anderen Menschen zeigen, dass sie bereuen und traurig sind.
🙏🏻 Bin ich bereit, mich korrigieren zu lassen?

Der Retter stirbt und die Menschen wissen nicht, dass er der Retter ist. Am Kreuz kommt Gottes Plan zum Ziel. Wir spüren ein Stück der Ewigkeit. Das Reich Gottes und die Welt treffen sich am Kreuz in Jesus, dem König der Juden

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Schweigen müssen nun die Feinde vor dem Sieg von Golgatha. Die begnadigte Gemeinde sagt zu Christi Wegen: Ja! Ja, wir danken deinen Schmerzen; ja, wir preisen deine Freu; ja, wir dienen dir von Herzen; ja, du machst einst alles neu. (Friedrich von Bodelschwingh)

Hier ist noch ein Lied für euch:
https://www.youtube.com/watch?v=CvoYa3k8OhA