19 Monate und nachts 3 Stunden wach...

Hallo Ihr Lieben,

ich schreibe hier fuer meine ungarische Freundin, die leider eine Seite wie urbia in ihrer Sprache nicht kennt.

Ihr Problem ist Folgendes:
Die Tochter Romy ist 19 Monate und sie schlaeft in ihrem Bettchen, welches noch im Schlafzimmer steht. Sie wird in letzter Zeit zw. 0:30 und 3:00 Uhr wach und weint bzw. schreit bis zu 2-3 Stunden lang. Entweder laesst meine Freundin sie weinen oder sie steht auf, legt die Kleine hin und das macht sie dann so alle 10 min. Sie hat sie auch schon fuer eine Stunde am Stueck weinen lassen, aber Romy beruhigt sich trotzdem nicht. Diese Woche hat meine Freundin die Kleine ein paar mal (nach Stunden) zwischen sich und ihren Mann gelegt, aber da ist sie unruhig und waelzt sich nur rum.
Warum meint ihr, wird die Kleine ploetzlich immer wach und weint stundenlang? Wird es Zeit, sie an ihr eigenes Zimmer zu gewoehnen und was macht ihr, lasst Ihr Eure Kinder weinen, haltet Ihr sie etc.?

Im Namen meiner Freundin: Vielen Dank.

L G, Julia.

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das ist so eine Frage auf die es verschieden Antwortmöglichkeiten gibt.
Unser Kia hat mir empfohlen, ich soll den Kleinen schreien lassen, immer ein paar Minuten, dann wieder hingehen und beruhigen, dann wieder weggehen, bloß nicht hochnehmen dazwischen.
Das aber kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Lieber sitze ich halt ein paar Stunden nachts da und so ist es leider auch bei uns seit Monaten schon. Nur ich habe sehr viele Berichte gelesen, bei denen der Schuss nach hinten los ging. Die Kinder machten dann tagsüber auch Theater, wenn die Mama kurz aus dem Zimmer ging, weil sie so eine Panik hatten verlassen zu werden und das brauche ich nicht!
Man sagt auch, dass Kinder zwar irgendwann erschöpft einschlafen, wenn man sie schreien lässt, aber der Stresslevel ist dann so hoch, dass der Herzschlag erhöht ist, die Atmung zu schnell wird und dass sie sehr oft erwachen und dass sich das auf Dauer negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Außerdem können sie das Vertrauen verlieren.
Ist halt so eine Sache, ob man das macht oder nicht. Mein Kind ist sehr sensibel und ich könnte ihn nie schreien lassen, auch wenn ich so manche Nacht selber total verzweifelt bin, weil ich einfach nicht mehr kann.
Er braucht mich, dann geh ich zu ihm......so ist das für mich.
Lg

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Hallo,

danke fuer die Antwort. Ich verstehe Dich und koennte die erste Variante auch nicht durchfuehren. Dir alles Gute,

Julia.

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Sowas kenn ich von meiner Großen. Sie träumt irgendwas, aber ist nicht wach. Bei uns war es aber beim Mittagsschlaf.

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wenn meine kleine (21 mon) nachts weint und mama schreit steh ich schon parat. das könnt ich nicht anders. ich tröste sie und leg sie dann wieder ins bett, verlasse das zimmer. wenns ganz schlimm ist, und sie weiter weint geh ich wieder rein, mache das gleiche. manchmal schläft sie dann oder ich nehm sie mit in unser bett, wobei sie da auch nicht schlafen kann. ich warte ein wenig und leg sie nach ner halben stunde zurück, das klappt eigentlich ganz gut.
wenn nicht, schlaf ich bei ihr im zimmer.
vielleicht schläft die kleine deiner freundin auch tagsüber zuviel und kann nachts nicht schlafen?
ich würd jedenfalls mit dem eigenen zimmer versuchen, anfangs noch ne matratze mit rein fall sie nicht alleine bleibt und das ganze dann langsam ausschleichen lassen.

alles gute

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Danke Dir. Ich weiss, dass die Kleine tagsueber auch nur wenig schlaeft, naja 1 Stunde, seit Neuestem auch mal 1 1/2. Ich werde den Vorschlag mit der Matratze weiterleiten,

tschuessi.

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vielleicht bringts ja was, den mittagsschlaf wegzulassen. wenn sie nachts wach wird, würd ich sofort reagieren, damit sie sich nicht so reinsteigern kann.

viel glück deiner freundin (und dir auch)

vlg

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Hallo Julia,

Ursachen kann es viele geben: eine Umstellung im Leben (Kita, Umzug, neue Arbeit, neue Freunde usw.) Vielleicht ist sie nachts wach, weil sie tagsüber zu oft oder zu lange schläft?

Ich bin der Meinung: Schreien lassen ist keine Lösung. Das zeigt Romy nur, dass sie mit ihrer Angst alleine gelassen wird. Das hat meiner Meinung nach fatale Auswirkungen auf die Psyche und das Urvertrauen. Wenn ich das höre "eine Stunde am Stück schreien lassen" - da krieg ich Gänsehaut und mein Mutterherz krampft sich zusammen. Ich könnte das niemals machen. #zitter

Ich würde Romy zunächst mal Nähe geben, die sie offensichtlich braucht und einfordert - entweder im Familienbett oder neben das Bett setzen oder im Arm halten oder so was. Wenn sie sich dann beruhigt, kann man verschiedene Einschlafvarianten ausprobieren - je nach eigenem Belieben. Ich könnte mir z. B. ein Nachtlicht und eine bestimmte Melodie vorstelle, die Romy mit Geborgenheit verbindet (z. B. weil beim Kuscheln mit Mama regelmäßig angehört).

In ihr eigenes Zimmer zu verlegen könnt ihr auch probieren - aber nicht, wenn sie dann dort schreiend zurück gelassen wird - das wäre die Hölle für sie. Wie kann man sowas nur übers Herz bringen #zitter

Ihr könnt auch versuchen, dass der Papa Romy ins Bett bringt (mit entsprechendem Ritual). Da reagiert sie vielleicht anders - Mama darf dann aber nicht zuhause sein, das würde Romy merken.

Es wird allerdings nichts geben, was deine Freundin von heute auf morgen machen kann. Kinder sind ja keine Puppen, bei denen man die Batterie rausnehmen kann. Es ist noch ein Stückchen Weg vor ihr.

Ich wünsche ihr alles Gute und viel Kraft.

Viele Grüße,
Lexa

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Hallo Julia,

ich kann auch nur berichten, wie es bei uns ist.

Nick wird (mittlerweile ist es Gott sei Dank nur noch selten - gestern zwar, aber davor lange nicht mehr) in der Nacht wach - ich gehe hin, er muss entweder aufstossen oder trinken und schläft weiter - gut ist.

Oder aber er ist richtig wach - da hilft nichts. Damit ich wenigstens rumliegen kann, nehme ich ihn in unser Bett mit, er kuschelt sich ganz nah an mich ran (eigentlich total süß) und spielt mit meinen Haaren. Manchmal 2 Stunden lang - bis er wieder einschläft.

Es ist dunkel, ich rede nicht mit ihm - aber er kann trotzdem nicht schlafen.

Ich denke immer - das nützt halt nichts - schreien lassen würde ihn und mich mehr belasten (mein mann muss zudem ja am nächsten Tag um halb sechs raus).. also haben wir diese Variante für uns entdeckt.

Er hat sich aber auch nicht irgendwie dran gewöhnt, sondern schläft z.B. in der nächsten Nacht ganz durch - das ist immer verschieden..

LG - Lucie