Toilette

    • (1) 25.01.11 - 15:24

      Mein Sohn ist jetzt fast 3 1/2. Pippimachen klappt eigentlich gut bisher, auch das große Geschäft hatte schon einmal problemlos geklappt, bis er zweimal Schmerzen dabei hatte. Seitdem geht er fürs Großmachen nicht mehr auf die Toilette, er weigert sich beharrlich. Wenn er dennoch muss, merke ich es daran, dass er sich in eine Ecke verzieht und versucht, in die Hose zu machen. Wenn ich ihn dann aufs Klo setze, ist das Geschrei riesengroß und er macht natürlich nicht ins Klo. Verdrückt sich das, bis Mama ihn endlich runterlässt und anzieht. Keine Minute später ist dann alles in der Hose. Hinterher sagt er dann immer, "ist ja nicht so schlimm" oder "ich musste aber nicht".
      Seine Kindergärtnerin meinte, für sie wäre es ein Anzeichen von Vernachlässigung. Von meiner Seite kann das dann wohl weniger sein, denn ich versuche die Zeit bis zum Insbettgehen so gut es eben geht, zusammen und in Aktion miteinander zu verbringen.
      Ich bin langsam absolut ratlos, was ich noch machen soll. Kann mir jemand einen guten Tipp geben?

      • Hallo,

        meine Tochter ist seit 3 Wochen komplett trocken aber nur beim Pullern. Ihr großes Geschäft macht sie in die Hose und ich habe keine Ahnung wie ich Ihr erklären soll das sie es in die Toilette / Töpfchen machen soll. SIe hat panische Angst vor großen Toiletten und geht nur in der Krippe aufs kleine Klo oder daheim aufs Töpfchen

        Manchmal passt es mit der Mittagsswindel das sie dann groß macht, aber sonst lässt sie auch eiskalt laufen :-(

        Keine Ahnung wie man das rauskriegt aus dem Kind ABER auch ich vernachlässige mein Kind nicht. Das ist Blödsinn.

        Ich bin gespannt ob jemand einen Tipp hat.

        "Seine Kindergärtnerin meinte, für sie wäre es ein Anzeichen von Vernachlässigung"

        Wenn es so ist, wie Du schreibst, ist es sicherlich kein Anzeichen von Vernachlässigung. Sondern sichere Vermeidungstaktik.

        Wenn Dein Kind Schmerzen beim Stuhlgang hat, kann dieses 2 Ursachen haben. Der Stuhlgang ist zu hart oder der Darmausgang hat irgendwo einen zu engen Knick.

        Die Schmerzprobleme lassen sich aber ganz gut vermeiden, in dem Du ihm die richtigen Sachen zu trinken gibst, die den Stuhlgang weich machen.

        Generell viel trinken! Wenig Zucker und wenig weißes Brot. Mehr Vollkornbrot.

        1. Naturtrüber Apfelsaft.
        2. 1 - 2 Gläser Pflaumensaft über den Tag verteilt oder 4 - 6 Stücke getrocknete ungeschwefelte Pflaumen als Snack zwischendurch.

        Naturtrüber Apfelsaft und Pflaumen haben in Massen eine abführende Wirkung. In Maßen täglich genossen, machen sie den Stuhlgang weich.

        Sprech auch nochmal mit Eurem KiA über das Problem.

        Der Sohn unserer Nachbarin war, bevor sie wieder anfing halbtags zu arbeiten, komplett trocken. Kaum ging sie arbeiten, hat er aus Protest wieder in die Hosen gemacht.

        Er wurde nicht vernachlässigt, fühlte sich aber vernachlässigt, dadurch, das Mama nicht mehr den ganzen Tag erreichbar war. Er war zu derzeit schon lange im KiGa, solange er wußte, Mama ist zu hause und wenn was ist, kann sie mich jederzeit holen, war gut. Bis zu dem Übergang, Mama geht arbeiten. Das dauerte dann so 4 - 5 Monate, dann ging es wieder.

        Bei Deinem Kind denke ich, so wie Du geschrieben hast, aber vielmehr daran, dass es durch die unangenehme Schmerzerfahrung daran liegt, dass er diese Erfahrung, die er mit dem Toilettengang verbindet, vermeiden möchte.

        LG Janette

        • Danke für die Beiträge.

          Er hatte harten Stuhlgang, das ist wahr. Aber das ist nun bereits mehr als zwei Monate her und er vermeidet den Toilettengang. Aber er müsste ja eigentlich merken, wenn er in die Hose macht, dass es ja eben nicht wehtut. Er verspricht mir jedes Mal, das nächste Mal macht er für mich eine Kuller in die Toilette. Auf die warte ich bis jetzt immer noch. Aber ich werde die Hoffnung nicht aufgeben.

          Ach noch ein toller Spruch von ihm. Ich: "Du machts aber groß in die Hose.", er "Und du blutest in die Hose." Und das von einem Dreijährigen!

          • Ein Kind vergisst diese Erfahrung nicht, solange es nicht die Gegenerfahrung machen konnte, dass es auch anders sein kann.

            Von meinem Freund die Nichte hatte als Kleinkind chronische Verstopfung. Da war der Gang zur Toilette auch echt unangenehm und sie schob es wohl, bis nichts mehr ging, musste sogar einige Male deswegen ins KH und bekam Einläufe.

            Ihre Eltern begannen auf Anraten der Ärzte damals mit dem Belohnungsprinzip. Nach jeden großen Toilettengang gab es ein "Dudu-Ei". Ein Überraschungsei. Es funktionierte.

            Das hier hat übrigens auch noch eine natürliche stuhlregulierende Wirkung: http://de.wikipedia.org/wiki/Leinsamen

            Würde ich aber nur in Absprache mit dem KiA geben, wegen der Mengen....

            #liebdrueck

            Janette

            Muss ein Dreijähriger unbedingt schon wissen das Frau menstruiert? Ich denke nein. Problem gäbe es somit gar nicht.

            Zum eigentlichen Thema:

            Während der Babyzeit bekam meine Tochter öfter Milchzucker ins Fläschchen, wenn sie Probleme mit dem Stuhl hatte. Kam leider etwas öfter vor, weil sie angedickte Milch wegen dem spucken kriegen musste.

            Mit bissel Milchzucker in jedem Fläschchen klappte alles bestens.

            Der Sohn meiner Cousine hat ständig Probleme mit Verstopfung und hält auch lange ein, bis der Bauch weh tut. Er scheint es von Mama geerbt zu haben, sie hat auch oft Probleme damit. Es hat jedenfalls sehr lange gedauert, bis er ins Töpfchen gemacht hat (groß).

            Ihr müsst strikt auf Schoki verzichten. Außerdem viel trinken, Apfelsaft ist gut. Milchzucker ist vllt. nen Versuch wert.

            Viel Erfolg!

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