Kindergartenplatz

    • (1) 19.02.11 - 08:52

      Einen schönen guten Morgen,

      hab vor kurzem um euren Rat gefragt.

      Hätte ich doch nur auf die Mehrheit gehört.

      http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=3&tid=3019142&pid=19110910

      Hab mich von meinen Mann und der Bekannten des besagten besten Freundes überreden lassen.

      Und bin jetzt total unglücklich mit der Entscheidung.

      Ist auch alles dumm gelaufen.

      Sonntag wurden der kleine und ich, heftig krank, Magen-Darm-Grippe.

      Und bis Dienstag mußten wir entscheiden. Mein Mann hat das dann übernommen, ist zu dem Kindergarten mit dem Offenen Konzept, der ihm besser gefällt hin und hat zugesagt und der andere wurde abgesagt.

      Gestern abend bekam ich starke Zweifel und war super traurig, weil ich finde, dass Erik besser in den kleinen kuscheligen Kindergarten passt.

      Würdet ihr am Montag den anderen Kindergarten nochmal anrufen ob der Platz schon weiter vergeben worden ist?

      Oder wie würdet ihr mit der Entscheidung klar kommen?

      Bin schon am überlegen falls der Platz weiter vergeben ist, erst einmal eine Tagesmutter zu suchen und dann nächstes Jahr in den Kindergarten meiner Wahl.

      Bin halt auch so unglücklich, weil die Neuro meines kleinen wieder schlimmer wurde und da finde ich so einen großen Kindergarten unpassend. Auch ansonsten, ich weiß nicht.

      Wie konnte ich das nur zulassen.

      Traurige Grüße

      Claudia & Erik (31 Monate)

      • Hi Du,

        also ich würde es so sehen, dass Du die Beste Einrichtung für Dein Kind suchst und nicht die Entscheidung wegen einem Spielkumpel triffst.

        Es ist Fakt und oft bewiesen (frag mal Kindergärtnerinnen), dass sich Kinder im KiGa neue Freunde suchen, also fälle Deine Entscheidung bitte ohne den "Spielfreund" -- ihr könnt euch doch zum spielen immer noch mittags oder so treffen...

        ein großer Kindergarten ist aber nix schlimmes -- das verteilt sich ... Du musst immer denken, dass vermutlich die Gruppengrösse bzw. Kinder pro Erzieherin in beiden Kindergärten gleich sind -- vermutlich hat der grössere Kindergarten mehr Gruppen udn mehr Räume? ... also falls das wechseln nicht klappt: keine Angst vor dem großen Kindergarten.
        und übrigens: versuche bitte niemals für Dein Kind wegen der Neuro besondere Entscheidungen zu fällen oder es deswegen anders zu behandeln als ein gesundes Kind (mache nur das allernötigste als Extrawurst, wie z.B. die Ernährung, weil es halt sein muss) ... das wird euch und vor allem euren Kind gegenüber für die Zukunft ganz wichtig sein ...


        #winke Tanja


        • Danke für deine Antwort.

          Aber es geht ja nicht nur um die Größe des Kindergartens.

          Freies Frühstück, freies Spiel, keine feste Schlaf/Ruhezeit. Können die kleinen alles selbst entscheiden.

          Nein, möchte das doch auch gar nicht, dass der kleine eine Extra-Wurst ist.

          Da hast Du vollkommen Recht. Aber es ging mir nicht nur um die Neuro sondern, dass ich Bedenken habe, dass ein 3 jähriger damit überfordert ist sich in so ein Konzept zurecht zu finden.

          • hi --

            in unserer Stadt gibts nix anderers. Ich war erst zur Besprechung wegen Anmeldung der Kleinen am Donnerstag wieder im KiGA.

            die offenen KOnzepte sind ja kein "wander-muss", - sie hat mir das toll erklärt: die Neuankömmlinge bleiben oft erstmal lange in IHREM Raum und bei IHRER Erzieherin -- und erst langsam erkunden Sie in der Freispielzeit die Räume nebenan ...

            zumindest in unserem KiGa sorgt das offene Konzept indirekt für mehr ruhe. Stell dir vor:
            3 Gruppen mit 28 Kindern in 3 Räumen / Türe zu. -- Da ist in dem jeweiligen Raum die Hölle los, es ist laut, eng, die Erzieherinnen haben viel gewusel und zu zweit 28 Kinder zu bewältigen.

            Beim offenen Konzept kommt hinzu, dass es bei uns noch gibt: Theaterraum, Sportraum, Legoraum, Essecke/Küche, Draussen, Kreativflur ...

            Somit verteilen sich die Kinder auf alle Räume und in jedem Raum sind jeweils nur ein paar Kinder (zwar auch nur eine Erzieherin, weil die andere in den anderen Räumen aufpasst) -- und schwuppsdiwupps hat man in jedem Raum nicht so viel gewusel, es ist leiser und übersichtlicher...

            also ich könnte mir meinen Kindergarten gar nicht vorstellen, wenn da die Gruppen im geschlossenen Konzept jeweils so zusammengehaltne würden... --

            also von demher würd ich sagen, mit dem offenen Konzept kann ein kleiner gar nicht überfordert sein, - denn anfangs wird er es nicht nutzen, aber dafür in seinem Raum, in dem er ist, weniger gewusel vorfinden und eine Erzieherin, die vielleicht deshalb mehr zeit für ihn hat?



            • Deine Antwort beruhigt mich sehr. Klingt gar nicht sooo schlecht

              Ich hatte halt so den Gedanken, ein kleinerer Kindergarten, mehr Nestchen, mehr Schutz, wirkte Wärmer.

              Hab halt Angst so wie mir eine Mutter mal erzählte, dass ihr kleiner über 1 Jahr nur unglücklich und verstört war in dem offenen Konzept, dass es auch bei meinem so ist bzw. so wird.

              • also in jedem Kindergarten könnte sowas, wie Deiner Bekannten passieren...

                wie die Kinder eingegliedert werden und wie man auf sie achtet, liegt GANZ ALLEINE an den Erzieherinnen und wie sie die Tage gestalten udn wie sie auf die Kinder eingehen... (auch in unserem Kindergarten gibt es eine Gruppe, da wollte ich nicht, dass Julian dort hinkommt, denn diese Erzieherin ist einfach nur fehl am Platz, aber anderes Thema) ...

                falls Du noch die Möglichkeit hast, dann schau nochmal genau hin und zwar nicht auf äußerlichkeiten, sondern auf innere Abläufe, Wärme und Persönlichkeit der Erzieherinnen -- die Rahmenbeidngungen, Raumgröße, Kinderanzahl treten da wirklich in den Hintergrund... -- wie gut ein Kindergarten ist, ist leider fast nur von der Arbeit und Fähigkeit der zuständigen Leiterin und der zuständigen Erzierin abhängig...

                (was nutzt Dir eine "hexe" in dem kleinen kuscheligen Kindergarten?)

                naja -- das einfach nur mal als Gedanken von mir, denn letzte WOche hab ich mich sehr mit dem Thema beschäftigt (Julians Schnuppertag, denn er kommt ab Mai in den KiGa und Anmeldung Nora)

          etwas spät aber ...

          meine geht auch in nen kiga der wie du das schreibst ein "offenes" konzept verfolgt. montessori ...

          allerdings gibts für die 3jährigen dort noch mehr regeln als für die älteren. die 3jährigen haben zb ne fixe essenszeit, etc. das liegt daran, dass sie eben am beispiel essen festgestellt haben, dass die 3jährigen dann gerne viel zu spät draufkommen und noch gerne am ritual festhalten um 9:30 zu jausnen ...

          hast du da mit denen mal drüber geredet wie die das mit 3jährigen handhaben? oder ist generell alles freigestellt?

          und: nix wird so heißt gegessen wie es gekocht wird. klar haben die erzieherinnen immer ein auge drauf, was dein kind braucht. wenn er müde ist werden sie ihn drauf aufmerksam machen, dass jetzt vielleicht nicht schlecht wäre sich etwas hinzulegen ...

          lg
          me

    hallo,

    ich kann deine bedenken verstehen. ich finde so ein offenes konzept ein graus. ich bin sonderschullehrerin und musste eine zeit lang kinder vor der einschulung testen und habe daher einige kindergärten gesehen.

    sarah geht in einen kindergarten mit teilweise offenen phasen. es gibt feste rituale, essenzeiten in der gruppe und auch freie zeit. ich finde das gut so. der kindergarten ist sehr klein (nur 2 gruppen plus krippe) und meine kleine fühlt sich dort sehr wohl (hat mit 2 gestartet).

    ich würde noch mal mit deinem mann reden, ihr müsst ja eine gemeinsame entscheidung treffen. und bei deinem wunschkindergarten anzurufen kost ja nichts. du kannst die situation ja erklären, wenn der platz dann schon vergeben ist, kannst du immer noch überlegen, wie die weitermachst.

    lg sonja

    • kurze Verständnisfrage:

      bei uns heisst "offenes Konzept" genau, das was Du im zweiten Absatz schreibst:

      Feste Gruppe, Feste Rituale (Morgenkreis, Geburtstage, Abschiedskreis, Projekte) -- aber eben zwischendrin alles offen und die Kinder können die Räume und Aktivitäten tauschen ...

      gibts denn noch was offeneres, weil Du im ersten Absatz schreibst, Du findest das offene Konzept ein Graus? --
      nicht dass ich jetzt falsch rate oder so ... -- ich bin davon ausgegangen, dass das offene KOnzept genau das ist...

      • hallo,

        bei uns sind max. zwei stunden am tag offen. dazwischen sind die kinder in den gruppen und mach dort etwas gemeinsam. unter total offen verstehe ich es auch so, wie die te es beschreibt: keine morgenkreis, kein gemeinsames essen, kein gemeinsames thema, keine gemeinsamen spiele. jedes kind macht den ganzen tag, was es will. es gibt angebote, aber wenn es nichts davon macht, auch nicht schlimm.

        lg sonja


        • Entschuldigung, dass wurde missverstanden.

          Festen Morgenkreis gibt es auch in dem Kindergarten wo wir den kleinen angemeldet haben.

          Das Frühstück können die kleinen selbst entscheiden ob und wann. Genauso wie das schlafen, ob und wann.

          ca. 2 Std Freispiel, gleich zu Beginn bis alle da sind nach dem Morgenkreis nochmal Freispiel, dann eventuell Hofgang oder Projekte.

          Mo-MI-Fr machen die das so. Donnerstags feste Gruppe, Dienstag: Projekttag.

          • hallo,

            da habe ich doch wohl falsch verstanden. ich habe eben schon die ganz offenen gesehen. gibt auch elter, die das gut finden, aber ich denke, manch kinder brauchen schon struktur.

            wie gesagt, ihr müsst das gemeinsam entscheiden, vielleicht setzt ihr euch noch mal in ruhe zusammen und besprecht, was ihr machen wollt. du kannst ja eh erst mntag was machen.

            lg sonja


      Das wurde ein bisschen mißverstanden.

      In dem großen Kindergarten gibt es auch einen festen Morgenkreis, danach Freispiel. Und bis alle Kinder da sind, ist auch freies Spiel.

      Mich stört halt, das freie Frühstück und keine Schlaf oder Ruhezeit.

      Donnerstags sind die Kinder nur in der festen Gruppe und Dienstags ist Projekttag.

      Und 100 Kinder auf dem Spielplatz, stelle ich mit etwas chaotisch und laut vor. Sowie ca 70 Kinder beim Mittagessen, oje.



sorry für die frage - aber was darf ich mir unter offenem konzept vorstellen?

lg
me

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