Kindergarten/ Eingewöhnung - es klappt nicht

    • (1) 29.06.11 - 10:32
      Inaktiv

      Hallo!

      Ich habe vor einiger Zeit schon mal gepostet. Mein Sohn ist 2,5 und seit Mai im Kindergarten. Es ist eine Gruppe für 2jährige. In der Gruppe sind 10 Kinder und 2 Erzieherinnen. Wenn sie Jahre als werden, wechseln sie innerhalb desselben Kindergartens einfach in die "normalen" Gruppen.
      Ich wollte euch mal fragen, wie bei euch so die Eingewöhnung bei den "Kleinen" läuft. Ich fand es bei uns prima, jetzt zweifel ich an der Vorgehensweise: Bei uns ist die Mutter die erste Woche komplett anwesend und geht dann in der 2. Woche schrittweise für 30min/ 60min...raus. Die Eingewöhnungszeit dauert also recht lange. Das hat mir gefallen, da mein Sohn sehr anhänglich ist. Am Anfang klappte es wunderbar. Dann allerdings nach 3 Wochen, als seine Eingewöhnung quasi mit Erfolg abgeschlossen war, wurde das nächste Kind eingewöhnt und seit dem ist Schluss. Ich weiß nicht, ob der Auslöser die andere Mutter war. Für die meinen Sohn war es sicher verwirrend, dass plötzlich seine Mutter nicht mehr da war, dafür aber eine andere. Nun war mein Sohn eh lange krank, bekam einen Infekt nach dem anderen, so haben wir eine kleine Zwangspause eingelgt. Seit dieser Woche geht er aber wieder und es ist morgens schon ein Drama, wenn er den Rucksack nur sieht. Die Situation im Kindergarten ist gerade auch mehr schlecht als recht: Das Kind, das nach meinem Sohn kam, weint nämlich auch immernoch! Jetzt habe ich meinen brüllenden Sohn heute morgen gebracht, das andere Kind hat schon geschrieen und das "BEste": ein weiteres Mädchen wird gerade eingewöhnt. Ihre Mutter ist derzeit in der Gruppe dabei. Mein Sohn hat dann nur geschrieen: "Mama DA!" Also: ich soll auch da bleiben.
      Ich weiß nicht, ob das eben normal in der Eingewöhnung ist, dass die Kinder solche Schwierigkeiten haben. Mit den Erzieherinnen bin ich eigentlich sehr zufrieden, aber die Situation mit mehreren Kindern, die eingewöhnt werden und den anwesenden Müttern ist gerade wirklich schwierig. Dadurch, dass die Gruppe nur für 2-3 jährige ist, ist es auch ein ständiges Kommen und Gehen.

      Grüße
      Luka

      (5) 29.06.11 - 11:03

      Hi,
      dass eine Eingewöhnung lange dauert ist normal. In unserer Krippe wird jedem bei der Anmeldung gesagt, man solle mind. 4 Wochen einplanen, bis aus einem vollkommen neuem Kind ein gut eingewöhntes geworden ist.

      Dazu ist es vollkommen normal, dass Kinder sich gegenseitig "anstecken" - also wenn eins weint wird es für die anderen auch schwieriger. Ich habe mir abgewöhnt, dieses "Mit-Weinen" als Zeichen für irgendein Unwohlsein zu sehen.

      Und viele Kinder haben immer mal wieder Phasen, wo sie sich schwertun mit dem Kindergarten. Bei unserem Kleinen z.B. vor allem dann, wenn er eben länger nicht da war wegen Krankheit - das hatten wir einmal im Herbst, und gerade vor ein paar Wochen wieder.

      Er will dann morgens nicht hin, weint herzerweichend, klammert...wichtig ist, dass sich dann eine Erzieherin um ihn kümmert. Daher werden bei uns die "neuen" nicht zu den normalen Bringzeiten eingewöhnt. Die Stunden, die sie mit ihren Eltern da sind liegen mittendrin, damit eben nicht die einen Eltern gehen und die anderen da bleiben (vielleicht als Anregung für Euch). Natürlich bleiben bei uns die "neuen" an den ersten Tagen auch nur kurze Zeit - da lässt es sich halt einrichten, dass das voon 10-11 stattfindet (bis 8:45 ist bringzeit, so stört es weder das Bringen, noch das frühstücken, noch das Abholen). Und es werden auch keine zwei Kinder gleichzeitig eingewöhnt, zumindest nicht in den ersten ca. 2 Wochen, wo die Mama noch ganz oder teilweise dabei ist.

      Ich nehme mir in solchen Phasen morgens mehr Zeit, es gibt eine Kuschelrunde mehr, bloß keinen Zeitdruck und -stress beim Abgeben. Aber irgendwann gehe ich auch. Auch, wenn mein Kleiner weinend auf dem Arm der Erzieherin sitzt. Ich verlasse mich voll auf die Aussage, dass er schnell aufhört, sobald ich weg bin.

      Uns hat geholfen, dass er schon morgens überlegen darf, was er als erstes machen will - die erzieherinnen ziehen mit. Wenn er ein Bild malen will darf er das halt dann direkt machen. Usw.

      Und wir machen auch möglichst wenig Drama draus. Nicht stundenlanges nachfragen wie es war, ob es wieder gefällt usw. - möglichst wenig drum herum reden, einfach als Selbstverständlichkeit, die zum Tagesablauf gehört ansehen.

      Ok, "einfach" ist es natürlich nicht. Aber irgendwann kommt bei uns dann die Wende...wenn morgens unser Abschiedsritual wieder damit beginnt, dass unser Kleiner vorangeht und die Türen aufmacht weiß ich eigentlich, dass wir es wieder geschafft haben. Beim letzten Mal hat es bis zu diesem Punkt ungefähr eine Woche gedauert (nach zwei wochen hin und her mit krank oder nicht krank oder wie auch immer...).

      Viele Grüße
      miau2

      • (6) 29.06.11 - 11:58

        "Und es werden auch keine zwei Kinder gleichzeitig eingewöhnt, zumindest nicht in den ersten ca. 2 Wochen, wo die Mama noch ganz oder teilweise dabei ist."

        So ist es bei uns auch. Das zweite Kind kam ja in der dritten Woche. Das fand ich aber auch sehr früh, da mein Sohn gerade anfing sich wohlzufühlen. Das hat man aber auch nicht in der Hand. Der Kindergarten muss seine Plätze vollmachen und planen. Da kann man keinen Rückzieher machen und sagen: Das Kind xy kann nicht eingewöhnt werden, weil es ein anderes Kind noch nicht gepackt hat. Die Situation ist jetzt halt diese, dass sowohl mein Sohn, als auch das andere - auch schon "eingewöhnte" - schreien. Das Mädchen, das aktuell eingewöhnt wird, tut mir leid. Es trägt sicher nicht dazu bei, dass sie sich sicher fühlt.
        Am Anfang habe ich auch den Fehler gemacht, dass ich immer nachgefragt habe, wie es war etc.pp. Mein Sohn meint auf solche Fragen nur "Weint!". Ich rede jetzt weniger mit ihm darüber, aber irgendwann morgens kommt halt der Zeitpunkt, wo er merkt, dass was im Busch ist und dann geht es los.

        Grüße
        Luka

    (7) 29.06.11 - 11:13


    Hallo,

    Mai ist natürlich auch noch nicht so lange her und mit der Krankheit dazwischen, ist die Eingewöhnung natürlich doof unterbrochen worden...deshalb müsste man eigentlich mit der Eingewöhnung nochmal richtig weiter machen. Hättest Du denn die Zeit, noch ein wenig bei ihm zu bleiben? Oder fängst Du gleich wieder an zu arbeiten?

    Was sagen denn die Erzieherinnen dazu? Würden die das mitmachen? Ich kann das total verstehen, dass man einfach ein richtig mieses Gefühl hat, wenn man weiß, das Kind fühlt sich nicht im Kindergarten wohl...

    Vielleicht könnte man auch sagen, dass alle drei Mütter noch eine bestimmt Anzahl an Tagen gemeinsam bleiben (dem anderen kleinen Jungen würde das vielleicht auch noch gut tun, wenn er auch immer noch so viel weint) und dann alle zur gleichen Zeit mit der Eingewöhnung aufhören. Dann wäre ab einem bestimmten Tag keine Mutter mehr da. Mit 2,5 Jahren ist es für die kleinen Kröten natürlich wirklich nicht zu verstehen, warum die eine Mama da bleiben darf und die eigene nicht...

    Ich drück Dir die Daumen, dass ihr eine gute Lösung findet!

    LG, Yuka mit Elli (auch fast 2,5 J.) und Leo inside (33 ssw.)


    • (8) 29.06.11 - 11:42

      Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Die Eingewöhnung aller Kinder fand nacheinander statt und ist bei meinem Sohn und dem anderen Kind abgeschlossen. Beim Mädchen läuft die "Mamazeit" noch. Die Erzieherin fände es nicht klug, wenn ich jetzt wieder dableiben würde. Sie meinte, man finge wieder von vorne an und setzt falsche Signale. Ich teile auch ihre Meinung. Meinem Sohn ist der Kindergarten inzwischen vertraut, ebenso die Erzieherinnen und die anderen Kinder. ER möchte einfach nicht alleine dableiben.

      Grüße
      Luka

      • (9) 29.06.11 - 12:20


        ah ok...puhhh...echt schwierige Situation! Das heißt, Du musst irgendwie versuchen ihm den Kindergarten von zuhause aus "schmackhaft" zu machen. Gehen seine Freunde in den Kindergarten? Habt ihr Bücher zum Thema Kindergarten? Vielleicht sich nachmittags mit Kindergarten-Kindern zum Spielen verabreden, dass er morgens schon sooo Sehnsucht hat seine Kumpels wiederzusehen? Wie verabschiedet ihr Euch denn? Meine Tochter geht zu einer tagesmutter und sie hat es so etabliert, dass die Kinder ihre Eltern "Rausschmeißen" dürfen, dh. die Eltern stellen sich in die offene Tür und die Kleinen geben einen kräftigen Schubs und die Eltern hüpfen dann raus. Das gefällt den Kleinen natürlich total gut und dann ist es nicht so traurig, wenn die Mama geht...

        Ich drück Euch die Daumen!

        LG, Yuka

        • (10) 30.06.11 - 17:32

          "die Kleinen geben einen kräftigen Schubs und die Eltern hüpfen dann raus. Das gefällt den Kleinen natürlich total gut und dann ist es nicht so traurig, wenn die Mama geht..."

          Das ist süß und eine super Idee!

          Grüße
          Luka

(11) 29.06.11 - 11:28

Hi,

das ist natürlich sehr doof. Ich kenne solche Dramen eigentlich nicht, da meine Kinder bereits mit 1 Jahr eingewöhnt worden sind. Da macht das alles viel weniger Probleme als bei älteren Kindern. Meine Kleine hat bisher noch nicht einmal geweint als ich sie abgegeben habe und auch tagsüber weint sie nur wenn sie übermüdet ist, was momentan noch an der Umstellung von Vormittagsschlaf auf Mittagsschlaf liegt. In Ihrer Krippengruppe wird momentan auch ein anderes Kind eingewöhnt, dessen Mutter natürlich noch dabei ist. Sie hat damit gar kein Problem.

Ansonsten würde ich das Weinen beim Abgeben nicht so ernst nehmen. Wichtig ist im Grunde ja nur das sich dein Kind danach recht schnell wieder beruhigt und auch sonst tagsüber gut klar kommt. Was sagen denn die Erzieherinnen dazu?


LG

Judith

  • (12) 29.06.11 - 11:52

    Ja, er beruhigt sich gleich wieder - ansonsten würden sie auch anrufen. Heute hat er zwischendurch mal geweint, sich aber auch wieder beruhigt. Es ist eben für mich morgens schon eine riesen Anspannung, sobald der Kleine seine Vesperdose sieht weint er herzzerreißend, da kommt man sich wie die letzte Rabenmutter vor. Dann holt er seinen Schnuller und schreit: "Eia, eia!" ...er möchte lieber wieder ins Bett. Heute hat er sich geweigert aufs Fahrrad zu sitzen, so dass ich mit dem Auto fahren musste. Da hat er sich sofort beruhigt, weil er dachte wir fahren zum Einkaufen. Als er dann den Kindergarten sah, ging es wieder los.
    Es ist eben nicht nur das Weinen beim Abgeben, sondern es fängt schon zu Hause an. Das ist für mich noch schlimmer. Vor allem, hat man sich es eben anders vorgestellt: das Kind geht freudestrahlend in den Kindergarten und freut sich darauf, mit anderen zu spielen. Unser Kindergarten ist ganz toll und hat einen riesengroßen Garten. Ich habe mich so für ihn gefreut. Na ja, der Schuss ging wohl nach hinten los.

    Grüße
    Luka

    • Naja solche Phasen gehören aber auch einfach dazu. Das wichtigste ist wirklich das er sich sonst wohl im Kiga fühlt.

      Mein Großer geht seit 3 Jahren in die Kita und trotzdem haben wir noch heute Tage an denen er weinend, schreiend und wütend sich schon morgens dagegen wehrt in den Kiga zu gehen. Wenn er dann dort ist, beruhigt er sich nach spätestens 2 Minuten und will später nicht mehr abgeholt werden.;-)

      • (14) 29.06.11 - 12:20

        "Naja solche Phasen gehören aber auch einfach dazu."

        Ja, das scheint so. Meine beiden Großen haben sich im Kindergarten immer wohl gefühlt. Und sie durften auch mal zu Hause "Urlaub" machen, wenn sie nicht gehen wollten. Ich habe dann schnell gemerkt, dass ich die einzige Mutter bin, die solche Urlaubstage genehmigt. Da ich gearbeitet habe, habe ich diese freien Tage mit meinen Kindern genossen. Mit Schulanfang der zwei Älteren ist eh schluss mit lustig. Jetzt bei meinem Sohn merke ich aber, dass ich hart bleiben muss und das ist nun wirklich nicht meine Stärke :-).

        Grüße
        Luka

(15) 29.06.11 - 11:47




Hier sind 4 Wo Eingewöhnung.
Bei den einen reicht diese Zeit aus,manche brauchen länger.

Hier findet die Eingewöhnung aber auch "mitten drin" statt,d.h.
,man kommt mit dem "Frischling" erst zu 10 Uhr ...

Hier fängt man mit ner Stunde an ,dann steigert man das
ganze auf 2h ...alles noch mit der Mama.
Wenn das alles gut klappt ,dann kann man in d.2.od. 3. Wo
auch schon mal für 30-60 min gehen. Es kommt immer
auf das Kind an.

Wichtig ist ,dass eine Erzieherin Dir das Kind abnimmt u.
es sich trösten lässt.

Bei uns hat es mit beiden Kindern sehr gut geklappt.
Mein Großer kam mit 20 Mon. in d.Krippe ,d. Kleine mit 11 Mon

LG Kerstin


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