Tochter will "auswärts" nicht sprechen! :-(

Unsere Tochter (2,5) spricht gut und viel, aber vor allem zu Hause oder wenn sie mit mir, ihrem Vater oder ihrem Bruder alleine ist. Sobald wir aber zu Besuch sind (oder einfach auswärts) und da andere Leute sind, ist sie stumm. Im besten Fall "nur" 1,5 - 2 Stunden, im Extremfall den ganzen Tag. Auch bei nahen Bezugspersonen, welche sie jede Woche sieht, z.B. die Schwiegereltern. Das dauert nun sicher schon 3 Monate und wir machen uns mit jedem weiteren Tag grössere Sorgen. Hat jemand von euch Erfahrung damit?
Danke für eure Meinung.
LG Claudia

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Ingnoriere es einfach. Machst Du daraus ein Thema, könnte das eher nach hinten losgehen...

Gebe Dich selbst einfach immer offen und unbefangen und schon hat sich das eigentlich erledigt. :-)

Lg
SE

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Hey,

redest du von meiner Tochter?? Leana macht das auch -.- sie ist ebenfalls 2,5 Jahre. Zuhause redet sie wie ein Wasserfall, manchmal muss ich schon sagen "hol mal Luft" ;) aber sobald wir draussen sind oder bei Bekannten oder sogar bei OMA: sie ist stumm!! Mich regt das ehrlich gesagt manchmal auf, aber ich sage nichts dazu, sondern ignoriere es .. bin mal gespannt, wann das aufhört ...

LG Maria

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schön zu hören, dass es nicht nur uns so geht. Bekannte fragen uns schon nach Videoaufnahmen, wo sie spricht, weil sie sie praktisch nie reden hören :-(

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Bei uns auch :-( keiner weiss wirklich, wie schön und toll sie sprechen kann. Find es auch echt schade, dass sie das bei meinbner Mutter macht :-( manchmal braucht sie 3 Stunden um "warm zuwerden" #aerger manchmal wird sie garnicht warm -.-

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Hallo,

während meines Studiums schrieb ich mal eine Seminararbeit über ein Störungsbild bei Kindern, welches sich "selektiver Mutismus" nennt. Kinder, die das haben, sprechen nur zu Hause o. nur mit vertrauten Personen, und da ganz normal. Sobald sie außer Haus, in fremden Situationen oder mit Personen zusammen sind, die nicht zum engen Familienkreis gehören, stellen sie das Sprechen ein.
Oft liegt eine massive Schüchternheit zu Grunde oder die Angst, etwas falsch zu machen und sich vor den fremden Menschen zu blamieren. Nicht selten tritt es auch bei Migrantenkindern auf, die sich als "nicht gleichwertig" erleben, weil sie die Umgebungssprache nicht gut beherrschen.
Guck mal hier: http://www.selektiver-mutismus.de/?Informationen:Informationen_fuer_Eltern

In einer Schulklasse (bin GS-Lehrerin) haben wir jetzt auch ein Mädchen mit selektivem Mutismus. Bei ihr begann es auch schon im 3. Lebensjahr, die Eltern haben verspätet reagiert, auch erst auf Anraten der Erzieherin vor Schulbeginn eine Therapie begonnen. Vorher wurde das Thema von allen Seiten immer verharmlost, so nach dem Motto: "Ach, das gibt sich schon noch" oder "Sie ist halt schüchtern, das verwächst sich". Aber: je früher man interveniert, desto eher und besser kann dem Kind geholfen werden! Denn normalerweise fühlt sich ein mutistisches Kind nicht wohl mit der Situation, es würde gerne sprechen, ist aber so blockiert, dass es einfach nicht geht.

Ich würde an Eurer Stelle schon mal den Kinderarzt ansprechen und ihm das Verhalten Eurer Tochter schildern - er erlebt sie ja wahrscheinlich auch "stumm". Dann kann er Euch weiterverweisen. Sollte dann am Ende keine Diagnose stehen, ist das für Euch natürlich super und Ihr habt die Gewissheit, dass alles in Ordnung ist. Lasst Ihr's nicht abchecken, macht Ihr Euch wahrscheinlich immer wieder Gedanken und Sorgen.

LG
Mavie

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Nimm dir das zu Herzen, was mavie12 geschrieben hat. Sie hat recht. Ignoriere es nicht, denn wenn es wirklich selektiver Mutismus ist, dann wird es sich nicht verwachsen. Und das schlimme ist, dass die meisten Kinderärzte sich auch nicht damit auskennen.
Schau mal unter www.mutismus.de
Dort findest du Hilfe und kannst fragen stellen.
Alles Gute,
bellpepper