Kind unterfordert?

Hallo,

unsere Kleine ist 17 Monate alt.Wir haben erst ab nächsten August einen Kitaplatz.Wir haben allerdings auch die MÖglichkeit das einer von uns beiden zu Hause sein Kind solange.
Nur hab ich das Gefühl, das die kleine höchst überfordert ist!!! vielleicht bilde ich mir das aber auch ein.aber sie kann sich nicht allein beschäftigen, ständig macht sie mist um aufmerksamkeit zu erlangen (klar hat es auch mit der entwicklung was zu tun in diesem alter) aber irgendwie kommt es mir so vor das sie extrem unterfordert ist.sie weint viel, rennt zu hause rum und weiss garnicht so recht was sie machen soll.alles was man ihr anbietet mag sie nur ein paar sekunden.und ihr spielzeug lässt sie schon lange liegen.

meine überlegung ist, sie vorher schon in eine gruppe zu stecken, aber sie dann wieder rauszunehmen um in die richtige kita zu geben ist auch nicht das wahre.
wir sind in einer kinderturngruppe einmal die woche.aber slche sachen mag ich garantiert nicht 4-5 mal die woche machen und wenn dann dauerts nur 1,5 h.
unsere kleine war noch nie ALLEIN bei anderen.
noch nie woanders geschlafen usw.(leider keine großeltern mehr)ich würd sie schon gern mal allein in einer kindergruppe lassen.da lernt sie vielleicht auch mehr.

was würdet ihr mir raten? oder soll ich einfach die 9 monate warten bis zum kitaeintritt? aber die kleine macht uns mittlerweile wahnsinnig zu hause,weil wir keine sekunde ruhig sitzen können.

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Hallo,

Kinder wollen die Welt entdecken - und dabei brauchen sie die meiste Zeit niemanden, der sie bespasst sondern einfach nur jemanden, der da ist, wenn nötig, den man etwas fragen oder dem man etwas zeigen kann oder der einem Dinge erklärt, die man nicht versteht...
Dabei gilt das Motto: weniger ist mehr! Ein Spielzimmer vollgepackt bis obenhin mit Spielzeug - da weiß man als Kind gar nicht mehr, wo man zuerst anfangen soll zu spielen...lieber 2-3 Spielthemen (Bauklötze, Duplo, Puppe o.ä.) und dann alle paar Wochen mal das Spielzeug wechseln, dann wird es auch wieder interessanter.

In dem Alter ist sowiso am Interessantesten, was die Großen machen - damit will sie sicher auch gern spielen...warum also nicht? Die Küchenschublade mit dem Tupper-Geschirr ist prima zum spielen, ein paar echte Nudeln rein und schon kann die kleine mitwerkeln...
Wäsche falten...sie will auch? Schönes Spiel: Was gehört Papa/Mama/ Kind?...da dauert zwar das Falten länger, macht aber auch dem Kind Spass...
Wenn Du sie mit einbindest in die Dinge, die Du am Tage so machst, hat sie ihre Aufmerksamkeit und Du machst trotzdem das, was getan werden muss (z.B. Haushalt)...Es ist halt mit Kind alles anders als vorher und ich bin sicher - sie ist nicht unterfordert sondern fordert altersgemäß einen Erfahrungsspielraum ein, den Du ihr ganz leicht geben kannst....

Kontakt zu anderen Kindern habt ihr ja durch Spielplatz, Kinderturnen und Co. Auch mal ein Treffen mit anderen Mamas und ihre ähnlich alten Kindern ist schön für die Großen und Kleinen...

Wenn Du doch schon einen Platz sicher hast, würde ich auch so lange noch warten. Du schreibst ja schon, dass Du gut zu Hause bleiben kannst. Da muss man halt seinen Alltag um das Kind herumstricken...

Mir half immer das Mantra: Es ist nur eine Phase...es wird auch wieder besser...meist ginge es uns so, bevor unsere Jungs etwas neues gelernt haben...bisher wurde immer alles nach kurzer Zeit wieder anders und meist auch leichter...

LG und Kopf hoch!

Andrea mit ihren wilden Jungs (2,8 Jahre - spielt gerade mit Duplo im Kinderzimmer...und 5,8 Jahre...guckt gerade mit Papa Qualifying...#hicks)

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Hallo!

Das wars Du beschreibst, klingt für mich nach ganz normalem Kleinkindverhalten und weder nach Überforderung noch Unterforderung.

So kleine Kinder können sehr häufig noch nicht alleine spielen oder eben nur sehr kurz. Kinder wollen alles erkunden und möchten das auch dann, wenn es eigentlich verboten ist. Es ist halt alles so furchbar spannend... das hat aus meiner Sicht nicht (nur) was mit Aufmerksamkeit erlangen zu tun sondern einfach mit dem normalen "Forscherdrang" in dem Alter.

Vielleicht hilft es, wenn Du sie bei alltäglichen Hausarbeiten einfach mit einbeziehst. Wenn Du die Wäsche zusammen legst, bekommt sie ein paar Hanbdtücher zum "zusammenlegen". Oder sie kann Dir die Klammern beim Wäsche aufhängen anreichen. Oder Du gibst ihr einen Lappen zum "putzen" während Du putzt usw.

Sie muss doch mit 17 Monaten nicht unbedingt woanders geschlafen haben. Wenn es sich ergibt, ist es okay. Aber wenn nicht, ist das auch nicht schlimm! Warum muss sie mit 17 Monaten alleine bei anderen gewesen sein? Unsere Kinder waren in dem Alter höchstens alleine bei meinen Schwiegereltern (wohnen in gleichen Haus) oder mal kurz alleine bei meinen Eltern, wenn ich den Besuch bei ihnen für ein Treffen mit einer Freundin genutzt habe (sie wohnen 300km entfernt). Aber bei anderen Kindern oder Bekannten waren meine beiden Kinder in dem Alter nicht alleine.

Ich würde die 9 Monate noch warten und zuhause "passende" Aktivitäten suchen. Denn so kleine Kinder brauchen zum Teil recht lange für die Eingewöhnung. Und wenn sie sich dann an eine Erzieherin, die Kinder und den Raum gewöhnt haben, sind die Monate schon wieder vorbei.

LG Silvia

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Hallo,

mein Sohn war und ist genau so. Er ist jetzt 31 Monate und spielt mittlerweile mal 20 Minuten alleine.
Mit 22 Monaten kam er in die KiTa, vorher waren wir 4 Tage die Woche in Spielgruppen, weil er sich zu Hause langweilte. Auch jetzt ist noch am Wochenende immer vormittags und nachmittags irgendwas geplant, und wenns 2 Std im Park rumlaufen ist, nur zu Hause sein findet mein Großer blöd, langweilt ist. Da möchte er alle 10 Min was anderes machen und ist irgendwann nur noch genervt und frustriert, weil er sich langweilt.

L.G

Haruka