Verdachtsdiagnose Invagination (Darmverschluss????) - eure Erfahrungen ?

    • (1) 11.09.12 - 21:30

      Guten Abend,

      ich richte meine Fragen an Eltern mit Kindern, die solche Verdachtsdiagnose hatten. Könnt ihr mir eure sämtliche Erfahrungen zu dem Thema schildern ? Ich wäre so sehr dankbar!

      Wir sind heute in der NAcht in die Kinderklinik gefahren, weil unser urplötzlich schrill schrie. Nach anfänglichen 10 Minuten, wo ihn keiner beruhigen könnte( das allererste mal in 21 monaten). Im Auto kam er nach und nach runter, noch an meiner Hand pupste er. Angekommen tief in der Nacht dann mit der allerbesten Laune.
      Die Ärztin stellte diese Diagnose fest - es ,,könnte´´ sein Die Aufnahme haben wir abgelehnt, weil sie ihn nur beobachten wollten.
      heute früh Kinderärztin, die sich aufgrund des Beschwerdebildes recht unsicher war, danach sofort ein Kinderchirururg. Der macht einen Ultraschall und sagte, dass er einen stark vergrößerten Lymphknoten hat, der genau zwischen Dick-undDünndarm sitzt. Dieser kann ein Druck auf den Dünndarm ausüben, soll dass er sich verschieben kann.
      Zurzeit keine Invagiantion aber sehr sehr viel luft im bauch.

      Er gibt ihm 5 Tagen, in denen sich die Geschichte entscheiden soll.

      War es bei euch auch so, dass es in Wellen kam. am Nachmittag schlief er und diesmal war ich bei ihm. Zack schrilles Schrein und pupsen. der Kinderchirurug sagte, dass dies zu der Luft im bauch passt. Wir sollen ihn jetzt beobachten und kommen, wenn sich was verändert.

      Wo könnt ihr euch in der Geschichte wiedererkennen ? Wie war es bei euch ? Was würdet ihr heute anders tun ? Landete es am Ende in einer OP ?

      Es ist für uns ein absolutes Neuland. Der Kinderchirurug sagte zurecht, dass das Verhalten der Ärztin im KH nicht in Ordnung war ( ist eine andere geschichte), es sich aber entwickeln kann. Ja - worauf warte ich jetzt an sich ? Auf ein neues nicht beruhigen können ?

      Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen. Er war außer der zwei Geschichten absolut fröhlich. Der Arzt sagte mir, dass ein Kind mit diesem Verschluss so nicht aussehen würde, owohl es in Wellen verläuft.

      :-(

      Danke für die antworten!

      • Ich hätte mich nicht getraut mit meinem Kind das Krankenhaus wieder zu verlassen und wäre dort geblieben

        • Danke für deine Erfahrung :-(

          Die Kinderabteilung des Krankenhauses in dem wir waren ist sehr schlecht. Wir haben leider mit ihr schlechte Erfahrungen gemacht. Alternative gab es in dem Moment nicht.
          Ich habe jetzt eine Stunde im Internet gelesen und mit heutigen Informationen würde ich es mir auch nicht zutrauen :-(
          Als wir die Ärztin aber fragten, was sie mit ihm machen würden, kam die Antwort:
          Über die Nacht beobachten, ob noch so ein Anfall kommt.

          Sorry, das kann ich zuhause. Das ist so eine schelchte Abteilung, dass die Gefahr, dass sich das Kind da noch was holt, weitaus größer.

          Ich habe so einen Schiss in der Hose, weil bei Peristaltik zweimal plus stand und er sehr viel Blähungen hat, dass ich jetzt täglich zur Kontrolle gehen werde. Dies mache ich aber bei Menschen, denen ich vertraue. Wir sind uns einig, wird er noch so einen anfall haben oder wird uns noch was auffalen, fleigt er sofort ins KH und dann bleibt er.

          Es war verdammt schwierig als Laie in de Moment eine Entscheidung zu treffen. Der Junge ist und war nach 10 Minuten wieder vollkommen fröhlich.

          Ich bin total traurig über diese Situation.

      Was soll denn ein stark vergrößerter Lymphknoten im Darm sein? Vielleicht ein Polyp?

      • Hallo, ich bin kein Arzt!

        unser Sohn ist stark erkältet und es ist normal, dass damals die Lymphknoten anschwellen (so kenne ich es zumidnest von mir). Er sagte, dass er oberhalb des ???? Dickdarms einen stark geschwollen Lymphknoten tasten kann. als er über die Stelle auch mit dem Ultrschall fuhr, windete sich mein Sohn sehr.

        Im ultrschall sind aber keine Anzeichen für diese Diagnose feststellbar. Dann zeigte er uns auch seinen bauch, der sehr weich war und auf Stuhlgang hatte er auch..

        Keine Ahnung .-(

    Ich kann nicht ausführlich schreiben
    Mein Sohn hatte es mit 8 Monaten
    Er schrie plötzlich wie am Spieß.lies sich nicht beruhigen.zwischen drin war er apathisch.

    Sofort Krankenhaus.
    Diagnose im Ultraschall.
    Kurze Narkose, lösen mittels Einlauf und Ultraschall.
    Nach drei tagen Entlastung

    So etwas kann tödlich verlaufen.
    Bei uns kam es ebenfalls durch einen vergrößerten Lymphknoten.
    So eine invigination kann sich selten auch von alleine wieder geben.wenn der umgestülpte Darm sich wieder zurück schiebt.
    Bei einer invigination geht es dem Kind sehr schlecht.das übersiehst du nicht.

    Wenn es deiner Tochter besser geht, vielleicht ist es wieder ok.
    Bitte unterschätzte das nicht.
    ich habe leider keine zeit um mehr zu schreiben.falls du fragen hast, schreib mich per PN an.

    Wir mussten das bereits zweimal durch machen#schmoll

    Achja.pupsen ist ein SEHR gutes Zeichen.da arbeitet der Darm.denn auch Luft muss den Darm ja passieren

    Liebe grüße

    • Ich bedanke mich sehr sehr sehr für deine Antwort. :-( diese hat mir sehr geholfen!

      Die Kinderärztin sagte heute, dass ein Verschluss von einem Lymphknoten nicht möglich ist. Wie froh bin ich deine Nachricht gelesen zu haben.

      Danke, dass du die Symptome geschildert hast. Nein, ihm geht es blendend. Das war das verwirrende dran. Der Lympknote soll 1,2 cm sein :-(

      Siehst du, dass ist, was wir auch nicht verstanden haben. Ich nehme einen Darmverschluss verdammt ernst, dafür sind wir sofort in die Klinik gefahren aber sie haben nicht mal den Ultrschall gemacht- passt für uns nicht zusammen.

      Ich werde ihm beobachten - danke!

      • Bei uns stand als Ursache übrigens auch ein plötzlich und sehr stark angeschwollener Lymphknoten zur Debatte ... "das passiert manchmal" lt. unserer Kinderärztin.

        pink

        Hallo,

        Das finde ich nicht in Ordnung von den Ärzten im Krankenhaus.die hätten einen Ultraschall machen müssen.allein um nach freier Flüssigkeit im Bauch zu schauen.
        Bei uns fing es ganz plötzlich an einem Mittwoch Nachmittag an.
        Plötzlich grallte er sich an Oma fest (saß auf ihrem Schoß und spielte) und begann furchtbar zu schreien.dann sackte er in sich zusammen.das wiederholte sich.schreien und zusammen krampfen und dann weg treten.
        Im Krankenhaus sagte man uns auch erst, dass es nur Magen Darm wäre.
        Plötzlich kam der Chefarzt vorbei, schaute auf meinen Sohn und meinte, dieser sei aber blass und apathisch.
        Dann nahm er ihn und machte LANGE Ultraschall.bestimmt 20 Minuten.dann teilte er uns die Diagnose mit.es wurde sofort alles vorbereitet.mein Sohn wurde sediert und los ging es.
        also wäre der Chefarzt nicht in diesem Moment gekommen,hätte mein Sohn auch wertvolle zeit verloren.
        Und sowohl die Ärzte im Krankenhaus, als auch unsere Kinderärztin erklärten uns, dass es von den geschwollenen Lymphknoten kommt.
        Was auch passt.mein Sohn war zu dieser zeit auch stark erkältet.
        Das zweite mal war nicht so dramatisch.wir kannten uns ja aus:-(
        ABER, diesmal musste nichts gemacht werden.kurz nach der Diagnose Stellung, ging es ihm plötzlich wieder gut.im Ultraschall war der Verschluss plötzlich weg (10 Minuten vorher war er noch da)
        Und wieder war mein Sohn dabei erkältet und wieder war es der Lymphknoten!!!!!!
        Wir blieben 5 tage zur Beobachtung aber es kam nicht wieder#huepf

        Ich wünsche euch, dass es einmalig war.
        Ihr habt alles richtig gemacht

        Liebe grüße und gute Besserung#winke

Wir hatten einen ähnlichen Fall mit 19 Monaten. Erst Gebrüll ohne jegliche Chance ihn zu beruhigen (kam noch nie vor), dann plötzlich Ruhe und völlige Apathie. Er war teilweise nicht mehr ansprechbar (geschlossene Augen und keine Reaktion auf Ansprechen etc.) und ganz blass. Wir haben den Notarzt gerufen, aber bei dessen Eintreffen ging es ihm schon wieder besser - aber nicht gut. Als wir dann in der Klinik ankamen, war er richtig gut drauf, hatte Appetit usw.

Diagnose war auch Invagination, die sich aber selbst gelöst hat und nicht mehr nachweisbar war. Die Ärztin stellte diese Diagnose vor allem anhand unserer Schilderung. Ganz typisch wäre das Schreien/Brüllen/Kreischen und danach das apathische Verhalten mit Blässe und teilw. wohl sogar Bewusstseinsverlust. Meist würde sowas wohl nach dem Schlafen vorkommen.

Wir mussten einem Tag im KKH zur Beobachtung bleiben, da wenn sowas nochmal auftritt (und sich dann ggf. nicht von allein löst) schnell gehandelt werden muss. Uns wurde gesagt, dass nach ein paar Tagen das Risiko einer erneuten Invagination genauso hoch ist, wie bei einem Kind, dass dies noch nicht hatte. Das Risiko ist also in den ersten 24-48h danach am höchsten. Deshalb wäre ich an eurer Stelle im KKH geblieben!

Alles Gute
pink

  • Hallo Pink,

    das ist aber das Problem. Auch wenn er dies geahbt haben sollte, es kann immer wieder vorkommen. Der Chirurg sagte so gar 5 Tage. Ich lasse mein kind nicht 5 Tage da.
    Er war auch weder apathisch, noch blass. Wenn er solches Zeichen hätte, ich würde ihn da gerne lassen.

    Ich war und bin immer noch so sehr verunsichert, dass ich heute die Ärztin erneut fragte, wie man sich den verhalten soll und sie sagte: beobachten. Einem kind mit dem problem soll man es ansehen.

    Ich danke dir sehr, dass du mir eur Problem beschrieben hast. Es half mir sehr.

    Danke

    • Hallo Antonia,

      ich hatte hinterher auch Angst, denn man hat ja schon einen ganz schönen Schreck nach so einem Erlebnis.

      Ich denke auch, dass du dir erstmal keine Sorgen machen musst, denn wenn er "hinterher" nicht apathisch war, dann hat er viell. bloß einfach heftige Blähungen. Der Notarzt (kein Kinderarzt, aber hat selber 5 Kinder) meinte während der Krankenwagen fahrt zu mir, dass er sowas auch schon öfter bei seinen Kindern erlebt hat. Das seien dann sog. "Nabelkolliken" und die kommen entwicklungsbedingt und gar nicht mal so selten vor - sind aber völlig ungefährlich.

      Was ich dir damit sagen möchte: Beobachte nicht zu dolle, denn wenn er eine Invagination hat, dann merkst du das schon ganz deutlich. Nach DER Vorgeschichte würde ich bei einem extremen (!!!) Schreianfall etc. und evtl. Apathie hinterher dann sofort den Notarzt rufen.

      Ich drücke euch die Daumen!
      pink

      • Oh gott, wie gut tut eine Antwort.

        Das sind alle Erfahrungen. Mein erster Gedanke gestern: ich rufe den Kinderwagen und dann schämte ich mich für mich plötzlich, dass ich so hysterisch bin.

        Puuh, danke schön! Es tat so gut!

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