Kleinkind

12.02.17 - 20:00

Krippe vs Oma

Unser Mädchen (12 Monate) geht seit kurzem in die Krippe. Die Eingewöhnung hat ziemlich gut geklappt, und ich habe den Eindruck, sie fühlt sich wohl.
Die Einrichtung ist an den Kindergarten angecshlossen, in den ihr Bruder (4 Jahre) begeistert geht!
Durch unsere Arbeit sind wir ab und zu auch abends beschäftigt, sodaß die beiden 2-3x pro Monat bei Oma&Opa schlafen.
Die Einstellung meiner Eltern zu Kindi/Krippe ist sehr ablehnend, allerdings basiert dieses "Wissen" auf den Erfahrungen von damals, als wir klein waren. Dies ist nun gut 30 Jahre her;-)
"Kinder brauchen die Eltern, sie sollen nicht fremdbetreut werden, Krippe ist schädlich für die Kinder...uswusw", das sind die Sätze, die wir uns regelmäßig anhören müssen.
Letzte Woche hatte unsere Kleine gerade einen Infekt inkl. 2 Backenzähne überstanden, und war bei Oma wohl nicht so gut drauf "da seht ihr, daß ihr die Krippe nicht guttut, das arme Kind. Sie spielt nicht wie sonst und wollte nicht viel essen. Sie braucht ihre Eltern"...
Meine spontane Reaktion wäre gewesen, den Kontakt erstmal zu reduzieren, aber die Kinder sind wirklich gerne bei Oma&Opa. Die Kinder können ja nichts dafür, daß wir Erwachsenen uns so blöd auseinandersetzen.
Aber wie reagiert man da, ohne gleich ausfallend zu werden#schwitz?!

16 direkte Antwort(en) auf den ausgewählten Beitrag:

12.02.17 - 20:05

So Unrecht haben deine Eltern nicht.

Ich war schon in einigen Fortbildungen, die aktuell sind, bei denen die Referenten gemeint haben, daß U3 Betreuung für ein Kind nicht das optimale sei.
Die ersten Jahre sollten die Eltern die Bedürfnisse des Kindes erfüllen und keine Fremden.

Also von dem her : nicht nur, weil der Staat alles dafür macht, damit man so schnell wie es geht sein Kind abgeben kann, heißt das nicht, daß das richtig ist!

lg

12.02.17 - 20:14

hallo,
frag doch, ob sie dein gehalt übernehmen, sodass du zuhause bleiben und deine kleine selbst betreuen kannst ;-).
vg

12.02.17 - 20:20

Hallo,

oh Mann, meine Schwiegermutter ist auch so eine ... ich konnte es irgendwann nicht mehr hören! Sind das deine Eltern? Wenn ja, dann würde ich mal mit den Großeltern in die Krippe gehen, meine SM war ganz begeistert, als sie die schöne Krippe gesehen hat und wie mit den Kindern dort umgegangen wird, danach kam eigentlich nichts mehr von ihr in der Richtung. Falls du darauf keine Lust hast oder das eh nichts bringt, sag ihnen ganz deutlich, wie du denkst / fühlst. Du kannst sie ja auch fragen, ob sie stattdessen die Kinder in der Zeit betreuen würden oder eben dann eure Miete etc. bezahlen, denn woher das Geld nehmen, wenn Mama oder Papa daheim bleiben. Frag sie doch, wie sie sich das genau vorstellen, wenn einer von euch jahrelang daheim bleibt um die Kinder zu betreuen, wie ist das mit der Rente, wie ist das, wenn ihr euch (Gott bewahre) mal trennt usw.

LG

12.02.17 - 20:20

Ich bevorzuge die Methode 1 Ohr rein - 1 Ohr raus und gar nicht mehr darüber diskutieren. Es bringt dir nichts und die Kinder würden ja auch unter der Kontaktreduzierung leiden. Auf dumme Kommentare gar nicht groß eingehen und vorallem nicht stressen lassen. Die Einstellung der Großeltern zur Krippe wirst du wohl kaum ändern können.

Meine persönliche Einstellung geht zwar eher mit der eurer Großeltern konform aber ihr werdet eure Gründe für die frühe Fremdbetreuung haben und damit müssen einfach alle leben und Punkt. Steht einfach hinter eurem Modell :-)

12.02.17 - 20:21

Ich finde, so unrecht haben deine Eltern nicht! Ich persönlich halte auch nichts von u3 Fremdetreuung! Den Kontakt der Kinder zu deinen Eltern würde ich auf gar keinen Fall reduzieren wenn sie da gerne hingehen! Es sollte nicht zu ihrem Nachteil sein, dass ihr unterschiedlicher Meinung seit!

12.02.17 - 20:21

Huhu,

Finde es ein bischen übertrieben, da gleich den Kontakt einschränken zu wollen... Sie wollen doch nur das beste für deine Kinder und meinen es gut..
Bzw du für dich kannst ja den Kontakt einschränken, wenn du das wirklich für richtig hältst. aber meinen Eltern die Kinder -und umgekehrt- vorenthalten nur weil wir eine Meinungsverschiedenheit haben, würde ich nicht...
Allerdings würde ich für mich auch so eine frühe Betreuung nicht wollen, und hätte die Kleine eher zur Oma, als in die Krippe gegeben :-)
Nun ist sie aber ja schon eingewöhnt, und du hast ja das Gefühl, ihr gefällts, also würde ich die Sprüche einfach überhören, und so weitermachen, wie bisher...
Familie ist doch zu wichtig, um wegen solchen Kleinigkeiten gleich den Kontakt einzuschränken, andere Eltern wären froh, so engagierte Großeltern zu haben :-)
Lg

12.02.17 - 20:28

Vielleicht könnten Sie eure Kinder ja mal von der Krippe und dem Kindergarten abholen, dann können Sie sich selbst ein Bild machen. Ansonsten würde ich Ihnen deutlich sagen, dass es eure Kinder und eure Erziehung ist und sie da nichts rein zu reden haben. Dritte Möglichkeit: Ohren auf Durchzug stellen und lächeln und winken.

12.02.17 - 20:36

Sorry, aber ich finde deine Eltern haben recht. Gegen Infekte und dergleichen kann man nichts tun, aber prinzipiell bin auch ich der Meinung dass ein 1 jähriges Kind definitiv nicht in Fremdbetreuung gehört. Könnte ich es mir aussuchen wäre mein Sohn bis zum 3. Geburtstag zu Hause.

12.02.17 - 20:40

Mal an alle, die so gegen u3 Betreuung sind: darum geht es hier nicht. Es ist völlig egal, ob die Eltern der te recht haben oder nicht, das ist irrelevant. Es geht darum, wie sie den Konflikt zwischen ihren Eltern und ihrer Einstellung löst. Alle, die prinzipiell gegen u3 Betreuung sind, können das zwar gern sein aber das ist NICHT der thread dafür.

12.02.17 - 20:57

Hi, ich finde es ist immer leicht gesagt das man sein kind nicht fremdbetreuen lassen soll.

Es gibt viele eltern die sich das nicht leisten können und arbeiten müssen.

Unser Junior ist nun 18 Monate alt und geht seit er 13 Monate alt ist in die u3 Betreuung.

Er liebt es und profitiert total davon. Er hat eben jeden tag dort mit anderen kindern zu tun und lernt super schnell!

Er geht drei mal pro Woche, aber ihm macht es so sehr Spaß das es ihm sicher auch nichts ausmachen würde, wenn er jeden tag geht.

Wäre es uns möglich gewesen das ich zwei jahre zuhause bleiben kann, dann hätten wir das sicherlich genutzt, aber es geht eben nicht.

Ich halte nur nichts von diesen ganz tags Plätzen, morgens um sieben kind abgeben und abends um fünf holen. Das ist wirklich sehr lange für so einen kleinen knirps.

Ebenso finde ich es etwas viel die maus dann noch in der woche zwei mal abends abzugeben, aber ihr habt sicherlich eure Gründe dafür.

Wie gesagt, viele können es sich eben nicht leisten drei jahre nur von einem gehalt zu leben...

Lg schubine

12.02.17 - 21:15

Ich würde Oma und Opa mal die Kita zeigen, damit sie merken, dass ihre Vorurteile veraltet sind. Wenn sie sehen, wie gut Deine Tochter es in der Krippe hat und wie wohl sie sich fühlt, dann werden sie ihre Meinung vielleicht überdenken.

Und wenn nicht, dann zwei Ohren: links rein, rechts raus.

12.02.17 - 22:35

Hallo bieni31
Redet doch mal in Ruhe darüber. Wenn sie sich wirklich gewünscht hätten, mehr in die Betreuung der Enkel -oder des kleinen Enkels- involviert zu werden statt KiTa, kann man da evtl. eine super Lösung für eure Kinder draus machen. Bei uns im KiGa, ab 2, ist es gern gesehen, wenn die Kinder einen freien Tag zusätzlich haben pro Woche, öfter früh abgeholt werden, wenn es ihnen mal eine Zeit lang zu viel wird, immer hinzugehen, oder angeschlagen sind, ein Päuschen bekommen... Das können natürlich nicht alle Eltern machen, aber wenn, dann kommt es den Kindern zugute. Vielleicht möchten die Großeltern da bei euch helfen. Ihr werdet ja merken, was genau da euren Kindern gut täte. Meine Kinder genießen es sehr, daß wir in der Art auf sie eingehen können. Mit vier waren mal eine lange Zeit keinerlei freie Tage gewünscht, aber meistens tun uns allen solche Bonuszeiten sehr wohl. Solche Möglichkeit zu haben trotzdem man selbst arbeitet, fände ich wunderbar. Und du hättest weniger Druck und Stress für die Kinder und trotzdem verlässliche KiTa- Betreuung.

13.02.17 - 08:05

Ich denke da hilft nur wirklich das zu überhören und ja nicht rechtfertigen - das bringt nämlich nichts.

Falls noch nicht geschehen würde ich es einmal mit einem vernünftigen Gespräch versuchen, eure Beweggründe erklären, auch dass ihr sooo froh seid, dass sie da sind und euch unterstützen aber das es einfach viel zu viel wäre wenn sie die "ganze" Betreuung übernehmen.

Mir hat mein Kind selber Leid getan als sie mit 12 Monaten in die Krippe musste - es ging aber nicht anders. Ich kann verstehen, dass sie deiner Mutter auch Leid tut.
"Das Kind braucht seine Mutter" - das redet sich so leicht......
Wenn sie so gerne Reisen usw. würden sie sich wirklich derart einschränken wollen, und was wäre dann in dieser Zeit? Welche Alternative hättest du?

Wir haben es dann so gelöst, dass meine Tochter nur 3 Tage in die Krippe geht und 2 Tage zu Oma und so ist es echt prima.

13.02.17 - 13:41

Ganz einfach, indem man sachlich bleibt. :-)

Einfach sagen, sie hatte gerade eine Erkältung und die Zähne kommen, da ist sie leider eben nicht so gut drauf wie sonst. Das hat aber nichts mit der Krippe zu tun, das geht allen Kindern so.
Oma und Opa meinen es eben nur gut und sind besorgt. Ihr könnt natürlich auch einfach mal klipp und klar ansprechen, dass es euch nervt, weil sie euch ständig ein schlechtes Gewissen machen wollen. Ihr habt das als Eltern so entschieden und ob es ihnen nun gefällt oder nicht, es ist so und bleibt auch so. Die beiden haben ja bestimmt auch mal Dinge gemacht, die ihren Eltern nicht gepasst haben. :-)

Ansonsten gebe ich deiner Mutter grundsätzlich Recht. Kinder gehören so früh nicht in die Krippe ;-) Aber das ist eben meine Meinung und ich habe da auch noch nie sowas blödes zu einer Freundin gesagt, da gehen alle schon in die Krippe, ich bin die einzige die 3 Jahre daheim bleibt.
Muss jeder selbst wissen :-)

14.02.17 - 08:29

Guten Morgen,

erstmal möchte ich dir Mut zusprechen. Es ist ja kaum auszuhalten wie man angegangen wird, wenn das Kind unter 3 fremdbetreut wird. :-(
Jede Mami würde gerne länger zuhause bleiben aber es geht nun mal nicht immer und es kommt auch stark auf die Einrichtung an.

Das man die Kinder nicht täglich bei den Großeltern lassen möchte, kann ich auch nachvollziehen. Also hab kein schlechtes Gewissen, deine Kinder werden trotzdem glücklich. ;-)

Bezgl. der Diskussion. Wenn du doch zurückziehst, wirst du leider nichts erreichen. Deine Eltern werden nicht verstehen warum und so kommt ein Missverständnis zum anderen.

Die Idee, sie mit in die Kita zu nehmen, finde ich toll. Dann sehen sie wie glücklich die Minis sind.

Auf der anderen Seite würde ich das Thema noch mal ganz klar ansprechen und ihnen die Gründe erläutern warum du dich für die Kita entschieden hast bzw musstest.

Zudem würde ich ihnen sagen, dass sie dich mit den Anspielungen verletzen bzw auch nerven.

Die Situation ist wie sie ist und das müssen Sie bitte akzeptieren, denn es wird sich nicht ändern.

Das alles natürlich ganz lieb ohne Streit.

Sollte dann doch wieder was kommen, kann man ja zwinkernd sagen, dass das Thema besprochen wurde und durch ist.

So wäre mein Plan. :-)

Viel Glück!

17.02.17 - 14:54

Hi,

unfassbar wie hier wieder sofort die Rabenmutterkeule geschwungen wird, ohne die Hintergründe zu kennen. Zumal danach nicht mal gefragt wurde. Genauso dieses "Totschlagargument", dass die Großeltern doch auch schon ein Kind großgezogen haben. Scheinbar haben alle Omas einen Freifahrtsschein, während die Mütter alle schreckliche Menschen sind. Zum Glück werden die meisten auch alle mal Omas und dürfen dann tun und lassen, was sie wollen, ohne dafür kritisiert werden zu dürfen.

An den Studien, die das belegen, dass U3 so schädlich für die Kinder ist, wäre ich übrigens sehr interessiert.

Ich finde das Verhalten auch nicht in Ordnung und wäre genauso genervt. Vor allem da es ja noch nicht mal eine wirklich freiwillige Entscheidung war. Und das würde ich auch offen so sagen. Lieber mal ein großer kurzer Knall als ewig alles in sich hineinzufressen und alles endet in einer Katastrophe ;) Sprich es offen an. Sag, dass es dich nervt und auch verletzt. Dass es euer Kind und eure Entscheidung ist. Und wenn sie selbst aufpassen möchten, sag ihnen ehrlich, warum das keine Option für euch ist. Alles andere führt zu nichts oder noch schlimmerem :)

LG und alles Gute

alana

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