Kleinkind

14.02.17 - 13:46

Fragen zu Krippe vs. Oma

Huhu, ich beziehe mich auf einen der Beiträge weiter unten. In unserem Fall wird meine Kleine, 13 Monate, gerade in der Krippe eingewöhnt und soll ab März regelmäßig einen halben Tag da hin gehen. Ich hatte es gerade gestern mit meiner Mutter darüber, dass sie vorgeschlagen hat, dass sie meine Kleine öfter mal vor dem schlafen abholen könnte, dass sie daheim schläft. Ich weiß, dass sie bei ihrer Oma nicht bleiben würde. In der Krippe ist meine Kleine total aufgeschlossen, zu ihrer Oma will sie nicht... Obwohl sie seit ihrer Geburt ganz regelmäßigen Kontakt haben. Ist das nur bei uns so? Ich glaube meine Kleine bevorzugt das Spielen mit anderen Kindern im Vgl zu beaufsichtigt werden durch die Oma. Ich weiß nicht wie die Großeltern eurer Kinder so drauf sind, aber bei uns spielt die Oma nicht oder nur halbherzig mit der Kleinen. Sie will sie immer nur auf dem Arm halten und abknutschen. Aber eine Einjährige will natürlich nicht ewig auf dem Arm sein. Spielplatz und Spielgruppen würde meine Mutter nie besuchen. Mittlerweile will sie noch nicht mal mehr zu ihr und geht weg, wenn meine Mutter auf sie zu geht. Warum sollte also die Betreuung durch Großeltern so viel besser sein als Fremdbetreuung? Versteht mich nicht falsch. Ich bin auf gar keinen Fall Fürsprecher einer so frühen Fremdbetreuung und würde es für mich beim zweiten Kind nicht mehr in Betracht ziehen, aber warum die Betreuung durch die Großeltern als so viel besser erachtet wird, verstehe ich auch nicht. Ich würde mich über eure Meinungen und Ansichten freuen :)

10 direkte Antwort(en) auf den ausgewählten Beitrag:

14.02.17 - 13:57

Wenn die Großeltern sich wirklich um das Kind kümmern, also mit ihm spielen, mit ihm einkaufen, mit ihm essen zubereiten, ihm vorlesen und sich wirklich auf das Spiel mit dem Kind einlassen, dann ist eine Betreuung durch die Großeltern eine sinnvolle Ergänzung oder alternative zur Krippe. Aber eben auch nur dann.

14.02.17 - 14:27

Hallo florette,
meine Großeltern hatten einen Bauernhof.....ich glaube, hätte man MIR die Wahl gelassen, wäre ich lieber immer dorthin gegangen als in die Kita #freu
Schließe mich also eigentlich meiner Vorschreiberin an - wenn's bei Oma langweilig ist, ist die Kita sicher die bessere Wahl für's Kind. Zumal wenn sie mit anderen Kindern Spaß hat!
#winke

14.02.17 - 14:34

Hallo,

mh, also meine Kinder gehen total gerne zur Oma. Auch mein Kleiner (22 Monate) freut sich immer sehr, wenn die Oma kommt oder wir dorthin gehen. Da er noch nicht in die Krippe geht, habe ich keinen Vergleich, aber 1x die Woche passt die Oma auf ihn auf, da freut er sich immer sehr. Aber sie spielt mit ihm, liest ihm viel vor. Aber sie räumt auch nebenher auf (meine Schwiegermutter hat selbst 5 Kinder, ich glaube, für die ist das einfach normal, dass man 10 Sachen nebenher machen kann), danach sieht es hier immer so toll aus wie sonst nie #schwitz.

Aber genauso wie nicht JEDE Fremdbetreuung IMMER so toll ist, ist es eben auch bei den Großeltern. Ich finde ja, eine Mischung gut. Bin auch kein Verfechter einer frühen Fremdbetreuung (darf ja aber jeder selbst entscheiden), weshalb mein Kleiner auch noch nicht in der Krippe ist, aber irgendwann so mit 2,5 / 3 finde ich es auch wichtig, dass die Kinder in eine Spielgruppe oder den KiGa gehen, vielleicht nur ein paar Stunden am Tag, wenn man es eben einrichten kann. Bei uns kommt 1x die Woche die Oma und unternimmt was mit den Kindern, das finden ALLE toll (ich kann in der Zeit mal was ohne Kinder machen, die Kinder finden es toll, die Oma auch - win win für alle!), aber klar, das geht halt nicht bei allen! Aber meine SM geht auch auf den Spielplatz, ins Museum, in den Zoo usw. mit den Kindern und sie spielt auch mit ihnen oder liest viel vor, malen zusammen usw.

Warte doch mal ab. Vielleicht ändert sich das mit der Oma auch. Vielleicht hat sie jetzt ja auch selbst gemerkt, dass irgendwas "falsch" läuft, das wird sich bestimmt auch wieder ändern. Und spätestens, wenn deine Kleine auch mal sprechen kann, wird sie bestimmt selbst sagen, was sie gerne möchte, Spielplatz oder vorlesen oder malen ;-)

LG

14.02.17 - 16:23

Hallo
Naja, meistens ist ja das tolle an Großeltern, dass sie sich in der Zeit in der die Enkel da sind, auch ausschließlich um diese kümmern, mit ihnen spielen, Buch anschauen,...
Nachdem das aber bei deiner Mutter nicht so der Fall ist, ist der kleinen Maus natürlich schnell langweilig und es ist natürlich in der Krippe lustiger.
Kommt also immer auf die betreuende Person an ;-)

14.02.17 - 18:05

Hallo,

ich möchte nur anmerken, dass es für so kleine Kinder deutlich besser ist, wenn kontinuierliche Bezugspersonen die Betreuung übernehmen.

Das wird hier in den (bezahlbaren) Krippen aber kaum geleistet. (Hoher Personalwechsel, grottiger Betreuungsschlüssel,...)

Ich würde dein Kind auch nicht zur Oma geben, wenn es sch so wie bei euch verhält.

Aber das die Krippe erst mal interessant ist, weil viel los ist, heißt noch lange nicht, dass die Betruung/Versorgung besser ist.

LG

14.02.17 - 18:55

Huhu, das klingt echt toll mit euren Großeltern :) Wir haben da leider auf beiden Seiten nicht so enthusiastische Exemplare...

Vielleicht wird es tatsächlich besser, wenn sie sprechen kann, aber ich glaube meine Mutter ist auch nicht so der Kindertyp. Ich wurde sehr früh und am Tag sehr lange fremd betreut und ich glaube meine Mutter wusste auch oft nicht so recht was sie mit mir anstellen soll.

14.02.17 - 19:31

So ist es bei uns auch. Er bleibt nicht mal 5 Minuten bei den Großeltern alleine obwohl er sie oft sieht und auch mag.
Sobald wir weggehen schreit er los, es Rollen Tränen und er lässt sich nicht von Ihnen beruhigen.

Seit einem Monat ist er jedoch für 15 Stunden bei einer befreundeten Tagesmutter und da läuft es super. Er weint auch wenn wir ihn abgeben aber sobald wir weg sind ist alles wieder gut. Ich glaube auch dass ihm die anderen Kinder gut tun und es ihm auch gut tut dass er dort nicht alleine im Mittelpunkt steht. Die toben dort die ganzen 5 Stunden..
Das was er da lernen können die Großeltern ihm nicht bieten und er wirkt total glücklich und ausgeglichen wenn ich ihn abhole.

Oma und Opa sind nicht immer besser, wenn es eine gute vertrauenswürdige Betreuungsperson ist.

14.02.17 - 23:04

Hallo!

Ich denke, dass es um LIEBE geht. Keine Erzieherin wird dein Kind lieben, die Großeltern tun es. Da gibt es auch Studien bezüglich der Gewissensentwicklung.

Aber natürlich kann ich ein Kind verstehen, dass es nicht zur Oma will, wenn diese ihm nicht die Luft lässt, das zu tun, was es will.

Bei uns ist es das Problem, dass sich die Oma in ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten überschätzt. Sie ist einfach schon zu alt, um hinter zwei mobilen Kindergartenkindern her zu laufen. Beide Großeltern sehen Gefahren nicht als solche, ... Warum man einen Gehweg benutzen sollte ist ihnen auch nicht so ganz einsichtig. ... Sensibles Thema, weil Emotionen mitspielen und die eigenen Eltern einen ja schließlich auch erfolgreich großgezogen haben. Aber da waren sie eben auch 40 Jahre jünger (in meinem Fall).

Alles Gute,
Gruß
Fox

15.02.17 - 08:49

Mein Sohn liebt es bei seiner Oma zu sein. Die spielt nämlich die ganz Zeit mit ihm, besorgt ständig neues Spielzeug..

Sie passt auch nicht ständig stundenlang auf ihn auf. Aber wenn er für ein Stündchen zu Omi rüber läuft wird er entsprechend bespielt und animiert.

So ist es natürlich besser wenn die Lütte in die Krippe geht. Deiner Mutter kannst du ja freundlich sagen das du auch so noch sehr oft auf ihre Unterstützung angewiesen bist- wenn die Kleine krank ist, die Kita Schliesstage hat, du zum Friseur willst oder mal abends mit deinem Mann ins Kino..

Meine Mutter wollte auch nie den ganzen Tag unser Kind bespaßen, es stand von Anfang an fest das wir einen Krippenplatz brauchen wenn ich wieder arbeite. Fände es auch irgendwie eine Zumutung von einer 60 Jährigen zu erwarten das Sie mein Kleinkind groß zieht.

Aber nachmittags nimmt sie ihn gerne mal für ein, zwei Stündchen.

LG

17.02.17 - 14:19

Hey :)

Also wenn ich die Antworten hier so lese, stellen sich mir mehrere Fragen..

Leben hier alle auf dem Land, dass sie sich das so problemlos leisten können, ihr Kind nicht betreuen zu lassen? Das soll keineswegs wertend sein, ich weiß nur, dass hier die meisten auf 2 Verdiener angewiesen sind und nicht mal eben 3 Jahre und davon mindestens ein Jahr komplett ohne Geld daheim bleiben können.

Und genauso sieht es doch auch bei Oma und Opa aus?! Die arbeiten doch in der Regel auch noch - wie sollen die dann aufpassen können?

Ich lese und höre immer wieder, dass es für die Kinder besser ist, nicht so früh in die Kita zu kommen.. Wer sagt das eigentlich? Wo steht das geschrieben? Gibt es dazu Vergleichsstudien? Warum gibt es für die Kinder ein einklagbares Recht auf "frühkindliche Förderung"? Ist es nicht oft so, dass sich die zweiten Kinder schneller entwickeln, weil sie so viel vom ersten lernen können? Das gilt wohl kaum nur für Geschwisterkinder.

Es wird immer so schnell von sich selbst aufs Generelle geschlossen, aber welche sachlichen Fakten gibt es für beide Seiten?

Wenn die Oma/Mutter nicht in der Lage ist, sich intensiv und altersgerecht mit dem Kind zu befassen, ist sie ja wohl kaum die bessere Wahl.

Meine Tochter ist jetzt ein Jahr und ich sehe leider (!) noch keine Möglichkeit, sie bedenkenlos zu einer ihrer Omas zu geben, geschweigedenn sie in einem halben Jahr komplett von Ihnen betreuen zu lassen. Mal abgesehen davon, dass diese tatsächlich sowieso noch arbeiten!

Die eine, die vorher am lautesten geschrien hat, merkt jetzt wohl langsam, dass sie vielleicht gar nicht so der "Omatyp" ist. Zumindest nicht für ein Kleinkind. Sitzt stattdessen am ersten Geburtstag nur auf ihrem Stuhl, statt mit der anderen Oma und der Kleinen zu spielen. Eindeutig auch der Typ, ein Enkelchen ist doch zum Knuddeln, Knutschen und Angeben da oder nicht?

Die andere Oma kümmert sich super, handelt aber immer wieder so unbedacht, dass sich mir die Nackenhaare aufstellen. Mit den Füßen vom Kind vor dem Maul von
m Hund rumwedeln, der Obstteller mit dem Messer bleibt auf dem Wohnzimmertisch in Greifweite stehen und daneben wird für die Atmosphäre noch ein Kerzchen angezündet.. Nur als Beispiele..

Ja, beide haben schon ein Kind großgezogen, aber ich finde, hier wird immer aus Acht gelassen, dass dies nun einmal schon um die 30 Jahre her ist. Seitdem hat sich zum einen viel in Sachen Erziehung verändert und zum anderen haben auch sie sich verändert.

Um auf deine Frage zurück zu kommen. Ich finde, dein Kind ist in der Kita gut aufgehoben, solange du den Eindruck hast, dass sie sich dort wohl fühlt und man sich gut um sie kümmert. Und die Oma kann ja gerne bei anderen Gelegenheiten aufpassen.

LG Alana

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