Kleinkind

Brauchen Kinder feste Zeiten und Struktur?

    • (1) 21.04.17 - 17:55

      Kinder brauchen feste und geregelte Zeiten...

      ... würdet ihr das so unterschreiben?
      Ich hatte eine Diskussion mit meiner Schwägerin.
      Sie sagt: mein Kind soll schlafen, wenn es müde ist (oft erst um 22 Uhr) und essen, wenn es hungrig ist.

      Ich hingegen versuche schon, einige feste Zeiten am Tag zu haben (Mittagessen, Bettgehzeit) die dann bis zu 1 Std variabel sein können aber eigentlich meistens ungefähr gleich sind.
      Ich poche nicht darauf, dass es IMMER so ablaufen muss aber versuche eben, dass es überwiegend gleich ist.
      Sie meint, wir seien so ja total unflexibel usw und dass das ja unnötig sei und wer weiß was noch alles.
      Ich bin wirklich überzeugt von Rhythmus und Alltagsstruktur, da es Sicherheit gibt und Routine in den Abläufen.
      Es soll ja auch im Prinzip jeder so handhaben wie er mag, aber es ist ja nun auch nicht total weit hergeholt, oder?
      Schließlich unterliegt so ziemlich alles auf der Welt einem Rhythmus (Tag/Nacht, Mond, Gezeiten, die Tierwelt hat ihre eigenen Rhythmen usw) und ich finde es sehr merkwürdig, so vor sich hin zu leben ohne jeglichen Fixpunkt am Tag.
      Wie seht ihr das so?

      • Hallo
        Feste Zeiten bis auf die Minute würde ich persönlich genau so schlimm finden wie absolut keinen Tagesablauf.
        Bei uns gibt es hin und wieder schön größere zeitliche Unterschiede, gerade an freien Tagen. Für uns bisher aber kein Problem.

        LG

        • Ja, genau.
          Minutiös takten wir nun auch nicht jeden Tag aber Mittag gibt es zwischen 12-13 Uhr unf Abends gets bis spätestens 20 Uhr ins Bett zum Beispiel. Das sind so wichtige Fixpunkte in unserem Alltag!

          • Wie gesagt, an freien Tagen kann es je nach Tagesablauf bei uns da auch mal größere Unterschiede geben. Für uns kein Problem.
            Gestern zB. haben wir den Tag so spät angefangen dass gerade die Krippen Mittagsessenzeit ziemlich gesprengt wurde. Und der Tag selbst hat auch ein Stück später aufgehört.


      Ich teile deine Ansicht. Einerseits brauchen Kinder eben feste Strukturen, da diese Grenzen und dadurch Sicherheit geben. Kinder lieben Wiederholungen und Verlässlichkeit, daran orientieren sie sich. Sie wissen dann, woran sie sind. Andererseits besteht das lebrn in Krippe, Kita, schule und später Arbeit auch aus festen konstanten. Wer nie gelernt hat, sich an feste Abläufe zu gewöhnen, wird es im lebrn nicht leicht haben, da alles gewissen Strukturen und Regelmäßigkeit unterliegt. Man tut seinem Kind keinen gefallen damit, wenn es nie irgendeine Form von Struktur gelernt hat.

      Wie du auch schon schreibst... Ich finde, jeder wie er mag!

      Wir sind auch relativ spontan und flexibel, ALLERDINGS hat meine Tochter mit ihren bald 22 Monaten schon einen so festen innerlichen Rhythmus, dass sie, selbst wenn ich nicht darauf achte, trotzdem immer sehr ähnliche Tagesabläufe hat.

      Ich finde beides hat seine Vorteile. Spontan sein fehlt mir manchmal schon seit ich Mama bin, anderseits ist es für mich auch einfacher zu planen, wenn ich weiß wann meine Tochter zB immer müde. Und ich denke, so wie sie dass signalisiert, tut es ihr auch gut. Bis auf abends, da hab ich auch meine Grenzen, ansonsten würde sie wahrscheinlich Mitternacht noch hier sitzen und spielen! :-D

    • ich finde da muss man immer einen kompromiss finden.

      feste zeiten ja, aber orientiert am momentanen rhythmus des kindes. gerade in den ersten lebensjahren varriert der rhythmus eines kindes ja doch von zeit zu zeit und ich finde auch, dass man sich da bis zu einem gewissen grad anpassen kann und soll.

      aber mittag sollte es natürlich nicht erst 16 uhr geben, sondern eben zu einer zeit, die noch irgendwie zum begriff "mittagszeit" passt.
      was ich sagen will: gewisse tagespunkte sollten schon einem groben "plan" unterliegen, der aber nicht völlig unflexibel ist.

      zb war bis vor kurzem vor 21 uhr nicht an schlafen gehen zu denken. wir haben das so akzeptiert und das abendritual erst nach 21 uhr begonnen. derzeit ist der wurm aber schon 20 uhr bereit dafür, also passen wir uns dementsprechend an...

      Ich kenne das auch von einigen, dass sie wirklich ganz nach dem Kind richten und bei einem Kind habe ich das bis zu einem gewissen Grad auch gemacht, aber nun mit 3 Kindern geht das halt nicht, da hat einer um 11 Uhr Hunger, der andere um 12 und der dritte um 13 Uhr, geht halt nicht. Insofern essen wir eben zu einer bestimmten Zeit, hat aber eher praktische Gründe, 1 geht in die Schule, eine in den KiGa, da müssen wir uns auch danach richten.

      Aber ich verstehe nicht so ganz dein Anliegen? Deine Schwägerin ist eben vor "ihrer Art" wie sie es macht total überzeugt, du von deiner. Nun denn, so ist es eben. Ich denke spätestens, wenn ihr Kind in KiTa oder Schule geht, wird sie das ändern (müssen) und mehr Struktur haben.

      Trotzdem ich denke nicht, dass sie deshalb keinen Fixpunkt haben, man kann ja, auch ohne Uhr eine Strukur und einen Rhythmus habe, zB nach dem Aufstehen (ob das 6 oder 9 ist, ist egal), zieht man sich an, putzt die Zähne, Frühstückt, geht raus usw. oder? Das ist doch trotzdem eine Strukur!

      Vielleicht magst du ja mal einen Artikel zB zum "selbstbestimmten Einschlafen" lesen, einfach aus Interesse? http://www.geborgenundgeliebt.de/2016/02/26/selbstbestimmtes-schlafen-gastbeitrag-von-jenni/

      LG

      • Mein Anliegen war lediglich, Meinungen zu dem Thema zu bekommen aus reiner Neugierde und Interesse.

        • Ok, verstehe. Nun, wie gesagt, ich denke, das macht einfach jeder anders. Ich denke Struktur und Rhythmus geht auch ohne feste Zeiten und gerade wenn die Kinder noch sehr klein sind, ist das ja auch ok in den Tag zu leben, aber irgendwann ergibt es sich ja so oder so. Trotzdem finde ich es auch in Ordnung, wenn andere sagen, sie wollen einen "geregelten Ablauf" und um 20 Uhr ist Bettzeit bzw. wenn sich das bei euren Kinder von alleine so ergab, ist doch super. Bei uns ist es ja auch so, es geht aber mit Schul- und Kiga (und bald Krippenkind) gar nicht anders. Aber in den Ferien lassen wir das alles etwas schleifen, da stehen wir gegen 8/8.30 auf und dann gehen die Kinder auch erst gegen 20/21 Uhr ins Bett, wir genießen das auch alle total, v.a. in den Sommerferien :-)
          Aber ich stimme dir zu, dass alle einen Rhythmus brauchen und die Eltern den Kindern einen "vorleben", ich finde wie gesagt Struktur und Rhythmus auch sehr wichtig, denke aber nicht, dass man sich daran strickt an die Uhr halten muss, man kann sich ja auch an seine innere Uhr halten? Aber wie gesagt, ich finde es auch nicht gut, wenn alle essen, wann sie Hunger haben ... das führt gerade bei mehreren Kindern zu totalem Chaos und ich müsste ständig was zu essen zubereiten #nanana Und dass alle ins Bett gehen wenn sie wollen geht hier auch nicht, gerade wenn ich abends allein mit den 3 bin, da würde ich durchdrehen ...

      Interessanter Artikel übrigens aber: meine erste Tochter schläft immer um fast exakt 19:30 Uhr ein und das seit Jahren. Ich habe daran nichts manipuliert oderso.
      Meine jüngste wird gegen 18:30 müde und schläft dann sehr unterschiedlich ein... zwischen 19 und 20 Uhr.
      Ich sehe aber ein, dass es keinen Sinn macht ein nicht müdes Kind um 20 Uhr ins Bett stecken zu wollen.
      Ich bin allerdings auch davon überzeugt, dass Kinder sich dem elterlichen Rhythmus anpassen undzwar viel mehr, als dass sie "ihren Kopf" durchsetzen. Sie suchen Orientierung undzwar an den Eltern.
      Ich bin lange Zeit selbst um 20 Uhr schlafen gegangen weil ich hundemüde war und habe meine Älteste damals noch als Stillbaby natürlich mitgenommen. Diese Zeit hat sie seitdem so verinnerlicht, dass es für sie das Selbstverständlichste der Welt ist gegen 19:30 ins Bett zu gehen und zwar so sehr, dass sie dies lautstark einfordert zur Not.
      Sie schlief meist so lange wie ich morgens: bis halb 9. Tagsüber so gut wie gar nicht mehr.
      Als ich wieder zu Arbeiten begann, musste sie um 6:30 mit mir aufstehen. Seitdem schläft sie tagsüber 1-2 Std mehr. Sie gleicht es also von sich aus wieder aus und passt sich uns an. Ich denke einfach, Kinder sehen uns Eltern da als Rhythmusvorgabe und orientieren sich. Haben die Eltern keinen Rhythmus, haben die Kinder keinen. Das ist nur logisch!

Hallo:-)
Also ich lege grossen Wert auf einen Rythmus und gewisse Tagesabläufe.

Ich denke aber nur weil ich selbst so gross geworden bin bis ins Teeni Alter:-)
Als mein Zwerg noch ganz klein war,klar da hat sich alles noch eingespielt aber mittlerweile ist er 17 Monate und kommt auch sehr gut zurecht damit.
Lg

naja man muss die mitte finden, ich habe 4 kinder und bei uns sind in der Woche mehr oder weniger feste Zeiten zumindest was das aufstehen und Schlafengehen betrifft, essen ist da eher lang gezogen .

an Wochenenden passen wir unseren tag den Gegebenheiten an, und sind deswegen flexibel, unsere Kinder sind von klein auf da zu schlafen wo sie gerade sind wenn sie müde sind, und ansonsten nimmt man für Ausflüge halt genug Proviant mit damit keiner hungern muss und gut ist.
ansonsten sehe ich zu dass die Kinder um 20 uhr im zimmer oder bett sind, da ich einfach mal feierabend haben will aber wenn besuch da ist oder so können sie gerne länger wach bleiben

hier gibt es ganz geregelte Strukturen und Zeiten anders geht es überhaupt gar nicht was ein Spass wenn ich mir nach den Geflogenheiten meiner Kinder richten würde #rofl.

Guten Abend...

Hier gibt es auch eher feste Zeiten. Klar, wird es mal eine Stunde später, weil man unterwegs ist oder früh lange geschlafen wurde aber insgesamt haben wir feste Punkte über den Tag.

Mittag gibts zwischen 11:30 und 12:30 Uhr, danach dann Mittagsschlaf.

Abends um ca. 18 Uhr Abendbrot, schlafen gegen spätestens 20 Uhr.

Das sind die Anhaltspunkte und daran halten wir auch meist fest. Wir kommen so gut zurecht und ich finde einen ungefähren Rahmen für Kinder wichtig. Mini ist knapp über 2.

Lg

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