Kleinkind

  • 15.06.17 - 10:30
    maumiau16 (1)

    Nur eine Phase oder ernstes Problem?

    Hallo, mein Sohn ist jetzt bald ein Jahr alt und es ist derzeit Horror mit ihm. Seit letzter Woche klettet er extrem an mir. Seit Januar schläft er schon schlecht, wacht zigmal nachts auf und beruhigt sich nur mit Brust wieder. Aber wenigstens ließ er sich immer in sein Bettchen legen. Jetzt wacht er auf und schreit wie am Spieß, wenn ich ihn weglegen will. Neben mich legen ist auch schwer, er wacht auf und krabbelt heftig weinend zu mir. Nachts schmiegt er sich an mich. Wacht trotzdem jede Stunde auf und will gestillt werden. Der Papa schläft seit Januar auf dem Sofa, mittlerweile auch am Wochenende weil es einfach zu krass ist.
    Auch tagsüber ist er meistens übermüdet. Einschlafen will er aber nicht, er wehrt sich, turnt auf mir rum, schmeißt sich hin und her, schreit wie am Spieß. Will bis zu alle 30 Minuten gestillt werden und rastet aus, wenn ich nicht mitmache. Er isst aber vier mal täglich sehr gut....

    Ich leide so wahnsinnig unter der Situation, dem Schlafmangel und dem Gefühl alles komplett falsch zu machen. Manchmal schreie ich den Armen Schatz an, weil er einfach niemals aufhört mit diesem Theater.

    Mein Freund ist ein super Papa und hilft wo er kann. Derzeit kann er aber nichts ausrichten.

    Bin für jeden Tipp dankbar.

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    • Hallo,

      erstmal fühl dich gedrückt!

      Um den ersten Geburtstag rum passiert wieder mal sooo wahnsinnig viel in den kleinen, das müssen sie nachts verarbeiten. Und das geht mit Mamas Sicherheit am besten.

      Allerdings wäre für mich jetzt da der Zeitpunkt zum Abstillen. Ich musste mit 10 Monaten abstillen - danach brauchte mein Sohn zwar immer noch ein oder zwei Flaschen pro Nacht), aber dieses wahnsinnig anstrengende Dauergenuckel hat aufgehört.

      Alles Gute - es ist eine Phase ;-)

      • Erstmal danke!
        Bei allen anderen Mamas aus dem Bekanntenkreis mit Babys im gleichen Alter wird es langsam alles besser, gefühlt nur bei uns immer schlimmer....

        Ich schaffe es nicht abzustillen, denn der Kleine nimmt keine Flasche. Er trinkt zwar Milch auf dem Becher mit Schnabelaufsatz, allerdings 10 ml in 20 min. So kriege ich nicht genug Milch in ihn rein. Ich hab schon so viel versucht, auch mal brüllen lassen. Trauriger Rekord waren 4 Stunden. Er ist hartnäckig und will an die Brust. Ich hab von Anfang an alles falsch gemacht und jetzt kommt die Quittung #heul

        • 15.06.17 - 10:59

          Ohje... sei doch nicht so streng zu dir. Versuch die Sicht auf dich zu ändern: Du gehst seit Januar durch die Hölle und bist dabei immer noch liebevoll und empathisch. Du hast kein Schelte verdient, sondern einen Orden! Das mal dazu.

          Was denkst du denn, hättest du falsch gemacht? Du stillst dein Kind seit der Geburt. Definitiv das Beste, was du für ihn tun kannst. Wenn du ihm die Flasche angewöhnen möchtest, hast du schon verschiedene Marken probierte? Agent hat bei meinem ersten Sohn gut geklappt. Der war ein Frühchen und musste abgepumpte Milch bekommen. #winke


        • Hey, erstmal ganz ruhig. Warum denkst du, dass du was falsch gemacht hast? Und warum denkst du, dass du Milch in ihn reinkriegen musst? Du sagtest doch, er isst gut tagsüber?

          Die Flasche wird er von dir nicht nehmen, evtl eher vom Papa. Ich behaupte aber mal, dass dieses nächtliche Dauerstillen mehr Beruhigung als Hunger ist und dazu müsst ihr eine Alternative finden. Das ist ein paar Nächte ätzend, ja... aber ohne Tränen und Wut seinerseits wird es nicht gehen.

          Stillen und Bedürfnisorientiertheit muss sich an Kind UND Mutter orientieren, nicht nur an einem!

      15.06.17 - 11:18

      Hallo,
      fühle dich erstmal gedrückt. Du hast nicht von Anfang an alles falsch gemacht, denk sowas nicht.

      Ich vermute mal zu einer allgemein anstrengenden Phase seit Januar kommt jetzt noch ein Schub dazu... Oder haf sich sonst irgendwas geändert in seinem Alltag? Hat er denn vll zu Januar mit Fremdeln begonnen? Unsere Große hat mit Fremdeln schon mit gut 4 Monaten gestartet- da hat der Papa auch nichts mehr ausrichten können, die Kleine fängt mit 9 Monaten jetzt so langsam an. Da waren bzw. sind unsere Nächte auch eher bescheiden.
      Ist denn der Papa so massiv im Schlaf gestört? Wenigstens am Wochenende würde ich vll versuchen die "Normalität" herzustellen, auch wenn der Kleine dazukommt.
      Falls du tatsächlich abstillen willst, mit 1 Jahr ist er an sich groß genug auch ohne Mengen Milch auszukommen. Wenn es mit aus einem normalen Becher trinken klappt wird sich da auch die Menge steigern lassen.

      Kann denn der Papa tagsüber (am WE) mit dem Kleinen mal. 2h auf Tour um dir ein bisschen Ruhe zu gönnen? Wenn ich nicht dabei war bei der Großen war alles kein Problem mit Papa...
      Auf jeden Fall viel Durchhaltevermögen, es wird auch wieder besser.
      Liebe Grüße

    • Nimmt er denn einen Schnuller?

      Hallo

      Warum glaubst du, du musst Milch in ihn rein bekommen? Wenn er normal vom familientisch mit isst, auch joghurt etc.

      Ich würde definitiv dringend abstillen denn er will nicht aus hunger an die brust. Einfach Angewohnheit, das Bedürfnis nach Nähe. Aber es kann nicht sein das er dann dauernuckelt.

      Sicherlich wird ihm das nicht gefallen aber da müsst ihr durch, so wie es jetzt ist,ist es ja auch kein Zustand . Weder für dich noch für ihn.
      Biete ihm für abends/ nachts flaschenmilch an, vielleicht nimmt er sie irgendwann und wenn nicht, dann nicht.

      Alles Gute !

      Ich würde abstillen. Am besten den Papa machen lassen und du bist mal ein Wochenende weg.

      15.06.17 - 13:33

      Hey :)

      Es ist nur eine Phase und die geht auch wieder vorbei. Du hast nichts falsch gemacht! Dein Sohn braucht gerade eben sehr sehr sehr seine Mama.

      Dass Abstillen daran etwas ändert, bezweifle ich. Stillen ist doch die einfachste Möglichkeit, dieses Nähebedürfnis zu stillen ;)

      Ich kenne das gut von meiner Tochter, sogar noch extremer. Das einzige was wirklich hilft, ist Akzeptanz. Und Kreativität bei der Suche nach Ausgleich. Leg dich mittags mit ihm hin, nimm ihn nachts mit zu dir und wenn er sich nicht weglegen lässt, dann ist das eben so. Vielleicht kann dein Mann ihn am Wochenende nehmen und du kannst wenigstens ein bisschen Schlaf nachholen?

      Hadere nicht zu sehr mit dir und der Situation. Nimm sie an, ändern kannst du sie ohnehin nicht wirklich. Außer mit - in meinen Augen - ziemlich brachialen Methoden.

      Bei uns gehen solche Phasen immer umso schneller vorbei, je mehr ich mich auf ihr Bedürfnis einlasse. Und sie dankt es mir mit einer herzerfrischenden Offenheit und Freundlichkeit allen Menschen und Situationen gegenüber :) dafür braucht sie eben immer mal wieder ihre Extraportion Mama.

      LG und viel Kraft und Gelassenheit wünsche ich dir!

      Du machst ganz bestimmt nichts falsch!! Schlafmangel ist hart und es ist klar, dass du dann gereizt reagierst.

      Ich kann dir nur sagen, dass meine kleine (jetzt 13 mon) in den letzten 2 Monaten auch seeeehr schwierig war. Immer am mir hat sie geklebt. Früher konnte sie alleine im Bett einschlafen.. geht jetzt nicht mehr!

      Aber glaub mir es wird wieder besser! Seit ein paar Tagen merke ich, dass sie viel ausgeglichener ist und sehr viel neues kann.

      Gib dir nicht die Schuld! Versuche einfach Geduld zu bewahren und dem Kind Nähe zu geben! Das wird schon wieder!

      Ganz liebe Grüsse!!

      Hallo,

      Mein Kleiner ist zwei und ich kann mich gut an die Zeit vor einem Jahr erinnern. Kurz vor seinem 1. Geburtstag waren wir im Urlaub. Die Nächte waren ganz ähnlich wie eure und ich bin tagsüber "geschlafwandelt". Der Urlaub war für die Katz'!
      Folgendes möchte ich dir mit auf den Weg geben, schön der Reihe nach:
      1. rund um den 1. Geburtstag passiert ganz viel bei deinem Kleinen. Sein Aktionsradius verändert sich, er bekommt viel mehr mit, von dem was um ihn herum geschieht. Das alles muss er verarbeiten. Nachts.
      2. vielleicht lernt er gerade laufen. Das war bei meinem so! Die Nächte wurden viel besser als er mit dem Laufen lernen fertig war.
      3. auch die Ernährung ändert sich. Er hat jetzt vielleicht mehr Lust auf echtes Essen, möchte vielleicht selbständig essen.
      4. du veränderst dich auch. Dein Baby ist bald ein Kleinkind und du bist keine Babymama mehr. Die Loslösung beginnt.

      Ich habe zu der Zeit "Schlaf gut, Baby" von Renz Polster gelesen. Dieses Buch möchte ich dir empfehlen, denn es hilft dir, eure Situation zu verstehen.
      Wir haben zu dem Zeitpunkt nicht abgestillt. Tagsüber haben wir noch einmal gestillt und nachts einmal und morgens zum "Weiterschlafen". Wir sind aber vom Einschlafstillen weg und haben das Einschlafstillen durch ein sehr starkes Ritual ersetzt (mit Musik, festhalten, auf dem Sofa). Dadurch gab es nicht mehr diese starke Verknüpfung von Schlafen und Stillen.
      LG

      17.06.17 - 09:39

      Mein Sohn war in dem Alter auch so. Ich war fertig vom Schlafmangel und habe mir auch grosse Sorgen um die Entwicklung meines Kindes gemacht, weil ich kein anderes Kind dazu kannte, bei dem es so krass war.

      Mit etwa 15 Monaten würde das Schlafen deutlich besser, und von da an ging es aufwärts.

      Sehr anhänglich war er noch länger, aber so mit 2.5 würde er langsam sicherer und unabhängiger.

      Heute ist er 5.5 und ein ganz normaler, glücklicher, kluger Junge. Schlafen wird allerdings wohl nie sein Hobby werden. Es braucht immer etwas Überredungskunst, ihn abends ins Bett zu bekommen und er wacht auch noch hin und wieder auf und krabbelt zu uns ins Bett. Das ist aber kein Problem.

      Also Geduld. Vermutlich wird es sich auch bei euch einfach verwachsen. Bis dahin wünsche ich dir gute Nerven.

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