Kleinkind

  • 16.06.17 - 12:44

    Trotzig, trotziger, am trotzigsten ...

    Hi zusammen,

    unser Sohn ist 2,5 Jahre. Ich dachte so mit 2 das er schon in der Trotzphase steckt, da er ab und an mal etwas mehr wie üblich knatschte, aber seit ein paar Tagen geht er total ab...

    IHM fallen irgendweilche Sachen ein, wie z. B. ein Actimel oder Schokolade die er gerne hätte, oder gerne mal Fernseh oder Ipad gucken möchte (darf er in Maßen) und dann fängt das an "Ein Actimel trinken", dann sag ich ihm du hattest heute schon eins und davon gibt es nur eins am Tag. Da fängt er an hysterisch zu werden, brüllt und schreit es gefühlte 30x das er eins will. Irgendwann merkt er das er damit keinen Erfolg hat, dann sucht er sich was neues und nach 30 Minuten geht das gleiche Spiel mit Schokolade weiter "Ich will Süßigkeiten essen". Also die letzten 2 Tage waren so sehr anstregend, weil er sich sein "ich will" ja grade willkürlich ausdenkt. Wenn ich vorher von gesprochen hätte, ok, aber ER fängt damit an ohne das die Rede davon war und versteht dann natürlich halt auch nicht, dass es nicht immer das grade bekommen kann, was ihm in den Kopf kommt.

    Ich versuche es ihm immer ruhig zu erklären, wenn er mich aber richtig anschreit, oder sogar im Affekt hauen will, sag ich auch schon mal etwas bestimmter, das er sich so nicht benehmen braucht. Manchmal lass ich ihn dann stehen und ausknatschen oder versuche ihn abzulenken.

    Habt ihr noch Tipps? Ich würde ja manchmal des Friedens wegen nachgeben, aber ich kenne ihn... darf er ein 2. Actimel haben, will er beim nächsten Mal 3. :-[ :-D
    Wie geht ihr damit um? Er hält sich halt extrem dran!

    Danke

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    • 16.06.17 - 13:28

      Oh man, sowas kenne ich zur Genüge!
      Bleibe bei deinem Nein, wenn er es durch Schreien möchte. Sonst merkt er, dass Schreien Erfolg bringt und wird es als nützliches Mittel anerkennen. Wenn er aber keinen Erfolg damit hat, hört er irgendwann wieder auf.
      Versuche mal ihm zu zeigen, dass du seinen Unmut verstehst. "Ich weiß, Actimel sind voll lecker. Schade, dass wir immer nur eins trinken können! Du bist echt wütend, das kann ich verstehen!" Je nach Situation lasse ich einfach ausknatschen oder biete eine Alternative. Kürzlich wollte unsere Tochter Süßigkeiten. Sie durfte nicht. Einen Apfel verschmähte sie auch. Aber als ich mit Plätzchenausstecher Formen aus dem Apfel stanzte, aß sie diese genüßlich und war wieder gut drauf.
      Du kannst auch versuchen, mit ihm Zusammen eine Lösung zu erarbeiten. Frage ihn, was ihr tun könnt. Das Nein bleibt ein Nein. Aber vielleicht wäre ein Stück Schoki nachher zum Nachtisch ok. Möchte er sich schon mal ein Stükl aussuchen und auf den Platz legen? Oder ihr spült eine Actimelflasche aus und spielt mit seinen Kuscheltieren, dass die trinken dürfen, denn die hatten heute noch keins usw.
      Wenn er haut, werde nicht müde zu sagen, dass du das nicht möchtest, weil es weh tut. Lieber soll er versuchen, dich kräftig wegzuschieben. Er ist ja wütend mit dir, weil du es verbietest. So kann er seine Emotionen aber gewaltfrei raus lassen. Das ist wichtig. Oder bringe ihm bei, zu stampfen, Kuscheltiere zu schmeißen oder in ein Kissen zu brüllen. Unsere Brüllmaus schreit manchmal in meine Hände. Dann schmeiße ich ihr Wut ins Klo, in den Mülleimer, auf die Straße oder esse sie auf. ;-)

      • 16.06.17 - 16:01

        Grundsätzlich bin ich bei allem dabei, was Du schreibst.

        Ausser das Wegschieben. Das ist mir zu nahe an Schubsen und das ist mit nem Laufanfäger-Bruder echt verboten hier!

      abgesehen davon, dass ich sachen wie actimel ziemlich doof finde, habe ich aus dem kind-will-davon-unendlich-viel-essen-grund solche sachen ausschliesslich in "gesund" und ohne plastikmüll im kühlschrank.

      heisst, dass ich eis (in diesen förmchen, die aussehen wie eiswürfelbehälter) am stiel alle paar tage aus frischen obst mit naturjoghurt o.ä. und ohne zucker püriere und einfriere.

      schoki mache ich in einer schokiform aus kokosöl (alternativ butter), schwarzem kakao und honig ebenfals selbst.

      dauert beides noch keine 5 minuten.

      sie können dann natürllich auch immer wieder mal ihre ration "industrijoghurt oder schokolade" naschen, und wenn die leer ist, stehe ich keine großen machtkämpfe durch, sondern sie futtern von mamas selbstgemachtem, gesunden naschkram.

      vielleicht ist das ja ne idee...


      • Zwei Fragen:

        1. auch wenn dein naschzeug selbst gemacht ist, so bleibt es doch, was es ist: ungesund, weil voller Zucker. Auch mit Honig,..

        2. wie sollen die kinder denn erkennen, dass Süßigkeiten in Maßen zu genießen sind, weil ungesund, wenn sie bei dir "das gesunde" futtern dürfen wie sie wollen? Ich denke nicht, dass die Kinder den Unterschied zwischen deiner Schokolade und der gekauften sehen.

        Ich finde schon, dass Kinder lernen müssen wann einfach mal Schluss ist mit Süßigkeiten - und seien sie noch so "gesund"

        • unser eis ist - wie du sicher lesen konntest - ohne zucker. aus puren früchten mit naturjoghurt.
          für mich eine tolle alternative, in meine kinder vitamine zu bekommen.

          auch eine selbstgemachte schokolade (auf 100 g kommt ein teeläffel honig. in industrieschokoladen ist teilweise die hälfte zucker) besteht ausschliesslich aus gesunden zutaten. da sie komplett dunkel ist, sind die kinder nach einem stück davon satt.

          während sie von "normaler schoki" heisshunger auf mehr bekommen. siehe fallender insulinspiegel undsoweiter. aber das nur am rande.

          • Trotzdem, finde ich, sollten Kinder lernen mit Süßigkeiten umzugehen. Was deine nicht tun. Die lernen 'ich darf Schokolade bis zum umfallen essen'. Kann ja sein, dass das bei deiner Schokolade auch nicht schlimm ist. Aber das ist den Kindern doch dann egal ob es deine oder gekaufte ist. Schokolade ist Schokolade.

            • richtig.

              und da meine freien zugang dazu haben, hatte ich in all den jahren noch nie ein schreiendes kind vorm süßigkeitenregel und kinder, die freiwillig auch mal den gummibär liegen lassen und lieber die banane nehmen

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