Kleinkind

  • 19.06.17 - 09:57

    Hört nicht gut - die richtigen Worte

    Ich habe in der letzten Zeit häufig auf den Sohn einer Bekannten aufgepasst da sie im Moment viel Stress hat und unsere Kinder sich so gut verstehen, dass der Kleine einfach so mitläuft.

    Zugegeben bin ich ein Hypochonder auch in Bezug auf mein Kind und als ich mich im Winter mehrmals dabei ertappt habe Abends zu meinem Mann zu sagen: "Die hört überhaupt nicht." hab ich meine Tochter zum Arzt geschleppt und sie hatte tatsächlich Paukenergüsse.

    Jetzt gibt's etwas ähnliches beim Sohn meiner Bekannten. Er hatte im Winter zweimal MOE und eigentlich Dauerschnupfen. Die Mutter beschwert sich laufend, dass der Kleine "Nicht hört", nicht mehr zum vorlesen sitzen bleibt, so nuschelt, keine Fortschritte auf dem Laufrad macht usw. Sie ist dauergenervt und immer nur an dem Kind am rumnörgeln und die beiden zicken sich nur noch an.

    Jetzt hat aber auch unsere KiTa sie angesprochen, dass sie mal seine Ohren überprüfen lassen soll was sie vehement verneint und da die KiTa weiß dass der Junge oft bei uns ist hat man auch mich schon um eine Einschätzung gebeten.

    Nachdem sich gestern beide Elternteile über die Einmischung der KiTa beschwert haben, hab ich schon gesagt: "Das einfachste wäre doch ihr macht einen Termin beim Arzt und lasst es abklären, dann wisst ihr auch wie ihr mit ihm umgehen müsst." Wurde mit Argumenten wie: "gibt keineTermine." - "Nach der KiTa hat der Arzt zu" abgeschmettert.

    Seht ihr da eine Möglichkeit doch nochmal drauf hinzuwirken. Die Mutter sagt immer: "Ich kenn mein Kind ja wohl am Besten und jedes Kind ist anders" und vielleicht hat das Kind ja tatsächlich den Starrsinn der Mutter geerbt, aber ich würde mich wohler fühlen wenn ich wüsste dass es nichts körperliche ist.

    Also... Mit welchen Argumenten seid ihr schon vorgedrungen?

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    • Kommt in der Kita nicht auch mal ein Arzt zur Kontrolle ? Helfen kann man da nicht u ausbaden müssen die Eltern es später selber wenn sie es übersehen. Die sprachentwicklung wird dann verzögert sein was spätestens bei der Einschulung ein großes Problem darstellt. Aber grundsätzlich vertrau ich auch darauf das jede Mutter ein gesundes Bauchgefühl hat in Bezug auf Ihr Kind -biete doch an den Termin zu machen falls sie es aus Zeitgründen nicht tun. Macht das Kind sonst einen guten Eindruck oder sind die Eltern allgemein etwas zu locker u vernachlässigen es ?

      • Grundsätzlich sehe ich das auch so und bin bei dem Thema auch selbst etwas pingelig wenn jemand an meinem Kind rumdiagnostiziert.

        Ich hab es aber gestern im Beisein des Vat ers angesprochen weil ich weiß, dass die Mutter das Kind durch ihre Arbeitszeiten und Hobbys am Wochentag max. eine Stunde zum Abenessen und bettfertig machen sieht. Vor allem Wochenends ist er dann auch oft den ganzen Tag bei uns.

      19.06.17 - 14:07

      Ganz ehrlich: Es ist nicht DEIN Kind, halt dich daraus.

      Du hast einen gut gemeinten Tipp gegeben und er wurde abgelehnt.

      Ich kenne mich mit Paukenergüssen nicht aus, ich glaube aber nicht, dass das Kindeswohl so arg gefährdet ist, dass man da jetzt weiter eingreifen müsste.


      • 19.06.17 - 15:36

        Dann erkundige Dich erst mal bevor Du solche Ratschläge gibst! Ich kann das wirlich nicht verstehen wie man jemand der schon Ahnung von dem Thema hat so anschnauzen kann Halte dich da raus wenn man doch zugeben muss dass man nichts weiß!
        Das ist Urbia live.

        An die TE:
        Wenn Du das Gefühl hast der Vater wäre verständiger, versuche es über den Vater. Paukenergüsse können unbehandelt ja schon Spätfolgen haben, auch medizinische, ich würde schon an dem Thema dranbleiben. Ich finde es immer schwierig da die Balance zu halten, sich selber nicht zu sehr zu involvieren aber doch dem Kind helfen.

        Richtige Worte ... belese Dich bitte nochmal über die Spätfolgen und versuche dann nochmal mit dem Vater / den Eltern zu reden, und wenn Dich der Kindergarten schon angesprochen hat, dann bestärke sie dass Du auch schon dahingehend denkst. Wenn Du Zeit has und engagiert genug bist kannst Du ihr ja anbieten mit dem Kind zum HNO zu gehen? Ihr scheint ja zumindest befreundet zu sein? Da kann man sowas schon anbieten finde ich.

        • 19.06.17 - 19:20

          Was willst du denn jetzt von mir??? Wo habe ich denn "angeschnauzt"??? Aber du hast Recht. DAS ist urbia. Mit DIR habe ich doch gar nicht gesprochen, oder?

          Und übrigens habe ich vorhin mit einer Bekannten gesprochen. Daher weiß ich, dass du dezent übertreibst. Du tust so, als würden dem Kind morgen die Ohren abfallen, wobei ja noch gar nicht bewiesen ist, ob das Kind wirklich behandelt werden muss.

          Aber solche Leute wie dich liebe ich ja... immer alles besser wissen und überall ihren Senf dazu geben müssen. "Gut" gemeinte Ratschläge von Super-Muttis. #rofl

          Ich wunder mich, dass du nicht rätst, das Jugendamt einzuschalten... #augen

          • 20.06.17 - 00:27

            6 Monate schlecht hören - richtig viel verpassen im Spracherwerb.

            3 Jahre Logopädie und danach 2 Jahre Sprachheilschule.

            Oder aber, beim Kind der Freunde einer Arbeitskollegin, Hörknöchelchen bereits "angefressen" vom dem Eiter der Mittelohrentzündung.

            10 Minuten eingriff - 2 Stunden in der Praxis verbleiben - staunendes Kind, was man alles hören kann.

            Abends beißt man sich in den Hintern, daß man nicht früher auf eine OP bestanden hat, und erst noch Homöopatisch versucht hat. Rausgeworfene Zeit, nicht nur bei uns, bei 4 weiteren Kindern.

            20.06.17 - 07:16

            Ich schrieb nur dass es passieren kann nicht muss. Ich finde es schrecklich in unserer Gesellschaft dass es immer normaler wird dass Kinder betreut werden und es wird den Menschen die betreuen immer weniger zugesprochen dass sie sich "einmischen". Schaut weg und haltet die Klappe. Genau. Immer eine gute und bequeme Lösung. Für alle außer dem Betroffenen.

            Ich selber schon mal von sowas betroffen, selbst wenn man Glück hat und es keine Spätfolgen gibt ... es ist einfach nur schrecklich wenn alle auf einem herumhacken man höre wohl schlecht, einen schimpfen wenn man nicht reagiert und man am Verzweifeln ist weil man einfach nicht anders kann aber nicht weiß dass es solche Möglichkeiten gibt. Sowas gibt latent Stress.

            Und für mich ist "ich hab ja keine Ahnung aber ich sag mal ..." DER Inbegriff einer besserwisserischen Supermutti.

            26.06.17 - 13:00

            Unbehandelte Paukenergüsse können sehrwohl Spätfolgen haben, ich habe trotz OP (viel zu spät) am linken Ohr nur 10% Hörleistung.
            Und nuscheln etc ist sehr wohl ein Indiz für Paukenergüsse.

        20.06.17 - 07:28

        Das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn ist einfach vergiftet durch das Nicht-Hören und das ständige Geschimpfe der Mutter.

        Dazu kommt, dass ich den Eindruck habe dass der Junge wirklich ein Problem mit dem Gleichgewicht hat und sich dadurch immer wieder in gefährliche Situationen bringt.

        Wie gesagt geht es nicht um ein Kind dass ich mal kurz sehe sondern er ist jede Woche mehrere Stunden ohne seine Mutter bei uns.

        • 20.06.17 - 22:10

          Da meine Eltern und der Schwiegervater sehr schlecht hören, spreche ich sehr laut.

          Thilo hat mich verstanden, aber andere die normal sprachen, nicht.

          Mich sprach auch eine Erzieherin an, und er hörte so, als hätte man Ohrstöpsel im Ohr. Da ich beim Trash druming selber welche trage, ist das sehr wenig.

          Er wird seine Mutter vielleicht wirklich nicht hören, und wenn das Gleichgewicht schon schlecht ist, kann das auch schon eine Schädigung der Höhrknöchelchen sein. So ging es bei dem kleinen Jungen auf, aus dem Bekanntenkreis meiner Kollegin .

          Beide Kinder hatten keine MOE, nur immer Schnupfen.

          Wir hatten dann Logo und Sprachheilschule, da er kein Satzbau hatte. Worte kannte er alle. In der Zeit, in der das Gehirn den Satzbau lernt, hatte er nichts gehört. Alles Zeitfenster der Entwicklung.

          Haben die Großeltern keine Zeit mal einen Termin beim HNO wahrzunehmen?

          • 20.06.17 - 22:56

            Nein, Großeltern sind leider keine Option.

            Wir waren heute zur U7a und da wurden auch Hörtests gemacht. Ich denke ich erzähle ihr mal davon. Da müssten sie eigentlich auch in den nächsten Wochen hin.

            21.06.17 - 09:55

            Bei meiner Tochter kamen die Paukenergüsse übrigens auch "nur" vom Schnupfen. Ich bin heilfroh dass uns das so früh aufgefallen ist und wir sehr schnell mit Nasenspray, absaugen und Ohrentropfen ein Ergebnis erzielt haben.

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